Cover von: Die andere Schwester
Amazon Preis: 22,00 €
Bücher.de Preis: 22,00 €

Die andere Schwester

Der zweite Fall für John Adderley. Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3749903646

ISBN-13: 

9783749903641

Auflage: 

1 (22.03.2022)

Preis: 

22,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3749903646

Beschreibung von Bücher.de: 

John Adderley ermittelt in seinem zweiten Fall im schwedischen Karlstad.

Die Geschäftsführerin einer erfolgreichen neuen Dating-App wird ermordet aufgefunden. Schnell gerät die Schwester der Toten ins Visier der Ermittlungen. Beide Frauen hatten seit jeher ein schwieriges Verhältnis, geprägt von Neid und Abhängigkeit. Je tiefer John in die Vergangenheit der Schwestern vordringt, desto deutlicher wird, dass der Mord nur ein Puzzleteil eines Verbrechens viel größeren Ausmaßes ist.

Während John der Spur folgt, holt ihn sein altes Leben ein, das er glaubte, in den USA zurückgelassen zu haben. Und zwar mit tödlicher Wucht.

Kriminetz-Rezensionen

Beauty and the Beast

Es ist immer schwer, in diesem Genre etwas Neues zu gestalten, auch für schwedische Autoren. Doch manchmal gelingt es richtig gut …

Geschichte: Das erfolgreiche Geschwisterpaar Stella und Alicia Bjelke betreiben eine Online-Dating-App, die Ihren Start auch bald in anderen Ländern hat. Auf der einen Seite Alicia, die Programmiererin, als Kind durch einen Unfall im Gesicht schwer verletzt und voller Narben, auf der anderen Seite die hübsche Geschäftsführerin und treibende Kraft bei allem, Stella, die gerne Dating Seiten ausprobiert und keine Lust auf Beziehungen hat. Stella ist die Stütze, die Alicia braucht, wenn Ihre Alkoholexzesse ausarten und sie die Kontrolle verliert.

Und dann gibt es noch John, einen EX-FBI Agenten, der in Schweden aufgewachsen ist und sich nun wieder in Schweden versteckt, da ein nigerianischer Drogenring ihn tot sehen will und er sich im Schutzprogramm der Polizei nach Schweden hat bringen lassen und dort als Polizist in Karlstad arbeitet …

Als Stella ermordet wird, gerät wirklich alles aus den Fugen …

Autoren/Handlung/Schreibstil: Die Akteure sind klug und detailliert beschrieben und ich war sofort in der Handlung gefangen, da ich die Personen sofort einsortieren und alles nachvollziehen konnte. Stella, die alle Entscheidungen trifft und einfach die liebe Schwester ist oder doch eher eine berechnende Gestalt, die Ihre Mitmenschen manipuliert und ausnutzt. Alicia, die eher unberechenbar ist, die Kontrolle verliert und Menschen beleidigt – oder die Spezialistin, die alles recht machen will, aber oft selbst Hilfe benötigt. John, der verfolgt wird, aber immer erfolgreiche Arbeit abgeliefert hat oder dem jegliche Mittel recht sind, um seine Identität zu verwischen und zu verschweigen? Der Schreibstil ist stark und treibt den Leser von Seite zu Seite. Obwohl es einen Vorgänger gibt, ist dieser Band mühelos alleine zu lesen und ich fand nicht, dass mir fehlt.

Meinung: Die Handlung ist komplex und sehr spannend. Viele Entscheidungen können falsch sein und verstricken die Akteure in noch kompliziertere Aktionen, bei denen es einfach Spaß macht zu sehen, wie sich alles entwickelt. Gut und Böse liegen eng beieinander und durch den super erzählten Hintergrund, der immer wieder an manchen Stellen erzählt wird, gelingt es, die Handlungsweise Stück für Stück zu begreifen.

Fazit: Toller Krimi und ich war begeistert! 5 Sterne auch weil das Ende logisch und durchdacht ist.

