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Und draußen stirbt ein Vogel

Thriller
Buch
Taschenbuch, 464 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3453438876

ISBN-13: 

9783453438873

Erscheinungsdatum: 

13.06.2017

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 12.318
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453438876

Beschreibung von Bücher.de: 

Hasserfüllt beobachtet er die Autorin Rina Kramer bei ihrer Lesung. Jedes Wort von ihr macht ihn wütend. Sie hat ihn bestohlen, hat seine Ideen und Gedanken geraubt. Er reist ihr nach, findet sie in ihrem idyllischen Landhaus in der Toskana und mietet sich bei ihr ein. Wie ein harmloser Urlauber, aber besessen davon, sie zu vernichten. Rina ahnt nicht, was der eigentümliche Gast plant. Als sie endlich die Gefahr erkennt, ist es bereits zu spät.

Blick ins Buch: Leseprobe

Kriminetz-Rezensionen

Und draußen stirbt ein Vogel

Inhalt:
Die erfolgreiche Autorin Rina Kramer kehrt nach einer ausgedehnten Lesereise durch Deutschland in ihr Landhaus in der Toskana zurück. Hier möchte sie gemeinsam mit ihrem Sohn Fabian die Ferien genießen. Doch eines Tages klopft Manuel an ihre Tür, um in den Gästepavillion einzuziehen. Auf den ersten Blick scheint er ein sympathischer Mann zu sein, doch schnell muss Rina feststellen, dass Manuel sich merkwürdig verhält. Kann dieser Mann ihr gefährlich werden? Oder handelt es sich doch nur um einen etwas skurrilen Touristen?

Meine Meinung:
Bereits auf den ersten Seiten erfährt man von dem abgrundtiefen Hass, den Manuel gegen die Autorin Rina hat. Der erfolglose Schriftsteller fühlt er sich von ihr hintergangen und trotzdem entpuppt er sich als regelrechter Stalker. Er reist ihr nach und ihre Bücher kennt er auswendig. Manuel wird sehr ekelig beschrieben. Er ist ungepflegt, schwitzt sehr stark und stinkt regelrecht. Mit seiner zahmen Ratte wohnt er in einem alten Wohnwagen.

Neben ihm gibt es noch weitere seltsame Persönlichkeiten in dem Roman. Beispielsweise Don Matteo, der die Kinder aus dem Kinderheim für sexuellen Missbrauch vermietet hat. Oder die durchgedrehte Primetta, die alles tut, um Don Matteo zu gefallen.

Im Laufe des Buches steigt die Spannung immer weiter an. Gleichzeitig erfährt man die Hintergründe des Hasses auf Rina. Die Gründe kann man nachvollziehen, weil Manuel ein sehr gestörter Menschen ist. Von der schusseligen toskanischen Polizei bekommt man kaum etwas mit. Sie treten ganz selten am Rand auf.

Von dem Showdown bin ich etwas enttäuscht. Das Buch endete viel zu schnell. Da haben sich die Ereignisse total überschlagen.

Fazit:
Ein sehr spannender Psychothriller. Ich liebe diese Toskana Romane.

Das Buch bekommt vier Sterne von mir.

Und draußen stirbt ein Vogel

Die Autorin Rina Kramer wird bei jeder ihrer Lesungen von einem Mann beobachtet, der ein tiefen Groll hegt. Er ist der Meinung, dass Rina seine Ideen verarbeitet und Erfolg damit hat. Als sie sich wieder in ihr Haus in der Toskana zurückzieht, folgt er ihr und mietet sich bei Rina ein. Er hasst sie und will sie vernichten. Aber Rina ahnt nicht, was sie erwartet. Sie schwebt in tödlicher Gefahr.

Da die Rezensionen zu Büchern von Sabine Thiesler sich vielversprechend anhörten, wollte ich schon immer mal ein Buch der Autorin lesen. Diese Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert, so dass man ein umfassendes Bild erhält. Wer Rina da Böses will, ist von Anfang an klar. Das mag ich eigentlich nicht so sehr.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Landschaftsbeschreibungen haben mir gut gefallen und machen Lust auf einen Urlaub in der Toskana. Dabei kann ich aber gut auf jemanden wie Manuel verzichten. Allerdings dauert es eine ganze Zeit, bis die Handlung Fahrt aufnimmt.

Da Rinas Mann beruflich viel unterwegs ist, bewohnt die Autorin das Landhaus meist mit ihrem Sohn alleine. Auch sie ist beschäftigt und bemerkt anfangs kaum, dass ihr Untermieter nicht als Tourist in der Toskana unterwegs ist, sondern es auf Rina abgesehen hat. Er hegt einen abgrundtiefen Hass auf Rina und hat einen Weg gefunden, wie er so nahe an sie herankommt, damit er seine Rache durchziehen kann. Er wirkt ein wenig absonderlich. Rina hat ungute Gefühle, aber sie unterdrückt sie einfach. Aber dann …

Mit Rina konnte ich nicht so recht mitfühlen, denn allzu viel habe ich über sie nicht erfahren und kam ihr dadurch nicht nahe. Über Manuel erfährt man mehr. Wenn man seine Vergangenheit kennenlernt, kann man seine Gedankengänge und Handlungen erklären.

