Cover von: NAFD
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NAFD

Politthriller
Buch
Taschenbuch, 284 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3839221552

ISBN-13: 

9783839221556

Auflage: 

1 (05.07.2017)

Preis: 

10,00 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 271.254
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3839221552

Beschreibung von Bücher.de: 

Deutschland, kurz nach der Bundestagswahl 2017. Immer wieder brennen auf Autobahnen Lkws einer großen Speyerer Spedition aus, teilweise sind Todesopfer zu beklagen. Nachdem der Privatjet des Speditionsinhabers Herold Blauermann beschossen wurde, ist dieser gezwungen zu reagieren. Denn Blauermann ist oberste Führungspersönlichkeit der neuen Partei NAFD, die überraschend die Bundestagswahl gewonnen hat. Was niemand weiß: Blauermann herrscht im Verborgenen über die Partei wie ein Oligarch. Sein Fernziel, die Demokratie in Deutschland abzuschaffen, wird durch einen Unbekannten torpediert, der ihm keine Ruhe lässt ...

Kriminetz-Rezensionen

Hoffen wir auf eine Satire ...

In Deutschland waren Bundestagswahlen und ein Kandidat der neugegründeten NAFD wird Bundeskanzler. In dieser ganzen Umbruchsstimmung verfolgen viele Persönlichkeiten der NAFD Führungsriege ihre eigenen Interessen in Hinblick auf Macht und Geld. Gerade der Speditionsinhaber Herold Blauermann strebt nach Höherem, aber aus dem Hintergrund. Vordergründig versucht er jeden möglichen Speditionskonkurrenten auszuschalten. Bis sich irgendwann das Blatt wendet und es Anschläge auf seine Firma gibt. Aber auch bei den anderen läuft nicht alles so rund, wie sie es sich erhofft haben und plötzlich ändert sich alles.

Von Harald Schneider kenne ich vorrangig nur die Krimis mit Reiner Palzki. Von daher war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Als Politthriller angekündigt, taucht man bald schon in eine sehr verworrene Welt ein. Es gibt viele Protagonisten, weswegen ich über das im ersten Teil abgedruckte Personenregister froh war. Der Handlungsort wechselt immer wieder, man muss am Ball bleiben, die verschiedenen Fäden in der Hand behalten, mitdenken und die ganzen Winkelzüge und ihre Auswirkungen verstehen.

Der Schreibstil ist wieder gewohnt flüssig, leicht sarkastisch, zeitgleich aber auch der Geschichte angemessen neutral und sachlich. Im dritten Teil gibt der Autor noch einige Erklärungen in Form eines Essays.

Manches wirkt überzogen oder zu viel auf den Zufall vertraut, aber leider klingt vieles auch wahrscheinlich und authentisch. Die beiden Nachworte des Autors stimmen den Leser abschließend noch einmal zusätzlich nachdenklich und man hofft, dass es das bleibt, was der Autor selbst herbeiwünscht, eine Satire zwischen zwei Buchdeckeln.

Fazit:
Satire oder nicht Satire – das sei hier mal dahingestellt. Fakt ist, dass dieser Roman eine ganz andere Seite des Autors zeigt. Spannend, verworren und dennoch fesselnd, so dass man als Leser bei der Stange blieben muss, ob man möchte oder nicht.