Cover von: Ragdoll
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Ragdoll

Dein letzter Tag. Thriller
Buch
Broschiert, 480 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3548289193

ISBN-13: 

9783548289199

Erscheinungsdatum: 

27.03.2017

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 6.168
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Beschreibung von Bücher.de: 

»Die Leiche schwebte nackt ein Stück über dem Dielenboden. Hunderte beinahe unsichtbarer Fäden fixierten sie in dieser Stellung. Detective Wolf brauchte einen Augenblick, um zu begreifen, was er da sah. Im Näherkommen fielen ihm die groben Stiche auf, die die nicht zueinander passenden Körperteile zusammenhielten. Eine Leiche. Und sechs Opfer.« Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung gerade erst wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Flickenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes ...

Kriminetz-Rezensionen

Der Pakt mit dem Teufel

Detective William Oliver Layton-Fawkes, besser bekannt als Wolf, ist kein durchschnittlicher Ermittler. Im Gegenteil, er polarisiert. Und wenn es sein muss, rastet er auch komplett aus und landet in der Psychiatrischen Klinik. Kein Wunder, dass ihn nicht alle Kollegen in ihrer Nähe haben wollen. Doch als eine entsetzliche Collage an Leichenteilen, die Ragdoll, gefunden wird und diese direkt auf Wolfs Wohnung zeigt, wird er zum Mittelpunkt der Ermittlungen. Besonders, weil Wolfs Exfrau, die Journalistin Andrea Hall eine Liste zugespielt wird. Eine Liste mit den Namen der nächsten Opfer. Und auch Wolf steht darauf …

Wieder einmal hat ein Autor einen Protagonisten mit einem ganz besonders schwierigen Charakter erschaffen. Das ist inzwischen so weit verbreitet, dass es langsam ein wenig langweilig wird. Doch Wolf ist ein Extremfall und ich bin gespannt, wie der nächste Teil dieser neuen Serie sein wird, denn das Ende hier ist im Grunde kein Cliffhanger und deutet auch nicht wirklich auf eine Fortsetzung hin. Also lasse ich mich überraschen!

Der Spannungsbogen ist genial gestaltet. Denkt man anfangs, dass der Mörder sich selbst eine Fall gestellt hat mit der Liste, staunt man doch, wie es sein kann, dass die Ermittler immer zwei Schritte hinterherhinken. Dass Edmunds dann auf den einzig logischen Schluss kommt, ist unvermeidbar. Doch der Showdown setzt dem Ganzen dennoch die Krone auf.

Sämtliche relevanten Figuren sind ausnehmend gut aufgebaut. Die Spannung zwischen Andrea und Emily ist eine ganz besondere, denn noch immer denkt Andrea, Wolf hätte sie in der Ehe mit Emily betrogen. Emily dagegen wünscht sich genau das mehr als alles andere, ohne es erreicht zu haben.

Edmunds versucht sich als Neuer in der Abteilung, während seine Verlobte nicht mit seinem neuen Job umgehen kann, zumal sie schwanger ist. Wolf selbst kämpft mit seiner eigenen Vergangenheit und einem alten Fall, der ihn einfach nicht loslassen will.

Die Story hat viel Tempo und überrascht immer wieder. Die Wendungen sind erstaunlich, aber nicht an den Haaren herbeigezogen. Alles ist sehr gut aufgebaut und stimmig in sich. Man liest das Buch erstaunlich schnell weg. Dennoch verliert die Story im letzten Drittel ein wenig. Es lässt sich schlecht greifen, denn die Spannung ist nach wie vor da. Dennoch war ich stellenweise dann einfach nicht mehr einhundertprozentig bei der Sache und driftete zeitweise gedanklich ab. Hier hätte eventuell ein wenig gekürzt werden sollen, um das Ganze nicht zu überdehnen.