Dating in the Dark – wohl nicht so romantisch, aber spannend!

Stella Bjelke, Geschäftsführerin einer erfolgreichen neuen Dating-App und ihre Schwester Alicia als IT-Spezialistin bzw. Programmiererin dieser App sind im Visier von John Adderley, der im schwedischen Karlstad ermittelt.

Geprägt ist dieser Krimi durch viele Puzzleteile, die bei allen Beteiligten weit zurück in die Vergangenheit führen, den oben genannten Hauptermittler aus den USA eingeschlossen.

Schweden scheint ein Land zu sein, in dem der Staat die Kontrolle über alles und jeden hat. Mit einer Ausnahme: anonyme SIM-Karten. Ist in der BRD diese Kontrolle ebenso weitreichend gegeben?

Gestört hat mich am Charakter der Schwester Alicia besonders, dass sie derart dem Alkohol frönt. Ansonsten finde ich die einzelnen weiteren Charaktere sehr kreativ gestaltet in ihrer Verschiedenheit.

Dating in the Dark

Schauplatz Karlstad – Schweden: Die Schwestern Alicia und Stella haben gemeinsam das erfolgreiche Dating-Portal Raw gegründet. Stella übernimmt die Präsentation in der Öffentlichkeit, Alicia bleibt wegen einer Gesichtsentstellung lieber im Hintergrund und programmiert. Das Besondere an dieser App ist, dass aufgrund der eingegebenen persönlichen, sensiblen Daten die Kandidaten gematcht werden. Deshalb ist die App umstritten und hat im Netz viele Hater.

Jetzt wird die Leiche von Stella in einer Kaffeerösterei entdeckt, sie hatte sich dort zu einem Date verabredet – nur mit wem?

Frederik Adamsson und seine Kollegen übernehmen die Ermittlungen. Nur Ruben Jonsson – der Leiter der Kripo – ist eingeweiht, dass Frederik eigentlich John Adderly heißt, früher beim FBI tätig war und in Schweden in einem Zeugenschutzprogramm lebt. Die nigerianische Drogenmafia wurde davon überzeugt, dass John tot ist. So einfach ist das aber nicht, denn diese glauben nicht alles und schrecken vor nichts zurück.

Ich hatte Band 1 der neuen Reihe nicht gelesen und fand das schade, da ich die Vorgeschichte von Frederik/John – wie es zum Zeugenschutz kam – nicht kannte. Ich gehe davon aus, dass diese dort beschrieben wurde. Aber auch für Neueinsteiger wie mich stellte es kein Problem dar, der Geschichte zu folgen.

Der Schreibstil ist flüssig und er zog mich von der ersten Seite an in seinen Bann.

Die Figuren der eiskalten, berechnenden und eifersüchtigen Stella fand ich gut beschrieben, ebenso ihre Schwester Alicia, die wegen ihrer Entstellung lieber im Hintergrund blieb, dafür war ihr die Arbeit umso wichtiger, leider hat sie dem Alkohol in Übermaßen zugesprochen. Auch Frederik/John bekam mit seiner Vorgeschichte und den Verflechtungen einen großen Anteil an der Story. Seine Handlungsweisen waren teilweise schon sehr fragwürdig. Sympathiepunkte bekam in dem ganzen Buch eigentlich keine Figur, das ist für mich allerdings auch kein Kriterium, ein Buch gut zu finden.

Das Spannungsniveau blieb konstant hoch, bis es zur endgültigen Auflösung kommt. Diese konnte man schon erahnen, aber das tat dem packenden Finale keinen Abbruch. Manches fand ich in der gesamten Story zwar überzogen, teilweise unglaubwürdig, das tat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Die Autoren konnten mich trotz aller Kritik mit ihrem Gemeinschaftsprojekt überzeugen und ich werde bestimmt Band 1 noch lesen.

