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Zapfig

Der vierte Fall für die Kalte Sofie
Buch
Taschenbuch, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3453358511

ISBN-13: 

9783453358515

Erscheinungsdatum: 

13.02.2017

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 5.628
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453358511

Beschreibung von Bücher.de: 

In der Giesinger Privatbrauerei Rößlbier führt Uschi Roßhaupter seit Jahrzehnten ein strenges Regiment. Und ihr Sohn Tobias macht immer noch, was die Mama sagt. Eigentlich - denn die Heirat mit Sekretärin Nathalie war nicht vorgesehen. Wen wundert's, dass die junge Dame kurz vor der Trauung einer bedauerlichen Vergiftung zum Opfer fiel? Dr. Sofie Rosenhuth jedenfalls nicht. Sie hat die Roßhaupter Uschi gleich im Verdacht, doch ihr Kommissar Joe weiß sie zu bremsen. Also wird ordentlich ermittelt in der Münchner Schickeria. Ärgerlich nur, dass die greislige Uschi kurz darauf ertrunken in einem ihrer Braukessel liegt ...

Kriminetz-Rezensionen

"Einen eiskoidn Winter braucht's, damit das Unkraut vergeht"

In der Giesinger Privatbrauerei Rößlbier steht ein großes Ereignis an. Der Juniorchef will heiraten. Doch drei Tage vor der geplanten Hochzeit stirbt plötzlich seine Braut. Was ist geschehen? War es ein Unfall oder gar Mord?

Dr. Sofie Rosenhuth wird mit der Obduktion betraut. Ihr zur Seite seht ihr Ex-Mann und Wieder-Freund Kommissar Joe. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche und müssen feststellen, dass hinter der Fassade alles ganz anders ist als es zunächst erscheint.

Als dann die Chefin der Brauerei, Uschi Roßhaupter, tot im Braukessel treibt, rennt dem sympathischen Ermittlerduo regelrecht die Zeit davon. Denn wer hätte etwas vom Tod der alten Dame?

Bereits zum vierten Mal hat es mich ins Bayrische verschlagen. Hier in Giesing bei München ermittelt Kommissar Joe zusammen mit der Rechtsmedizinerin Sofie. Beide kennen sich schon aus Kindertagen, waren sogar einmal verheiratet, wurden geschieden und versuchen nun erneut, wieder zueinander zu finden. Von daher erwartet den Leser nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch noch ein paar persönliche Momente, wenn das Paar seine Probleme miteinander hat.

Im Beruf top, im Privatleben eine Katastrophe, wie die Tante von Sofie sagen würde. Aber gerade das macht die beiden so sympathisch. Zwar begleitet der Leser nur Sofie auf ihren Wegen, jedoch kann man sich in beide Protagonisten gut einfühlen. Ihre Probleme miteinander und auch ihr soziales Umfeld machen die beiden zu greifbaren und plastischen Figuren.

Der Fall entwickelt sich, auch wenn man zunächst meint, man trampelt auf der Stelle, kommt ab der zweiten Leiche deutlich Schwung in die Geschichte. Ein Meer aus Lügen, geballt mit Zickenkrieg, Fusionen und auch das Flüchtlingsthema kommen bei diesem Buch nicht zu kurz.

Da es sich um einen Lokalkrimi handelt, sprechen die Protagonisten auch gerne mal ihren urtypischen Dialekt. Nach vier Romanen habe ich mich schon sehr an diesen – für mich ungewöhnlichen – Dialekt gewöhnt. Nur manchen Begrifflichkeiten stehe ich noch fragend gegenüber und hätte mir am Ende des Buches einen kleinen Glossar für Nicht-Bayern gewünscht.

Fazit:
Ein spannender Lokalkrimi, der mich bereits zum vierten Mal nach Giesing entführt hat, mir die landestypischen Gebräuche, Gerichte und nicht zuletzt die Sprache näher gebracht hat, während ich zusammen mit Sofie und Joe nach dem oder der Täter/in gefahndet habe.

Mord in Giesing

Dr. Sofie Rosenhuth, ganz zu Unrecht „Kalte Sofie“ genannt, denn sie ist ein durchweg sympathischer mitfühlender Mensch, muss sich in einem neuen Fall bewähren.

Nathalie, die ausgesprochen attraktive Sekretärin des Rößlbräu und Braut des Firmenerben hat ihren Junggesellinnenabschied nicht überlebt. Sie wurde Opfer einer Vergiftung. Nicht nur Mutter Roßhaupter war mit der Wahl ihres Sohnes nicht einverstanden, auch die übrige weibliche Belegschaft der Firma gönnte Nathalie nicht den Erfolg.

