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Sieh nichts Böses

Kommissar Dühnforts achter Fall. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3548613195

ISBN-13: 

9783548613192

Erscheinungsdatum: 

16.06.2017

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 750
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548613195

Beschreibung von Bücher.de: 

Sieh nichts Böses. Hör nichts Böses. Tu nichts Böses. Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halb verwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur - ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses. Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

Kriminetz-Rezensionen

Vielschichtige Wahrheit

Kommissar Tino Dühnfort und seine Frau Gina sind gerade erst aus den Flitterwochen zurück und freuen sich auf ihr erstes Kind, als es Arbeit bei der Mordkommission gibt.

Bei einer Prüfung wurde durch einen Leichenspürhund eine weibliche Leiche gefunden. Anhand der Kleidungsstücke wurde festgestellt, dass die junge Frau vor circa zwei Jahren im Wald vergraben wurde. Da es keine passende Vermisstenmeldung gibt, gestaltet sich die Suche nach der Identität der Toten schwierig, erst ein Presseaufruf bringt Klarheit.

Nun beginnt die mühsame Ermittlungsarbeit, in deren Verlauf bekannt wird, dass der Fall Parallelen zu einem vier Jahre zurückliegenden ungeklärten Mordfall aufweist. Als eine weitere junge Frau verschwunden ist, läuft den Ermittlern die Zeit weg.

Wie in den vorhergehenden Büchern der Autorin, ist es auch hier sehr gut gelungen, einen spannenden Kriminalfall zu schildern. Die Ermittlungsarbeit, welche sich wieder aus mehreren winzigen Puzzlestücken zusammensetzte, wurde präzise geschildert, ohne dass die Spannung abnahm.

Es gab tiefe Einblicke in die menschliche Psyche, die dem Leser einiges abverlangten.
Geschickt wurden immer neue Fährten gelegt, bis es zu einem etwas überraschenden, aber logischen Ende kam.

Auch das Privatleben der sympathischen Ermittler, in welchem es wichtige Entscheidungen zu treffen gab, bekam wieder einen angemessenen Rahmen.

Ich spreche eine Leseempfehlung aus und freue mich auf den nächsten Band.

Menschliche Tragödien

Doro, eine Border-Collie-Hündin, findet bei ihrer Abschlussprüfung zum Münchner Polizeispürhund ihre erste Leiche, noch bevor sie die Prüfung bestanden hat. Kommissar Dühnfort, frisch aus dem Hochzeiturlaub mit seiner Frau Gina zurück, wird sofort mit der Aufklärung betraut. Eine kleine Grabbeigabe neben der weiblichen Leiche, eine kleine Figur, ähnlich den drei bekannten Äffchen, gibt ihm enorme Rätsel auf. Es ist das wenig bekannte vierte, DU SOLLST NICHTS BÖSES TUN. Kurz darauf eine weitere weibliche Leiche, eine weitere Figur, DU SOLLST NICHTS BÖSES SEHEN. Kommissar Dühnfort und sein Team geraten mit den Ermittlungen in Zeitnot, denn soeben wird bekannt, dass schon wieder eine junge Frau vermisst wird. Wird er noch weitere Figuren finden? Obwohl er gerade verzweifelt ist und um sein ungeborenes Kind bangen muss, verliert er nicht die Kontrolle und kommt einem Rachefeldzug auf die Spur, der bis in die Gegenwart reicht.

Der Münchner Kommissar Konstantin Dünhnfort ermittelt in diesem Krimi sehr umsichtig und besonnen mit seinem Team, obwohl er zur Zeit selbst auf die härteste menschliche Probe gestellt wird.

Die häusliche Gewalt, die in Familien um Ausbruch kommt, ist hier sehr gewaltig. Man spürt körperlich den Hass, der hier herrscht, und die Auswirkungen, die durch Missachtung und Misshandlung entstehen. Viele verdächtige Spuren und am Ende lösen die Affen das Rätsel für Kommissar Dühnfort.

