Cover von: Blütengrab
Amazon Preis: 16,00 €
Bücher.de Preis: EUR 16.00

Blütengrab

Thriller
Buch
Broschiert, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3805200595

ISBN-13: 

9783805200592

Auflage: 

1 (23.03.2021)

Preis: 

16,00 EUR
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3805200595

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein brutaler und düsterer Thriller aus der Nachwendezeit. Ein spannungsgeladenes Ermittlerduo, sie aus dem Osten, er aus dem Westen.

1993, Ostdeutschland. Auf einem Bett aus Blütenzweigen und den Körper übersät mit germanischen Runen - so wird in einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz eine Mädchenleiche gefunden.

Die ehrgeizige Kommissarin Ulrike Bandow und der neue westdeutsche Kollege Ingo Larssen übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Rätselhafte Spuren führen das ungleiche Ermittlerpaar bis in die deutsch-deutsche Vergangenheit, wo sie auf eine bisher unentdeckte, bizarre Mordserie stoßen. Jetzt ist der Täter zurückgekehrt, an den Ort, an dem alles begann. Um ihn aufzuhalten, müssen die Ermittler lernen, einander zu vertrauen. Doch das ist nicht einfach, denn Ulrikes eigene Schuld führt zu einem tiefen Abgrund, in den sie niemals schauen wollte …

Kriminetz-Rezensionen

Ossis und Wessis

Der Thriller spielt im Jahr 1993 im ländlichen Mecklenburg. In einem Wald wird die Leiche eines Mädchens gefunden, drapiert auf einem Bett aus Blüten und brutal zugerichtet. Ulrike Bandow übernimmt den Fall und durch den Fund einer Halskette wird ihr schnell klar, dass die Spuren auch in ihre Vergangenheit zurückführen. Gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Ingo Larssen aus Kiel, der sich aus privaten Gründen in das neue Bundesland hat versetzten lassen, begeben sie sich bald in größte Gefahr.

Der leicht zu lesende, fesselnde und teilweise humorvolle Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist interessant und gut durchdacht. Durch die allgemein negative Einstellung und Hoffnungslosigkeit der Protagonisten kurz nach der Wende wurde hier eine beklemmende Atmosphäre geschaffen.

Die beiden Hauptcharaktere könnten gegensätzlicher nicht sein. Ulrike Bandow ist oft stur und kratzbürstig und will eigentlich keinen Partner haben, schon gar nicht einen Wessi wie Ingo Larssen. Er ist ein erfahrener Ermittler und der ruhende Pol in diesem Duo. Beide sind mit privaten Problemen behaftet, aber verstehen sich nach und nach selbst ohne Worte.

Interessant fand ich die Vermittlung von Wissen über die germanischen Götter sowie die Riten und Bräuche aus der damaligen Zeit.

Etwa nach 3/4 des Buches stagniert die Story etwas, es geht nicht wirklich voran, dies geht ein bisschen auf Kosten der Spannung, trotzdem hat mich dieser Thriller gut unterhalten und ich hoffe auf eine Fortsetzung mit diesem interessanten Ermittlerpaar. Ich vergebe hierfür 4,5 Sterne.

Deutsch-Deutsches Runenrätsel

In den 1990er-Jahren wird in einem Wald bei Mecklenburg ein totes Mädchen gefunden. Sie liegt drapiert auf einem Bett aus weißen Blüten. Die einheimische Kommissarin Ulrike Bandow soll den Fall lösen. Ihr zur Seite steht der aus Westdeutschland kommende Ingo Larssen. Die beiden sind sich vorerst suspekt. Doch mit der Zeit arbeiten sie Hand in Hand zusammen.

Interessant sind die Kenntnisse über die germanischen Runen. Für mich unbekannt, aber interessant. Ebenfalls gibt das Buch Einblicke in die rechtsextreme Szene. Und schlussendlich erfährt man einiges über die Situation in den Heimen in dieser Zeit.

Mysteriös ist der Umstand, dass sich die Kommissarin selbst in irgendeiner Weise in den Fall verwickelt sieht.

Das Buch ist zwar recht umfangreich, aber dank des flüssigen Schreibstils ist keine Seite zu viel.

Überladen

1993: In einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz im Osten Deutschlands wird eine Mädchenleiche gefunden – aufgebahrt auf einem Bett aus Blütenzweigen. Ihr ganzer Körper ist mit eingeritzten germanischen Runen übersät.

Der jungen Kommissarin Ulrike Bandow, die aus dem kleinen Ort kommt, in dem jeder jeden kennt, wird ein neuer Kollege zur Seite gestellt. Und dieser neue Kollege, Ingo Larssen, kommt ausgerechnet aus dem Westen. Seine Gründe, von Kiel in die ostdeutsche Provinz zu ziehen, bleiben zunächst im Dunkeln. Allerdings wird bald klar, dass Larssen nicht den typischen Besser-Wessi verkörpern muss, sondern besondere Gründe für seinen Neubeginn im Osten hat.

Die ehrgeizige und manchmal etwas voreilige Ulrike Bandow und der erfahrene und eher zurückhaltende Larssen müssen sich erst etwas aneinander gewöhnen, erkennen jedoch bald, dass sie sich gegenseitig gut ergänzen und wachsen im Laufe des Falls zu einem gut eingespielten Team zusammen.