Sofie hat ja ihren eigenen Kopf bei Ermittlungen, was Kommissar Joe Lederer nur zu gut weiß. Er ist schließlich die „An – Aus – Dauerbeziehung“ von Sofie. Jetzt haben sie nicht nur Stress bei der Wohnungssuche – Sofie hat endlich einer gemeinsamen Wohnung zugestimmt – sondern auch im Berufsleben. Dann wird auch noch die Seniorchefin Uschi Roßhaupter im Braukessel tot aufgefunden. Das macht den Kreis der Verdächtigen noch größer.

Bei den unterhaltsamen Lokalkrimis haben die Autorinnen Gesine Hirsch und Brigitte Riebe, die hinter dem Pseudonym Felicitas Gruber stehen, mit ihren Büchern um die Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth schon einen festen Platz. Die einprägsame Hauptfigur schließt jeder Leser gleich ins Herz. Dazu kommt der Wohlfühlfaktor der geschilderten Umgebung. In Giesing ist München noch so, wie man es sich gern vorstellt. Ein Dorf mit Herz, das aber auch schon von der Gentrifizierung schlimm bedroht wird.

Es machte mir Spaß, diesen Krimi zu lesen, besonders weil ich ein Leser der ersten Stunde bin und mir Sofie nun schon zum vierten Mal begegnet. Natürlich ist das kein Krimi der realitätsnah ist, normale Ermittlungsarbeit oder logisches Abarbeiten von Hinweisen sucht man vergeblich. Aber dafür darf man miträtseln, sich seine eigenen Verdächtigen suchen und sich prächtig amüsieren. Ich mag die lockere Unterhaltung, den Münchner Charme und die liebenswerten Menschen, die hier agieren.
Dialekteinsprengsel, wie der Titel „Zapfig“, sind einfach gelungen und wenn Sofie in tiefstem Münchnerisch lospoltert oder mit Tante Vroni spricht, gefällt mir das besonders.

Jetzt wünsche ich mir nur, dass sich Sofie in den nächsten Fällen noch etwas weiter entwickeln darf und entscheidungsfreudiger wird, damit auch das Private um Sofie wieder prickelt.

Die Kalte Sofie ermittelt wieder

Die kalte Sofie bekommt in ihrer Eigenschaft als Gerichtsmedizinerin einiges zu tun. Kurz vor ihrer Hochzeit wird die Sekretärin und Bald-Ehefrau des Brauereisohns Tobias Roßhaupter tot aufgefunden. Scheinbar ist sie bedingt durch ihre Krankheit als Bluterin an inneren Verletzungen gestorben. Verdächtige gibt es gleich zur Genüge. Da der Brauereisohn Tobias bei der vorherrschenden Damenwelt sehr begehrt ist, scheint das Motiv Eifersucht zu sein. Doch schon bald stellt sich heraus, dass die Tote schwanger war und zwar nicht von ihrem angedachten Ehemann. Daraus ergeben sich weitere Verdächtige und als ein neues Todesopfer gefunden wird, ist die Verwirrung perfekt ...

Die beiden Schriftstellerinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, welche unter dem Pseudonym Felicitas Gruber schreiben, haben mit der kalten Sofie eine tolle Hauptprotagonistin geschaffen. "Zapfig" ist nun schon der vierte Fall für die lebensfreudige und sympathische Rechtsmedizinerin. Weiterhin sind die Bücher dieser Reihe mit einer tollen Mischung aus Spannung und Humor versehen, die, verbunden mit dem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, beste Krimiunterhaltung bieten. Gerade die gut integrierte bayrische Mundart lässt die Reihe mit viel Lokalkolorit erscheinen. Die Spannung kommt auch nicht zu kurz und der Leser kann fleißig miträtseln, wie die Lösung des Falls wohl aussehen mag. Immer wieder gibt es neue Details und Wendungen im Fall, die den Unterhaltungswert deutlich steigern. Mir ist die Hauptprotagonistin ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass sie noch den einen oder anderen kniffligen Fall lösen darf.

Insgesamt bietet "Zapfig" aus meiner Sicht eine sehr kurzweilige Krimiunterhaltung, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte. 

Vierter Fall für Sofie Rosenhuth und Joe Lederer

Bei Rößlbier führt Uschi Roßhaupter das Zepter und ihr Sohn Tobias kommt erst an zweiter Stelle und macht immer brav, was Mama anordnet, jedenfalls in der Brauerei. Doch Tobias möchte die Angestellte Nathalie heiraten und Mama Roßhaupter bleibt nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren. Aber dann wird Nathalie einige Tage vor ihrer Hochzeit tot in ihrer Wohnung aufgefunden und wie kann es anders sein, natürlich ist Dr. Sofie Rosenhuth bei der Untersuchung dabei und sie ist sich sehr sicher, dass hier nachgeholfen wurde und es kein natürlicher Todesfall war.

Kommissar Joe Lederer nimmt die Ermittlungen auf und mischt dadurch die Münchner Schickeria auf und dann wird auch noch Uschi Roßhaupter Tod in einem Braukessel aufgefunden.

