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Abgeschnitten

Buch
Gebundene Ausgabe, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426199262

ISBN-13: 

9783426199268

Erscheinungsdatum: 

26.09.2012

Preis: 

19,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 60.257
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426199262

Beschreibung von Bücher.de: 

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt, geschweige denn einen Menschen seziert.

Kriminetz-Rezensionen

Mein erster Fitzek

ABGESCHNITTEN war ein Geschenk und mein erster Fitzek.

Es geht in den drei klar abgegrenzten Handlungssträngen zum einen um Paul Herzfeld in Berlin, um Linda auf Helgoland und um ein junges Mädchen „in der Hölle“.

Paul Herzfelds Tochter Hannah wurde entführt und für ihn beginnt sein persönlicher Albtraum. Er muß sich quasi auf eine Schnitzeljagd machen, um seine Tochter lebend zu finden.

Das Buch war ein echter Pageturner mit kurzen Kapiteln und Cliffhangern, die einen dazu brachten, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen.

Aber meinen persönlichen Lesegeschmack hat es nicht getroffen, mir war es schlichtweg zu blutig.

Wenn Thriller-Autor und Rechtsmediziner zusammenarbeiten

Ein Rechtsmediziner und ein Thriller-Autor tun sich zusammen. Da liegt es nahe, dass es sich bei dem Protagonisten um einen dieser Berufsvertreter handelt.

Und diesen lassen sie einen wahren Albtraum erleben. Die Tochter des Rechtsmediziners Paul Herzfeld wurde entführt und nach einer Schnitzeljagd, die mit Finten gespickt ist, kommt es zum Showdown auf Helgoland.

Doch auf der Insel, die wegen eines Unwetters vom Festland abgeschnitten ist, laufen die beiden Autoren zur Höchstform auf. Quasi als verlängerter Arm von Herzfeld muss dort die Comiczeichnerin Linda in einem Opfer nach Hinweisen des Täters suchen. Kein leichter Job für beide. Denn das Leben von Herzfelds Tochter steht auf dem Spiel.

Spannend, spannend, spannend. So kennt man Sebastian Fitzek. Die Zusammenarbeit mit Michael Tsokos bringt viel Fachwissen in das Buch ein und lässt die skurille Geschichte realistisch erscheinen.

Ein Thriller, der für schlaflose Nächte sorgt. Erstens, weil man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann und zweitens, weil nach der letzten Seite die Bilder nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Sezieren hautnah und schockierend

„Abgeschnitten“ ist ein Thriller, der mich als Leser gefesselt und schockiert hat. Er wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und spielt an mehreren Orten.

Hauptprotagonist ist Paul Herzfeld. Paul findet beim Sezieren einer Leiche einen Zettel mit der Telefonnummer seiner Tochter. Er ruft sie an und hört eine Ansage, dass sie in brutale Hände geraten ist.

Die zweite Hauptprotagonistin ist Linda. Linda ist nach Helgoland geflüchtet um ihren psychisch kranken Exfreund zu entkommen. Durch einen Sturm ist Helgoland vom Festland abgeschnitten.

Die Täter, die Herzfelds Tochter entführt haben, hinterlassen Nachrichten, die sie in Ermordeten verstecken. Da Linda einen der Ermordeten findet, wird sie telefonisch von Herzfeld aufgefordert die Leiche zu untersuchen, damit er seine Tochter noch lebend findet.

Zwischendurch kriegt man kurze Einblicke in die Situation eines gequälten und missbrauchten Mädchens. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Kann Herzfeld seine Tochter retten?

Die verschiedenen Handlungsstränge erhöhen die Spannung, lassen einen rätseln wie sie zusammenhängen und werden schließlich schlüssig zusammengeführt. Am Ende, als ich dachte, nun ist alles geklärt, kommt eine überraschende überaus spannende Wendung und die letzten Fragen, die ich als Leser hatte, werden geklärt.

Äußerst brutal werden die Missbrauchsszenen und die Leichenöffnungen beschrieben. Da muss man als Leser schon einiges ertragen.

