Wenn Du über einen Link auf dieser Website kaufst, unterstützt Du Kriminetz, da wir dann eine kleine Provision erhalten.
Abgetaucht
Verlag:
ISBN-10:
ISBN-13:
Erscheinungsdatum:
Preis:
Beschreibung:
Dreißig Jahre ist es her, dass Atlee Pines eineiige Zwillingsschwester Mercy entführt wurde und für immer verschwand.
Atlee ist eine einzelgängerische FBI-Agentin geworden, aber das Trauma der Vergangenheit hat sie nie losgelassen. Sie macht sich daher auf in ihr Heimatstädtchen im provinziellen Georgia, um das Verbrechen von damals aufzuklären.
Doch kurz nach ihrer Ankunft wird eine bestialisch ermordete Frau aufgefunden - mit einem Brautschleier über dem Gesicht. Wenig später taucht eine zweite Leiche auf, Atlee wird immer tiefer in den mysteriösen Fall gezogen. Und dann zeigt sich, dass es eine Verbindung zu Mercys Verschwinden geben könnte …























Mädchen können alles, wenn sie wirklich wollen *****
Nach »Ausgezählt« ist dies der zweite Thriller um die taffe FBI-Agent Atlee Pine. Die sucht immer noch nach ihrer Zwillingsschwester Mercy, die, als sie beide gerade mal sechs Jahre alt waren, von einem Mann nachts aus ihrem gemeinsamen Kinderzimmer entführt wurde. Mercy tauchte nie wieder auf. Knapp dreißig Jahre später ist Atlee zur einzelgängerischen FBI-Agentin geworden, die seit 12 Jahren beim FBI in Shattered Rock in Arizona, einer kleinen Stadt unweit des Grand Canyons, eigenwillig ihren Dienst versieht. Um ein Disziplinarverfahren zu umgehen, gewährt ihr Chef Special Agent Clint Dobbs ihr Urlaub auf unbestimmte Zeit, um mit ihrem Trauma um das Verschwinden ihrer Schwester endgültig abschließen zu können. Zusammen mit ihrer Sekretärin und Assistentin Carol Blum macht sie sich auf in ihr Heimatstädtchen Andersonville im Sumter County, Georgia, wo das Drama damals stattgefunden hat. Kaum dort angekommen wird eine grausam ermordete Frau – zurechtgemacht als Braut – gefunden. Als wenig später eine männliche Leiche in Smoking und Zylinder auftaucht, geht Ermittler Max Wallis vom GBI in Andersonville von einem Serientäter aus und bittet Atlee um Hilfe. Immer tiefer wird sie in den Fall hineingezogen und ihr kommt bald ein schrecklicher Verdacht …
Ich kenne den ersten Fall um Atlee Pine noch nicht. Obwohl ich beim Lesen nicht den Eindruck hatte bisher etwas verpasst zu haben, werde ich, um die Hauptdarsteller noch besser kennenzulernen, auch Teil 1 garantiert bald lesen.
David Baldacci hat einen so einnehmenden, mitreißenden Schreibstil, setzt die Cliffhanger so gekonnt, dass es mir sehr schwergefallen ist, das Buch auch mal aus der Hand zu legen. Er vermittelt mir die jeweiligen Stimmungen so treffend, dass ich meine mittendrin zu stecken in den Ermittlungen, die langwierig und nervenaufreibend sind. Durch Atlees Gedanken, die hier kursiv dargestellt sind, bin ich noch näher an ihr dran und kann sie noch besser verstehen.
Eine äußerst sympathische und angenehme Person neben Atlee ist ihre Assistentin Carol Blum. Sie bringt durch ihre sanfte, leicht mütterliche Art immer wieder Ruhe in Lees Gefühlswelt, kann aber auch sehr energisch sein. Sie habe ich sofort ins Herz geschlossen. Überhaupt finde ich die hier agierenden Personen sehr deutlich und vorstellbar mit ihren sehr unterschiedlichen Eigenschaften und Charakteren gezeichnet.
Gerade wenn es um grausige Details geht (z.B. zum Zustand der Leiche), werden diese nüchtern und unaufgeregt erzählt, ohne nervige Übertreibungen. Dies kommt meinem Lesegeschmack sehr zugute.
Ich habe mich immer wieder auf sehr gut gelegte falsche Fährten eingelassen und bin auf überraschenden Wendungen reingefallen. Es gab bisher selten einen Krimi bzw. Thriller, bei dem ich nicht von selbst auf die Auflösung gekommen bin. Nur den Schlussakkord hatte ich vorher geahnt.
Die Spannung baut sich in der Geschichte ganz langsam auf, steigt bei jedem gefundenen Toten um eine Nuance an, um dann sehr hoch oben zum Showdown zu führen. Auch, dass es immer zwischen Atlees privatem Fall und dem Kriminalfall in Andersonville hin und her springt, trägt zum Spannungsaufbau bei. Für mich zum runterkommen immer ganz wichtig: Auf den letzten Seiten geht es dann wieder ganz ruhig zu.
Ein sehr interessanter Fall, garniert mit ganz normalen menschlichen und zwischenmenschlichen Problemen, der mich ab der ersten Seite begeistert hat. Auch wenn es etwas gedauert hat, bis die Spannung aufgebaut war, hat er mich doch sofort gefangen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Dieser Baldacci hat bei mir die volle Punktzahl erreicht: 5 von 5 Sternen.
