Cover von: Black Memory
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Black Memory

Thriller
Buch
Broschiert, 390 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3453418336

ISBN-13: 

9783453418332

Erscheinungsdatum: 

12.12.2016

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 247.012
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3453418336

Beschreibung von Bücher.de: 

Clare erwacht in einem Boot vor der indonesischen Küste. Sie hat ihr Gedächtnis verloren und kann sich nicht einmal an ihren eigenen Namen erinnern. Man verhaftet sie, denn angeblich hat sie ihre eigene Tochter aus London entführt. Eine Tochter, an die sie keine Erinnerung hat. Clare steht vor der Aufgabe, ihre Vergangenheit und ihr Kind wiederzufinden. Doch es scheint so, als könnte sie dabei niemandem trauen. Nicht einmal sich selbst ...

Kriminetz-Rezensionen

Wer ist Freund? Wer Feind?

Clare wacht auf und muss feststellen, dass sie alleine auf einem Boot ist. Rundherum nur Wasser. Doch dann naht die Rettung. Sie wird an Land gebracht, um sogleich von der indonesischen Polizei verhaftet zu werden. Sie hat ihre Erinnerungen verloren, weiß nicht einmal wer sie ist. Allerdings hat sie sehr spezielle Kenntnisse, die auf eine medizinische Ausbildung hindeuten. Man wirft ihr vor, ein Kind entführt zu haben. Dann taucht ein Mann auf und holt sie aus dem Gefängnis. Er behautet, ihr Mann zu sein und sie nach Hause bringen zu wollen.

Als sie wieder in London ist, will sie Informationen darüber, wer sie ist und was geschehen ist. Aber ganz gleich, mit wem sie spricht, jeder scheint ihr etwas vorzuenthalten. Wem kann sie vertrauen?

Sie geht Risiken ein, um wieder an ihre Erinnerungen zu kommen.

Es geht in dieser Geschichte um Gehirnmanipulationen und Inselbegabungen - ein interessantes Thema. Wissenschaft und Forschung können die Menschen weiterbringen, sie können aber auch Schaden anrichten.

Wieder einmal hat mich der Schreibstil der Autorin begeistert. Er ist packend und sehr spannend. Beim Lesen ging es mir die ganze Zeit wie Clare. Ich konnte einfach nicht herausfinden, wer gut und wer böse ist. Wenn ich glaubte, den Täter entdeckt zu haben, gab es gleich eine Wendung, die mich wieder verunsicherte. Ich konnte also gut mit Clare fühlen. Mein ständiges Misstrauen gegenüber allen möglichen Personen sorgte dafür, dass ich niemanden so richtig sympathisch fand. Am Ende wurde ich wirklich überrascht, denn diese Person hatte ich nicht auf dem Schirm.

Die Geschichte ist sehr spannend und durch ständige Wendungen bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Dieses höchst spannende Buch hat mich wirklich gepackt.

Mega spannende Story

Die Ich-Erzählerin kommt in einem Boot irgendwo in Asien ohne jegliche Erinnerung wieder zu sich. Ein Polizist erklärt ihr, daß sie Clare Brent heißt und von Interpol wegen Kindsentführung gesucht wird. Aus dem dortigen Gefängnis kommt sie frei, weil sie ein Mitglied der britischen Botschaft und ihr angeblicher Ehemann Paul abholen und nach England bringen. Sie hat keinerlei Erinnerung, weder an Paul, noch an ihre luxuriöse Wohnung in London oder ihren Beruf als Kinderärztin. Ihr wird berichtet, dass sie zusammen mit ihrer Tochter Bonnie und viel Geld gemeinsam in ihr Ferienhaus verreist ist, dann in Paris am Flughafen gesehen wurde und jetzt wieder in Asien ohne ihre Tochter aufgetaucht ist. Es wird für Clare auch nicht einfacher, als sie zurück in London ist. Jeder in ihrer Umgebung will ihr erklären wer er ist, dass er es nur gut mit ihr meint und helfen will, ihre Erinnerung zurück zu bekommen.

Ich konnte mich von Beginn an sehr gut in die Rolle von Clare hineinversetzen und mit ihr in diese verworrene Geschichte abtauchen. Es gab so viele Fragen. Warum existieren z.B. keine Bilder von ihr in der Wohnung, nur welche von Paul und Tochter Bonnie? Warum gibt es keine Kosmetikartikel oder Kleidung von Clare in der Wohnung? Es soll mit Hilfe von Hypnose versucht werden, ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Jetzt stellt sich der neue Portier Raffael auf ihre Seite und weist sie auf die unseriösen Methoden des Hypnotiseurs hin. Er will sie zu einem Institut in Florenz bringen und dort könnte unter Zuhilfenahme des EMDR ihre Erinnerung wieder hergestellt werden. Aber auch dort ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Clare ist ständig gezwungen, sich zu entscheiden, wem sie glauben darf bzw. kann. Ist Paul wirklich ihr Ehemann und will er nur ihr bestes? Standen sie tatsächlich vor der Trennung, weil sie sich über die Behandlung ihrer Tochter Bonnie, die seltsame Visionen und epileptische Anfälle hat, nicht einigen konnten? Was hatte es mit dieser Krankheit eigentlich auf sich? Hat womöglich ihre Anwältin ein Verhältnis mit ihrem Ehemann Paul? Oder ist Angela, eine Traumaspezialistin und Buchautorin, tatsächlich eine Freundin, die auf ihrer Seite steht? Ist der Portier Raffael in Wirklichkeit mehr als nur Portier? Welches Geheimnis umgibt das Institut in Florenz und ihre Leiterin Terenzo? Sehr viele Fragen und genauso viele Erklärungen von Janet Clark, die den Leser immer wieder auf neue Fährten bringen und mit rätseln lassen.