Am Ende fügen sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen und führen zu einem stimmigen und spannenden Abschluss. Wer aber Ermittlungsarbeit seitens der Polizei erwartet, wird enttäuscht werden. Mir fehlte auch die ein oder andere Wendung, die dem Ganzen mehr Thrill gegeben hätte.

Ein guter Thriller, aber da ist durchaus Spielraum nach oben.

Und draußen stirbt ein Vogel

Es gibt für mich 2 Gründe, ein Buch schnell zu lesen. Einer ist, dass es so spannend ist, das ich nicht schnell genug weiterkomme. Der zweite Grund ist, dass es so langweilig ist, dass meine Gedanken immer wieder abschweifen, und nur meine Augen dem Stoff folgen. Das ist leider hier der Fall.

Bei Seite 169 habe ich kapituliert. Die Charaktere sind dünn und verleiten mich nicht dazu, mich in ihre Situation zu versetzen und mitzufühlen. Das aber ist für mich wesentlich an einem Buch. Irgendwie kommt es mir hier vor, wie eine Aneinanderreihung von verschiedenen Buchanfängen, die sich irgendwann unbeabsichtigterweise begegnen. Auf Spannung wartet man vergeblich. Mag sein, sie entsteht nach Seite 169 noch, aber bis dahin ist nichts da. Wie lieblos hingeklatscht. Ich habe dann nur noch durchgeblättert und die letzten 30 Seiten noch gelesen, um mich zu vergewissern, das ich mich richtig entschieden habe. Aber auch der Schluss konnte mich nicht vom Hocker reißen.

Manch­mal verstehe ich nicht, wie Bücher auf die Spiegel-Bestsellerliste kommen. So auch hier. Vielleicht habe ich ja auch einen der schlechteren Romane erwischt, denn Frau Thiesler hat ja eigentlich recht gute Kritiken, vielleicht ist es auch einfach nicht mein Stil, aber mir ist es einfach nicht spannend genug. Allerdings werde ich sicher nochmal ein Buch von ihr lesen, um einen Vergleich zu haben. Der Auszug aus "Nachts in meinem Haus" am Ende des Buches hat mir gefallen, aber ich werde eines ihrer früheren Bücher lesen. Nur sicher nicht so bald.

Nicht mein Fall

Zum Inhalt:
Rina ist eine gefeierte Schriftstellerin – zu Unrecht, wie ihr Stalker Manuel findet. Denn eigentlich sind es seine Gedanken, die sie zu Papier bringt und so macht sich Manuel in die malerische Toskana auf – um Rina zu stoppen und seine Schreibblockade zu überwinden. Koste es, was es wolle.

Mein Eindruck:
Frau Thiesler ist eine gefeierte Schriftstellerin – wahrscheinlich nicht ganz zu Unrecht, wie die Bestsellerlisten finden. Und es sind bestimmt ihre Gedanken, die sie zu Papier bringt – möglicherweise in der Toskana oder an einer sonst sehr hübschen Stelle – richtig gepackt hat mich dieser Krimi jedoch nicht.

Vielleicht ist die Erwartungshaltung schuld, die durch die ganzen Lobeshymnen geweckt wurde, aber nach dem Buch bin ich tatsächlich ein bisschen sprachlos vor Enttäuschung. Viel zu viele Figuren, dann auch noch Gegenwart und Zukunft, an keiner Stelle geht das Buch in die Tiefe. Eine Unterteilung in drei Kapitel (warum?) mit Überschriften, die auch nach längerer Überlegung nicht sinnig erscheinen. Jede Menge große und kleine Delikte bis hin zu einem Mord – aber keine Sonderkommission wird gebildet, ganz im Gegenteil, die Polizei in der Toskana schläft in großen Teilen selig vor sich hin, weil sie glaubt, einen möglichen Verdächtigen zu kennen. Da wird nicht hektisch gehandelt, da ist Siesta angesagt.

Und dieses seltsame Verhalten ist fast bei jeder Figur zu sehen: Eine Mutter, die befürchtet, dass ihr Hund vom Untermieter getötet wurde – geht sie zur Polizei, als ihr Kind verschwindet oder lässt den dubiosen Untermieter durchleuchten? Aber nein, das könnte doch tatsächlich zielführend sein, da mache ich doch lieber etwas Dummes – schließlich handelt es sich um einen Thriller.

Dazu jede Menge sonstiges Drama: Untreue, (zum Teil tödliche) Unfälle, Fahrerflucht, Roma, Einbrüche, Alkoholismus, Kindesmissbrauch, Altenheime – man hat das Gefühl, alles muss irgendwie angeschnitten werden.

Bei diesem Buch fühlte ich mich wie im Kino in einem schlechten Horrorfilm, in dem man der hübschen Maid zurufen möchte „nein, geh nicht in den Keller, wenn es dort rumpelt – du weißt doch, dass schon drei andere Mädchen erwürgt wurden“.

Leider gab es aber kein Eis in der Pause

Mein Fazit:
Das Beste war das Ende – und das meine ich nicht nur doppeldeutig