Cover von: Miss Wattenmeer singt nicht mehr
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Miss Wattenmeer singt nicht mehr

Der dritte Fall für Henner, Rudi und Rosa. Ein Ostfriesen-Krimi
Buch
Taschenbuch, 288 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499272105

ISBN-13: 

9783499272103

Erscheinungsdatum: 

26.03.2016

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 28.618
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499272105

Beschreibung von Bücher.de: 

Friesisch herb: Während am Strand von Greetsiel die »Ostfriesische-Schlickrennen-Wältmeisterschaft« tobt, wird Aleke Dönnerschlach auf ihrer Fischfarm ertränkt. Ihr frisch angetrauter Gatte hat ein wasserdichtes Alibi - er war beim Rennen mit im Team von Henner und Rudi dabei. Doch wer hatte ein Motiv, Aleke um die Ecke zu bringen? Die Kripo Wittmund hat schnell einen Schuldigen parat, aber Henner, Rudi und Rosa haben da mal wieder ihre Zweifel. Erst recht, als ein zweiter Mord geschieht. Und als sie erfahren, dass es von Seiten der Tierschützer massive Proteste und Angriffe gegen die Fischfarm gab, legt das Trio sich so richtig ins Zeug ...

Band 3 der humorvollen Ostfriesland-Krimireihe um Postbote Henner, Dorfpolizist Rudi und Lehrerin Rosa!

Kriminetz-Rezensionen

Ein besonders guter Krimi

Dies ist der dritte Band der Ostfriesenkrimis des Autorenduos Franke/Kuhnert und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Es ist wieder sehr unterhaltsam geschrieben, man meint sich selbst in Ostfriesland zu befinden. Die Landschaft wird herrlich beschrieben. Auch sind ein paar Sätze in platt dabei, es gibt viele Fischgerichte und beim Lesen hat man dann unheimlichen Appetit auf eine Fischsemmel. Am Ende des Buches sind dann, wie immer, einige sehr gute Rezepte aufgeschrieben. Das Buch ist leicht zu lesen, die Sätze verständlich, eben zum Entspannen und nicht noch, um sich noch großartig anstrengen zu müssen.

Hier haben wir gleich eine Leiche. Die frisch verheiratete Aleke wird tot in einem Fichzuchtbecken entdeckt, nackt, bis auf den BH. Ihr Ehemann und viele andere Männer sind bei der Schlickrennenwältmeisterschaft in Greetsiel. Aleke und ihr Mann Reent betreiben nämlich eine Fischzucht.

Jetzt muss die Polizei her. Rudi und sein ach so "gescheiter" Kollege Schnepel übernehmen den Fall. Sie haben zwar einen Verdächtigen festgenommen, der angeblich auch eine Frau vergewaltigt haben soll, aber der hat für diese Zeit ein Alibi. Da sind da nicht die Tierzüchter, die mit der Störzucht und dem Ableichen von Kaviar nicht zufrieden sind, Sie haben dem Fischzüchterehepaar schon öfters gedroht. Doch dann geschieht ein zweiter Mord. Es werden weitere Leute verdächtigt, der Sänger einer Band, die dort bei einem Fest gastiert hat und, und, und ...

Mit dabei sind bei Rudi auch seine Nachbarn, wie üblich der Postbote Henner und die Lehrerin Rosa, eine Hinzugezogene, die sich aber schnell in das Dorfleben integriert hat und furchtbar neugierig ist. Sie ermittelt gerne auf eigene Faust. Doch dann wird eine dritte Person vermisst. Nur durch das Klingeln des Handys wird sie noch rechtzeitig gefunden, mehr möchte ich nicht verraten.

Die Autorinnen verstehen es gekonnt, den Leser die meiste Zeit auf falsche Spuren zu führen. Dies lindern sie dann ab, durch ein Familienessen bei Henners Eltern mit allen Schwestern, da geht es wirklich nicht friesisch zu.

Auch zu dem Cover möchte ich einige Worte sagen: Wirkt witzig, eine Seemöwe mit Sonnenbrille, die auf einen Organe Fisch schaut, der mit großen Glupschaugen auf dem Sand liegt und dahinter das wunderschöne blaue Meer. Man riecht das Salz und spürt den Wind.

Den beiden Damen ist hier wieder ein besonders guter Krimi gelungen. Man darf auf Fortsetzungen warten

Miss Wattenmeer sing nicht mehr

"Miss Wattenmeer singt nicht mehr" ist nach "Der letzte Heuler" und "Krabbenbrot und Seemannstod" der dritte Ostfriesen-Krimi des Autorenduos Christiane Franke & Cornelia Kunert. Man kann diesen Krimi auch lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, denn es sind alle drei in sich abgeschlossene Fälle, nur das Privatleben geht natürlich weiter, aber selbst da dürfte man auch ohne Vorkenntisse gut mit kommen. Wobei ich die ersten beiden Teile auch sehr empfehlen kann :)

Hat man einmal mit Lesen begonnen, ist es schwer, das Buch aus den Händen zu legen, mir ist es auf jeden Fall nicht gelungen, denn ich wollte wissen, wer dahinter steckt und vor allem das Warum interessierte mich...