Trotz der spürbaren Gewalt kommen auch Gefühle und Humor nicht zu kurz.

Dies ist mein erster Krimi von der Bestsellerautorin Inge Löhnig und ich bin beeindruckt vom Schreibstil. Er ist von Anfang bis Ende gut durchdacht, professionell recherchiert und lückenlos aufgelöst. Anettes finanzielles und berufliches Schicksal hat mich nicht kalt gelassen, ihr Wunsch nach Unabhängigkeit ist verständlich.

Die Personen kommen aus vielen verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und überzeugen in ihrer Darstellung. Es ist nicht die knisternde Spannung, die mir hier etwas fehlt, es ist die Erwartung, dass das Böse besiegt wird, was mich ans Lesen gefesselt hat.

"Sieh nichts Böses", ein Krimi mit einem ansprechenden Schreibstil, der sehr kurzweilig ist und von Anfang bis Ende facettenreich und unterhaltsam beim Leser ankommt.

Rache

Ich hab mich auf den neuen Band von Inge Löhnig um den Kommissar Konstantin Dühnfort sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Es ist wieder ein solider, unterhaltsamer Krimi, in dem auch das Privatleben von Dühnfort und Gina nicht zu kurz kommt.

Gerade zurück von ihrer Hochzeitsreise wird Dühnfort zu einem merkwürdigen Leichenfund gerufen. Eine junge Frau, halb verwest, wird gefunden und mit ihr eine kleine Affenskulptur. Zunächst kann sich keiner einen Reim darauf machen und die Ermittlungen scheinen ins Stocken zu geraten. Dann verschwindet eine weitere junge Frau und die Parallelen zu ihrem aktuellen Fall lassen sich nicht von der Hand weisen. Dühnfort beginnt im Umfeld der Fälle zu graben und kommt dabei einem unglaublich perfiden Rachefeldzug auf die Spur.

Spannend geschrieben, mit einem Ende das nicht unbedingt vorhersehbar war. Ich war öfters auf der falschen Spur, da die Autorin sich sehr gut darauf versteht, kleine Fährten auszulegen, die einen schnell in die Irre führen.

Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben, sehr glaubwürdig und man traut jedem alles zu, zweifelt aber auch gleichzeitig an ihnen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band um Kommissar Dühnfort.

Bösartigkeit hat ein gutes Gedächtnis

„Was nicht dem Gesetz der Schönheit (= angemessenes Verhalten) entspricht, darauf schaue nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, davon rede nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, das tue nicht.“ (Konfuzius)

Kommissar Konstantin Dühnfort und Ehefrau Gina kommen gerade von ihrer Hochzeitsreise zurück. Zusammen freuen sie sich auf ihr gemeinsames Kind, doch die neuste Untersuchung ergibt Grund zur Sorge. Aber nicht nur dies belastet ihn, auch sein neuster Fall, den er zu bearbeiten hat. Bei der Hundeprüfung der Polizei für Leichensuchhunde findet man durch Zufall, die halb verweste Leiche einer jungen Frau. Dühnfort fällt sofort eine kleine Affenfigur aus Messing auf, die bei der Leiche liegt, diese hat den Unterleib bedeckt und steht für "Tu nichts Böses". Nach längerer Suche finden sie heraus, dass die tote Frau Veronika Lindental heißt. Das eigenartige ist, das niemand sie zu vermissen scheint. Doch ein weiterer ungeklärter Mord, der ebenfalls wieder mit einem der weisen Affen hinterlegt ist, führt Dühnfort näher zum Täter. Jedoch dieser hat erst begonnen, denn der Rächer ist noch nicht am Ende. Außerdem müssen Gina und Konstantin (Toni) eine weitreichende familiäre Entscheidung treffen.

