Cover von: Die Blüten von Pigalle
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Die Blüten von Pigalle

Der zweite Fall für Inspektor Jean Ricolet. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404178181

ISBN-13: 

9783404178186

Auflage: 

1 (29.04.2019)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 836.979
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404178181

Beschreibung von Bücher.de: 

Paris, 1945. Im Hotel Lutetia wird die Leiche eines Mannes gefunden, daneben die Druckplatte einer englischen Banknote. Gemeinsam mit Inspektor Jean Ricolet begibt sich die junge Kunststudentin Pauline Drucat auf die Spur dieses rätselhaften Mordfalls. Ihre Ermittlungen führen sie in die höchsten Kreise der Pariser Gesellschaft. Doch dort gibt es jemanden, der ihre Ermittlungen mit allen Mitteln zu sabotieren versucht. Dass er dabei vor nichts zurückschreckt, ahnen sie erst, als Pauline in Gefahr gerät ...

Kriminetz-Rezensionen

Mord im Hotel Lutetia

Paris 1945: Das luxuriöse Hotel Lutetia beherbergt nun die Rückkehrer, welche von den Deutschen verschleppt wurden. Zu ihnen gehört auch Camille Laval, der in Sachsenhausen gewesen ist. Als seine Verlobte Eloise mit ihrer Freundin Pauline Drucat zum Hotel kommt, um ihn für eine Wohnungsbesichtigung abzuholen, erfährt sie von Inspektor Jean Ricolet, dass Camille ermordet wurde. Die Druckplatte einer englischen Banknote, die in Camilles Zimmer gefunden wird, gibt der Polizei Rätsel auf. Aber nicht nur die Polizei ermittelt, Pauline verfolgt eigene Spuren, denn sie will für Eloise, dass die Sache aufgeklärt wird. Aber irgendwer versucht zu verhindern, dass die Ermittlungen zum Ziel führen und Pauline gerät dadurch in Gefahr.

Dies ist nach „Die Toten von Paris“ der zweite Band um den sympathischen Inspektor Jean Ricolet. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Allerdings hält sich die Spannung in Grenzen. Dafür sind aber die Handlungsorte in Paris sehr atmosphärisch beschrieben, so dass ich die Bilder vor Augen hatte. Auch spürt man, dass die Menschen wieder hoffnungsvoller in die Zukunft sehen, auch wenn die Versorgungslage für die meisten noch nicht so gut ist.

Die Charaktere sind auch gut und vielschichtig dargestellt. Jean Ricolet ist aus der Provinz nach Paris gekommen und er macht sich Hoffnung, dass es mit der Karriere vorangeht. Er ist ehrgeizig und will den Fall klären, dafür zapft er sogar seinen früheren Vorgesetzten Bruleit im Gefängnis an. Die Kunststudentin Pauline Drucat hat ihm beim letzten Fall geholfen und er hegt mehr als freundschaftliche Gefühle für sie. Doch sie stammt aus besseren Kreisen und obwohl sie inzwischen verarmt sind, hofft die Mutter immer noch auf eine standesgemäße Verbindung für ihre Tochter. Pauline war bei der Resistance, daher habe ich nicht verstanden, dass sie manchmal ziemlich naiv ihre Informationen weitergibt. Aber sie ist auch mutig und findig, als sie in Gefahr ist.

Es gibt Menschen, die keine Skrupel hatten, die Gunst der Stunde zu nutzen und Geschäfte mit dem Feind zu machen. Aber die Zeiten ändern sich und neue Geschäfte locken. Da will man Vergangenheit schnell vergessen.

Auch wenn der Krimi nicht wahnsinnig spannend ist, so hat mir das Buch dennoch gut gefallen, weil die historischen Umstände sehr interessant sind und alles zusammen doch eine runde Geschichte ergibt.

Die Blüten von Pigalle

1945. Im einstigen Luxuhotel Lutetia in Paris sind die vom Krieg und den Konzentrationslagern zurückgekehrten Menschen untergebracht worden. Auch Eloises Verlobter Camille Laval ist hier einquartiert. Zusammen mit ihrer besten Freundin Pauline will sie ihn besuchen. Doch im Hotel selbst ist ein Tumult ausgebrochen, man findet einen Toten im Hotelzimmer, es ist Laval. Neben ihm liegt eine Druckerplatte für englisches Falschgeld.

