Cover von: Niemals
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Niemals

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 470 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3518427563

ISBN-13: 

9783518427569

Auflage: 

1 (09.10.2017)

Preis: 

20,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.018
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3518427563

Beschreibung von Bücher.de: 

Jenny Aaron ist eine Polizistin mit überragenden Fähigkeiten. Und sie ist blind. Man drängt sie zur Rückkehr in die geheime Sondereinheit, in der sie früher war. Es wäre wieder ein Leben aus purem Adrenalin. Doch will sie das? Da erfährt sie, dass ihr Todfeind ihr ein gigantisches Vermögen hinterlassen hat. Aaron muss nach Marrakesch. Dort wird sie mit ihrer größten Angst konfrontiert. Und die Hölle bricht los ...

Jenny Aaron will sich in der Einsamkeit Schwedens darüber klarwerden, wohin ihr Weg sie führen soll. Das Angebot, zu dem Berliner Spezialkommando zurückzukommen, dem sie als Sehende sechs Jahre lang angehörte, beschäftigt sie Tag und Nacht. Nie wollte sie etwas anderes. Doch Aaron zögert. Sie weiß, dass sie nicht mehr die Frau ist, die sie einmal war. Als ihre Vergangenheit sie einholt, muss sie sämtliche Zweifel hinter sich lassen. In Marrakesch wartet der gefährlichste Mann der Welt auf sie. Jemand, von dem viele glauben, dass er nur ein Mythos sei. Aaron erfährt, was er ihr angetan hat. Um ihn zu töten, ist sie bereit, alles zu opfern, was ihr je etwas bedeutete.

Kriminetz-Rezensionen

Jenny Aaron – der Kampf geht weiter

Jenny Aaron, ehemalige Polizistin mit herausragenden Fähigkeiten, hat sich in die Einsamkeit Schwedens zurückgezogen, um sich über ihre Zukunft klarzuwerden.

Seit einem gefährlichen Einsatz vor zehn Jahren ist sie blind und versucht seitdem, mit ihrer Behinderung zu leben, was ihr immer besser gelingt. Sie hat ein Angebot der geheimen Sondereinheit, bei welcher sie sechs Jahre lang tätig war, weiß jedoch nicht, ob sie dieser Aufgabe gewachsen ist.

Als sie erfährt, dass der Mann, der für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist, in Marrakesch lebt, gibt es kein Halten mehr für sie und der Rachefeldzug beginnt.

Meine Meinung:
Als Leser wird man direkt in die spannende Geschichte hineingezogen. Man begegnet zum Teil den gleichen Protagonisten wie im vorherigen Buch. Der Schreibstil wechselt zwischen sehr drastischen, blutrünstigen Szenen und feinfühligen Beschreibungen der Lebensumstände der einzelnen Personen. Eine sehr bildhafte Sprache ermöglicht es,sich genau in die Geschichte hineinzuversetzen.

Zum Schluss steht Jenny Aaron vor einer Entscheidung, die ihr weiteres Leben grundlegend verändern könnte .

Spannende Fortsetzung mit Jenny Aaron

Vor dem Lesen des Buches durfte ich den Autor bei einer Lesung zu NIEMALS erleben. Genauso meine ich es auch, es war ein Erlebnis. Als Profi in seinem Metier hat er einige Passagen vorgelesen, aber zwischendurch sehr viel über die Recherche, seine Berater, die Aufmachung und seinen Perfektionismus erzählt. Und genau diesen Perfektionismus merkt man dem Buch an, es stimmt einfach alles. Vor allem alle Aspekte der Blindheit, des körperlichen Einsatzes und der Medizin wurde für Laien verständlich beschrieben.

Das Cover - auch dieses Mal zusätzlich in Brailleschrift - und den gelben Buchschnitt fand ich sehr passend.

Beim zweiten Band mit Jenny Aaron beschreibt der Autor nicht nur den aktuellen Fall, nein er nimmt den Leser auch mit auf eine Reise in die Vergangenheit, in die Zeit vor ihrer Blindheit, und zwar nach Rom, zu einem eindrucksvollen Einsatz vor 8 Jahren nach Avignon bzw. Berlin und nach Barcelona, den Ort ihres verhängnisvollen Unfalls. Im Buch sind die Perspektivwechsel ganz klar durch eine schwarze Seite am Kapitelbeginn abgegrenzt, dadurch lassen sich die Zeitsprünge gleich erkennen. Aktuell wird sie nach Marrakesch gelockt, um eine Erbschaft in Höhe von 2 Milliarden Dollar anzutreten. Wer steckt dahinter? Auf jeden Fall ist er Aaron ebenbürdig, er hinterlässt ihr viele Hinweise bzw. Rätsel um an ihn heranzukommen. Aaron startet einen wahren Rachefeldzug, in dem es viele actionreiche, durchaus brutale Szenen an diversen Schauplätzen gibt. Zur Seite stehen Aaron selbstverständlich ihr engster Vertrauter Pavlik und das Team der Abteilung. Soviel zum Inhalt.