Das ungleiche Ermittlerpaar mit seinen jeweiligen privaten Verstrickungen ist meiner Meinung nach auch das Interessanteste an diesem Krimi. Ulrike Bandow kümmert sich um ihren 18-jährigen Bruder Marc, seit die Mutter nach der Wende in den Westen gegangen ist. Marc sucht sein Heil jedoch lieber bei den lokalen Neonazis. Bandow plagt außerdem eine alte Schuld ihrer ehemaligen Freundin Christa gegenüber, die jeglichen Kontakt mit ihr ablehnt. Larsson dagegen ist auf der Suche nach seiner untergetauchten Tochter, die sich offenbar der RAF angeschlossen hat.

Der Fall selbst wirkt reichlich überladen, mit Mädchenhandel und Pädophilenmilieu bis hinauf in höchste politische Kreise, Stasi-Vergangenheit, Neonazi-Szene, völkische Lebensweise, RAF usw. Hier wäre eindeutig weniger mehr gewesen!

Am Ende gibt es spannungsgeladene Action, allerdings werden so einige private Konflikte auch recht schnell ad acta gelegt.

Auch wenn mich der eigentliche Fall nicht so ganz überzeugen konnte, würde ich dem Ermittlerduo Bandow und Larsson auf jeden Fall eine zweite Chance geben!

Ein spannender Thriller mit gut ausgearbeiteten Protagonisten!

"Blütengrab" ist ein Thriller von Ada Fink und dem Verlag Wunderlich, der am 23. März 2021 erschienen ist. Das Cover hat mich auf den ersten Blick unheimlich stark angesprochen. Es passt auf jeden Fall sehr gut zum Inhalt, denn das Cover spiegelt den Thriller wunderbar wider. Der Prolog handelt aus dem Jahre 1975, der sehr mysteriös, unheimlich und rätselhaft anfängt. Der Plot, der sich im Laufe der Seiten entwickelt, ist spannend und gut durchdacht. "Blütengrab" ist eine brutale, verstörende und düstere Geschichte aus der Nachwendezeit. Mit einem Ermittlerduo, was vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein kann, nach anfänglichen Startschwierigkeiten aber super zusammen harmoniert. Kommissarin Ulrike Bandow kommt aus dem Osten, ihr Kollege Ingo Larssen, die Knarzechse, aus dem Westen.

1993, Ostdeutschland. Auf einem Bett aus Blütenzweigen und den Körper übersät mit germanischen Runen – so wird in einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz eine Mädchenleiche gefunden. Die ehrgeizige Kommissarin Ulrike Bandow und der neue westdeutsche Kollege Ingo Larssen übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Rätselhafte Spuren führen das ungleiche Ermittlerpaar bis in die deutsch-deutsche Vergangenheit, wo sie auf eine bisher unentdeckte, bizarre Mordserie stoßen. Jetzt ist der Täter zurückgekehrt, an den Ort, an dem alles begann. Um ihn aufzuhalten, müssen die Ermittler lernen, einander zu vertrauen. Doch das ist nicht einfach, denn Ulrikes eigene Schuld führt zu einem tiefen Abgrund, in den sie niemals schauen wollte …

Dieser grausame und komplexe Fall hat die beiden richtig auf Trab gehalten. Diese ungewöhnliche Mordserie ist gut detailliert beschrieben worden, ohne das es ekelhaft wurde. Es kommen einige Protagonisten vor, die übersichtlich zu erfassen sind und von denen ich ein gutes Bild hatte. Die Hauptprotagonistin Bandow habe ich am intensivsten kennengelernt. Obwohl sie mir am Anfang recht unsympathisch war, konnte sie mir im Laufe der Geschichte jedoch das Gegenteil beweisen. Auch ihre Abneigung gegen ihren Wessi-Kollegen Larssen hat sie sich relativ schnell abgewöhnt.

Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, unter anderem auch von ihrem Bruder Marc und Ingrid, einem 13-jährigen Mädchen, dessen aufklärende Rolle erst nach und nach ans Licht kommt. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen haben mich schwer beeindruckt, von dem tapferen Mädchen mochte ich sehr gerne lesen, denn sie hat viel zur Spannung beigetragen. Auch ansonsten war die Spannung hier konstant vorhanden, die Autorin hat mich immer wieder zum Grübeln gebracht. Ulrikes' Geheimnis und ihre Beziehung zu ihrer Kindheitsfreundin Christa waren mir lange ein Rätsel. Auflösungen, die immer häppchenweise dazukamen, haben mir sehr gut gefallen. Insgesamt ist der Schreibstil sehr detailliert, sodass ich viele Szenen und Orte bildlich gut vor Augen hatte. Er ist authentisch und flüssig, ich konnte ihn sehr gut lesen.

Politische Konflikte werden durch Bandow und Larssen gut dargestellt und fließen gut in das Geschehen ein, ohne belehrend und dominant zu wirken. Warum Larssen plötzlich eine Stelle im Osten angetreten hat, war mir am Anfang auch nicht klar. Auch bei ihm bekommt man seine Vergangenheit und sein Leben peu a peu zu lesen, die Autorin animiert ihre Leser/innen somit zum schnellen weiterlesen, weil viele Fragen auftauchen. Rätselhafte Andeutungen werden öfter eingestreut, die Antworten haben mich teilweise sehr überrascht. Auch das Ermittlerduo hat mich im Laufe des Thrillers nicht nur charakterlich, sondern auch handlungstechnisch mit unerwarteten Wendungen positiv überrascht. Das Finale ist gelungen und insgesamt ist "Blütengrab" ein gelungener Thriller.

Den einzigen und kleinen Kritikpunkt, den ich habe gilt den Längen der Kapitel. Die Geschichte wird in 9 Tagen erzählt, jedes Kapitel ein Tag. Bei 446 Seiten fand ich sie ziemlich lang, durch Einteilungen waren sie aber nach dem Einlesen gut zu lesen.