Meine Meinung:
Dieser Krimi ist mein zweites Buch der Autorin und wieder habe ich diesen fasziniert gelesen. Das Team um Kommissar Dühnfort ist sehr sympathisch und macht es einem leicht, an diesem Krimi dran zubleiben. Inge Löhnig hat hier wieder einen sehr interessanten Fall konzipiert, der viel von den Ermittlungsarbeiten lebt. Die Suche nach dem Täter ist außerordentlich interessant und kommt auch recht unblutig daher. Trotzdem war ich bis zum Ende gespannt, wer der Täter ist und hatte es auch kurz vor der Auflösung fast geahnt. Ein Fall, der einem nahe geht, weil man sich diesen durchaus auch in der Realität vorstellen könnte. Eine große Rolle spielen die 4 weisen Affen: mizaru, kikazaru, iwazaru, shizaru = nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, nichts böses tun (von denen meist nur 3 bekannt sind). Die Motive des Täters liegen in der Vergangenheit und sind Rache und Vergeltung. Hier sieht man mal wieder, dass Kinder sehr oft doch der Spiegel der Eltern sind bzw. werden können. Der Schreibstil ist sehr gut, informativ und fesselnd und hat mich bestens unterhalten. Auch das familiäre Thema von Gina und Toni, mit dem sie sich auseinandersetzen mussten, fand ich sehr interessant und ich war froh, dass sie sich so entschieden haben. Ein Krimi, der mit relativ wenig Brutalität, viel psychologischen Gespür aufwartet und trotzdem spannend und informativ ist, bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

Wie gewohnt, ein spannender Dühnfort

Es handelt sich bereits um den 8. Fall von Tino Dühnfort und er hat mich wieder begeistert.

Tino Dühnfort und die schwangere Gina sind gerade von der Hochzeitsreise zurück als eine seit Jahren verschwundene Frau tot gefunden wird. Neben ihr liegt der sog. 4. Affe mit der Bedeutung „Tu nichts Böses“.

Bei den Nachforschungen, um wen es sich bei der Toten handelt, muss erst ein spezielles Fahndungsfoto erarbeitet werden, denn niemand vermisst eine junge Frau, die in das Profil passen könnte. Durch einen Ring, der bei der Toten gefunden wurde, kommt man auf Veronika. Sie war verschuldet, hatte sich von ihrem Freund getrennt, angeblich eine neue Liebe gefunden und an ihrem letzten Abend hatte sie sich mit ihrer Familie, speziell ihrem Vater, zerstritten. Jeder einzelne ging davon aus, dass sie untergetaucht sei.

Aktuell ist wieder eine junge, verschuldete Frau vermisst, auch sie hatte einen neuen Freund und es ergeben sich immer mehr Parallelen. Schaffen es die Ermittler sie zu finden, bevor ihr etwas passiert?

Bei diesem Fall taten sich für den Leser wahre Abgründe auf. Egal ob es sich um die Gewaltbereitschaft innerhalb von Familien, Hass, Neid, Verdrehen von Tatsachen, Rache oder auch Teilnahmslosigkeit und absichtliches Wegsehen handelte.

Das Privatleben spielt wie immer eine besondere Rolle in den Krimis von Inge Löhnig. Und deshalb kann in diesem Fall die Schwangerschaft von Gina nicht reibungslos verlaufen, sondern den werdenden Eltern wird eine weitreichende Entscheidung abverlangt.

Die Figuren wurden gut charakterisiert, als Leser konnte man gut miträtseln. Inge Löhnig hat ihre Leser wieder über Irrwege auf die richtige Spur gebracht. Am Ende hatte sie alle Handlungsstränge schlüssig zusammengeführt und es kam noch die Wahrheit ans Tageslicht.

Alles in allem ein packender 8. Fall von Tino und ich bin gespannt was sich die Autorin beim nächsten Band einfallen lässt.

Tu nichts Böses, habe keinen Spaß, habe keinen Sex!