Dass die Story in London spielt, ist erstaunlich. So schwungvoll und rasant sind die Engländer selbst in Thrillern nur äußerst selten. Auch eine Spur des guten alten schwarzen britischen Humors findet sich immer wieder, besonders in den Dialogen zwischen Baxter und Wolf. Das gefällt mir sehr und ist mit ein Grund, warum ich „Ragdoll – Dein letzter Tag“ mit vier Sternen bewerte.

Ein bizarres Puzzle

Gerade erst hat Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt der Wolf, nach vier Jahren seinen Dienst wieder angetreten, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Fundort einer Leiche ist eigentlich falsch, denn die Ermittler stellen schnell fest, dass es bei der an der Decke hängenden Leiche eigentlich um Teile von sechs Toten handelt, die zusammengenäht wurden. Wolf erkennt, dass ein Finger dieser Figur auf seine Wohnung gegenüber zeigt.

Bei der Journalistin Andrea und Ex-Frau von Wolf geht eine Liste ein, auf der die Namen und Todesdaten der nächsten sechs Opfer stehen. Der letzte Name auf der Liste ist der von Wolf. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

Dem Autor ist hier ein sehr spannender Thriller gelungen, der aber auch sehr brutal und damit nichts für schwache Nerven ist. Da lockern wenigstens die Dialoge unter den Kollegen die ganze Sache ein wenig auf.

William Oliver Layton-Fawkes ist ein Mensch, der Schwierigkeiten an sich zieht. Privat hat er Probleme und auch vom Dienst kann er nicht abschalten. Daher ist er ausgerastet und hat einen Angeklagten, der vor Gericht freigesprochen wurde, fürchterlich zusammengeschlagen. Das brachte ihm einen Aufenthalt in der Psychiatrie ein. Doch nun ist er wieder im Dienst und hat es gleich mit diesem grausamen Fall zu tun. Mir ist der Wolf als Ermittler sympathisch. Aber auch die Kollegen gefallen mir gut.

Der Täter ist skrupellos und grausam und der Polizei immer einen Schritt voraus. Über das Ende kann man geteilter Meinung sein, aber insgesamt war der Thriller sehr spannend.

Das Leichenpuzzle

Der Prolog beginnt mit einer Gerichtsverhandlung, in welcher der Serientäter Naguib Khalid, genannt der Feuerbestatter, verurteilt werden soll. Detektive William Oliver Layton-Fawkes, genannt der Wolf, hat ihn überführt und rastet völlig aus, als die Geschworenen auf" Nichtschuldig" entscheiden. Er stürzt sich auf den Täter, tritt und verprügelt ihn und nur dem beherzten Eingreifen der Justizbeamten ist es zu verdanken, dass er am Leben bleibt. Für den Detektiv bedeutet das die Suspendierung und die Einweisung in eine psychiatrische Klinik.

Vier Jahre später wird er wieder in den Dienst übernommen, als die Polizei zu einem Tatort des Grauens gerufen wird. Sie finden ein Leichengebilde vor, welches aus sechs verschiedenen Menschen zusammengesetzt wurde, der Kopf des Leichenpuzzle gehört zu Naguib Khalid.

Als zeitgleich der Exfrau von William, der Journalistin Andrea, eine Liste mit 6 Namen und dem genauen Todesdatum zugespielt wird, gerät die Polizei unter enormen Druck. Für den Detektiv ist das besonders brisant, weil sein Name an letzter Stelle steht.

Meine Meinung:
Zwar war die Geschichte durchgehend spannend, verlor sich aber zunehmend in ausschweifenden Details. Die Erzählung aus stetig wechselnden Gesichtspunkten und die Vielzahl der Personen erschwerten den Lesefluss deutlich. Was mir außerdem nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass der Protagonist mit ständig wechselnden Namen belegt wurde, es reichte von Wolf über William, Willi bis zu Fawkes. Auch das Ende konnte ich nicht in allen Punkten nachvollziehen.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich leider nicht völlig überzeugt hat.

