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Die Frau, die Männer mochte

Roman
Buch
Taschenbuch, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3453358457

ISBN-13: 

9783453358454

Erscheinungsdatum: 

08.09.2015

Preis: 

9,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 153.318
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453358457

Beschreibung von Bücher.de: 

Die schöne Restaurantbesitzerin Marisa Behrend gab zurück, was sie bekam: Liebe, Zuwendung, Treue, Freundschaft. Jeder wusste das, alle bewunderten sie. Und dennoch muss sie jemand so gehasst haben, dass er sie nackt, ans Bett gefesselt, umbrachte. Ein Gast? Ihr Liebhaber? Ihr Arzt? Als Hauptkommissar Rolf Wegener die Ermittlungen aufnimmt, ahnt er nicht, in welchen Abgrund er hineingezogen wird. Als er es endlich erkennt, ist es zu spät ...

Kriminetz-Rezensionen

Enttäuschend!

Zum Inhalt
Eine polnische Ernthelferin verschwindet und wird „overkilled“ gefunden.
Marisa Behrend, die Besitzerin des Restaurants Waldschlösschen wird von ihrer Putzfrau tot entdeckt. Die Fundsituation könnte man durchaus als delikat bezeichnen, sie war nackt, gefesselt und diverses Sexspielzeug lag verteilt auf ihrem Bett, sowie ein von ihr verfasster Drohbrief an einen Doktor. Das kann den Ermittlern im ersten Moment nicht helfen, denn in ihrem Hause verkehrten viele honorige Herren des Landkreises. Immer wieder durfte einer von ihnen nach der offiziellen Öffnungszeit des Restaurants ein Gläschen Wein mit Marisa in ihrer Wohnung trinken, denn wie der Titel schon sagte, sie war eine Frau, die Männer mochte. Aus diesem Gläschen konnte durchaus mehr werden. Die Clique wurde auch als Heimberger Klüngel bezeichnet und bei ihnen setzen die Ermittler zuerst an. Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener übernimmt die Ermittlungsleitung, ihm zur Seite steht der pfiffige Anfänger Simon Pauli. Von den Fakten her war es ein guter Einstieg und ich habe einen spannenden Krimi erwartet. Dann aber bestand der überwiegende Teil des Romans aus der detaillierten Beschreibung des Lebens, vor allem des Gefühlslebens von Rolf. Nach einer äußerst schwierigen Kindheit, die durch die Mutter und seine biestige Schwester gekennzeichnet war, folgte eine desaströse Ehe, die gerade auf den Höhepunkt an Beleidungen, Demütigungen und Kränkungen zusteuert. Er entpuppt sich als larmoyanter Zeitgenosse, der auf mich ausschließlich negativ wirkte, Alleingänge unternahm und nervte. Die einzige Figur in dem Roman, die auf mich positiv wirkte, weil er mitdachte und Initiative zeigte, war Simon Pauli. Die Geschichte war für mich unglaubwürdig und die Auflösung am Ende war keine Überraschung.

Meine Meinung
Ich hatte mich auf das neue Buch von Petra Hammesfahr sehr gefreut und hatte große Erwartungen. Leider habe ich erst beim Aufschlagen des Buches und dem Lesen der Kurzbeschreibung entdeckt, daß es sich um ihren Debütroman handelt, der erstmals vor 25 Jahren erschienen ist. Dieser wurde jetzt aufgepeppt, upgedated und um 100 Seiten erweitert neu aufgelegt. Wenn der Verlag, das en passant klein im Inneren des Buches anmerkt, gewinnt er damit bei der alten Leserschaft nicht viele Freunde. Da ich die ursprüngliche Version nicht kenne, weiß ich nicht, wo Ergänzungen vorgenommen wurden. Es handelt sich auch keinesfalls um einen Krimi, sondern um einen Roman. Ich kann nur sagen, daß sich das Buch zeitweilig sehr langatmig gelesen hat und ich am Ende froh war, als ich die letzte Seite gelesen hatte.

Fazit
Für mich eine Enttäuschung und ich werde künftig neuen Büchern der Autorin sehr vorsichtig und skeptisch gegenüberstehen. Empfehlen kann ich das Buch leider nicht!