Shirazu, eine Affenfigur die sich mit beiden Armen den Unterleib bedeckt, ist die eher unbekannte vierte Figur der „drei weisen Affen“. Gefunden wird diese in der Nähe einer Leiche in einem Waldstück nahe München. Die Prüfung der Leichenspürhunde der Polizeihundestaffel steht an und Doro Gutsch und Hütehund Ronja sind dementsprechend aufgeregt. Doro bezweifelt stark, dass Ronja die Prüfung be- und übersteht, da sie gerade heute wenig Dis­zi­p­li­niert­heit an den Tag legt. Doch die ersten Minuten macht Ronja alles richtig und gerade als Doro erleichtert aufatmet, läuft ihr die Hündin davon und findet tatsächlich eine Leiche, die allerdings nicht Teil der Aufgabe war. Die Prüfung wird abgebrochen, da es sich augenscheinlich um ein Gewaltverbrechen handelt, der Fundort abgesperrt und Kommissar Dünfort und sein Team zusammengerufen. Dieser ist es auch, der der Figur einen großen Symbolcharakter einräumt. Doch erst einmal müssen sie die Leiche identifizieren, damit die Ermittlungen anlaufen können.

Inge Löhnig hat es mir am Anfang ihrer Krimireihe um den Ermittler Dünfort und sein Team nicht leicht gemacht. Ich hatte große Schwierigkeiten, Sympathien zu entwickeln. Mittlerweile hat sich das sehr geändert, denn ihre Protagonisten sind schon auffallend normal. Keine drogen- oder alkoholsüchtigen Ermittler mit ungezählten Eheschließungen und Scheidungen. Ihre Akteure sind erfrischend bodenständig und kämpfen dementsprechend außerhalb ihrer Arbeit mit dem ganz normalen Alltag.

Ein weiteres Merkmal, das recht typisch für die Autorin ist, sind die vielen verschiedenen Erzählstränge am Anfang. Eine solche Vielzahl, dass man im ersten Moment glaubt, den roten Faden zu verlieren. Dem ist jedoch nicht so, denn die vielen losen Fäden werden sehr geschickt miteinander verbunden.

In „Sieh nichts Böses“ beweist die Autorin wieder ihr ausgezeichnetes Gespür für brisante Themen. Verbrechen, die in den eigenen vier Wänden stattfinden, die natürlich vor der Außenwelt versteckt werden. Themen, wo gerne mal weggehört und weggesehen wird. Neben dem eigentlichen Kriminalfall zeichnet Inge Löhnig auch ein großes gesellschaftspolitisches Problem, ein Tabuthema weil die Gedanken daran allein erschreckend genug sind, und doch passiert es jede Minute in Deutschland. Gewalt in der Familie. Gewalt, ob in verbaler oder nonverbaler Form, gegen Partner und Kinder.

Ein flüssiger Schreibstil, perfekte Spannungsbögen und geschickte Irreführungen bei der Tätersuche runden für mich diesen sehr guten Krimi ab.

Familiäre Probleme

Das Training für Leichenspürhunde verläuft erfolgreich, aber anders als geplant, denn einer der Hunde entdeckt eine Leiche, die schon länger unter dem Baum vergraben ist. Dühnfort hat gerade erst die Hochzeitsreise hinter sich und freut sich mit Gina auf das Baby, das bald kommen wird. Nun aber muss er sich dem Fall widmen. Neben der Leiche wurde eine spezielle Affenfigur gefunden, die eine Bedeutung hat: Tu nichts Böses. Die Ermittlungen ergeben, dass die Frau seit Jahren vermisst wird. Doch es bleibt nicht bei diesem Fall und die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn sie führen in sehr unterschiedliche Richtungen.

Der Schreibstil liest sich sehr gut und flüssig. Ich kannte Dühnfort bisher nur aus dem ersten Band der Reihe. Er ist ein sympathischer Ermittler, der sich abhebt von den in anderen Krimis meist mit Problemen behafteten Kommissaren. Bei den Ermittlungen verlässt er sich auch schon mal auf seine Intuition. Ich mag Konstantin Dühnfort.

