Cover von: 39 Grad Mord

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39 Grad Mord

Der zweite Fall für Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 368 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3608502858

ISBN-13: 

9783608502855

Auflage: 

1 (14.03.2026)

Preis: 

17,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 686.943
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3608502858

Beschreibung: 

»Jenny Lund Madsen setzt neue Maßstäbe.« Politiken

Sengende Hitze. Eine weitläufige Villa mit Pool und Meerblick. Ein Glas Rotwein, Zigaretten, ein aufgeklappter Laptop, der blinkende Cursor auf der leeren Seite. Die von Liebeskummer geplagte Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix wurde von ihrem Lektor nach Sizilien geschickt. Dort soll sie endlich ihre Schreibblockade lösen und den versprochenen zweiten Kriminalroman schreiben.

Doch stattdessen liegt da eines Morgens eine Leiche in der Küche. Plötzlich steht Hannah selbst im Zentrum einer echten Mordermittlung. Schafft sie es, den Mord aufzuklären und ihre Unschuld zu beweisen?

Vor perfekter Kulisse, zwischen Sonne, Strand und Rotwein, soll Hannah sich endlich ihrem Kriminalroman widmen. Statt zu schreiben, erkundet sie allerdings lieber erst mal die Umgebung und die lokalen Restaurants. Bei Spaghetti Vongole und zu viel Nero d’Avola lernt sie ein wohlhabendes schwedisches Ehepaar kennen und übernachtet in deren luxuriöser Villa.

Am nächsten Morgen liegt die Hausherrin tot in der Küche, mit einem Fleischhammer erschlagen. Der Ehemann: verschwunden. Und Hannah, völlig verkatert, wird zur Hauptverdächtigen in dem Mordfall. Fieberhaft stürzt sie sich auf eigene Faust in die Ermittlungen.

Der neue Inselkrimi der preisgekrönten Autorin Jenny Lund Madsen: Selbstironisch, weinselig und mörderisch gut.

Kriminetz-Rezensionen

Luft nach oben

Jenny Lund Madsen verlegt die Handlung ins sonnige Urlaubsparadies Sizilien. Hannah, eine dänische Autorin, die nicht nur eine Schreibblockade hat, sondern auch eigentlich keine Krimi mehr schreiben möchte, wird von ihrem Lektor in Schreibquarantäne geschickt.
Es passiert das Unmögliche, statt über einen Mord zu schreiben, findet sie eine Leiche und gerät selbst unter Mordverdacht.
Der Schreibstil ist flott, die Kapitel nicht zu lang und die vielen Dialoge lassen einen zügig durch die Seiten lesen.
Der Spannungsbogen ist für einen Krimi in Ordnung, aber ein paar mehr überraschende Wendungen wären schön gewesen.
Warum der Krimi auf Sizilien spielt, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Das Flair der Insel geht eigentlich unter.
Mein größtes Problem mit diesem Buch ist Hannah, die Protagonistin. Sie ist nervig, agiert arrogant und vor allem trinkt sie ständig und ist meistens verkatert. Das Thema Alkohol nimmt für mich einen zu großen Raum ein.
Insgesamt war es für mich ein Krimi, der sich gut lesen ließ, aber nicht in Erinnerung bleiben wird.

Eine echte Nervensäge

Wegen ihrer anhaltenden Schreibblockade wird die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix von ihrem Lektor nach Sizilien in eine Villa geschickt. Die Sonne, das Meer, das gute italienische Essen und auch der Wein sollen die störrische und manchmal ziemlich komplizierte Autorin auf andere Gedanken bringen. Doch kaum in Sizilien angekommen, frönt Hannah zwar ausgiebig dem guten Essen und dem Wein, zu schreiben fällt ihr aber dennoch absolut nichts ein. Sie lernt ein wohlhabendes schwedisches Ehepaar kennen und nach ein paar Gläsern zu viel übernachtet sie in deren Villa. Doch am nächsten Morgen liegt die Ehefrau tot in der Küche, vom Ehemann fehlt jede Spur. Hannah, die ein seltenes Talent hat, sich in missliche Lagen zu manövrieren, greift zur Tatwaffe, einem Fleischhammer, um sich zu wehren, falls der Mörder sich noch im Haus befinden sollte. Das führt natürlich dazu, dass Hannah für die lokale Polizei zur Hauptverdächtigen Nummer 1 wird.
Um ihre Unschuld zu beweisen, macht sich Hannah auf eigene Faust an die Suche nach dem Täter, was sie in ziemlich aberwitzige Situationen bringt.
Der Krimi ist nicht ganz so lustig und unterhaltsam wie der Vorgänger „30 Tage Dunkelheit“ und die Handlung doch ziemlich konstruiert. Zwar ist Hannah auch hier eine echte Nervensäge, trinkt zu oft zu viel, ist völlig beratungsresistent. Und doch imponiert sie mit ihrer Halsstarrigkeit und ihrem Biss, den Fall trotz aller Hindernisse aufklären zu wollen. Und so ganz nebenbei schreibt sich auch der von ihrem Verlag so dringend gewünschte Krimi….