Ein spannender zweiter Fall

Der Ex-FBI-Agent John Adderley befindet sich im Zeugenschutzprogramm und getarnt als Ermittler Fredrik Adamsson übernimmt er den Fall. Doch er kann sich nicht richtig auf die Spuren konzentrieren, denn seine Vergangenheit holt ihn ein.

Hier handelt es sich um den zweiten Fall der Karlstad-Serie. Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig, da es sich hier um einen in sich abgeschlossenen Fall handelt. Allerdings knüpft die Geschichte um den Ermittler an den ersten Teil nahtlos an, sodass Neueinsteigern ein paar Informationen rund um die Vergangenheit von John Adderley fehlen könnten.

Die spannende Story wird mit einem fesselnden Schreibstil aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Charaktere wurden toll dargestellt, besonders Alicias Abhängigkeit von ihrer Schwester Stella schuf eine beklemmende Atmosphäre.

Johns Herangehensweise an seine Fälle hat mich schon im ersten Buch fasziniert, allerdings verlor er in diesem zweiten Fall einige Sympathiepunkte aufgrund seiner Art, das Recht zu seinem Vorteil zu verbiegen.

Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass der Mord an Stella nur Nebensache war, da Johns private Probleme hier sehr präsent sind. Zum Ende hin verknüpfen sich zwar die Handlungsstränge, trotzdem hätte ich gern mehr über präzise Ermittlungsarbeit gelesen.

Jäger und Gejagter

John Adderley musste nach einem missglückten Undercover-Einsatz, der ihn fast das Leben gekostet hätte, untertauchen. Mithilfe einer neuen Identität als Fredrik Adamsson kehrt er in die Stadt seiner frühen Kindheit, nach Karlstadt in Schweden zurück. Schon nach dem letzten Fall (»Der andere Sohn«, Band 1) wollte John eigentlich Schweden den Rücken kehren. Doch nun hat sein Freund Trevor, der ihm bei dem Undercover-Einsatz gegen die nigerianische Mafia das Leben gerettet hat, wieder Kontakt zu ihm aufgenommen. Er ist offenbar unheilbar krank. Doch John misstraut allem und jedem, da ihn die tödliche Gefahr seines früheren Lebens jederzeit einholen kann.

Gleichzeitig ermitteln John und seine schwedischen Kollegen in dem Mord an der jungen Geschäftsfrau Stella Bjelke. Sie hatte zusammen mit ihrer Schwester Alice eine sehr erfolgreiche Dating-App kreiert. Während Alice, durch einen Unfall entstellt, das Superhirn fürs Digitale bei der App ist, genoss Stella das Leben in vollen Zügen, offenbar auch mithilfe ihrer eigenen App. Während der Ermittlungen wird einerseits das schwierige Verhältnis der beiden Schwestern deutlich, aber auch, dass beide offenbar so einiges zu verbergen hatten.

Gleichzeitig wird John von den tödlichen Feinden aus seiner Vergangenheit immer enger eingekreist, sodass er nicht nur Jäger, sondern auch Gejagter wird.

Die beiden Handlungsfäden sind geschickt miteinander verwoben und wechseln sich in zunehmender Dynamik ab, sodass die Spannung stetig steigt. Je stärker John Adderley bedrängt wird, desto mehr nehmen seine Skrupel ab, sich auch illegaler Methoden zu bedienen, was zwar nicht immer ganz realistisch wirkt, aber in jedem Fall spannend und unterhaltsam ist.

Für das bessere Verständnis von »Die andere Schwester« sollte auch der erste Band der Reihe von Peter Mohlin und Peter Nyström gelesen worden sein. Unbedingt empfehlenswert!

