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Ausweglos

Thriller
Buch
Taschenbuch, 496 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3423219777

ISBN-13: 

9783423219778

Auflage: 

1 (23.07.2021)

Preis: 

11,95 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423219777

Beschreibung von Bücher.de: 

Zwei Türen. Kein Ausweg.

Vor Jahren hielt eine Mordserie Hamburg in Atem. Jetzt gibt es erneut eine Tote: Wieder fehlt der Ringfinger, wieder trägt die Tat die blutige Handschrift des Killers. Doch diesmal gibt es einen Zeugen, er wohnt Tür an Tür mit dem Opfer.

Kommissar Blom ist fest entschlossen, den Mörder endlich zu fassen. Aber je tiefer er sich in den Fall verstrickt, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Was ist Wahrheit, was Lüge? Wer ist Freund und wer Feind? Und vor allem: Wer ist Opfer und wer Täter?

Kriminetz-Rezensionen

Hochspannung garantiert

Ich durfte vorneweg das Buch lesen. Ich muss gestehen, dass ich dafür unüblich recht lange gebraucht habe. Was auch der komplexen Geschichte geschuldet ist. Oder sind es nicht gleich mehrere? Aktuelle tote Frau, Privatleben/Kinderwunsch, Serienmörder/Ereignisse vor ein paar Jahren, ehemaliges/aktuelles Ermittlerteam …

Das Buch handelt von einem Serienmörder, der bis vor ein paar Jahren aktiv war und plötzlich verschwunden ist. Die Ermittlungen brachten keinen Erfolg und demnach mussten damals bei den Ermittlern »Köpfe rollen«. Auch der PR geschuldet. Erneut taucht nun ein Opfer auf. Sehr mysteriös alles.

Dieses Buch reduziert sich im Großen und Ganzen auf drei Protagonisten. Sie erzählen kapitelweise aus der Ich-Perspektive, was ich so nicht kenne und daher bereits ein Erlebnis für sich ist.

Das Buch war mir stellenweise etwas zu träge, gerade als es immer und immer wieder um Linda ging. Jedoch hat sich das nach kurzer Zeit immer wieder durch erneute Ereignisse relativiert. So kam man ab der Hälfte des Buches auf eine gute Spur. Man ermittelt schließlich mit. Kurz gefasst, Sackgasse. Es kommt total anders, als man denkt. Nach dem ¾ Buch ist es eigentlich durch, der Täter ist gefunden. Aber dann tun sich ganz neue Ereignisse auf und die Spannung ballt sich erneut zu einer extremen Story auf. Sozusagen mehrere Höhepunkte?

Ich fand das Buch anders, aber gut. Die personifizierten Kapitel fand ich gelungen. Die Story ab Mitte bis Schluss genial. Spannung pur, jedoch keine leichte Lektüre für mal schnell zwischendurch. 5 Sterne!

Der Ringfinger-Mörder

Abends wollte Noah noch eben schnell die Wäsche vom Dachboden holen. Am nächsten Morgen ist er im Krankenhaus wieder aufgewacht. Er wurde Zeuge am Mord seiner Nachbarin. Ihr wurde der Ringfinger abgeschnitten. Alles deutet darauf hin, dass der damalige »Ringfinger-Mörder«, der Hamburg vor Jahren in Atem gehalten hat, wieder da ist. Diesmal will Kommissar Blom den Mörder endlich fassen. Doch je tiefer er in den Fall eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Wer ist wirklich Opfer und wer Täter? Was ist Wahrheit und was ist Lüge?

»Ausweglos« ist Henri Fabers Debüt-Thriller und der ist ihm super gelungen.

Zu Beginn wurde man direkt in die Handlung hineinkatapultiert. Direkt hohes Tempo und Wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten haben es mir etwas schwer gemacht, dem Ganzen zu folgen. Aber so nach 120 Seiten habe ich mich in die Handlung eingefunden und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Handlung ist auch aus vier Perspektiven – Elias Bloom, Noah, Linda, Noahs Frau und der Ringfinder-Mörder selbst – geschrieben. Dadurch war es sehr abwechslungsreich und die Cliffhänger an den Kapitelenden haben einen dazu verleitet, immer weiterzulesen. Fies war, dass nach einer beendeten Perspektive erstmal wieder eine andere kam. Dazu noch viele Wendungen und die Seiten flogen nur so dahin. Am Ende wurde alles schlüssig aufgelöst.

Erzählt wurde in der Ich-Erzählperspektive. Normalerweise mag ich diesen Stil nicht so, aber hier war er sehr gut und hat auch zur Handlung gepasst.

Der Charakter Elias Bloom war mir am Anfang etwas suspekt. Ich konnte ihn nicht wirklich einschätzen. Er kommt etwas eigenbrötlerisch und zum Teil eingebildet rüber, was sich aber im weiteren Verlauf legt und er gute Ergebnisse erzielt. Noah und Linda sind zwei, die sehr sympathisch rüberkommen und man mit ihnen mit fiebert.