Leicht, seicht, vorhersehbar

Hannah Krause-Bendix, ihres Zeichens Schriftstellerin, hat eine Schreibblockade. Ihr erster Krimi war ein durchschlagender Erfolg, für den nächsten dieser Art hat sie den Vorschuss kassiert, ihn auch schon ausgegeben, aber ihr will nichts einfallen. Trotzdem sitzt ihr der Abgabetermin im Nacken. Was tun? Ihr Lektor hat einen Plan, dem sie sich zunächst widersetzt, ihn aber doch annimmt. Es hätte weniger luxuriös kommen können, denn er schickt sie nach Sizilien, direkt hinein in einen Traum von Haus. Dass diese Villa ihrem erfolgreichen Krimi-Kollegen gehört, weiß sie zunächst nicht. Denn ob sie dann hierher gefahren wäre, ist äußerst fraglich, kann sie doch diesen Typen so gar nicht leiden.

Dass Autoren zuweilen an einer Schreibblockade leiden, scheint momentan eine gängige Einstiegsmethode in einen Krimi zu sein. Nun gut, Hannah ist noch sehr viel mehr als nur die verhinderte Schreiberin eines schnöden Krimis, sie sieht sich vielmehr als diejenige, die nichts weniger als hochwertige Literatur verfasst. Sie leidet an Selbstüberschätzung, würde ich sagen, denn reihenweise Liebesromane sind eher seichte Kost. Sei´s drum. Sie ist auf Sizilien und kaum angekommen, sucht sie sich ein Lokal, schließlich muss sie etwas zu sich nehmen. Und ja, sie isst schon irgendwas, aber hauptsächlich ernährt sie sich nass. Sprich: sie ist dem Alkohol sehr zugetan. Und wie es der Zufall so will, findet sie in ihrem benebelten Zustand, zudem ist es dunkel geworden, nicht mehr in die Villa, also ruft sie ein Ehepaar, das sie in besagtem Lokal kennengelernt hat, an. Er holt sie ab, seine Frau Gemahlin hat gekocht, sie bechern munter weiter, also schläft sie hier. Am nächsten Tag findet sie irgendwie zu sich und, was noch beängstigender ist, sie findet die Frau des Hauses, Greta, mausetot am Küchenboden liegen.

Was ich hier etwas flapsig wiedergegeben habe, ist mein erstes und eigentlich durchgängiges Empfinden über diese Story. Die Hauptakteurin Hannah trinkt, um es mal geschönt auszudrücken. Sie ist von sich absolut überzeugt, andere sind in ihren Augen absolute Looser. Der Tod von Greta wird der örtlichen Polizei angezeigt, diese jedoch ist unfähig und selbstredend ermittelt Hannah heimlich. Und klar, nur sie hat den absoluten Spürsinn. Ihre Geliebte kommt ins Spiel, sie ist verheiratet, hat zwei kleine Kinder und genau deswegen kann und will sie ihr Leben nicht aufgeben. Hannah jedoch verlangt von ihr, zigtausend Kilometer zu ihr zu ziehen, sie jedoch denkt nicht im Traum daran, ihr Singledasein aufzugeben. So geht es munter weiter, sie nennt eine junge Polizistin „Kinderpolizistin“, da sie im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen eben kleiner und zarter ist. Die ganze Story ist krampfhaft bemüht, originell zu sein. Dabei wird die Figur Hannah in ihrer Respektlosigkeit als Heldin gesehen. Sie agiert dummdreist und frech, lügt, was das Zeug hält. Dem kann ich absolut nichts abgewinnen und auch wenn sich das Buch ganz flott liest, so dreht sich die Story um die Daueralkoholbenebelte Hannah. Neben der Kinderpolizistin kommen noch so einige verunglückte Wortungetüme vor, die nicht mal im Ansatz witzig sind.

„39 Grad Mord“ ist sehr leichte, seichte Kost, die man lesen kann, es aber nicht zwangsläufig muss. Wer sich an aneinandergereihten Klischees und an einer vorhersehbaren Story nicht stört, wird diesen Kriminalroman durchaus etwas abgewinnen können.