Cover von: Blinder Zorn und Blaue Zipfel
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Blinder Zorn und Blaue Zipfel

Der dritte Fall für Köchin Dora Dotterweich. Ein fränkischer Genusskrimi
Buch
Taschenbuch, 224 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740811986

ISBN-13: 

9783740811983

Erscheinungsdatum: 

26.08.2021

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740811986

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein schräger kulinarischer Krimi mit köstlichen Rezepten.

Gerade erst hat Dora Dotterweich ihren Job als Schlossköchin auf Burg Lauenfels an den Nagel gehängt und ein eigenes Restaurant eröffnet - da liegt eine gut betuchte Stammkundin tot vor ihrer »Hexenküche«. Mitten in der frisch gebotoxten Stirn: ein Stiletto. Ist die Frau den tödlichen Folgen einer Affäre zum Opfer gefallen? Das unken zumindest die Ratschen aus dem oberfränkischen Dorf, und auch die Polizei ist davon felsenfest überzeugt. Doch diese Lösung ist für Doras Geschmack und ihre unstillbare Neugier viel zu einfach!

Kriminetz-Rezensionen

Genusskrimi mit viel Humor und Spannung

Was für ein Lesevergnügen. Der Autorin gelingt es, Spannung und fränkische Kulinarik perfekt zu verbinden. Eigentlich hat man während des Lesens immer Hunger.

Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sprüht vor Witz und Charme. Geschickt wird der fränkische Dialekt eingesetzt. Wenn man sich – als Nicht-Franke – einmal eingelesen hat, ist der Dialekt wirklich ein Sahnehäubchen. Die Figuren wirken dadurch wie aus dem Leben und man fühlt sich mittendrin im Geschehen.

Auch der verbale Schlagabtausch zwischen den Protagonisten trägt dazu bei, dass der ganz Krimi sehr lebendig wirkt und es nie langweilig wird.

Die Hauptfigur Dora Dotterweich, ist ein wunderbarer Charakter. Stets ein bisschen zu neugierig, redet erst, denkt dann und ermittelt ohne Rücksicht auf Verluste, auch wenn sie selber das eine oder andere Mal Schaden nimmt.

Der Krimi ist aber auch spannend bis zum Schluss.

Ich habe mich super unterhalten gefühlt und werde die Reihe sicher weiter verfolgen.

Tod vor der Hexenküche

Dora Dotterweich ist Köchin im Schlossrestaurant »Eppelein«, aber wohl fühlt sie sich dort nicht. Nachdem das Schloss schon Schauplatz zweier Morde war, bei denen sie – sehr zum Missfallen der Polizei – eifrig mitmischte, fühlt sie sich zunehmend bedroht.

Ein neuer Job muss her und es wird ein eigenes kleines Lokal namens Hexenküche. »Ist jede Werbung gut?« denkt sich Dora, als sie kurz nach der Eröffnung eine Leiche vor ihrem Restaurant findet.

Die Tote heißt Helene Tausendschön, ist mitleidslose Bankerin und hat überhaupt keine Bedenken, in fremden Eherevieren zu wildern. Eine solche Ermittlungsvorlage lässt sich Dora doch nicht entgehen, auch wenn Kommissar Janzen das überhaupt nicht gut findet. Kommissar Janzens Assistent ist ein ausgesprochener Fan von Doras Küche und überhaupt von allem Essbaren und so fällt es der fränkischen Miss Marple auch nicht schwer, alle Ermittlungsdetails zu erfahren.

Der Krimi hat eine Protagonistin, die eher spontan als überlegt agiert. Kommt ihr ein Einfall, ein Verdacht, dann stürmt sie sofort los und wirft sich vehement in Observation oder Befragung. Das gefällt nicht jedem, wie Dora schmerzhaft erfahren muss. Aber immer bleibt noch Zeit für ein leckeres Menü oder fränkische Spezialitäten, die man als Rezepte auch im Buch findet und die Lust aufs Nachkochen machen.

Das Buch ist eher ein Humorkrimi, er lebt von den vielen Dialogen in fränkischer Mundart und die LeserInnen können ihren Schimpfwortschatz erweitern, denn es geht durchaus auch mal derb zu.

Die Krimihandlung ist mir bei all den witzigen Einfällen ein bisschen zu kurz gekommen und wer hinter den Bedrohungen von Dora während der Zeit als Schlossköchin steckt, ist mir auch nie klar geworden. Vielleicht fehlt mir da das Vorwissen aus ihren ersten Fällen.

Ein amüsanter Ausflug nach Franken mit einer abenteuerlustigen Ermittlerin und vielen tollen Küchentipps. Ein Genusskrimi eben!

Blinder Zorn und Blaue Zipfel

Dieses Buch habe ich mehr als genossen. Selten habe ich so oft gelacht, dann wieder vor Spannung gebibbert und habe immer wieder Hunger nach diesen köstlichen Speisen bekommen. Und natürlich der fränkische Dialekt, der mich amüsiert hat.

Nachdem die Köchin Dora Dotterweich mit ihrem Arbeitgeber, dem Grafen, immer mehr Schwierigkeiten bekommt, entschließt sie sich kurzentschlossen, mit ihrer besten Freundin zusammen ein eigenes Lokal zu eröffnen: die Hexenküche. Doch schon nach ein paar Tagen liegt eine Leiche vor ihrer Tür, eine bekannte Bankerin – mit einem Stiletto erschlagen.

Da diese ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hatte, kommen natürlich gleich ein paar Personen in Verdacht. Ermitteln muss Kommissar Maunzer, ein immer hungriger junger Mann, der es aber mit der Schweigepflicht nicht so genau nimmt. Dora, von Natur aus neugierig, fängt selbst an zu recherchieren und bringt sich damit in Gefahr.

Das ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und ich bin über ihren Schreibstil mehr als begeistert. Sie schreibt unkonventionell, immer mit einer Prise Selbstironie und Slapstick, die Seiten fliegen nur so dahin. Der fränkische Dialekt macht natürlich alles noch lockerer. Und dann sind am Ende jedes Kapitels diese traumhaften Rezepte abgedruckt, natürlich werde ich einige davon nachkochen.

Die beiden Kommissare haben eine Extrastellung in dem Krimi: der Chef, ernst, humorlos, der Junge tratschig, hungrig und auch etwas tölpelig.

Alles in allem, eine Unterhaltung, die es in sich hat. Auch der Titel des Krimis ist exzellent gelungen und dann der Zusatz »Ein fränkischer Genusskrimi«. Besser kann man es nicht ausdrücken. Das Cover mit dem Rautenhintergrund und der spitzen Gabel, man kann sich schon denken, dass diese gefährlich ist.