Spektakuläres Debüt

Ohnmächtig vor Hass, außer sich vor Zorn, rasend vor Wut greift Detektive William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, im berühmten Gerichtssaal „Court One“ den gerade freigesprochenen Angeklagten Naguib Khalid an, mit dem Ziel, ihn zu töten. In letzter Sekunde kann dies verhindert werden. Doch Wolf ist überzeugt, dass Khalid der Feuerbestatter ist, ein Serientäter der 27 weibliche Opfer zwischen 14 und 16 Jahren bei lebendigem Leib angezündet hat. Doch Recht und Gerechtigkeit sind nicht dasselbe und durch geschickte Verfahrensprozesse, vermutliche Falschaussagen von Zeugen, verunreinigte Beweise und nicht zuletzt die Verfahrensbeschwerden gegen Wolf wird der Angeklagte von den Geschworenen für nicht schuldig befunden. Wolf wandert in eine psychiatrische Einrichtung, die Medien schlachten sein Leben und seine psychische Verfassung aus, seine Ehe geht in die Brüche und seine Kollegen sind geschockt über Wolfs Verhalten und Khalids Freispruch. Monate später wird Khalid dennoch als der Feuerbestatter verhaftet, neben der brennenden Leiche eines kleinen Mädchens ...

Vier Jahre später, Wolf ist wieder in den Dienst versetzt worden, werden er und seine Kollegen zu einem Leichenfund ganz in der Nähe von seiner Wohnung gerufen. Eine bizarre Leiche die an fast unsichtbaren Fäden von der Decke schwebt. Schnell ist ersichtlich, dass die Leiche aus unterschiedlichen Leichenteilen, sowohl männlichen wie weiblichen zusammengesetzt wurde, eine Flickenpuppe. Fast gleichzeitig erhält Wolfs Ex-Frau eine Liste mit Namen von Personen und deren genauem Sterbedatum. Eine Todesliste und ganz unten steht Wolfs Name ...

Erkennst du ein Monster wenn du es auf der Straße siehst?
Erkennst du den „Wolf im Schafpelz“?

Unter diese Maxime hat der Autor sein Debüt gestellt. Wahrlich ein ganz beachtliches Buch das sich auf dem wohl äußerst umkämpften Markt behaupten wird und Daniel Cole in die Riege namhafter Thrillerautoren katapultiert. Dabei spielt auch er mit den üblichen Klischees dieses Genres: Dem brillanten Ermittler, jedoch physisch und psychisch am Ende seiner Kräfte. Der ebenso hart arbeitende Kollegin, zickig und mit extrem spitzen Ellbogen ausgestattet. Einem Kollegen, der sich unverhofft als Hilfsprofiler entpuppt sowie den weiteren Teammitgliedern die irgendwie nicht wie ein Team arbeiten, sondern auf eigene Faust ermitteln ohne Rücksicht auf Verluste, gerade die eigene Gesundheit betreffend. Und doch, Daniel Cole vermag mich mit seiner Geschichte und vor allen Dingen mit der Aufklärung zu überzeugen, gepaart mit einem flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil. Gefallen haben mir auch die detaillierten Beschreibungen der Beteiligten (Cole verfügt über eine sehr gute Beobachtungsgabe, die er sehr verständlich wiedergibt), es werden im Laufe der Geschichte zwar immer mehr, trotzdem behielt ich sehr gut den Überblick.

Ein fulminanter Thriller an dessen Seiten man förmlich klebt.

Flickenpuppe

Ragdoll von Daniel Cole

Er, Detektive William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, hätte das kommende Unheil verhindern können, wäre er nicht vom Gerichtsdiener durch einen brutalen Schlag daran gehindert worden. Nach seiner Suspendierung nimmt Wolf wieder seine Arbeit als erfolgreicher Mordermittler auf. Er wird zum Schauplatz eines grausigen Fundes gerufen, ein Flickwerk, zusammengenäht aus 6 verschiedenen Leichenteilen, die aussieht wie eine Flickenpuppe, eine Ragdoll. Die Suche nach den vermissten und zerstückelten Personen wird zum Puzzlespiel. Bizarrerweise erhält Wolfs Exfrau, die bei einem Fernsehsender arbeitet, zeitgleich eine Todesliste von weiteren 6 Personen – mit Todeszeit – und der Killer ist bereits am Werk, diese in die Tat umzusetzen. Doch der Letzte auf der Liste ist Wolf selbst. Kann er dieses Gemetzel vorzeitig stoppen um dem Grauen zu entkommen, wird er die anderen Todeskandidaten retten können?