Diesmal lernen wir die Fischzucht näher kennen, zudem gibt's einen spannenden Kriminalfall, der aber im Vordergrund steht, und der gelöst werden möchte. Dieser ist interessant, und wird zum Schluss, ohne dass Fragen offen bleiben, gelöst. Der Showdown wurde auch diesmal recht spannende gestaltet :)

Die Hauptcharaktere, Rosa, Henner und Rudi haben sich im Vergleich zu den ersten beiden Büchern kaum verändert, die drei sind immernoch richtige Sympthieträger. Die Dialoge sind auch hier wieder sehr unterhaltsam. Als Nebencharaktere haben wir bekannte Gesichter, aber auch neue kommen dazu. Alle werden uns sehr gut beschrieben. Die Beschreibungen sind einfach herrlich, man hat die Bilder direkt vor Augen, und die frische Luft direkt in der Nase... Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein.

Der Schreib- und Erzählstil der beiden Autorinnen hat mir gefallen, locker, sehr humorvoll, man merkt nicht das die Geschichte nicht nur aus einer Feder stammt.

Die 276 Seiten wurden in 7 verschieden lange Kapitel und Epilog eingeteilt. Die Kapitel sind wie ein Tagebuch eingeteilt, zu lesen aus verschiedenen Perspektiven. Das Lesen aus den wechselnden Perspektiven stört den Lesefluss aber nicht, denn die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Am Ende haben wir noch drei Seiten mit drei typisch Ostfriesischen Rezepten. Ausprobiert habe ich sie noch nicht, aber sie klingen sehr vielversprechend. Auch eine kurze Personenbeschreibung ist am Ende des Buches vorhanden, sowie ein paar "Übersetzungen" aus dem ostfriesischen ins Hochdeutsche.

Ich hatte ein paar sehr schöne, lustige und auch spannende Lesestunden mit "Miss Wattenmeer singt nicht mehr" und kann das Selber-Lesen nur empfehlen.

Der dritte Fall für das Ermittlertrio aus Ostfriesland

In Greetsiel findet die alljährliche „Ostfriesische Schlickrennen-Wältmeisterschaft“ statt. Als Reent zurück auf seine Fischfarm kommt, findet er seine Frau Aleke ertränkt in einem Fischbassin. Natürlich ruft er sofort seinen Freund Rudi an, der bei der Polizei arbeitet, und dieser informiert sofort die Kripo Wittmund. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden, doch Henner, Rudi und Rosa glauben nicht so ganz daran und beginnen selbst zu ermitteln, erst Recht als ein zweiter Mord geschieht.

Dies ist schon der dritte Krimi um das Ermittlertrio vom Autorenduo Christiane Franke und Cornelia Kuhnert. Für mich persönlich war es der erste Krimi, den ich von dem Autorenduo gelesen habe. Mich hatte der Klappentext und ja auch der Titel des Buches angesprochen und so war ich ganz gespannt, wie der Krimi wohl werden würde.

Wer hier auf einen blutrünstigen Krimi oder Thriller hofft, der wird enttäuscht sein, denn es ist ein Unterhaltungskrimi, der eine interessante Geschichte erzählt und auch Land und Leute skizziert.

Der Einstieg ins Buch ist mir recht leicht gefallen und so war ich auch schnell in der Geschichte drin. Ich persönlich fand es nicht störend, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, gut, ab und zu hat etwas Insiderwissen gefehlt aber man kam auch ohne gut mit.

Etwas verwirrend waren zu Beginn nur die wechselnden Erzählstränge, aber als man sich daran gewöhnt hatte gingen die Wechsel ohne Probleme. Auch die Handlung war gut aufgebaut und man konnte allem problemlos folgen. Der Spannungsbogen war wirklich bis zum Schluss erhalten und ich hatte wirklich keine Ahnung, was das Motiv für die Taten oder gar der Täter sein könnte. So habe ich die Krimis am liebsten: Wenn man bis zum Schluss rätseln kann, wie wohl alles passen könnte.

Was ich auch toll finde, sind die Rezepte am Ende des Buches, ich denke die Rote Grütze werde ich mal ausprobieren. Aber auch das Personenregister fand ich gut, denn so konnte man sich auch das Wissen etwas aneignen ohne die anderen Bände gelesen zu haben.

Es waren alle Figuren, die im Laufe des Krimis aufgetaucht sind, mit viel Liebe zum Detail beschrieben, dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Bei den Beschreibungen der Handlungsorte merkt man, dass beide Autorinnen die Gegen kennen, von der sie schreiben, und so konnte man sie sich gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.

Alles in allem hat mir der Krimi gut gefallen und ich habe auch angenehme Lesestunden mit ihm verbracht. Auf eine Fortsetzung bin ich jetzt schon gespannt.