Der Thriller wurde von zwei Autoren geschrieben: Sebastian Fitzek, einem bekannten Thrillerautor und Michael Tsokos, einem bekannten Rechtsmediziner in Deutschland. Durch den Einfluss von M. Tsokos sind die Sezierszenen sehr detailreich beschrieben und der Leser fühlt sich hautnah dabei. Beide als Team haben einen durch und durch spannenden Thriller geschrieben mit einem ernsten Hintergrund. In deutschen Rechtssystem werden Steuersünder härter bestraft als Kinderschänder.

Sehr spannend!

Der Gerichtsmediziner Paul Herzfeld findet in einer zu obduzierenden Leiche einen Zettel mit einer Telefonnummer versteckt. Als er dort anruft, hört er die Stimme seiner Tochter Hannah, die offensichtlich entführt wurde, sie bittet ihn, niemandem etwas zu sagen. Paul Herzfeld setzt alles aufs Spiel und macht sich auf die Suche nach Hannah. Derweil findet die Comiczeichnerin Linda an Helgolands Küste eine Leiche, die das nächste Puzzleteil zu Hannahs Versteck bieten könnte, denn durch das neben der Leiche gefundene Handy hat sie Paul Herzfeld in der Leitung. Helgoland ist durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschnitten und so macht Linda sich daran, Paul bei der Suche zu unterstützen.

Dies ist tatsächlich mein erster Roman von Sebastian Fitzek. Diesen hat er zusammen mit dem bekannten Rechtsmediziner Michael Tsokos geschrieben – und so nimmt das Thema Obduktion auch eine breiten Raum im Roman ein – man kann sich schon denken, dass er dadurch nicht jedermanns Sache sein wird, einiges wird sehr explizit beschrieben.

Der Roman ist vor allem eines: Ungeheuer spannend. Dass dabei die Logik bzw. die Wahrscheinlichkeit manchmal etwas auf der Strecke bleibt, nehme ich bei solchen Romanen in Kauf, hier wird es aber etwas übertrieben, weswegen ich auch einen Stern gestrichen habe. Da ist zum Einen die mehr als unwahrscheinliche Rettung eines der Charaktere und zum Anderen, und für mich am ausschlaggebendsten, die in meinen Augen ziemlich unnötige Hintergrundgeschichte um Linda, die sich gegen Ende unschön und absolut unglaubwürdig entwickelt. Das war der Punkt, an dem der Roman in meinen Augen an „Wohlwollen“ verloren hat. Linda hätte man sicher auch anders einführen können, vor allem hätte man diese horrorfilmmäßige Wendung sein lassen sollen.

Wie im Genre üblich gibt es nicht nur diese sondern eine ganze Reihe „überraschender“ Wendungen, wobei nicht alle bei mir funktioniert haben, recht viele konnte ich vorher schon ahnen. Die übelste betrifft Hannah selbst – und das habe ich nicht kommen sehen, ich finde sie aber gelungen und glaubhaft.

Sehr tiefgehend gezeichnet sind die Charaktere nicht, aber man kann durchaus ihr Handeln und Denken nachvollziehen. Sehr bedrückend sind die Szenen, die aus Sicht eines Opfers beschrieben werden. Der Spannung sehr zuträglich sind die kurzen Kapitel, die meist mit einem Cliffhanger enden, sie sorgen auch dafür, dass man den Roman zügig lesen kann und will. Für mich ist er ein echter Pageturner, am liebsten hätte ich ihn in einem Zug ausgelesen.

Gut fand ich, dass sich hinter dem Geschehen auch ein gesellschaftskritischer Ansatz befindet: Warum werden z. B. Steuersünder härter bestraft als Kinderschänder, ein durchaus aktuelles Thema, über das man nachdenken sollte, vor allem die Verantwortlichen.

Der Roman konnte mich durchaus überzeugen, wenn er auch nicht perfekt ist, auf jeden Fall möchte ich mindestens einen weiteren Fitzek-Roman lesen. Leseempfehlung für Thriller-Fans, die explizite „Ekel“szenen nicht abschreckt.