Buchvorstellung: »Die Hinrichtung in der Elbe«

»Die Hinrichtung in der Elbe«

Liebe Krimifreunde und Geschichtsinterssierte,

mein Name ist Michael Dullau, ich beschäftige mich seit mehreren Jahren mit der Aufarbeitung der Geschehnisse an der einstigen deutsch-deutschen Grenze und habe dazu Romane, Erzählung und Kurzgeschichten, aber auch Fachbücher, Dokumentationen und Chroniken veröffentlicht. Seit Anfang 2016 widmet ich mich mit mehreren e-book-Reihen und Taschenbüchern der umfassenden literarischen Aufarbeitung der Todesfälle an der einstigen deutsch-deutschen Grenze.

Heute möchte ich aus dieser Reihe mein vor Kurzem erschienenes Buch »Die Hinrichtung in der Elbe« vorstellen, dass erschütternde Todesfälle in deutsch-deutschen Grenzflüssen erzählt.

Wer heute in den Auenlandschaften der Elbe bei Lenzen oder Schnackenburg spazieren geht, auf dem Elb-Radweg von Dömitz Richtung Hamburg unterwegs ist, im Werratal wandert, oder der Saale vom thüringischen Hirschberg bis zur Bleilochtalsperre folgt, der kann sich kaum mehr vorstellen, dass an diesen drei Flüssen vor nicht einmal 30 Jahren die wohl gefährlichsten und am schärfsten bewachtesten Flussgrenzen dieser Welt verliefen.

Hunderte Bürgerinnen und Bürger der einstigen DDR versuchten in den 28 Jahren der deutschen Teilung, ihr Land durch die Grenzflüsse zu verlassen. Viele davon wurden während der Flucht schwer verletzt oder gefangen genommen. 38 Menschen kamen, nach dem derzeitigen Stand der Forschung, bei Fluchtversuchen in deutsch-deutschen Grenzflüssen ums Leben. Diesen getöteten Menschen soll dieses Buch gewidmet sein.

Inhalt

Ein junger Mann versucht dem repressiven Wehrdienst bei der Kasernierten Volkspolizei zu entfliehen und wird dabei in der Elbe auf geradezu barbarische Weise ums Leben gebracht. Ein Ehepaar, die Frau ist im fünften Monat schwanger, befindet sich bereits im niedersächsischen Teil der Elbe, als ein tragisches Unglück geschieht. Und als ein westdeutscher Bürger versucht, seinem ostdeutschen Freund zu helfen, gerät er beim Durchschwimmen der Werra ins gnadenlose Karabinerfeuer sowjetischer Besatzungssoldaten.

Ein 18-jähriger wird auf seiner Flucht in die BRD angeschossen und bei minus 20 Grad ohne Erste Hilfe auf den tiefgefrorenen Auenwiesen der Elbe einfach liegen gelassen. Eine junge Frau versucht ihrer großen Liebe in den Westen zu folgen und stürzt sich an der Sudemündung in die eisigen Fluten der Elbe. Und ein junger Mann ist so verzweifelt, dass er mit 29 Jahren bereits drei Fluchtversuche in die Bundesrepublik unternommen hat – der vierte Versuch wird ihm zum Verhängnis.

Sechs erschütternde Todesfälle in deutsch-deutschen Grenzflüssen hat der Autor für sein neues Buch recherchiert und erzählt. Ein Kapitel über die Arbeit der Zentralen Ermittlungsstelle Regierungs- und Vereinigungskriminalität (ZERV) und ein Kapitel über die DDR-Grenztruppen mit allen relevanten Zahlen und Fakten sowie eine Todesfall-Chronik von 1949 bis 1989 ergänzen das Buch.

Diese Erzählungen stellen keine Krimis im klassischen Sinne dar, vielmehr erzählen sie von bislang weitestgehend unbekannten Todesfällen im einstigen Grenzgebiet der DDR. Mit diesen Erzählungen setze ich meine erzählerische Aufarbeitung der Todesfälle an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze fort.

Viele Grüße

Michael Dullau

 

Link zu e-book und Taschbuch:
Die Hinrichtung in der Elbe

Buchinformationen e-book:
Stiftungs- und Initiativenverlag, e-book 2017, 130 Seiten, Erzählungen und Todesfall-Chronik, ASIN: B0738MLV8G, Einführungspreis bis 31.08.2017: 3,49 €

Buchinformationen Taschenbuch:
Stiftungs- und Initiativenverlag, e-book 2017, 128 Seiten, Erzählungen und Todesfall-Chronik, ISBN: 978-1-52147-024-4, Einführungspreis bis 31.08.2017: 6,99 €

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Michael Dullau