Jenny Aaron wird außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt und genauso schildert der Autor sie. Auf der einen Seite hammerhart gegen sich selbst, professionell im Beruf und auf der anderen Seite sehr emotional. Als Leser erfährt man sehr viel über das besondere Verhältnis, das sie zu ihrem Vater hatte. Jörg Aaron war Kommandant bei der GSG9 und er hat sie als Kind schon ihre besonderen Talente spüren lassen und sie gefördert. Sein Tod trat nur einige Tage nach ihrer Erblindung ein und hat sie fast vollständig aus der Bahn geworfen. Im Moment keimt eine gewisse Hoffnung in ihr auf, denn sie erkennt zeitweise Differenzen zwischen hell und dunkel. Ein sehr enger Freund und immer an ihrer Seite ist Pavlik, aber auch seine Frau Sandra. In diesem Band erfährt man u.a. auch, wie es zur Unterschenkelamputation von Pavlik kam. Ansonsten steht er ihr immer zur Seite, oftmals ist er ihr Auge.

Es ist ein intelligenter, facettenreicher und komplexer Thriller, der vom Leser Konzentration durch die zahlreichen Perspektivwechsel fordert, aber dafür wird er mit einem packenden Leseerlebnis belohnt. Der Spannungsbogen ist bis zum Ende auf einem hohen Niveau und der Schreibstil direkt und schnörkellos ohne unnötige Ausschweifungen. Ich hatte den ersten Teil ENDGÜLTIG schon mit Begeisterung gelesen, aber NIEMALS gefiel mit noch einen Zacken besser.

Der Autor kann es einfach, daher von mir eine klare Leseempfehlung!

Jenny Aaron kämpft weiter

Jenny Aaron ist Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA und sie ist blind. Vor einigen Jahren verlor sie bei einem Einsatz ihr Augenlicht. Aufgrund ihrer überragenden Fähigkeiten möchte man sie in ihre Sondereinheit zurückholen, aber Jenny ist sich nicht sicher. Doch dann erfährt sie, dass Ludger Holm ihr ein gigantisches Erbe hinterlassen hat. Aber dafür muss sie nach Marrakesch, wo ein sehr gefährlicher Mann auf sie wartet. Sie muss sich ihren Ängsten stellen und ihn töten. Dafür ist sie bereit, alles zu opfern, was für sie wichtig ist.

Der Schreibstil ist kurz und bündig und sehr packend, da es tempo- und actionreich zugeht. Obwohl in diesem Band nicht die Action im Vordergrund steht, sondern mehr das Gefühlsleben von Jenny Aaron und ihren Mitkämpfern.

Es ist zwar nicht dringend erforderlich, den Vorgängerband „Endgültig“ gelesen zu haben, aber es ist empfehlenswert.

Jenny muss sich der Aufgabe nicht alleine stellen. Ihr Freund Pavlik begleitet sie. Die beiden sind sehr gute Freunde, aber sie sind auch ein seltsames Gespann. Jenny hat ihr Augenlicht verloren, Pavlik verlor während eines Einsatzes seinen Unterschenkel. Das Team um Jenny harmoniert gut und das spürt man immer wieder.
Jenny war eine sehr gute Polizistin, kampferprobt und intelligent. Sie hat nicht aufgegeben und sich zurück ins Leben gekämpft und sie will beweisen, dass sie immer noch sehr fähig ist. Dabei ist sie bereit, auch Risiken einzugehen. Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken, als sie entscheiden muss, ob sie auf eine vage Chance, ihr Augenlicht wiederzuerlangen, hofft oder ihr unruhiges Leben weiterführen will.

Dieses Buch ist hochspannend, tempo- und actionreich und man wird förmlich mit durch die Geschichte gejagt. Die Figuren sind komplex. Die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich bis zum Ende noch.

Ein sehr fesselnder Thriller, den ich nur empfehlen kann.

