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Alle Jahre wieder mit Elvis
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Adventszeit in der Koblenzer Altstadt. Während alles in besinnlicher Hektik auf Weihnachten zusteuert, haben Elvis und seine Entourage ganz andere Probleme.
Oma Klärchen fühlt sich von ihren Kindern allein gelassen und „überfahren“, was die Pläne für Weihnachten angeht und zu allem Überfluss geschieht im Nachbarhaus ein Mord.
Elvis versucht mit Chloe und seinen kätzischen Freunden den Mord aufzuklären und Oma Klärchen zu helfen. Doch können Katzen auf Samtpfoten etwas ausrichten?





















Katzen sind doch die besseren Menschen!
Was habe ich mich gefreut, mal wieder einen Katzenkrimi zu lesen. Das tat einfach gut. Klar, der Walleemann zuhause hatte auch Spaß, weil ich seinen Artgenossen noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe, war ja zu erwarten. Und bei allen Thrillern und manchmal auch Krimis, die ich so lese, es muss mal was ganz anderes sein!
Es war so schön zu erleben, wie allein die Schilderung aus Katzensicht einen als Mensch in eine völlig neue Perspektive bringt. Man sieht Sachen auf einmal völlig anders! Und wundert sich, wie blind wir Menschen manchmal sein können. Das hat mich schon sehr berührt.
Und Oma Klärchens Geschichte hier. Ist bestimmt nicht so selten, dass Kinder ihre „alten“ Eltern irgendwo in einem Heim parken und dann meinen, sie könnten über das Leben und die Bedürfnisse des Menschen bestimmen, der auf einmal sein Heim, seine Gewohnheiten, seine Selbstständigkeit verliert. Und da wundern sie sich, wenn jemand so wie Klärchen dagegen aufbegehrt und einen völlig anderen Weg, andere Pläne hat.
Ich habe mich ja schon öfter gefragt, wie furchtbar das sein muss, wenn man auf einmal sein Tier nicht mehr bei sich haben kann, aber hier und in Gedanken an eine Nachbarin, der es ähnlich erging, wurde mir das nochmal sehr schmerzlich wieder bewusst.
Die Geschichte selbst ist toll erzählt und der Mordfall ist auch gar nicht so ohne. Hinzu kommt ein echt toller Schreibstil, der einem es leicht macht, durch die Seiten zu fliegen und Lesefreude zu haben.
Besonders schön fand ich am Ende dann Rezepte, die eine gewisse Rolle spielen und Koblenzer Impressionen.
Rundum eine gelungene Sache, die mir echt viel Freude gemacht hat!
Fazit:
Ein schöner Lesegenuss, der ohne große Effekte auskommt und das ein oder andere Mal sehr zum Nachdenken anregt und uns unsere Samtpfoten vielleicht auch mal mit anderen Augen sehen lässt. Ich denke schon, dass man eine Affinität zu Cozy Crime und zu Katzen haben sollte, um zu dem Buch zu greifen.