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40 Tage Nacht

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 496 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3426199874

ISBN-13: 

9783426199879

Erscheinungsdatum: 

02.02.2015

Preis: 

19,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.123.564
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426199874

Beschreibung von Bücher.de: 

Kautokeino in Lappland am 10. Januar. Eine gletscherkalte Polarnacht. Morgen wird nach vierzig Tagen die Sonne wiedergeboren, zwischen 11.14 und 11.41 Uhr - und die Menschen atmen auf. Morgen aber wird es auch zu den spektakulärsten Verbrechen kommen, die Kommissar Klemet Nago von der samischen Polizei in der verschneiten Tundra je gesehen hat: Eine kostbare samische Trommel, Wahrzeichen des letzten Urvolks Europas, wird aus dem Museum gestohlen. Wenig später findet man den Rentierhirten Mattis brutal ermordet auf. Klemet und seine Partnerin Nina, frisch von der Polizeischule im Süden des Landes, ermitteln - und geraten in politische und menschliche Verwicklungen, die tief in die Geschichte Lapplands zurückreichen.

Kriminetz-Rezensionen

Samische Rentierzüchter

In Kautokeino passiert im Januar ein Mord an einem Rentierzüchter, nachdem eine alte samische Trommel verschwunden ist. Die Rentierpolizei wird eingeschaltet. Der Polizist Klemet und seine unerfahrene Kollgin Nina sollen der Sache auf die Spur gehen. Sie vermuten, dass es Streit unter den samischen Züchtern gegben hat, da beim ermordeten Mattis beide Ohren abgeschnitten wurden. So wie es bei den Renen Brauch ist.

Aber es gibt Gerüchte, dass zwischen der Ermordung Mattis und dem verschwinden der Trommel, ein Zusammenhang bestehen soll. Nach und nach finden sie kleine Hinweise und Spuren zu ihren Ermittlungen. Werden Klemet und Nina aus den wortkargen und verschlossenen Bewohnern die richtigen Hinweise erhalten und das Rätsel um die samische Trommel lösen können? Was sucht der Franzose Racagnal plötzlich in Kautokeino? Soll es da wirklich Gold geben?

Es hat gut 200 Seiten gedauert bis ich in den Lesefluss der Geschichte kam. Vorher wurde ich nicht warm mit dem Protagonisten und kam auch mit den Szenenwechseln nicht klar. Alles blieb farblos, kühl und düster. So wie die Jahreszeit und Landschaft in Lappland.

Mir fehlte das Hintergrundwissen zu der samischen Kultur. Hier wäre es schön gewesen, wenn im Anhang dazu einige Informationen gestanden hätten. Vielleicht wäre ich dann in den Thriller mit dem geschichtlich und sozialpolitischen Hintergrund besser hinein gekommen. Denn das harte und karge Leben der samischen Rentierzüchter beruht auf wahren Begebenheiten.

Der Autor Olivier Truc schildert glaubhaft die langen Wege in Lappland von einem Züchter zum nächsten Züchter oder in die nächste Stadt, die die Polizisten auf ihren Schneemobilen zurücklegen müssen und die Schneestürme und die eisige Kälte, die ihnen zu schaffen macht.

Leider kam für mich keine Spannung auf. Viele Passagen waren zu ausufernd erzählt, zu viele Gespräche und zu viel Augenmerk auf wiederholende Beschreibungen der Landschaft oder der Gesteine.
Ich habe überlegt, ob ich das Buch weglegen, aber irgendwie wollte ich doch wissen, wie es ausgeht. Ganz besonders der eingenbrödlerische Rentierzüchter Aslak hat es mir angetan. Über ihn wollte ich mehr wissen, da er eine faszinierende Persönlichkeit hatte.

Die Auflösung und Zusammenführung der Geschichte am Ende hat der Autor schlüssig und glaubwürdig gelöst. Leider konnte mich dieser Thriller trotzdem nicht überzeugen.