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1795

Der dritte Fall für Winge und Cardell. Roman
Buch
Broschiert, 500 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3492061958

ISBN-13: 

9783492061957

Erscheinungsdatum: 

27.01.2022

Preis: 

16,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492061958

Beschreibung von Bücher.de: 

1795: In Stockholm öffnen sich die Tore zur Hölle.

Nach einer Feuerbrunst liegt der beißende Geruch von Verzweiflung in der Luft. Wie ein hungriges Tier schleicht das Böse in Gestalt des zwielichtigen Tycho Ceton durch Stockholms verwinkelte Gassen. Er plant ein widerliches Komplott, das die ganze Stadt in den Abgrund reißen wird. Zwei begnadete Ermittler versuchen ihn seit über einem Jahr zu fassen.

Doch Emil Winge wird von den Gespenstern seiner Vergangenheit noch immer gnadenlos verfolgt und der einarmige Veteran Jean Michael Cardell ist mit der Suche nach der vermissten Anna Stina Knapp beschäftigt, während sich das Inferno unaufhaltsam anbahnt …

Kriminetz-Rezensionen

Abschluss

Zum Inhalt:
Cardell und Winge suchen in Stockholm nach dem sadistischen Verursacher des Brandes, bei dem viele Waisenkinder ums Leben gekommen sind. Sie finden Tycho, – doch eine mächtige Geheimorganisation hält die Hand über ihn. List und Tücke sind angesagt, um Tycho in die Finger zu bekommen … und zu überleben …

Mein Eindruck:
1795 ist der dritte Teil einer Trilogie und das Buch ist auf gar keinen Fall ohne die Vorgänger zu verstehen. Zwar bietet Natt och Dag eine Personenliste zu Beginn der Geschichte; – weiter hilft sie aber nur als Gedächtnisstütze für diejenigen, die 1793 und 1794 vor einiger Zeit gelesen haben. Gewohnt grausam und bildhaft schildert der Autor die Umstände im Schweden des 18. Jahrhunderts. Man meint, den Hunger und die Kälte zu spüren, den Dreck und den Alkohol zu riechen, die Verwahrlosung zu sehen. Denn verwahrlost sind viele – manche aus Armut auf die übliche Weise, manche aus Langeweile: wohlstandsverwahrlost. Der ewige Kampf derjenigen, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren sind, wird von Natt och Dag realitätsnah und eindringlich beschrieben; dabei verliert er sich jedoch oft in blutrünstigen Szenen mit Gewalt und Ekel. Mag sein, dass es solche Exzesse gab, – in der Fülle wirkt es jedoch nicht mehr aufrüttelnd, sondern abstumpfend.

Das Ende ist ein Abschluss für sämtliche Hauptfiguren. Ob es jedem gefällt, sei dahingestellt.

Mein Fazit:
Bietet den Fans der Serie Klarheit.

Guter Abschluss

Die Trilogie um Cardell und Winge hat mit »1785« seinen Abschluss gefunden.

Jean Michael Cardell, der einarmige Stadtknecht, genannt Mickel, und Emil Winge, der nach dem Tod seines älteren Bruders Cecil von Cardell in dessen Rolle gedrängt wird, gegen das Böse in Gestalt des zwielichtigen Tycho Ceton zu kämpfen, der seit dem Brand im Kinderheim Hornsberget auf der Flucht ist. Zwei begnadete Ermittler im Dienste der Stockholmer Polizeikammer. Werden sie den flüchtigen Ceton fassen?

Nun bin ich wieder im 18. Jahrhundert gelandet. Endlich! Und wieder geht es düster zu. Eine bedrückende Grundstimmung schleicht sich unangenehm durchs Buch. Es ist nicht unbedingt ratsam, durch die dunklen Gassen zu gehen, finstere Gestalten huschen vorüber, sturzbetrunken zuweilen. Denn so manch armer Tropf sucht sein Heil im Fusel. Schmutz und Gestank sind alltägliche Begleiter, läuseverseuchte Kammern gewähren ihnen notdürftigen Unterschlupf.

Ich hab zwar die zwei Vorgängerbände gelesen, aber das ist doch schon einige Zeit her. So hatte ich meine Probleme, wieder in die Geschichte zu finden, mir alte »Bekannten« wieder ins Gedächtnis zu rufen. Irgendwann hab ich dann gemerkt: Ich bin drin, bin wieder ganz dabei und immer tiefer eingetaucht in all die menschlichen Abgründe, die man sich so gar nicht vorstellen mag, die aber doch gelesen werden wollen. Unbedingt!

Gewaltig kommt der Abschlussband daher. Gewalttätig und brutal geht es zu, man riecht förmlich den Schweiß, kann sich kaum halten auf den verdreckten Gassen, rutscht beinahe aus auf dem Kopfsteinpflaster.

Mit hohen Erwartungen bin ich in den dritten Teil gestartet. Er war nicht ganz so stark wie die beiden Vorgänger und doch hat er mich gefesselt, mir schlaflose Nächte bereitet, ich hab so manch anrüchiges Individuum verurteilt und mich gut unterhalten. Die Reise ins Stockholm des 18. Jahrhunderts ist zu Ende. »1795« ist der famose Abschluss der Trilogie, eine gut recherchierte Detektivgeschichte von anno dazumal.