Dies ist inzwischen schon der vierte Fall den die Gerichtsmedizinerin Sofie Rosenhuth von der Autorin Felicitas Gruber. Hinter dem Autorenpseudonym verbergen sie die Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Mir gefällt die Reihe aus dem Grund, dass es nicht zu blutrünstig ist, einiges an Lokalkolorit besitzt, ohne in das Komödiantische abzugleiten.

Klar erfährt man hier auch viel aus dem Privatleben von Sofie und Joe, aber es ist alles genau dosiert und der Kriminalfall steht immer noch im Vordergrund und somit finde ich es auch nicht störend.

Der Einstieg in den Krimi ist mit sehr leicht gefallen und ich bin auch recht zügig vorangekommen und hatte das Buch so innerhalb von zwei Tagen gelesen gehabt. Mir persönlich gefällt auch der Erzählstil, der gewählt wurde, und ja, man könnte sagen, es wird alles locker flockig erzählt, obwohl es nicht ganz so ist. Was einem vielleicht etwas Probleme bereiten könnte, sind die richtigen Mundartstellen, wobei man auch so versteht um was es geht und ja, wieso sollte es in einem Krimi, der in München spielt, keinen Dialekt geben.

Der Handlung an sich konnte man sehr gut folgen und da der Spannungsbogen wirklich bis zum Schluss gespannt war konnte man sich so auch seine Gedanken machen, wie wohl alles zusammenhängt und wer wohl der Täter ist.

Ich persönlich fand alle Figuren des Romans sehr gut beschrieben und so konnte man sie sich während des Lesens sehr gut vorstellen. Auch die verschiedenen Handlungsorte konnte man sich während des Lesens sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.

Alles in allem hat der Krimi mir wieder sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall von Sofie Rosenhuth. Für das Buch vergebe ich sehr gerne fünf von fünf Punkten.

Die Kalte Sofie und ihr 4. Fall

Es ist er 4. Band der Reihe rund um die Kalte Sofie (Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth) und ihren Freund und Ex-Mann, Hauptkommissar Joe Lederer. Wie immer bei solchen Krimireihen empfiehlt es sich, in der richtigen Reihenfolge zu lesen, weil die Privatschiene eine wichtige Rolle spielt.

Im vorliegenden Fall geht es um den Tod von Nathalie, der Braut des Juniorchefs der Münchener Brauerei Rößlbier. Nathalie feierte mit vermeintlich netten Kolleginnen ihren Junggesellinnenabschied. Anschließend zu Hause hatte sie in ihrem Badezimmer eine Fehlgeburt und da sie an einer Bluterkrankheit litt, ist sie daran gestorben. Diese beiden Geheimnisse hat sie gut gehütet und ihr Bräutigam wusste nichts davon. Aber weshalb? Sofie macht dann bei der Obduktion noch eine wichtige Entdeckung. Bei den Nachforschungen treffen die Ermittler auf einen Juniorchef, der zwar geschäftlich unter dem Regiment seiner agilen und dominanten Mutter stand, aber privat mit allen seinen engen Mitarbeiterinnen mehr oder weniger kurze Liebesbeziehungen hatte. Jede davon hatte sich eigentlich einen Platz an seiner Seite ausgemalt. Und genau diese abservierten, lästernden und natürlich eifersüchtigen Freundinnen hatten mit Nathalie gefeiert. Die Seniorchefin Uschi Roßhaupter war augenscheinlich nicht begeistert von der Wahl des Sohnes, aber derzeit hatte sie wichtige Fusionsverhandlungen mit ihrem Brauerei-Konkurrenten Heusinger zu führen. Der zeigt gleich zu Beginn auf seine eigenwillige Weise, wie er sich die Neuaufstellung der Firma vorstellt. Und dann wird Uschi tot im Braukessel gefunden. Nur leider bleibt es nicht bei dieser Leiche!

In gewohnter Weise begleitet man als Leserin die bekannten Figuren und es macht einfach Spaß mit ihnen durch Giesing zu streifen, Sophie und Joe bei ihrer schwierigen Wohnungssuche zu begleiten, Tante Vroni auf ihrer Reha zu besuchen und auch die zahlreichen Eifersüchteleien mit Charly Loessl, dem hilfsbereiten Reporter, beizuwohnen und natürlich auch die Chefin Frau Dr. Iglu samt Mops Murmel nicht zu vergessen.

Der Fall selbst ist umfangreicher und verzwickter als gedacht. Es geht nicht nur um die Schickeria von München, sondern es fließen auch Szenen mit ein, die sich mit der Flüchtlingsproblematik beschäftigen. Die Auflösung ließ keine Fragen offen. Dieser Band war wie immer flüssig und unterhaltsam zu lesen. Die bayerischen Einschübe absolut authentisch und sie runden für mich diese Wohlfühlkrimis ab. Jetzt heißt es warten auf den Nachfolgeband!