Packende Fortsetzung der Karlstad-Reihe

Dies ist der zweite Einsatz des ehemaligen FBI-Agenten John Adderley im schwedischen Karlstad. Der erste Band des Autorenduos Mohlin & Nyström (»Der andere Sohn«) hatte mich bereits begeistert und ich war entsprechend gespannt auf die Fortsetzung, die mich tatsächlich nicht enttäuschte. Das rote Cover hat großen Wiedererkennungswert und passt sehr gut zum ersten Band. Die Handlung setzt nahtlos am Ende des ersten an. Zum bessern Verständnis der Zusammenhänge rate ich diesen am besten zuerst zu lesen.

John, der in Karlstad im Zeugenschutz unter falscher Identität als Fredrik Adamsson für die örtliche Polizei arbeitet, wird von seiner Vergangenheit mit tödlicher Wucht eingeholt. Der Besuch seines alten Freundes Trevor, mit dem er in den USA einen nigerianischen Drogenring infiltriert hatte, setzt eine Kette von tödlichen Ereignissen in Gang. Gleichzeitig muss John seinen zweiten Fall lösen. Die junge Geschäftsführerin einer erfolgreichen Dating-App wird nach einem »Dating in the Dark« ermordet aufgefunden. Die Schwester der Toten gerät schnell ins Visier der Ermittlungen. Das Verhältnis der beiden Schwestern war eher schwierig und von Abhängigkeit und Neid geprägt. Je tiefer John in der Vergangenheit der Schwestern gräbt, um so deutlicher wird, dass die Motive des Mordes dort zu suchen sind.

Das Autorenduo versteht es auch diesmal wieder einen gut durchdachten Plot, der aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, spannend und temporeich in Szene zu setzen. Ich war nach kurzer Zeit so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen mochte. John ist diesmal stark unter Druck, denn neben dem verzwickten Fall wird er außerdem noch mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Kann er seinem alten Freund noch vertrauen? In Lebensgefahr und unter Druck zeigt er schließlich Seiten seines Charakters, die ich zwar nicht gutheißen, aber trotzdem nachvollziehen konnte. Bis zum gut gewählten Ende habe ich mitgefiebert, wie sich alles auflöst. Das Auftauchen seiner kleinen Nichte am Ende lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen, auf die ich schon sehr gespannt bin.

Für mich war das wieder hervorragende Unterhaltung und Kopfkino vom Feinsten, deswegen vergebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Großartig wie erhofft

Ich habe die Autoren erst kürzlich für mich entdeckt und war beim ersten Buch »Der andere Sohn« sowohl vom Schreibstil als auch von der Geschichte hellauf begeistert, weil das Buch nicht nur flüssig, sondern auch fesselnd und spannend geschrieben war. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an den Folgeband. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Aufbau des Buches war auch im zweiten Teil wie gehabt. Die Autoren springen wieder Kapitel für Kapitel zwischen John und der anderen wichtigen Person – diesmal Alicia – hin und her.

Das Buch selbst schließt nahtlos an den ersten Teil an. Es ist nur 1 Tag vergangen und ich war bin froh, dass ich das erste Buch ein paar Wochen zuvor gelesen hatte und somit noch voll im Bilde war. Aber durch die eingestreuten Hinweise auf die Vorgeschichte von John und Trevor kommen wohl auch Quereinsteiger gut klar.

Im ersten Teil wird wieder mit Johns Vergangenheit begonnen und ein Fall ist nicht in Sicht. Es ist schon fast ein bewährtes Schema und es wirkt. Man will nicht aufhören, sondern wissen, worauf das alles hinausläuft. Der Plan funktioniert also. Auf der einen Seite John und seine privaten Probleme und auf der anderen Seite der Fall und damit Alicia. Immer wenn es richtig spannend wird, wird gewechselt. Und je mehr ich lese, desto verwirrter werde ich in Bezug auf Trevor und die Verfolger. Einfach nur herrlich gemacht, wobei ich die Lösung mit Trevor nicht optimal fand.

Der zweite Teil steht unter dem Motto: Motto: Wie weit darf ich gehen, um mein Leben zu schützen.