Eigentlich vermittelt mir das Coverbild den Eindruck einer eher mystischen Handlung als eines Serienmörders.
Die Idee hinter dieser Handlung finde ich echt faszinierend und gruselig. Jedoch die Umsetzung ist nicht gerade spannungsgeladen und meine Nerven werden auch nicht überstrapaziert. Für einen Thriller sind einige Passagen im Mittelteil recht blass und monoton. Andere wieder sprunghaft und verwirrend. Die ganze Theatralik ballt sich am Ende, nicht immer nachvollziehbar und etwas unglaubwürdig. An den Schreibstil habe ich mich nach einiger Einlesezeit langsam gewöhnt. Für einen Debütroman jedoch ganz gut gelungen.

Der Wolf

"RagDoll" ist der Auftakt einer Thriller-Reihe und beginnt gleich mit einem spannenden ersten Teil.

Detective William Fawkes, genannt der Wolf, ist nach einer Suspendierung zurück im Dienst und wird zu einem besonders grauenhaften Tatort gerufen. In einer Wohnung hängt eine Leiche von der Decke, die aus sechs verschiedenen Toten zusammen genäht wurde. Und als wäre das noch nicht genug, erhält die Exfrau von Wolf, die als Journalistin arbeitet, eine Liste mit sechs verschiedenen Namen und deren Todesdatum. Der letzte auf der Liste: Wolf

Das Ermittlerteam arbeitet fieberhaft daran, die Identität der Leichenteile zu klären, und versucht gleichzeitig, die Personen auf der Liste zu schützen. Doch der Täter scheint ihnen immer einen Schritt voraus.

Da auch die Presse die Namen kennt und keine Skrupel hat, diese zu veröffentlichen, ist es für die Polizei ein Wettlauf gegen die Zeit. Auch scheint es eine undichte Stelle zu geben, was den Ermittlern die Arbeit zusätzlich erschwert.

Wer steckt hinter RagDoll und wie sind die Personen auf der Liste und die bereits Getöteten in den Fall verwickelt? Das alles erfährt man nach und nach, je länger man der Geschichte folgt und mitfiebert ob die Opfer gerettet werden können.

Teilweise ist die Story vorhersehbar und auch das Ende war für mich nicht die große Überraschung. Nicht desto trotz ein spannendes Buch das ich gerne gelesen habe, denn das Team war mir sehr sympathisch. Wolf, der einsame Rächer, der immer noch gegen seine Dämonen kämpft. Baxter, die ein dunkles Geheimnis in sich trägt, das nur Wolf kennt, in den sie zudem schon lange heimlich verliebt ist. Und Edmunds, der neu vom Betrugsdezernat gekommen ist und ehrgeizig seine Ziele verfolgt, auch wenn ihn am Anfang keiner ernst nimmt.

Mit diesen Protagonisten kann eine gute Reihe entstehen, Luft nach oben ist auf jeden Fall noch.

Eine Enttäuschung

Diese Rezension befasst sich mit dem Hörbuch

Zum Inhalt:
Vier Jahre nachdem er einen freigesprochenen Mörder niedergeschlagen hat und dafür suspendiert wurde, ist Wolf wieder als Polizist tätig. Doch nun droht ihm besonderes Ungemach: Eine aus verschiedenen Leichen zusammengesetzte Figur wird gefunden – und ihr Finger weist auf ihn.

Mein Eindruck:
Was hätte aus dieser Grundidee alles werden können – zuallererst ein gutes Buch. Leider ist nach meinem Dafürhalten jedoch sehr viel verschenkt worden und das hat einige Gründe.