Von der ersten Seite an hat mich dieser Thriller gepackt, ich bin durch das Buch nahezu geflogen. Er war von Beginn an mega-spannend und temporeich. Clare als Ich-Erzählerin war mir bald sehr vertraut, bei den anderen Figuren wurde man als Leser mehr auf Distanz gehalten und die ständige Unsicherheit ihnen gegenüber war spürbar. Aber am Ende konnten alle Puzzleteile schlüssig zusammengefügt werden und alles zufriedenstellend aufgelöst werden. Nebenbei habe ich noch einiges gelernt, denn der wissenschaftliche Aspekt nahm einen gewissen Raum ein.

Es war mein erstes Buch der Autorin und ich bin schlichtweg begeistert. Von mir eine absolute Leseempfehlung!

Clare kämpft sich aus der Amnesie

Clare wird von indonesischen Fischern aus dem Meer gefischt. Sie hat absolut keine Erinnerung – weder an ihren Namen, noch wie sie in diese Lage kam. Sie landet im Gefängnis und erfährt, sie soll ihr eigenes Kind entführt haben. Doch wo ist Bonnie und was ist mit ihr geschehen? Wieso sollte Clare ihr etwas angetan haben? Als ihr Mann sie mithilfe eines einflussreichen Freundes zurück nach London holt, macht sich Clare auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stellen sich ihr ungeahnte Schwierigkeiten in den Weg. Wem kann sie vertrauen? Wer belügt sie? Clare entdeckt immer erstaunlichere Details …

Dieser Thriller hat das Thema Amnesie als Schwerpunkt. Ja, es gibt eine ganze Reihe Bücher, deren Plot genau dies behandelt. Aber mir gefallen sie noch immer und sie unterscheiden sich bisher auch sehr voneinander. Janet Clark hat mich mit BLACK MEMORY von der ersten Seite an auf eine Reise mitgenommen, die rasant, spannend, informativ und wahrlich erschreckend war. Lesegenuss pur! Hier fliegen die Seiten nur so dahin und es kommt keinerlei Langeweile auf.

Wie Clare selbst, dachte ich immer wieder, zwischen Freund und Feind unterscheiden zu können. Lagen doch Fakten vor, die es eindeutig machten, wer ein falsches Spiel mit ihr treibt. Doch immer wieder neue Fakten machten das Bild immer wieder anders und mit jedem Kapitel geriet selbst mir als Leser alles außer Kontrolle. Hier gibt es Wendungen, die einer wildgewordenen Achterbahnfahrt gleichen – Loopings und Talschussfahrten ohne Ende.

Die Charaktere sind allesamt glaubwürdig und lebensnah gelungen. Von Angela über Paul bis zu Raphael – ich hatte sie alle ganz klar vor Augen, konnte mir sogar ihre Stimmen vorstellen. Das war Kopfkino par excellence! Die Auffälligkeiten in der Wohnung von Paul und Clare, die unfassbaren Entdeckungen, fehlende Dinge – einerseits unfassbar und unglaublich, am Ende aber genial erklärt und ein absolut gelungener Kniff der Autorin. Selten gefallen mir Auflösungen so gut, wie hier.

Bonnies besondere Fähigkeit macht sie zu einer ganz besonderen Romanfigur. Man fragt sich unwillkürlich, ob das im realen Leben tatsächlich so möglich wäre. Und ich bin mir noch immer nicht schlüssig, ob sie mich fasziniert oder erschreckt!

Dass Clare ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt, gefällt mir persönlich besonders gut. So werde ich persönlich noch tiefer hineingezogen und fühle mich involviert. Entsprechend stark ist dann auch die Spannung. Erstaunlich, dass es Janet Clark geschafft hat, ganz ohne Einsacker die Spannung von Anfang bis Ende immer weiter ansteigen zu lassen. Genau so muss ein Thriller sein für mich! Das Buch ist in sich schlüssig, temporeich, actionreich (ohne allzu viel Blutvergießen), beängstigend und behandelt in einem Punkt auch ein brandaktuelles Thema, das in den nächsten Jahren sicher noch mehr in den Fokus geraten wird.

Janet Clark hat es geschafft, sich selbst zu übertreffen. Ich bin gespannt, ob sie sich weiter dermaßen steigern wird. Wobei ich schon vollkommen zufrieden wäre, wenn sie dieses hohe Level einfach nur halten würde. Fakt ist, ich freue mich schon jetzt auf weiteren Lesestoff von dieser Autorin.

Kurz und gut: BLACK MEMORY gehört definitiv zu meinen Lesehighlights 2017. Dafür gibt es die vollen fünf Sterne!