Bretonische Verhältnisse
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Ein unwiderstehlicher Krimi aus der hochsommerlichen Bretagne.
Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe ...
Ein fesselnder Kriminalroman, durchzogen von hintergründigem Humor und so wunderbar stimmungsvoll, dass man sofort selbst durch die engen Gassen des Dorfes flanieren und die salzige Atlantikluft riechen möchte. Eine Krimisternstunde – nicht nur für Frankreichfans!


Jean-Luc Bannalec: Bretonische Verhältnisse
Jean-Luc Bannalec hat - laut Klappentext - seinen Debüt-Roman bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht, weitere Fälle um Kommissar Dupin sollen folgen. „Bretonische Verhältnisse“ ist ein traditioneller Ermittlerkrimi und liest sich ein bisschen wie früher, in der „guten, alten Zeit“, als alles (vermeintlich) beschaulicher und ruhiger und im Nachhinein übersichtlicher war. Kommissar Dupin ermittelt gemächlich im idyllischen Pont Aven, wo sich vor über einhundert Jahren berühmte Maler die Klinke in die Hand gaben. Wer hat ausgerechnet einen 91-jährigen Hotelbesitzer, der das berühmte, von seiner Großmutter gegründete Hotel „Central“, jahrzehntelang leitete, ermordet?
Eine Sünde leistet sich der aus Paris zwangsversetzte Kommissar, der gerne spazieren geht: er ist koffeinsüchtig. Die Kunstexpertin Madame Cassel betritt die Bühne und ein Bild Gauguins wird von Wichtigkeit. Ein zweiter Mord passiert und der Fall erweist sich tiefgehender.
Man riecht förmlich das Meer und meint, gleich einen salzigen Fisch serviert zu bekommen. Der Krimi kommt ohne Action und ohne hektoliterweises Blutvergießen aus, vielleicht macht ihn gerade das auf seine Weise so unterhaltsam und leicht lesbar. Man muss sich einlesen in die Sprache des Buches, einige Begriffe sind in unserem Alltag nicht gängig. Doch diese Sprache wird stringent durchgehalten und trägt mit bei zu dem stimmigen Bild, das einen wehmütig an den letzten Bretagne-Urlaub zurückdenken lässt, an die zerklüftete Küste und das windgepeitschte Meer und diese ganz besondere Stimmung, die das Cover so wunderbar einzufangen vermochte.