Der Erste ist der Sprecher: Ich schätze Herrn Koch als Schauspieler. In Filmen agiert er überzeugend und souverän – hier achtet er vor allen Dingen auf eine sehr deutliche Aussprache. Das wirkt gekünstelt und führt dazu, dass man die handelnden Personen nicht unterscheiden kann und die Emotionen auf der Strecke bleiben. Aber wenigstens versteht man jedes Wort des lieblosen Textes in aller Klarheit!

Der Zweite ist der Protagonist – wobei noch nicht einmal klar ist, wer eigentlich die Hauptperson sein soll – Wolf? Oder eher doch einer seiner Kollegen?? Aber wer auch immer dem Autor vorschwebte – er ist zu wenig präsent, um die Geschichte zu tragen. Die andere Möglichkeit wäre eine Ensemble-Geschichte, aber dafür agieren die Figuren zu neben- statt miteinander.

Der dritte Kritikpunkt ist die verworrene Story: Möglicherweise auch dem Sprecher geschuldet verliert man sehr oft den Faden und überlegt, ob jetzt ein Stück der Vergangenheit beschrieben oder doch in der Gegenwart agiert wird. Die Geschichte springt von einem Schauplatz und einer Zeit zur nächsten und der Leser/Hörer hechelt hinterher – zumeist ohne Überblick.

Tja, und dann gibt es noch Sequenzen von unbeschreiblicher Brutalität – unterkühlt vorgetragen – und häuslichem Drama inklusive schwangerer Gattin und Kind in Gefahr. Diese Teilstücke sollten wohl Spannung erzeugen – aber der echte Nervenkitzel fehlt, nur das Genervtsein bleibt.

Das Finale ist dann der reinste Hohn, wenn auch mit kleiner Überraschung.

Mein Fazit:
Viele grausame Morde, trotzdem irgendwie blutleer.

Die Todesliste und der Täter ist immer eine Schritt voraus

"Wer sich mit dem Teufel einlässt, verändert nicht den Teufel, sondern der Teufel verändert ihn."

Nach seinem letzten Fall vor 4 Jahren, bei dem Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, suspendiert wurde, landete er eine ganze Zeit in einer Psychiatrie. Doch nun ist er zurück und soll sich bewähren und bekommt es sofort mit einem sehr schwierigen Fall zu tun. In einer Wohnung wird eine grausame Leiche gefunden, an Fäden aufgehängt schwebt sie nackt über dem Boden, doch es ist nicht eine Leiche, nein sie besteht aus sechs Leichenteilen. Das Einzige was Wolf erkennt, ist der Kopf seines Widersachers Naguib Khalid, dem Feuerbestatter aus seinem letzten Fall. Diese Flickenpuppe, auch Ragdoll genannt, erweist sich als überaus schwierig, denn die Ermittler müssen erstmals die weitere Identität der einzelnen Teile und die Zusammenhänge der Personen miteinander herausfinden. Wenig später findet Wolfs Exfrau Andrea einen Umschlag mit Fotos und einer Todesliste mit den nächsten 6 Opfern in ihrem Briefkasten. Nun beginnt der Wettlauf mit der Zeit, denn hinter jedem Namen steht das Todesdatum und Detective Wolf ist das letzte Opfer. Durch Polizeischutz will man die Opfer schützen, doch der Mörder ist schlau und immer einen Schritt weiter als die Polizei. Kann Wolf mit seinen Kollegen die Todeskandidaten schützen und seinen eigenen Tod verhindern? Wer sind die ersten sechs Opfer des Ragdolls?