Mein Fazit:
Ein tolles gelungenes Thriller-Debüt mit einem Misch aus Ermittlungsarbeit und Psychothriller. Temporeich und spannend mit vielen Wendungen bis zum Schluss. Klare Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sternen von mir.

Lügen(weib)

Elias Blom wird zu einem Tatort gerufen. Der Ringfinger-Mörder dürfte nach 3 Jahren wieder zugeschlagen haben. Elias wurde damals nach einem Zeitungsartikel ins Einbruchsdezernat versetzt, sein Partner Mats wurde gekündigt. Bei dem aktuellen Fall scheint der Täter Noah gezwungen haben,  ihn zu seiner Frau zu führen, stattdessen schickte er ihn aber zu seiner Nachbarin. Elias will den Täter endlich fassen.

Das Cover ist in seiner Einfachheit einfach ein echter Hingucker; auch die Haptik wurde sehr gut gewählt.

Der Schreibstil des Autors ist bei seinem Thriller-Debüt ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt.

Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht von Elias, Noah, Linda und dem Täter jeweils in der Ich-Form geschrieben, was zu diesem Thriller perfekt passt.

Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau, was durch die Lügen bzw. Geheimnisse der Charaktere und die  vielen überraschenden Wendungen bedingt ist. An manchen Stellen bekommt man aber Hinweise auf den wahren Täter, sodass man sich einiges ein wenig zusammenreimen konnte, allerdings war dies nur ein Bruchteil der Geschichte.

Der Plot wurde natürlich sehr gut gewählt und erzählt.

Weniger gefiel mir, dass im Buch immer wieder von »DNA« die Rede ist. Warum kann ein österreichischer Autor, der in Deutschland lebt, nicht den deutschen Ausdruck »DNS« verwenden? Zudem fiel mir auch mehrmals »Katheder« statt »Katheter« auf. Beide Wörter haben eine klar andere Bedeutung, denn den einen findet man in der Schule, den anderen im Krankenhaus. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Buch vorablesen durfte und hier noch nicht alle Fehler ausgemerzt wurden, wie man auch an ein paar anderen wenigen Stellen merkte. Daher fließt dieser Umstand genauso wenig in meine Bewertung ein, wie dass ich das Leseexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Was mich auch noch störte, war, dass der Täter immer wieder seinen inkaorangen BMW erwähnt, allerdings wurde dies mit voller Absicht gemacht, wie man aber erst am Ende des Buches erfährt.

Ich hoffe sehr, dass man noch viel von diesem Autor zu lesen bekommt, besonders, wenn es in der Qualität dieses Thrillers geschieht, der in seinem Schreibstil an die frühen Werke von Sebastian Fitzek erinnerte.

Fazit: perfektes Thriller-Debüt; klare Leseempfehlung. 5 von 5 Sternen.

Gutes Debüt

Das Buchcover ist ein haptischer Fingerabdruck und sieht einfach toll aus. Der Inhalt ist spannend und abwechslungsreich. Die Handlung wird aus der Perspektive der drei Hauptpersonen erzählt. Noah, seine Frau Linda und der Kommissar Elias.

Durch die unterschiedlichen Sichtweisen bekommt man ein Gefühl für die Charaktere und was sie mit dem Tathergang zu haben bzw. haben könnten. Als zusätzlichen Bonus hat der Autor auch noch Passagen aus der Sicht des Mörders eingebaut, was dem Thriller noch mehr Schwung gibt.

Der Erzählstil ist flüssig, angenehm zu lesen und die Geschehnisse sind sehr detailliert beschrieben. Es ist zunächst schwer, eine Lösung zu finden. Ein Teil deutet sich ab der Mitte des Buches an, hilft aber nicht wirklich weiter.

Damit komme ich zu meinem einzigen kleinen Kritikpunkt: das Ende. Es ist überraschend und kommt unerwartet, aber es wirkt etwas konstruiert und überladen. Für mich persönlich wäre da weniger mehr gewesen. Aber das Lesevergnügen wird dadurch nicht beeinträchtigt und das Buch erhält eine klare Leseempfehlung.

Jeder hat seine Geheimnisse

Noah und Linda, welche dringend einen Kinderwunsch hegt, Klingberg wohnen in einem Mehrfamilienhaus. Im gleichen Stockwerk leben auch Paul und Emma Falk. Noah befindet sich in der Wäschekammer, als er von einem Einbrecher aufgefordert wird, ihn zu seiner Frau zu führen. Kurze Zeit später liegt Noah schwer verletzt neben der toten Emma. Was ist hier geschehen?

Elias darf ermitteln, obwohl er nicht mehr in dieser Abteilung arbeitet. Seine früheren Kollegen wurden entlassen oder pensioniert. Die jetzige Mordermittlung besteht aus rohen, unausstehlichen Typen.

Die Kapitel sind mit den Namen tituliert, deren Gedanken sich dann wiederfinden. Gerade Linda ist eine recht dubiose Gestalt. Aber auch die anderen haben Geheimnisse, die sie zu verbergen suchen.

Das Buch ist spannend, da die Ausgangslage schon mal ziemlich verzwickt ist. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss.