Cover von: Adama

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Adama

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 480 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3518475169

ISBN-13: 

9783518475164

Auflage: 

1 (13.10.2025)

Preis: 

22,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 48.082
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3518475169

Beschreibung: 

Adama ist Familien- und Generationen-Roman, chronique scandaleuse von Israel, Polit-Thriller und Kriminalroman. Ein mitreißendes historisches Epos über Liebe und Verrat, Gewalt und Tod, über Loyalität und Behauptungswille.

1946 beginnt die junge Ruth, sich in Palästina ein neues Leben aufzubauen, getrieben von jugendlichen Idealen in einem Land, das ihr feindlich gesinnt ist. Sie ist eine ungarische Zionistin, die, anders als die meisten Mitglieder ihrer Familie, den Nazis in Budapest entkommen konnte.

Ruth wird das Herz des Kibbuz Trashim, und für sie ist der Kibbuz heilig, heilige Erde, also »Adama«, seine Existenz ist ihre Lebensaufgabe. Wenn dafür knallharte Entscheidungen nötig sind, dann wird sie sie treffen, inklusive Gewalt und Mord.

Wir folgen Ruth und den Ihren durch die Jahre 1945 bis 2009. Und damit durch die Turbulenzen des Staates Israel – die Auseinandersetzung mit den Briten, die Vertreibung der Araber, der Sechs-Tage-Krieg und der Jom-Kippur-Krieg machen Ruth womöglich noch zäher und härter.

Neben dem Porträt einer beeindruckenden Frauenfigur und ihrer Familie, schreibt Lavie Tidhar auch die Gewaltgeschichte Israels fort.

Kriminetz-Rezensionen

Leider sehr enttäuschend im Vergleich zum Vorgänger "Maror"

Mit Enthusiasmus habe ich "Maror" von Tidhar aus dem Suhrkamp Verlag gelesen - siehe meine Rezension an anderer Stelle. Das war großes Kino, brutal, direkt und ohne Schonung. Nichts von dem findet sich in dem neuen Tidhar-Krimi "Amada" wieder. Es geht um die Genese des Landes Israels von 1949-2009. Dabei verläuft die Dichotomie v.a. innerisraelisch: Kibbuz versus Städter.
Zum Inhalt: 1946 beginnt die junge Ruth, sich in Palästina ein neues Leben aufzubauen, getrieben von jugendlichen Idealen in einem Land, das ihr feindlich gesinnt ist. Sie ist eine ungarische Zionistin, die, anders als die meisten Mitglieder ihrer Familie, den Nazis in Budapest entkommen konnte. Ruth wird das Herz des Kibbuz Trashim, und für sie ist der Kibbuz heilig, heilige Erde, also »Adama«, seine Existenz ist ihre Lebensaufgabe. Wenn dafür knallharte Entscheidungen nötig sind, dann wird sie sie treffen, inklusive Gewalt und Mord.

Wir folgen Ruth und den Ihren durch die Jahre 1945 bis 2009. Und damit durch die Turbulenzen des Staates Israel – die Auseinandersetzung mit den Briten, die Vertreibung der Araber, der Sechs-Tage-Krieg und der Jom-Kippur-Krieg machen Ruth womöglich noch zäher und härter. Neben dem Porträt einer beeindruckenden Frauenfigur und ihrer Familie, schreibt Lavie Tidhar auch die Gewaltgeschichte Israels fort.
War "Maror" für alle Leserinnen und Leser zu empfehlen, die gerne das große weltpolitische Rad drehen und Fans von Ellroy und Winslow sind, so kann ich diese Empfehlung bei "Amada" nicht mehr aussprechen. "Amada" kann nicht mit Ellroys Underworld- und Winslows Kartell-Trilogie verglichen werden. Das wäre eine Herabsetzung der beiden großartigen US-amerikanischen Autoren. Vielmehr scheint mir das Kalkül des Suhrkamp-Verlags darin zu bestehen, sich die politische Korrektheit in alle Richtungen hin einzuverleiben. Das mag zwar ehrenwert sein, hilft aber nicht enttäuschten Lesern, die "Amada" mit "Maror" vergleichen. Insofern würde ich hier eher von der Lektüre abraten.

eine jüdische Familiengeschichte über vier Generationen

Die tragische schicksalshafte Geschichte über Ruth und ihre Nachkommen in der Zeit von 1946 – 2009.

Mit der Hauptfigur «Ruth» erzählt Lavie Tidhar eine Familientragödie, die so durchaus geschehen sein könnte. Ruth, ihre Schwester sowie ihr Leben zusammen mit ihren Eltern in Ungarn. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs lebten sie glücklich und zufrieden. Einziger «Makel», sie sind gläubige Juden, die mehr oder weniger alle von den damaligen Nazis verfolgt wurden. Ruth gelingt die Flucht und reist über das Mittelmeer nach Palästina, wo sie zusammen mit anderen Juden den Kibbuz Trashim aufbaut. Ihre Mutter sowie ihre Schwester kommen ins KZ. Dieses überlebt nur die Schwester. Auch ihr Bruder gelingt die Flucht Richtung Sowjetunion.

Die damalige Zeit bis 2009 verlangt von Ruth das Äusserste. Doch sie hat immer nur Ziel, den Kibbuz für sich und ihre Familie auf- und auszubauen, zu einem florierenden Unternehmen. Doch viele Akteure spielen darin teilweise mehr oder weniger sehr tragische Rollen. Vieles ist nicht legal, trotzdem notwendig, um zu überleben. Auch vor Mord wird nicht zurückgescheckt.