Meine Meinung:
Ich halte ja nichts von Hype, aber dieser konnte selbst mich größtenteils überzeugen. Ein Debütroman wie ich ihn selten erlebt habe. Daniel Cole hat ein Faible für Thriller und einen spannenden Stoff gefunden. Der Schreibstil ist fesselnd, sehr gut und mit einer Spannung, die leider am Ende ein wenig schwächelt. Auch gab es ein paar kleinere Fehler, wie z. B.: Dass die Ermittler unermüdlich und ohne Essen im Einsatz sind, was körperlich kaum möglich ist. Dass, wenn jemand so viel Blut verliert wie Baxter, er sich wohl kaum wieder aufrappeln kann. Vielleicht sollte da der Sanitäter Cole doch noch ein wenig besser recherchieren. Aber für seinen ersten Roman, Chapeau muss ich sagen, er hat es trotzdem hervorragend hinbekommen, mich über 400 Seiten zu packen und faszinieren. Das Cover ist brillant, dieser Vogel auf Angriff und die düstere Farbgebung gibt dem Ganzen was Mystisches und Spannendes. Auch die Ermittler sind größtenteils sehr spezielle Charaktere, was dem Ganzen eine zusätzliche Würze gibt. Besonders Wolf mit seiner Vorgeschichte steht im Fokus dieses Geschehens, schon dadurch, dass er das letzte Opfer ist. Das Ende war mir allerdings dann doch ein wenig zu flach, unspektakulär und weist dazu noch auf eine Fortsetzung hin, die man vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Trotzdem freue ich mich auf diese und auf eine Verfilmung des Buches und deshalb von mir gute 4 von 5 Sternen für dieses Debüt.

Teil 1 - Fesselnd und spannend

Das war endlich mal wieder ein Serien-Auftakt ganz nach meinem Thriller-Geschmack. Fesselnde Geschichte und Charaktere, die mich haben hin- und herschwanken lassen, zwischen ganz gut finden, gut finden und naja. Aber mit Wolf, hat der Autor Daniel Cole, einen Protagonisten erschaffen, der mich vollends in seinen Bann ziehen konnte. Rau, ruppig, nicht immer an das Gesetz haltend, aber trotzdem mit einem weichen Kern ausgestattet und er kann Gefühle zeigen, auch in der medialen Öffentlichkeit, wenn auch meistens ungewollt und in schwierigen Situationen.

Der Fall an sich – mit der zusammengesetzen Flickenpuppe – scheint mir nicht ganz neu, aber hier wurde alles sehr gut umgesetzt, vor allem die Ermittlungsarbeit, die den Hauptteil der Story trägt, ist spannend und gut nachvollziehbar dargestellt.

Neben Wolf spielt Detective Emily Baxter eine große Rolle, mit der ich mich zu Beginn nicht recht anfreunden konnte, da sie den Neuen im Team, Edmunds, nicht gerade sehr kollegial behandelt hat, aber je weiter ich gelesen habe, umso interessanter wurde ihr Typ.

Auf den fast 480 Seiten wimmelt es nur so von Toten und verschiedenen Tötungsarten, hier scheint mir der Autor kein Kind von Traurigkeit zu sein.

Und das Ende? Ja das Ende ... hmmmm. Da ging es nochmals drunter und drüber und Emily hat sich ein "dolles Ding" geleistet. Ich bin gespannt wie es wohl weitergehen mag und diese Serie werde ich auf alle Fälle – im wahrsten Sinne des Wortes – weiter verfolgen.

Guter Auftakt einer neuen Thriller-Reihe

Ein grausiger Leichenfund hält die Stadt in Atem. Das Besondere an dem Opfer: Es besteht aus sechs unterschiedlichen Körpern und somit handelt es sich letztendlich um 6 verschiedene Opfer. Der Kopf dieser "Ragdoll" oder auch Flickenpuppe gehört einem ehemaligen Serientäter, der seinerzeit viele jungen Frauen verbrannt hatte. Der damalige Ermittler, Detective Wiliam-Oliver Layton-Fawkes, kurz Wolf genannt, soll die Recherchen leiten. Hat es etwas mit dem damaligen Fall zu tun? Dafür müssen zunächst die sechs Opfer identifiziert werden, aus der die Ragdoll besteht. Aber die Zeit rennt, denn der Täter veröffentlicht eine Liste mit den nächsten Opfern und deren Sterbedatum, darunter befindet sich auch der ermittelnde Detective ...