Was sich am Ende des ersten Teils andeutet, setzt sich im zweiten Teil fort und ich wusste zunächst nicht, ob mir das gefällt.

Später nimmt der Fall Fahrt auf und Mona bringt frischen Wind ins Geschehen und John in Bedrängnis. Plötzliche Wendungen und Überraschungen steigern die Spannung wieder so hoch, wie ich es gar nicht mehr erwartet hatte. Und wenn du denkst, es verstanden zu haben, kommt der nächste Hammer und alles ist wieder anders als gedacht.

Volle Punktzahl für ein hervorragendes Buch.

Noch besser als der erste Fall

»Die andere Schwester« ist ein Kriminalroman von Peter Mohlin und Peter Nyström, der 2022 bei HarperCollins in der Übersetzung von Max Stadler und Ursel Allenstein erschienen ist. Der Titel der schwedischen Originalausgabe lautet »Den andra systern« und ist 2021 erschienen.

Zum Autor:
Peter Mohlin ist Journalist. Er ist genau wie sein Coautor und bester Freund Peter Nyström in der Nähe von Karlstad in Schweden aufgewachsen. Die beiden sind seit Kindheitstagen befreundet und schrieben bereits mit zehn Jahren ihre erste Kriminalgeschichte.

Peter Nyström ist Drehbuchautor und Regisseur. Mit seinem besten Freund und Coautor Peter Mohlin verbindet ihn die Liebe zum Verbrechen. Beide haben sich nun entschieden, wieder an die schriftstellerischen Anfänge ihrer Schulzeit anzuknüpfen und gemeinsam zu schreiben. Das Ergebnis ist die Karlstad-Reihe rund um den Ermittler John Adderley.

Meine Meinung:
Bei diesem Kriminalroman gefallen mir besonders die ungewöhnliche Hauptfigur und die verschachtelte Handlung. Einerseits geht es um einen aktuellen Mordfall, dessen Motiv aber auf Jahre zurückliegende Ereignisse basiert. Andererseits gerät John wegen seines Undercovereinsatzes in den USA in Schwierigkeiten. Neben seinem damaligen Lebensretter taucht auch ein Auftragskiller in Karlstad auf. John hat alle Hände voll zu tun, um sein Überleben zu sichern und schiebt den aktuellen Fall ins zweite Glied.

Die Geschehnisse werden aus diversen Perspektiven erzählt. Meist begleiten wir John oder auch Alicia, die Schwester des aktuellen Mordopfers. Beide Figuren sind komplex mit vielen Grautönen gezeichnet und der Leser ist nie sicher, wie sie sich verhalten. Für John ist die Hauptaufgabe, die Begegnung mit dem Killer unbeschadet zu überstehen, während alles andere zur Nebensache wird. Als er glaubt, die Situation in den Griff bekommen zu haben, treten neue Schwierigkeiten durch eine Sonderermittlerin aus Stockholm auf, die seine Rolle im Zeugenschutzprogramm kennt.

John Adderley fasziniert mich, weil er einerseits skrupellos vorgeht, aber andererseits auch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat. Zudem ist er ein hervorragender Ermittler. Durch Alicia erfahren wir mehr über die Hintergründe des Mordes an ihrer Schwester, die eine strahlende Persönlichkeit und eine überaus erfolgreiche Geschäftsfrau gewesen ist. Alicia ist schwer angeschlagen und häufig betrunken. Trotzdem bekommt sie mit, dass John die Beweise in seinem Sinn manipuliert, kann sich aber keinen Reim darauf machen.

Die Erzählung ist überaus spannend und an einigen Stellen kommt es zu Gewaltexzessen. Meist bleibt die Gewalt aber als Drohung im Hintergrund. Die Autoren verwenden viel Zeit auf die Beschreibung der Gedanken und der Gefühle John Adderleys, dessen Zwiespalt intensiv beleuchtet wird. Nach einem kurzen, aber harten Showdown entscheidet die Sonderermittlerin über die Zukunft Johns.

