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Bittere Nacht
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Hamburgs coolstes Ermittlerduo ist zurück!
Zwei aufsehenerregende Morde, eine dunkle Geschichte aus der Vergangenheit und ein spektakulärer Showdown auf der zugefrorenen Alster.
Im frühen Morgengrauen eines Januartages stößt eine Stand-up-Paddlerin im Alsterkanal mit einer Leiche zusammen.
Juha und Lux, die nach der spektakulären Lösung ihres ersten gemeinsamen Falls zur Mordkommission des LKA Hamburg gewechselt sind, übernehmen – doch das Sterben geht weiter. Auf dem Handy des Getöteten müssen sie live mit ansehen, wie dessen Geschäftspartner gefesselt in einer Sauna um sein Leben kämpft. Jede Rettung kommt zu spät.
Die Spuren führen zu einem Freundeskreis erfolgreicher junger Menschen, die sich bereits aus Studententagen kennen. Juha ahnt, dass sie unter ihnen den Täter finden, doch die Verbliebenen hüllen sich in Schweigen.
Entschlossen graben sich die beiden Ermittler tiefer in den Fall, der für Lux bald überraschend persönlich wird und die tiefe Freundschaft zwischen ihnen auf die Probe stellt. Stück für Stück offenbart sich eine Geschichte, die ihren verhängnisvollen Anfang Jahre zuvor nahm und sich seitdem unaufhaltsam in die Gegenwart frisst.





















Düster, fesselnd und voller Überraschungen
Beim Stand-up-Paddeln in Hamburg eine Leiche zu entdecken, noch dazu früh am Morgen, sorgt für Gänsehaut. Die Ermittler Lux und Juha übernehmen den Fall – und schon bald zeigt sich, dass dies nur der Anfang ist. In der Wohnung des Verstorbenen finden sie ein schockierendes Video, das den Geschäftspartner des Toten zeigt, gefesselt in einer Sauna, während er um sein Leben ringt.
Die Ermittlungen führen die beiden zu einem alten Freundeskreis, der seit Studienzeiten verbunden ist. Doch die Freunde schweigen eisern und geben nichts preis. Juha ist überzeugt: Der Täter muss hier zu finden sein. Parallel dazu wird auch das Privatleben der Ermittler geschickt in die Handlung eingewoben, mit Rückblicken in die Vergangenheit, die zusätzliche Tiefe verleihen. Für Lux wird der Fall schließlich sogar persönlich gefährlich.
Die Spannung steigt stetig an und bleibt bis zur letzten Seite auf höchstem Niveau. Was anfangs wie ein Zufall wirkt, entpuppt sich als eiskalte Berechnung. Das Ende hat mich vollkommen überrascht – trotz Miträtseln lag ich daneben. Ein Thriller, der zeigt, dass die Vergangenheit uns immer wieder einholt.
Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung!
Alte Sünden
Eine Stand-Up-Paddlerin stößt an einem Januarmorgen auf eine Leiche im Alsterkanal. Nach der spektakulären Auflösung ihres ersten Falls sind die beiden Kommissare Juha und Lux zur Mordkommission vom LKA Hamburg gewechselt. Die beiden übernehmen den Fall, doch es soll nicht nur bei dem einen Toten bleiben. Sie müssen live auf dem Handy des Toten mit ansehen, wie ein weiterer Mann, sein Geschäftspartner, gefesselt in einer Sauna um sein Leben kämpft. Die Spuren führen zu einem Freundeskreis, die sich bereits aus Studententagen kennen und erfolgreich im Leben geworden sind. Schnell wird klar, dass der Täter unter den Verbliebenen zu finden ist, doch alle Verbliebenen hüllen sich in Schweigen. Sie müssen tiefer graben und schnell wird der Fall für Lux auch überraschend persönlich und die Freundschaft zu Juha auf die Probe gestellt.
"Bittere Nacht" ist der zweite Teil der Serie mit den Ermittlern Juha Korhonen und Lucas «Lux» Adisa. Der Fall ist in sich abgeschlossen und so kann man diesen Teil auch ohne Vorkenntnisse lesen. Die nötigen Eckinformationen zu den beiden Ermittlern werden anfangs nochmal aufgegriffen.
Dieses Mal spielt die Handlung in ein winterlich-kühlem Hamburg. Die frostige Stimmung wurde atmosphärisch gut eingefangen, doch die Schauplätze selbst blieben mir zu blass. Dafür fehlten die bildhaften Beschreibungen, sodass die Stadt eher als Kulisse diente, aber nicht die nötige Tiefe bekommen hat.