"Ragdoll" hat mich stellenweise an die Thriller-Klassiker "Sieben" oder "Schweigen der Lämmer" erinnert, aber es kann aus meiner Sicht an seine großen Vorgänger nicht ganz heranreichen. Die Spannung ist jederzeit auf sehr hohem Niveau und wird über den Fund der spektakulären Ragdoll klassisch aufgebaut. Der Schreibstil gefällt mir gut, er lässt sich sehr flüssig lesen und verleiht dem Thriller ein ordentliches Tempo. Die Charakter des Ermittler-Teams kamen mir ein wenig zu kurz, obwohl durchaus interessante Typen wie der anfangs sehr unterschätzte Edmunds und die stellenweise unnahbare Baxter dabei sind. Der Hauptprotagonist Wolf hingegen wird gut beschrieben und gibt mit seinen Ecken und Kanten der Geschichte etwas Verruchtes. Die Ermittlungen können vom Leser gut verfolgt werden und immer wieder können eigen Überlegungen angestellt werden, wer der Täter sein könnte und welcher Hintergrund der Taten vorliegen könnte. Der Plot des Buches ist raffiniert konzipiert und für mich sehr überraschend. Das ungewöhnliche Finale hat mich dann auch noch ein wenig nachdenklich zurückgelassen, was ich an einem Buch sehr schätze.

Insgesamt bietet "Ragdoll" spannende Thriller-Unterhaltung, so dass ich das Buch gerne weiterempfehle und mit vier von fünf Sternen bewerte.

Spannendes Debüt

Schauplatz London: Es wird eine Leichenpuppe (Ragdoll) gefunden, die aus Körperteilen von sechs verschiedenen Personen zusammengesetzt wurde. Das Brisante daran ist, dass die Ragdoll mit dem Finger auf die Wohnung von Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, zeigt. Natürlich stellt sich als erstes die Frage, wer waren die getöteten Personen und weshalb dieser Fingerzeig?

Das Ermittlerteam ist ein für meine Begriffe zusammengewürfelter Haufen aus sehr unterschiedlichen Charakteren. Zum einen Wolf, nach seiner Suspendierung gerade in den Dienst zurückgekehrt, psychisch angeschlagen und bei Kollegen nicht unbedingt beliebt. Ferner die dynamische Emily Baxter, der allerdings die Führungsqualitäten noch abgehen, und ihr neu zugeteilter Assistenten Edmunds, der in der Zwickmühle zwischen Beruf und Privatleben steckt. Und der Chef, der sich nicht so sehr engagiert, wie er eigentlich sollte.

Wolfs Ex-Ehefrau, Andrea, eine Journalistin und Fernsehmoderatorin, hat vom Täter eine Opfer-Liste erhalten mit einem Todesdatum, und zwar allesamt in den kommenden Tagen. Der letzte Name auf der Liste ist der von Detective Wolf. Sofort taucht die Frage auf, was verbindet die vermeintlichen Opfer? Es wird von polizeilicher Seite alles darangesetzt, die Opfer zu beschützen und deren Tod zu verhindern. Das bringt sie unter ungeheuren Zeitdruck. Leider läuft nicht alles rund und es kann manches nicht verhindert werden, der Täter ist offensichtlich in ihrer Nähe und weiß zuviel. Und dann macht ausgerechnet der Neuling Edmunds eine ungeheuerliche und zielführende Entdeckung. Diese komplexe Story endet mit einem überraschenden Finale, mehr sei nicht verraten!

In seinem Debütroman hat der Autor für mich einen absolut fesselnden und temporeichen Thriller abgeliefert. Die Spannung beginnt mit der ersten Seite und endet wirklich erst auf der letzten. Die Sprache ist einfach, es lässt sich schnell und flüssig lesen. Allerdings sollte man nicht jedes Detail hinterfragen. Die Action in dem Thriller erinnert mehr an amerikanische Autoren und war deshalb für meine Begriffe des Öfteren unrealistisch. Positiv fand ich, dass die Charaktere gut ausgearbeitet sind und in diesem spannenden Plot auch immer wieder Platz für etwas Humor war.

