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Das Blau der Veilchen

Der erste Fall für Elisabeth und Margret. Ein Krimi aus Kent
Buch
Taschenbuch, 280 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3986720286

ISBN-13: 

9783986720285

Auflage: 

1 (13.02.2023)

Preis: 

14,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 25.140
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3986720286

Beschreibung: 

Seit langem steht das Anwesen Old Mansion Hall im beschaulichen Örtchen Rosefield leer. Plötzlich verbreitet sich im Ort die Neuigkeit, dass der als verschollen geltende Erbe des Herrenhauses wieder dort eingezogen ist. Für die betagten Freundinnen Elisabeth und Margret eine willkommene Abwechslung in ihrem Alltag.

Doch noch ehe sie dem Neuankömmling einen ersten Besuch abstatten können, geschieht ein heimtückischer Mord.

Während die Polizei im Dunkeln tappt, entdeckt Margret eine Spur. Ist sie auf der richtigen Fährte? Und können sie und Elisabeth der Gefahr entgehen, die auf sie lauert?

Kriminetz-Rezensionen

Geniales Debüt! Unbedingt lesen!

Bei diesem Kent-Krimi handelt es sich um das Debüt der Autorin Susanne Arnold und es ist wahrhaft meisterlich gelungen!

Protagonistinnen dieses Cosy Crime sind die älteren englischen Ladys Elisabeth und Margret, die zusammen eine kleine WG bilden. Elisabeth ist leicht korpulent und etwas behäbig, aber unglaublich liebenswert. Margret ist agil, zielstrebig und hat einen messerscharfen Verstand. Aufgrund der Tatsache, dass im Roman immer wieder Hinweise auf einen früheren Mordfall, den die beiden Laienermittlerinnen gelöst haben, gestreut sind, könnte man annehmen, dass es bereits einen Vorgängerband gibt. Aber tatsächlich ist dieser Krimi das Debüt der Autorin. Die beiden Protagonistinnen haben den ersten Fall einfach noch nicht erzählt. Vielleicht tun sie das ja irgendwann noch. Mich würde es freuen.

Aktuell geht es um das Herrenhaus in der Nachbarschaft der beiden Damen. Margret hat sich gerade beschwert, dass im beschaulichen Örtchen Rosefield einfach nichts los ist, als sie erfährt, dass Richard, der Sohn und Erbe der verstorbenen Besitzer des Herrenhauses, nach 25 Jahren den Weg zurück ins Dorf gefunden hat. Gleichzeitig taucht eine Frau im Ort auf, die sich einfach nur seltsam verhält. Aber auch die Dorfbewohner haben so ihre „Leichen“ im Keller. Als dann auch noch ein Mord geschieht, ist Margret nicht mehr zu halten. Gemeinsam mit Elisabeth sucht sie nach Hinweisen, kombiniert und schlägt sich mit einem trotteligen Polizisten rum, der anscheinend keine Ahnung von polizeitaktischer Ermittlungsarbeit hat. Zum Glück gibt es einen aufstrebenden Dorfpolizisten, der die Arbeit von Margret und Elisabeth zu schätzen weiß. Werden sie es schaffen, den Mörder zu stellen?

Der wundervolle Schreibstil von Susanne Arnold hat mich sofort abgeholt. Irgendwie hat sie es geschafft, dass ich beim Lesen die leicht versnobte englische Sprache der absolut liebenswerten älteren englischen Damen quasi im Ohr hatte. Das hat das Setting absolut authentisch wirken lassen. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistinnen hinein versetzen und fand es wunderbar, wie sie an die Sache herangegangen sind. Es gab viele Fragen, die sich zum Ende der Geschichte wunderbar aufgelöst haben. Alle Fäden sind zusammengelaufen und haben die Lösung des Falls sehr glaubhaft wirken lassen.

Die Geschichte hat mich immer wieder überrascht und mir insgesamt sehr gut gefallen. Ich freue mich auf weitere Geschichten über Fälle, die von Margret und Elisabeth gelöst werden können.

Ein wahrhaft wundervolles Debüt!!! Ich gebe diesem Buch volle 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung an alle, die Cosy Crime mögen.

Familiengeheimnisse mit Veilchen

Seit einiger Zeit steht das Anwesen Old Mansion Hall leer. Die Bewohner sind verstorben und der einzige Sohn und Erbe gilt in Amerika alls verschollen. Doch dann kehrt er plötzlich zurück und zieht in das alte Haus ein.

Elisabeth und Margret schwanken zwischen Freude und Skepsis. Natürlich freuen sich die beiden betagten Damen, dass der Erbe wieder da ist, aber irgendwie kommen auch Zweifel auf.

Zudem schleicht eine unbekannte Frau durchs Dorf, die sich merkwürdig verhält. Als dann auch noch ein Mädchen verschwindet und die alte Haushälterin tot aufgefunden wird, ist den beiden Damen klar, hier stimmt etwas nicht und sie beginnen zu ermitteln.

Susanne Arnold entführte mich mit ihrem Cosy Crime nach Kent. In einem beschaulichen Dörfchen, in dem eigentlich jeder jeden kennt, fallen Fremde sofort auf, was natürlich wieder zu Dorfgesprächen führt. Der Einstieg ist sehr langsam und ausführlich, Ich konnte mich in aller Ruhe im Dorf umsehen, und die Bewohner kennenlernen, wobei ich mir an dieser Stelle dann doch einen Personenglossar gewünscht hätte.

Der Schreibstil ist angenehm und passend. An mancher Stelle hatte ich tatsächlich ein kleines Déjà-vu mit dem kleinen Lord, was sowohl die Umgebung, wie auch ein gewisses Zitat angeht. Die Geschichte wird langsam vorangetrieben, wie es bei einem Cosy Crime üblich ist, hat man mehr Zeit, die Umgebung und Personen zu beobachten und kennenzulernen, als dass der Fall schnell bearbeitet und der Täter oder die Täterin überführt wird.

Was mich an manchen Stellen jedoch gewundert hat, es schien, als hätten Elisabeth und Margret bereits schon einmal zusammen ermittelt, ich jedoch hatte gedacht, dass es sich bei diesem Buch um den ersten Teil handelt.

Sehr gut gefallen hat mir der Bezug zu einer Blume, dem Veilchen gefallen. Im Buch taucht es immer wieder auf und spielt sogar eine Schlüsselrolle.

Fazit:
Ein sehr ruhiger Krimi, bei dem man als versierter Leser bereits nach wenigen Seiten schon ahnt, wer der oder die Täter/in sein könnte und dann gespannt verfolgt wie er oder sie überführt wird. Solange hat man genügend Zeit, um in aller Ruhe Land und Leute ein wenig näher kennenlernen zu können.

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