Die Erzählstruktur mit wechselnden Perspektiven bringt Abwechslung und zum Teil Spannung, doch die Handlung selbst verliert sich stellenweise in privaten Erzählungen der Ermittler. Es ist nicht unbedingt schlecht, denn dadurch erfährt man viel Persönliches von den beiden Ermittlern. Dadurch werden Juha und Lux menschlich und nahbar. Ihre Freundschaft und persönlichen Konflikte verleihen der Handlung emotionale Tiefe. Allerdings drängen diese Momente den eigentlichen Fall zu oft in den Hintergrund, sodass die Spannung nicht recht aufkommen will. Der Krimi plätschert vor sich hin, ohne den erhofften Nervenkitzel zu erzeugen.
Die Auflösung bietet einige solide Twists, die jedoch nicht völlig überraschend wirken. Vieles deutet sich früh an. Einige Passagen wirken konstruiert, als hätte man zu sehr versucht, Komplexität zu erzeugen. Falsche Fährten und lose Enden sind vorhanden, aber nicht überzeugend ausgeführt. Als kam so vor als wenn eine gute Idee dahinter steckte, sie aber doch nicht wirklich ausgeführt werden konnte.
Mein Fazit:
Der Krimi bietet Ansätze, die neugierig machen, aber nicht genug, um uneingeschränkt zu begeistern. Wer Wert auf ein menschliches Ermittlerduo legt und mit einem eher gemächlichen Spannungsbogen leben kann, findet hier dennoch Lesestoff mit Potenzial. Ob ich die Reihe noch weiterverfolgen werde, weiß ich noch nicht so recht.
Härter und direkter als der erste Band, aber nicht besser
Buchmeinung zu Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock – »Bittere Nacht«
»Bittere Nacht« ist ein Kriminalroman von Nikolas Kuhl & Stefan Sandrock, der 2025 bei Rowohlt erschienen ist. Dies ist der zweite Band der LKA Hamburg-Reihe.
Zum Autor:
Stefan Sandrock, geb. 1976 in Bilbao, arbeitet für den NDR und kuratiert Ausstellungen.
Nikolas Kuhl, geb. 1986 in Münster, schreibt Drehbücher und ist Kopf der Musikband Giant Crow.
Zum Inhalt:
Die Ermittler Juha Karhonen und Lucas Adisa vom LKA Hamburg ermitteln in zwei Tötungsdelikten an Geschäftspartnern, aber die Suche nach Motiv und Täter gestaltet sich schwierig.
Meine Meinung:
Meine Erwartungen waren sehr hoch, da mir der erste Band ausgezeichnet gefallen hatte. Der Einstieg war spektakulär mit einer Wasserleiche und einem Opfer in einer Sauna, deren Leiden live übertragen wurde und die Ermittler in Aufruhr versetzte. Auch im weiteren Verlauf gab es Szenen von unglaublicher Gewalt gepaart mit Gefühlskälte der Protagonisten. Dies war mir doch etwas zu viel, auch wenn Einschübe aus dem Privatleben der Kommissare für Entspannung sorgten. Der Grundton blieb dunkel und die Kommissare stocherten im Dunkel herum. Lucas fühlt sich zu einer Verdächtigen hingezogen und gerät in Problemen mit den Dienstvorschriften und wird schließlich von den Ermittlungen freigestellt. Seine Aufgaben werden von Kollegen übernommen und Juha diskutiert den Fall nun meist mit seiner Kollegin Selma, die einen positiven Akzent setzen konnte. Ein positives Element waren auch die Einschübe mit einem asiatisch stämmigen Privatdetektiv, der seine Spiele mit den Ermittlern trieb.
Wie gewohnt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven vorgetragen und der Leser erlebt die Gefühle der agierenden Personen intensiv mit. Die Handlung ist verschachtelt und spielt auf drei Zeitebenen. Ein Bootsausflug 2017 in Spanien und ein Erholungskurs von vor einem halben Jahr bleiben vorerst unklar, gewinnen aber an Bedeutung. In der Jetztzeit wird atmosphärische Handlung aus Hamburg und Umgebung präsentiert. Das Erzähltempo und die Spannung sind moderat, nehmen aber zum Ende hin deutlich zu. Es gibt etliche überraschende Wendungen und erst mit Verzögerung werden die wahren Vorgänge klar. Der Showdown auf der gefrorenen Wasserfläche wirkte auf mich etwas überzogen. Der aktuelle Fall und die Vorgänge in der Vergangenheit werden vollständig und nachvollziehbar aufgelöst. Mich hat dieser Band trotz einiger Abstriche sehr gut unterhalten und ich bin gespannt, wie es mit dem Team des LKA weitergehen wird.
Fazit:
Meine hohen Erwartungen konnte dieser Titel nicht vollständig erfüllen und blieb deutlich hinter dem ersten Band zurück. Trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten und bewerte das Buch mit vier von fünf Sternen 80 von100 Punkten). Ich kann dieses Buch allen Krimifreunden empfehlen.