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Blood On Snow. Der Auftrag

Thriller
Buch
Broschiert, 160 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3550080778

ISBN-13: 

9783550080777

Erscheinungsdatum: 

25.09.2015

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 177.486
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3550080778

Beschreibung Verlag: 

Der neue Jo Nesbø: hart und poetisch.

Der Thriller „Blood on Snow. Der Auftrag“ ist eine Hommage an das Hardboiled- und Noir-Genre.

Norwegens erfolgreichster Thrillerautor lässt die 1970er Jahre lebendig werden: mit einem Profikiller, der nicht ganz der Jobbeschreibung entspricht. Er tötet, wann immer sein Boss, einer der großen Drogendealer in Oslo, das will. Aber er kümmert sich auch um die Hinterbliebenen seiner Opfer. Er liest viel, trotz Lese-Rechtschreib-Schwäche, hat ein Faible für Victor Hugos „Les Miserables“ und versucht, den Brief seines Lebens zu verfassen: mit Reflexionen über die Liebe, nach der er sich sehnt. Bis er den Auftrag bekommt, die untreue Frau seines Bosses zu töten. Der Profikiller verliebt sich in die verführerische Schöne und trifft die falschen Entscheidungen. Jo Nesbøs Protagonist weiß mit Waffen sehr viel besser umzugehen als mit Gefühlen.

Mit ihm verneigt sich Jo Nesbø vor den einsamen Wölfen der Literatur- und Filmgeschichte, den harten, zynischen Cowboys, die aus der Prärie in die US-amerikanischen Städte gezogen sind und hier selbst entscheiden, was gut und richtig ist. Die ausschalten, wer ihnen in die Quere kommt, ohne mit der Wimper zu zucken, und deren Seelen doch berührbar sind. Die allein sind, aber anfällig für schöne Frauen, die ihnen nicht gut tun.

Jo Nesbø hat Raymond Chandler im Sinn und Dashiell Hammett, Jim Thompson und James Ellroy, der Nesbø selbst als seinen Erben sieht. Er antwortet auf Sara Gran und David Peace und auf Fernsehserien wie „True Detective“ oder „Breaking Bad“. Ihn interessieren Thriller, die sich mit unkonventionellen und aus der Spur gekommenen Helden von Polizeifällen absetzen: von Krimis, die mit Schwarz-Weiß-Bildern von Gut und Böse operieren und in denen die Ermittler sich dem Gesetz und den Spielregeln der Gesellschaft beugen.

In diesem anderen Kontext der hartgesottenen, einzelgängerischen Helden probiert Jo Nesbø hier eine neue, poetische Art des Schreibens aus: in einem fesselnden Thriller mit starker, literarischer Erzählstimme und einem komplexen Helden, der in Erinnerung bleibt.

Kriminetz-Rezensionen

Kurz und blutig

Zum Inhalt:
Olav ist Killer in Oslo. Das ist das Einzige, was er seiner Meinung nach wirklich gut kann. Sein Chef schätzt ihn sehr dafür, aber dann erteilt er Olav einen Auftrag, der alles verändert: Dieser soll seine Frau töten, verliebt sich jedoch in diese und alles läuft aus dem Ruder.

Zum Cover:
Es erinnert an einen Groschenroman und der Inhalt ist auch ein wenig "Pulp Fiction" - noch nicht einmal 190 Seiten zu einem stolzen Preis.

Mein Eindruck:
Eigentlich steht der Name Jo Nesbø für gut durchdachte und harte Krimikunst aus Skandinavien mit einer vielschichtigen Story. Der zweite Aspekt wird in "Blood on Snow - Der Auftrag" bedient, bei den anderen beiden hapert es jedoch gewaltig. Auf so wenigen Seiten (zusätzlich in großer Schrifttype bedruckt und mit einigen Leerseiten an Kapitelenden) kann einfach keine gründliche Charakterentwicklung oder äußere Beschreibung der handelnden Personen durchgeführt werden, will der Autor noch eine stringente und komplexe Geschichte erzählen. Und selbst diese hat ihre Macken. Zu unglaubwürdig, - selbst für einen Nesbø: Ein Ich-Erzähler mit Schreib-Leseschwäche, welcher nach eigener Aussage auch nicht rechnen kann aber zum Studium zugelassen wurde? Ein Gangsterboss, der nicht weiß, wo einer seiner wichtigsten Mitarbeiter wohnt?
Was jedoch gut gefällt, ist die Konstruktion von Träumen, Wünschen, Gedanken und wahren Vorkommnissen. Viele Figuren eifern Pippi Langstrumpf nach (ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt) und lassen den Lesenden ebenfalls im Unklaren über das, was ist, was war oder was (gewesen) sein könnte. Dieses Spiel mit verschiedenen Ebenen und unterschiedlichen Möglichkeiten ist sehr gelungen und hält einen bis zum Schluss gefangen. Aber es täuscht nicht darüber hinweg, dass mit der "Blood on Snow" Trilogie entweder große Kasse gemacht werden soll oder Herr Nesbø zwar nicht viel Stoff, aber einen Abgabetermin im Nacken hatte.

Fazit:
Zu teuer für den dürftigen Inhalt und deshalb trotz einiger Lichtblicke eine Enttäuschung

Thriller mit Esprit, Witz und Nostalgie

Jo Nesbo lässt in „Blood on Snow“ seinen Killer selbst erzählen, was er erlebt. Olav ist einsam, er bezeichnet sich als „Expedient“. Olav ist mitleidlos und erledigt seine Aufträge ohne jegliche Empathie für die Opfer. Als er jedoch die Frau seines Chefs ermorden soll, gerät er in die Zwickmühle, da er sich haltlos in sie verliebt. Sie scheint ihm die Frau seiner Träume zu sein. Er wird zum Schicksal ihres Liebhabers und bekommt dadurch ein großes Problem.

Geschickt wird man beim Lesen in die spannende Geschichte nahezu hinein gesogen, denn bald schon hat Legastheniker Olav zwei Verfolger an der Backe: Brynhildsen „mit einem hundefellähnlichen Toupet“ und Pine mit der „karemellfarbenen Jacke und einem kleinen Hut“.

„Blood on Snow“ ist ein ungewöhnlicher Thriller mit Esprit, Witz und nostalgischen Anklängen, dem man am liebsten in einem Rutsch durch lesen möchte. Bis hin zum furiosen Show Down.