Wenn Erinnerungen täuschen
Atlee Pine weiß, dass sie um ihren eigenen Frieden zu finden, dringend herausfinden muss, was damals mit ihrer Schwester passiert ist. So macht sich auf den Weg nach Andersonville, dem Ort, an dem sie und ihre Schwester aufgewachsen sind und an dem sie bis zu diesem schrecklichen Ereignis gelebt haben. Aber schnell muss sie feststellen, dass ihre eigenen Erinnerungen nicht wirklich in jedem Punkt stimmen können.
Alte Geheimnisse
Gemeinsam mit ihrer loyalen und sehr cleveren Sekretärin Carol Blum macht sie daran, herauszufinden, was denn nun seinerzeit wirklich passiert ist. Die Einwohner von Andersonville scheinen ihr zuerst nur widerwillig etwas über ihre Eltern zu erzählen, werden aber im Laufe der Geschichte immer gesprächiger. Nach und nach erscheinen sie gar nicht mehr so unschuldig und unbedarft. Immer mehr Geheimnisse kommen zur Sprache, aber auch Atlees Erinnerungen werden immer konkreter.
Neue Verbrechen
Zeitgleich passiert natürlich auch noch ein Mord in der ansonsten eher verschlafen wirkenden Stadt. Als FBI-Agent ist man ja nie wirklich im Urlaub und so kümmert sich Atlee natürlich auch um diesen Fall. Während der Ermittlungen in beiden Fällen scheinen sich immer mehr Fäden in beiden Verbrechen zu verbinden und was Atlee und Carol stückweise herausfinden, lässt die Vergangenheit in einem ganz anderen Licht erscheinen.
Vorurteile
Das Vorurteil, dass sich gerade in besonders beschaulich wirkenden Vorstädten, hinter idyllischen Gartenzäunen, die dunkelsten Geheimnisse verbergen, bewahrheitet sich in Andersonville. Einige Schlägereien, einige Blessuren und einige Enthüllungen später weiß auch Atlee das :-) Aber auch wenn sie bisher schon vieles aufdecken konnte, hat sie die endgültige Lösung noch nicht gefunden. Aber etwas muss ja auch für den nächsten Band noch bleiben …
Professionell
Ich weiß, dass vielen die Bücher von David Baldacci zu glatt, zu professionell und zu »durchgestylt« sind und oft geht es mir auch so. Aber an manchen Tagen ist es genau das, was ich brauche – so ganz ohne große Experimente, in einer verständlichen Sprache und in einem passenden Tempo in einer Geschichte den momentan etwas nervigen Alltag vergessen. Der Plot ist intelligent ausgedacht und die Geschichte professionell erzählt – mir hat das ausgesprochen gut gefallen.
Mein Fazit
»Abgetaucht« von David Baldacci ist eine spannende, temporeiche Geschichte die locker erzählt wirkt. Auch, wenn ich mich vermutlich nicht allzu lange an sie erinnern werde, hat sie mich für den Moment wirklich gut unterhalten. Ich freu mich schon auf den nächsten Teil.
Persönlicher Cold Case & eine Mordserie
Vor dreißig Jahren wurde Atlee Pines Zwillingsschwester Mercy entführt. Atlee ist eine einzelgängerische FBI-Agentin und ihr Schicksal hat sie nie losgelassen.
Nach einem Vorfall bekommt sie Urlaub, um ihren persönlichen Cold Case zu ergründen. So macht sie sich auf in ihr Heimatstädtchen im ländlichen Georgia.
Kurz nach ihrer Ankunft wird eine bestialisch ermordete Frau – geschmückt mit einem Brautschleier – aufgefunden und das soll nicht die einzige Leiche bleiben …
Atlee wird in den mysteriösen Fall mit reingezogen und es könnte eine Verbindung zu Mercys Verschwinden geben.
»Abgetaucht« ist der zweite Fall in der Reihe mit FBI-Agentin Atlee Pine und er ist auch ohne Vorkenntnisse lesbar. Ich kenne den ersten Teil noch nicht und bin gut zurechtgekommen. Nur anfangs fiel es mir etwas schwer reinzukommen, weil ich alles als etwas wirr empfunden habe und nicht wusste, wie alles zusammenhängen soll.
Das Buch beginnt recht spannend, aber die Spannung ist im Mittelteil etwas gedämpft. Alles zieht sich ein wenig. Die Ermittlungsarbeit ist interessant, aber an einigen Stellen wird es mehrfach wiederholt und einige Szenen sind vielleicht auch überflüssig, weil sie einen nicht weiterbringen. Der Schluss ist dann wieder Dramatik pur und hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich flüssig lesen.
Sehr gut gefallen hat mir, dass es zwei Fälle waren. Zum einen der persönliche Cold Case von Atlee Pine und zum anderen die neue Mordserie. Man tanzt quasi auf zwei Hochzeiten. Man beschäftigt sich mit dem Cold Case, der dann aber wieder pausiert, um in der aktuellen Mordserie weiter zu ermitteln. Schade finde ich, dass der Cold Case nicht komplett aufgeklärt wurde. Für mein Empfinden wurde nicht alles aufgeklärt und es sind noch Antworten offen.
Mein Fazit:
Ein ruhiger Thriller, in dem die Hauptprotagonistin persönlich betroffen ist. Hat mir ganz gut gefallen, auch wenn es zwischendurch etwas langatmig war. Lässt sich ganz gut lesen.