Die Konzentration auf vier Sinne

Jenny Aaron wurde schon im Kindesalter stark von ihrem Vater geprägt und sein Wunsch war, dass seine Tochter einmal in seine Fußstapfen tritt und Polizistin wird. Die langjährige und harte Ausbildung hat aus ihr eine perfekte Waffe gegen das Verbrechen gemacht. Vor 5 Jahren wurde sie allerdings bei einem missglückten Einsatz angeschossen und verlor ihr Augenlicht. In der Folgezeit hat sie versucht, ihr Schicksal zu akzeptieren und den verlorenen fünften Sinn durch die verbliebenen zu ersetzen. Dies gelingt ihr so gut, dass sie zur Berliner Spezialeinheit zurückkehren darf. Nur, will sie dies auch? Können sich andere auf sie verlassen? Ist sie der Aufgabe gewachsen? Sie entscheidet sich dafür und wird gleich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ein ehemaliger Widersacher hat ihr ein großes Vermögen hinterlassen. Eine Falle? Eine Chance zu ihrem Erzfeind Kontakt aufzunehmen?

"Niemals" ist der zweite Band von Andreas Pflüger um die blinde Spezialagentin Jenny Aaron. Wieder ist es dem Autor gelungen, mich mit seinem außergewöhnlichen und unglaublich temporeichen Schreibstil zu begeistern. Er erzählt die Geschichte in kurzen und prägnanten Sätzen, arbeitet mit auf den Punkt gebrachten Dialogen und fügt interessante Stilmittel, wie das Aufzählen unterschiedlicher Optionen für einen Gedanken oder ein Gefühl ein. Den besonderen Charme erhält das Buch aber durch die außergewöhnliche Haupt-Protagonistin. Allein der Umstand, dem Schicksal zu trotzen und als sehbehinderte Frau in einer Spezialeinheit tätig sein zu können, gibt dem Charakter Stärke und Entschlossenheit. Der Autor hat sich mittlerweile drei Jahre mit betroffenen Personen auseinandergesetzt, um in die Sinneswelt eines Blinden eintauchen zu können. Das Ergebnis schildert er in der Wahrnehmungswelt von Jenny Aaron, die weitestgehend in der Lage ist, ihren fehlenden Sinn zu ersetzen. Neben dem hohen Tempo überzeugt der Thriller aber auch mit einem hohen Spannungsbogen, der über die gesamte Länge des Buches aufrechtgehalten werden kann, und einer komplexen Geschichte, die Andreas Pflüger clever aufgebaut und inszeniert hat. Das fulminante Finale konnte mich auch überzeugen und lässt bei mir die Hoffnung auf eine Fortsetzung aufkommen.

Insgesamt ein aus meiner Sicht äußerst spannender Thriller, der mich absolut fesseln konnte, so dass es mir schwer fiel, das Buch zur Seite zu legen. Von mir gibt es dafür eine absolute Leseempfehlung und die vollen fünf von fünf Sternen.

Mal eben kurz die Welt retten

Dieser Satz kam mir in den Sinn, nachdem ich den letzten Satz des Buches gelesen hatte. Und das beschreibt meiner Meinung nach den Inhalt des Buches ganz gut.

„Niemals“ ist der zweite Teil um die blinde Superagentin Jenny Aaron. Man muss den ersten Teil nicht unbedingt kennen, aber es hilft, die Story besser zu verstehen. Denn Holms, der Bösewicht aus dem ersten Teil, spielt auch hier eine Rolle. Er hinterlässt Aaron ein riesiges Vermögen, dass auf einer Bank in Marrakesch liegt. Sie entschließt sich zusammen mit Pavlik, dorthin zu reisen, um zu erfahren, was Holms mit diesem Schachzug bezweckt. Und kaum in Marrakesch angekommen bricht auch schon die Hölle los. Aaron und Pavlik müssen alles geben, um lebend zu entkommen. Doch das war erst der Anfang einer scheinbar ausweglosen Odyssee.

Das Buch ist spannend geschrieben, eine Actionszene jagt die nächste, Langeweile kommt da keine auf. Was mir aber ein bisschen fehlte, war dieser gewisse Nervenkitzel, das Mitfiebern um das Gelingen einer Aktion oder das Überleben der Protagonisten. Denn wie in einem James Bond Film weiß man auch hier, dass es immer gut ausgeht, egal wie brenzlig die Situation ist. Ebenso fehlte mir bei Aaron ein bißchen Wärme und Menschlichkeit, weshalb ich keine so gute Beziehung wie im ersten Band zu ihr aufbauen konnte. Sie erinnert mich teilweise eher an einen Roboter. Erledigt alles so nebenbei, cool und lässig zwischen zwei Zigarettenpausen. Das hat mir nicht so gut gefallen.

Alles deutet darauf hin, dass es im dritten Teil darum geht, ihr Augenlicht zurück zu erlangen. Und ich frage mich unwillkürlich, was passiert, wenn sie wieder sehen kann. Fliegt sie dann eine Rakete zum Mond oder springt ohne Fallschirm aus Flugzeugen um einen Hubschrauber zu übernehmen?

Ich lass mich überraschen und hoffe auf einen dritten Teil, der mich wieder vollauf begeistern kann.