Anfänglich springen die einzelnen Ereignisse hin und her. Erst später wird es chronologisch. Für Verwirrung sorgen auch die mir ungewohnten Namen, wer ist wer und ist seine Aufgabe. Dazu habe ich für mich eine Legende erstellt, die sehr hilfreich war. Der Erzählstil des Autors verlangt die volle Aufmerksamkeit, denn es ist nicht ein Buch, das man einfach so wegliesst. Die Ereignisse enden teilweise sehr blutig und schonungslos. Es liess mich nicht kalt oder schockiert zurück, eher nachdenklich. Für mich ist «Adama» ein Buch, die einen gewissen Einblick in das Geschehen Israels einbringt. Das Cover mit der Kalaschnikow eher als Symbol verwertet.

Ich habe es nicht bereut, das zweite Buch aus dieser Reihe zu lesen. Auf «Maror» bin ich gespannt.

Meine Empfehlung an alle, die zwischendurch auch mal ein intensives und berührendes Buch lesen möchten.

Der Kibbuz Trashim

Die verschiedenen Mitglieder der Familie um Ruth einer ungarischen Jüdin werden vorgestellt und es beginnt alles im Jahr 1946 in Palästina als Israel sich noch im Kampf um ihren Lebensraum befand. Die Geschichte behandelt das Leben in einem Kibbuz und Ruth ist der Ausgangspunkt der Familie, die ihre Leben orientiert an den Regeln des Kibbuz. Sie bekommt zwei Kinder, die im Kinderhort des Kibbuz aufwachsen, damit sich ihren Eltern um die Gemeinschaftsarbeit kümmern können. Das Leben ist sehr hart für sie, aber sie arrangiert sich, da sie sehr stark ist. Sie schmuggelt Dinge für das Kibbuz und wartet auf ihre Schwester Shoshana, die auch auf dem Weg nach Palästina erst in einem Lager auf Zypern strandet und dort heiratet. Als sie endlich in Palästina landet, merkt sie auch wie hart das Leben hier ist, aber sie bekommt einen guten Job und lernt interessantes Menschen kennen.
Der Thriller „Adama“ von Lavie Tidhar ist sehr spannend geschrieben und hat auch einige Thriller Elemente, die auf die Geschehnisse im Kibbuz zurückzuführen sind. Es ist eine Familienchronik, die der Autor hier aufzeichnet, von den Urmüttern Ruth und ihrer Schwester Shoshana (genannt Shosh). Diese beiden Schwester und deren Nachkommen werden sehr genau beschrieben und in einzelnen Kapiteln sehr ausführlich dargestellt. Man kann dadurch auch viel über die Entwicklung des Landes Israel und seiner Struktur lernen. Diese Story zieht sich von Jahr 1946 bis in das Jahr 2009 und im Mittelpunkt stehen die beiden Schwester, doch eigentlich ist es Ruth, die diesen Thriller prägt, denn sie ist in dem Buch allgegenwärtig. Der Autor zeichnet das Bild dieses Kibbuz exemplarisch für sicherlich andere Kibbuzim, die zur Entwicklung Israels beigetragen haben. Er beschreibt ein wirklich hartes Leben, das auch immer wieder kriminelle Handlungen eingeschlossen hat. Das ist es, was dieses Buch so spannend macht. Es stellt die Lebenswege der Kinder und Kindeskinder dar und sie sind alle mit Handlungen verknüpft, die an sich schon für eine Geschichte ausreichen. Doch der Autor hat sie in einzelnen Kapiteln und Jahresabschnitten verpackt jeder Person mindestens ein Kapitel gewidmet. Der Leser weiß sofort, was ihn erwartet. Das macht das Buch sehr lesenswert und die Sprache, die sehr eingängig ist, unterstützt das Ganze. Einen klaren Spannungsbogen gibt es eigentlich nur im Leben der Ruth, das sich wie ein roter Faden durchschlängelt.
Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen und konnte es hinterher gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Mein Kopfkino hat mich in diesen Zeitstrahl geführt und ich habe vieles interessantes gelernt. Dieses Buch ist lesens- und empfehlenswert

Heilige Erde

Ruth, eine ungarische Zionistin, deren meisten Familienmitglieder den Judenmorden der Nazis zum Opfer fielen, will sich in Palästina, einem ihr feindlich gesinnten Land, ein neues Leben aufbauen.
Über ihr Leben zwischen 1945 und 2009, und den Turbulenzen des Staates Israel in diesem Zeitraum, berichtet dieser Familien- und Generationenroman.
Das vielschichtige Epos behandelt die Auseinandersetzung mit den Briten, die Vertreibung der Araber, den Sechs-Tage-Krieg und den Jom-Kippur-Krieg.
Bereits das Buchcover weist mit der Abbildung einer Maschinenpistole, die in einem Getreidezweig mündet, auf die Symbolik zwischen Krieg und Gewalt, sowie Fruchtbarkeit und Verbundenheit hin.
Und genau darin geht es in diesem beeindruckendem Werk, eine Wechselwirkung von Liebe und Verrat, Gewalt und Tod, Loyalität und Überlebenswillen.
Der Schreibstil ist verständlich und gut lesbar, aber erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit, da tiefgründige und schwere Themen angesprochen werden. Aufwühlende, aber auch kritische Berichte über historische Ereignisse Israels werden nicht ausgespart, ebenso wie politische Konflikte und persönliche Verluste. Ein blutiges, schonungsloses, emotionales und interessantes Stück Zeitgeschichte, das den Leser nachdenklich zurücklässt.
Ich habe mich lehrreich unterhalten gefühlt und kann es gern weiterempfehlen!