Der junge Kommissar Ricolet muss den Fall aufklären. Aber Pauline ist auch seine Freundin. Gemeinsam versuchen sie nun, den Fall aufzuklären, wobei Pauline selbstherrlich dazwischenpfutscht und sich selbst in große Gefahr begibt. Die Spur führt in die bessere Gesellschaft von Paris. Machte Laval mit den Geldfälschern Geschäfte und wurde deshalb ermordet? Bis zum Ende wird der Leser auf die falsche Fährte geschickt und der Mörder wird erst auf den letzten Seiten überführt.

Das Buch ist zwar ein Kriminalroman, liest sich aber fliesend, ohne reißerisch oder thrillermäßig zu sein. Die Erzählform ist eher ruhig und ohne Hektik, was dem Ganzen eine gewisse Vornehmheit gibt. Die Plätze und Gassen sind so detailgetreu beschrieben, so dass man meint in Paris selbst anwesend zu sein. Die kleinen Bistros und Cafés sind trotz Lebensmittelknappheit ein beliebter Treffpunkt und man meint im Hintergrund die Piaf singen zu hören. Die Häuser sind zwar verkommen, aber dennoch besitzt fast ein jedes eine Concierge. Die angenehme Atmosphäre des Buches überträgt sich auf den Leser. Hier wird die Nachkriegszeit der Pariser schonungslos dargestellt.

Auch das sepiafarbene Cover ist ein Hingucker. Man sieht eine junge Frau zwischen den engen Häuserzeilen entlanggehen. Die Straße ist mit Kopfsteinpflaster versehen und im Hintergrund steht der Eiffelturm.

Ein Buch, das uns Paris ein Stück näherbringt ...

Klein wenig verwirrender Pariser Nachkriegskrimi

Paris 1945: In den Wirren der Nachkriegszeit werden die Überlebenden des Krieges im Luxushotel Lutetia untergebracht, registriert und befragt. Camille Laval wird dort, dem Konzentrationslager entronnen, leider erschlagen in seinem Zimmer aufgefunden. Der junge Inspector Jean Ricolet beginnt mit seinen Ermittlungen und auch seine Freundin, die Kunststudentin Pauline Ducrat vertieft sich mit in den Fall, war doch das Opfer zufällig auch der Verlobte ihrer besten Freundin. Die beiden stoßen bei ihren Nachforschungen auf Kollaborateure, ein korruptes Netz von Kriegsgewinnlern und Geschäftsleuten, denen sie dabei gefährlich nahe kommen …

„Die Blüten von Pigalle“ ist ein interessanter Kriminalroman, von Michelle Cordier, der den Leser in ein Paris der Nachkriegszeit führt. Der junge Ermittler Jean Ricolet ist ein sehr sympathischer Charakter, ebenso seine aufgeweckte Freundin Pauline, die auf mich ein wenig naiv und unbedarft wirkt.

Ihre persönlichen Verstrickungen mit den verdächtigen Personen und deren Zusammenhang mit dem Kriminalfall, waren mir manchmal zu konstruiert und unrealistisch. Die Geschichte selbst ist aber spannend aufgebaut, durch die vielen Protagonisten und Nebenschauplätze auch ein wenig verwirrend, man muss schon aufpassen, um die gesellschaftlichen und kriminellen Verstrickungen zu kapieren! Schön waren die Beschreibung der Stadt und der gewählten Locations, mit ihrem Pariser Flair.

Ein Krimi, mit Überraschungsmanövern, der mich gut unterhalten, aber nicht unbedingt gefesselt hat. Die Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen hätte ich mir noch intensiver gewünscht, weniger persönliche Konflikte und Kontakte. Dieser Kriminalfall ist schon der zweite in Serie für das Ermittler-Duo, leider kenne ich den ersten Band dazu nicht. Vielleicht hätte das mich den Personen noch ein wenig näher gebracht, denn Potenzial haben die Charaktere auf alle Fälle.