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Bedenke, was du tust

Inspector Lynleys 19. Fall. Roman
Buch
Gebundene Ausgabe, 704 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3442313724

ISBN-13: 

9783442313723

Erscheinungsdatum: 

19.10.2015

Preis: 

24,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 190.363
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442313724

Beschreibung von Bücher.de: 

Inspector Lynley und Barbara Havers auf der Spureines mysteriösen Giftmords ...

Barbara Havers folgt am liebsten ihrem Instinkt, Regeln und Vorschriften interessieren sie wenig. Nach ihren letzten Alleingängen hat sie aber keinen guten Stand bei ihrer Chefin Isabelle Ardery. Ein falscher Schritt und sie könnte strafversetzt werden. Mit Unterstützung von DI Thomas Lynley will sie ihrer Chefin beweisen, dass sie ein guter Detective ist. Da kommt es ihr gerade gelegen, dass sich in Cambridge ein mysteriöser Todesfall ereignet hat: Die Bestsellerautorin Clare Abbott wurde tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Aber war es überhaupt ein Mord? Clares Freundin und Lektorin Rory Statham glaubt jedenfalls nicht an einen natürlichen Tod. Auch Barbara hat das Gefühl, dass es im Verborgenen einen Gegenspieler gibt, der einem perfiden Plan folgt - ein Gefühl, das bestätigt wird, als sie Rory kurz darauf mit dem Tod ringend in ihrer Wohnung auffindet ...

Kriminetz-Rezensionen

Der 19. Fall für Inspektor Linley

Detective Barbara Heavers lernt im neuesten Inspektor Lynley-Roman "Bedenke, was du tust" das spätere Mordopfer bei einer Lesung kennen. Bestsellerautorin Clare Abbott spricht sie sogar wegen ihres auffälligen T-Shirts an. Dadurch lernt Barbara auch gleich die beiden Frauen kennen, die im Leben der bekennenden Feministin jeweils eine Rolle spielen: Ihre Freundin und Lektorin Rory Statham und „Mädchen für alles“ Caroline Goldacre, Mutter zweier erwachsener Söhne.

Vor der Kulisse der zauberhaften englischen Landschaft werden verschiedene Lebenswege ineinander verwoben. Es dauert ein wenig, bis sich beim Lesen erschließt, wie sie zusammen hängen und bis die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Figuren sichtbar werden. Eine der Figuren ist so verfangen in ihrem eigenen Gespinst an Lebenslügen, dass sie selbst am meisten an die von ihr erfundene „Wahrheit“ glaubt. Spannendes Psychogram einer Person in einem Familiengeflecht, das alles andere als heil ist und bei dem man mit niemand tauschen möchte. Dabei geht es in dem Roman doch hauptsächlich um die Liebe in all ihren Facetten. Um falsch verstandene Formen der Liebe, um Eigenliebe, um nicht erwiderte Liebe, erloschene Lieben, frisch entbrannte hoffnungslose Lieben … Auch das Leben von DI und Witwer Thomas Lynley kreist um das Thema, wohingegen Barbara Heavers in dieser Richtung eher eine Vermeidungsstrategie verfolgt. Witzig sind die Szenen mit dem Ermittler und Aufpasser Nkata, der Barbara zur Seite gestellt wird, beispielsweise, als sie ihm „selbst gekochtes“ Gulasch vorsetzt.

Die Auflösung des Falls ist nicht vorhersehbar, aber absolut nachvollziehbar. Zu Beginn ein wenig langatmig, dann aber sehr spannend. Das psychologische Geflecht, in dem die Figuren miteinander verwoben sind, ist gut ausgeklügelt und sehr unterhaltsam zu lesen.

Inspektor Lynley und Barbara Havers ermitteln wieder

In Cambridge ereignet sich ein mysteriöser Todesfall, der erst nach einem Selbstmord aussieht. Die bekannte Bestsellerautorin Clare Abbott wird tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Ihre Lektorin Rory Stratham hält einen Selbstmord für ausgeschlossen und nimmt Kontakt zu Barbara Havers auf, die sie bei einer Lesung kennen gelernt hat. Da Barbara allerdings bei ihrer Chefin in Ungnade gefallen ist, muss sie Inspektor Linley bitten, ein gutes Wort bei Isabelle Ardery einzulegen. Sie bekommt die Erlaubnis nach Cambridge zu fahren, aber nur in Begleitung ihres Kollegen Nkata. Dass Barbara auf der richtigen Spur ist, zeigt sich, als sie Rory Stratham bewusstlos in deren Wohnung auffindet. Alles deutet auf eine Vergiftung hin.

"Bedenke, was du tust" ist der mittlerweile 19. Fall der beiden Polizisten Linley und Havers. Wer in diesem Buch nach Action sucht, wird eher enttäuscht werden. Der erste Mord geschieht erst nach 200 Seiten. Elisabeth George entwirft hier ein Familiendrama mit psychologischen Studien, das zusätzlich eine Kriminalhandlung enthält. Die Autorin versteht es aber nach wie vor, ihre Leser am Ball zu halten. Obwohl das Buch einige Längen und Wiederholungen aufweist, ist es doch spannend und unterhaltsam. Die Interaktion zwischen Linley und Havers kommt hier ein wenig zu kurz und auch die Liebesgeschichte zwischen Linley und der Tierärztin wirkt etwas bemüht. Das Geplänkel zwischen Havers und Nkata hingegen ist witzig. Es gibt sicher bessere Krimis von Elisabeth George, aber wer bereit ist, sich auch mal auf etwas Neues einzulassen, ist mit diesem Buch gut bedient.