Aber nicht nur der Fall wird beleuchtet, sondern wir erfahren auch einiges aus seinem privaten Leben, in dem Gina und er vor eine schwierige Entscheidung gestellt werden ...

Doch auch alle anderen Charaktere sind gut und vielschichtig beschrieben und es ist erschreckend, was hinter der gediegenen Fassade einer Familie oft brodelt. Es war von Anfang an spannend und obwohl ich versuchte, den Täter vor Dühnfort zu überführen, ist es mir nicht gelungen. Der Autorin gelang es, durch immer neue Wendungen die Spannung aufrecht zu erhalten und mich vom wahren Täter abzulenken.

Ein überzeugender Krimi, den ich nur empfehlen kann.

Wie immer spannend und interessant

Inge Löhnig widmet ihren 8. Dühnfort-Roman dem Thema Familie. Nicht nur die Tote, die während einer Polizeihund-Prüfung gefunden wird, auch viele der weiteren Charaktere stammen aus Familien, die man nicht gerade harmonisch nennen kann. Und auch Dühnfort und Gina, die gerade aus ihren Flitterwochen zurückgekehrt sind und sich nun auf ihr Baby freuen, haben Probleme: Ginas Schwangerschaft ist nicht so glücklich, wie man es ihr und Dühnfort wünschen würde.

Ich mag die Reihe sehr gerne und habe alle Romane gelesen. Mir gefällt vor allem, dass auch das Privatleben des Protagonisten eine relativ große Rolle spielt. Auch Gina kennt man von Anfang an, in einem Roman durfte sie sogar selbst die Hauptrolle übernehmen. Man hat als Leser seine ganz eigenen Emotionen den beiden gegenüber. Und als sie – und damit der Leser – nun erfahren, dass es Probleme mit dem Baby geben wird, möchte man am liebsten in den Roman hüpfen und den beiden zur Seite stehen.

Der Autorin gelingt es, dass man auch für die anderen Charaktere Emotionen entwickelt. Nicht alle sind positiv, manche wandeln sich, man entwickelt Verständnis, Unglauben und andere Gefühle. Dass das sogar bei Nebenrollen, wie der Hundeführerin Doro Gutsch der Fall ist, zeigt das Können der Autorin. Dadurch entsteht auch Spannung, ich fühlte mich von der ersten Seite an gepackt und konnte den Roman kaum aus der Hand legen.

Mir gefällt, wie der Leser nach und nach verschiedene Charaktere kennenlernt, ohne zunächst zu wissen, wie diese zusammenhängen. Man macht sich so seine Gedanken, aber erst nach und nach erfährt man, wie einzelne Personen und Szenen in Verbindung stehen.

Der Kriminalfall selbst ist interessant und lädt schnell zum Mitraten ein. Die Autorin bietet dem Leser mehrere Fährten – und wer mitdenkt, kann den Fall noch vor den Ermittlern lösen – mir ist das gelungen – ohne, dass es langweilig wird, im Gegenteil, ganz sicher kann man sich ja sowieso erst sein, wenn tatsächlich aufgelöst wird. Die Auflösung ist gelungen, besonders gut gefällt mir, dass es am Ende noch ein kurzes „Was-danach-geschah“ gibt, das noch einmal diverse Emotionen hervorruft.

„Seine Familie kann man sich nicht aussuchen“, ein wahres Wort, wie man hier einmal mehr sieht. Umso schöner, dass es trotzdem auch versöhnliche Momente gibt, die sind, wie ich meine, auch nötig. Gut gelungen ist auch das Einbeziehen der Affenfiguren (Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen …), wenn da wohl auch stellenweise etwas durcheinander geraten zu sein scheint.

Ich habe den Roman wieder sehr gerne gelesen und freue mich schon auf den nächsten der Reihe, einen hoffentlich spannenden Fall und weitere Einblicke in Dühnforts Privatleben. Dühnfort-Fans werden sowieso wieder zugreifen, allen anderen empfehle ich, die Reihe mit Band 1 zu starten.