Very british

Inhalt:
In London ist die Hölle los. Anders kann man sich nicht erklären, als der Fund einer sehr speziell drapierten Leiche den in Ungnade gefallenen ehemaligen Star der Londoner Polizei, William Oliver Layton-Fawkes, Spitzname Wolf, wieder auf den Plan ruft. Das Besondere an dieser Leiche ist jedoch nicht nur, wie sie in Szene gesetzt wurde, sondern auch die Tatsache, dass sie aus 6 Opfern besteht. Dies und die ganze Inszenierung verpassen dem ganzen Fall schnell den Namen „Ragdoll-Fall“. Die Lumpenpuppe.

Als der Ex-Frau von Wolf eine Todesliste zugespielt wird, entwickelt sich eine noch größere Brisanz. Auf dieser Liste stehen ganz bestimmte Leute. Und ganz am Schluss steht Wolf selbst.

Eine Jagd buchstäblich auf Leben und Tod mit vielen Fallstricken beginnt.

Meine Meinung: Very british!
Ich taste mich jetzt mal genüsslich ran. So habe ich auch versucht, mit dem Lesen anzufangen. Aber dieses Cover ist in meinen Augen schon dazu gemacht, einen in das Buch reinzusaugen! Für mich ein Meisterstück!

Ich gestehe auch gerne, dass es wirklich das Cover war, was meine Aufmerksamkeit auf das Buch gezogen hat. Aber es dauerte gar nicht lange, nachdem ich z.B. eine erste Leseprobe las, und für mich war klar, das muss ich lesen! Allein die Tatsache, dass diese „Lumpenpuppenleiche“ aus 6 Opfern besteht ... Das hat mich so gereizt, ich war sofort auf der Spur!

Gut so! Das sehr britische Ambiente hat mich an andere Bücher in der Richtung erinnert, ich habe die Luft quasi gerochen, die durch die Londoner City weht und auch vor Old Bailey nicht halt macht! Ich hab die weniger schönen Wohnsilos vor mir gesehen, gespürt, wie dort die Verzweiflung, die Anonymität um sich greift. Auf alle Fälle hat der Autor es perfekt geschafft, die krassen Unterschiede deutlich zu machen und auf Missstände hinzuweisen. Mein Kopfkino hat perfekt mitgespielt!

Wolfs Figur gefiel mir auch. Viele Ecken, viele Kanten, nicht einfach, kein wahrer Teamplayer, aber schon ein gewisses Rechtsverständnis und sehr konsequent. Das zeigt seine schwierige Vergangenheit. Klar, man könnte meinen, es gibt keine nur einfachen Ermittler mehr, die nicht irgendwelche Psycho-Probleme mit sich rumschleppen. Aber wenn es doch passt und zur Dramaturgie passt ... Mich hat es nicht gestört, im Gegenteil! Ich finde sehr wohl, dass die verkorkste Person des Wolf absolut passend ist! Und sehr beruhigend zu wissen, dass es weitergeht!

Ich hatte ganz viele „Oh nein“-Momente, die meine Nerven strapaziert haben. Obwohl es natürlich klar war, dass sie kommen, wenn 6 Namen auf einer Todesliste stehen ;-) Die Brutalität tut ihr übriges, um einen nicht wirklich zur Ruhe kommen zu lassen.

Und dann ist da ein Zweifel, der irgendwann gesät wird, ganz geschickt hat der Autor das gemacht, dass man bis zum Schluss denkt, na, ob da nicht doch ... Also ich hatte Lesespaß und fühlte mich gut thrillig unterhalten.

Wie gesagt, sehr britisch, das sollte man immer im Hinterkopf behalten!

Fazit:
Ein sehr britischer Thriller, der nicht mit Spannung und Tempo geizt und einen kleinen Stachel des Zweifels zur richtigen Zeit hinterlässt. Ein Lesespaß für Thriller-Leser :)

Bewertung: 5 von 5 Nilpferden

© Sabine Kettschau/Niliversum