Fazit:
Faszinierende Figurenzeichnung, ein komplexer Plot und ein fantastischer Spannungsbogen machen dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Deshalb bewerte ich es mit fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus. Es lohnt sich.

Nichts ist wie es scheint

John Adderley, der nach längerem Aufenthalt in den USA unter falscher Identität erneut nach Schweden zurückgekehrt ist, ermittelt im Todesfall einer Geschäftsfrau. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt sie eine Dating App, die sie auch des Öfteren selber in Anspruch nimmt. Sofort tauchen viele Fragen auf. Warum hat sie sich in einem abgelegenen Industriegebiet verabredet? Wurde sie dort von ihrem Date getötet?

Es geht auch um das Verhältnis der beiden Schwestern, was nicht so harmonisch ist, wie es nach außen dargestellt wird. Außerdem haben die beiden noch eine alte Rechnung offen.

Während der Ermittlungen wird John von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt und muss sich ständig zur Wehr setzen.

Meine Meinung
In beiden Erzählsträngen wird in einem rasanten Tempo agiert, wodurch der Spannungsbogen durchgehend hoch gehalten wird.

Ständig gibt es neue Verwicklungen, falsche Fährten und einige Überraschungen. Es gibt tiefe Einblicke in menschliche Abgründe, außerdem werden die vor und Nachteile der digitalen Welt gut dargestellt.

Die Geschichte hat mich in Atem gehalten, ich vergebe vier Sterne.

Karlstad-Thriller-Reihe – Band 2

Dieses Buch ist die Fortsetzung des Thrillers »Der andere Sohn«. Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge empfiehlt es sich, beide Bände nacheinander zu lesen, auch wenn in verschiedenen Passagen Rückschau gehalten wird.

Hauptcharakter ist wieder der Undercover-Agent John Adderley, der nur schwer traumatisiert einem nigerianischen Drogenkartell entkommen konnte und sich nun in seiner Heimat Schweden vor der Rache des Drogenbosses verstecken muss.

In einer anderen Handlungsebene geht es um zwei titelgebende Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite die schöne, erfolgreiche Geschäftsführerin einer neuen Dating-App und andererseits die introvertierte, körperlich entstellte Schwester, die nach dem Mord an ihrer Schwester schnell zur Hauptverdächtigen gerät.

Die Fäden dazu führen in die Vergangenheit, wie nach und nach enthüllt wird.

Als weitere Morde geschehen und das Drogennetzwerk John aufspürt, spitzt sich das Geschehen dramatisch zu, und es geht im wortwörtlichen Sinn plötzlich und unausweichlich für John um Leben und Tod.

Dabei werden teilweise moralisch zweifelhafte Entscheidungen getroffen, menschliche Regeln und auch Gesetze gebrochen.

Mir hat die damit verbundene Spannung, die stets hoch war, sehr gut gefallen. Die Akteure, ob gut oder böse, waren authentisch. Die psychologischen Aspekte waren professionell herausgearbeitet.

Das Ende ist diskussionswürdig, aber auch logisch.

Ich empfehle das Buch an alle Krimifreunde, die keine einfache, glatte Handlung, sondern komplexe und unkonventionelle bevorzugen.

Was ist ein Leben wert?

Der zweite Band um den Undercover-Ermittler John Adderley ist klug durchdacht und bietet eine facettenreiche Geschichte. Die Vergangenheit lässt John nicht los, als er in diesem Mordfall ermittelt. Er verstrickt sich in das tödliche Geschehen und wird selbst zu einem Täter. Er plant, konstruiert und manipuliert, alles im Rahmen des Gesetzes?...

Eine brillant inszenierte Geschichte, fesselnd und spannend bis zum Ende.

Lesen lohnt sich!