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Blutgott

Der siebte Fall für Clara Vidalis. Thriller
Buch
Taschenbuch, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426524082

ISBN-13: 

9783426524084

Auflage: 

1 (01.04.2020)

Preis: 

10,99 EUR
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426524082

Beschreibung von Bücher.de: 

Kindliche Killer-Komandos versetzen Deutschland in Angst und Schrecken: der siebte Teil der Thriller-Reihe mit Patho-Psychologin Clara-Vidalis - beste Unterhaltung für alle Fans harter Thriller im US-Stil.

Ein Mädchen sitzt allein in einem schäbigen alten Abteil eines IC, der gerade Nordrhein-Westfalen durchfährt. Plötzlich öffnet sich quietschend die Tür: Eine Gruppe Jungen betritt das Abteil. Zielstrebig nähern sie sich den Fenstern und ziehen die Vorhänge zu. Was dann geschieht, jagt den hartgesottenen Ermittlern vom LKA Berlin um Patho-Psychologin Clara Vidalis Schauer über den Rücken …

Und es bleibt nicht bei diesem einen außergewöhnlich brutalen Mord, verübt noch dazu von einer Gruppe Minderjähriger - bald schlagen die kindlichen Killer-Kommandos in ganz Deutschland zu.

Clara Vidalis glaubt nicht an Zufälle. Und sie kann (und will) auch nicht glauben, dass die Teenager auf eigene Faust gehandelt haben. Was sie nicht ahnt: In seiner Welt ist ihr wahrer Gegner ein Gott. Und die Messen, die er von seinen Anhängern fordert, sind blutige »slash mobs«.

Die Thriller-Reihe mit Clara Vidalis von Bestseller-Autor Veit Etzold ist in folgender Reihenfolge erschienen:
- Final Cut
- Seelenangst
- Todeswächter
- Der Totenzeichner
- Tränenbringer
- Schmerzmacher
- Blutgott

Kriminetz-Rezensionen

Brutal und real, ein richtig guter, harter Thriller!!!

»Blutgott« vom Bestseller-Autor Veit Etzold ist ein Thriller, der nichts für schwache Nerven ist. Der Autor hat eine Story geschrieben, die extrem verstörend und hart ist. Er hat sich nicht irgendwas Brutales ausgedacht, um seine Leser zu schocken. Nein, er hat aktuelle und wichtige Themen sehr realistisch und detailliert beschrieben und diese in einen wunderbaren harten Thriller umgesetzt. Hier fliest Blut, und zwar literweise.

Kindliche Killer-Kommandos versetzen Deutschland in Angst und Schrecken, brutal und ohne Skrupel. Hier liest man sehr gut, wie leicht es ist, Kinder online zu manipulieren. Was passieren kann, wenn Kinder unbeaufsichtigt im Netz tun und lassen können, was sie wollen. In der realen Welt geschehen deswegen schon genug Straftaten, Cyber-Mobbing usw. Hier hat Veit Etzold diese Themen perfekt und absolut spannend mit dem Blutgott verknüpft.

Auch sehr interessant fand ich sein Wissen über medizinische und technische Themen, die der Autor mir sehr interessant erklärt hat. Reale Serienmörder der vergangenen Jahre hatten hier auch einen Platz, sodass Veit Etzold all diese Themen perfekt in diesen Thriller eingebaut hat, der von der ersten bis zur letzten Seite Gänsehaut verursacht hat.

Sein Schreibstil ist sehr gut. Detailliert und unheimlich flüssig, brutale Abschnitte werden zu Bildern, man kann das Blut und die Leichen schon fast riechen. Außerdem gibt es einige Splatter-Abschnitte, die nichts für Zartbesaitete sind. Schauplätze und Protagonisten werden ebenso real, dies hat mir sehr gut gefallen.

Den Ermittlern vom LKA Berlin Clara Vidalis und MacDeath rennt die Zeit davon, denn ein extrem gestörter Psychopath, der »Blutgott«, wie er sich nennt, erpresst im Internet Kinder unter 14 Jahren, damit sie für ihn morden. Je härter die Kids töten, desto mehr Anerkennung gibt es vom Blutgott. Die Kinder brauchen keine Angst zu haben, denn ihnen wird nichts passieren, da es in Deutschland keine Strafen für Kinder unter 14 gibt. So erschafft er sich seine Killerkids, die nicht mehr zu stoppen sind. Und die Messen, die er von seinen Anhängern fordert, sind blutige »slash mobs«.

Das Ende hat mich wirklich überrascht und mir sehr gut gefallen. Mit dieser überraschenden Wendung hat der Autor sein Werk hervorragend beendet.

Ich bin ein großer Fan vom Autor Chris Carter und seinen Thrillern. Und da »Blutgott« ein Thriller in dieser Art ist, wird dies nicht mein letzter Thriller von Veit Etzold sein.

Ich habe einen 13-jährigen Sohn und nach dem Beenden des Buches hat der Autor es geschafft, dass ich mir noch mehr Sorgen um die Aktivitäten meines Sohnes im Netz mache.

Ein großartiger Thriller!!!

Blutrünstig

Ich war ja schon einiges aus den Vorgängerbüchern des Autors gewohnt, aber dieses war schon heftig.

Im Web stiftet der Blutgott mit Erpressung 13-jährige Kinder zu brutalen Morden an. Er lockt sie mit dem Hinweis, in dem Alter gäbe es keine Strafe. Clara mit ihrem Team ist gefordert, um dieses Killer-Kommando zu stoppen.

Obwohl das Buch sehr spannend war, ging es meiner Meinung zur sehr an der Realität vorbei. Die beschriebenen Szenen waren bestialisch und teilweise ekelig. Da drehte sich mir beim Lesen schon der Magen um, und ich bin wirklich nicht empfindlich. Und solch ein Massaker sollen Kinder fertigbringen? Ist die Welt wirklich so pervers und abgebrüht? Kaum vorstellbar. Kann man ein Kind ohne Erziehungsberechtigten so einfach zu einem Verhör schleppen? Und ein minderjähriges Mädchen als Lockvogel benutzen? Am Ende blieb ich mit einigen Fragen zurück.

Wer sich nicht an blutrünstigem Details stört, der sollte das Buch lesen. Ich bin der Meinung, weniger wäre besser gewesen.

Hoher Gruselfaktor

Meine Meinung:
Das Buch beginnt gleich sehr blutig und spannend. Bei der Beschreibung der Leiche drehte sich mir quasi der Magen um. Das bewährte Ermittler-Team wurde diesmal mit einem Fall konfrontiert, der seinen Ausgang im sogenannten Darknet hat.

Auf eine besonders perfide Art macht sich ein selbsternannter „Gott“ an Kinder heran, erpresst sie mit schlüpfrigen Fotos und zwingt sie zu morden. Durch das Alter (13 Jahre) bleiben sie straffrei. Die Morde werden immer grausamer und geschehen in einem Tempo, was die Ermittler an ihre Grenzen bringt. Erst als sie ihn quasi mit seinen eigenen Waffen zu schlagen versuchen, gelingt der Durchbruch.

Zwischen den einzelnen Taten gab es auch immer wieder, quasi zur Erholung, einige Szenen und Gespräche aus dem Privatleben der Ermittler, was mir gut gefiel. Etwas zu ausführlich gerieten, nach meinem Geschmack, die Beschreibungen des Darknet mit den vielen technischen Begriffen, welche wohl nur für Insider interessant sind.

Das Buch endete mit einem relativ offenen Ende, was Raum für einige Spekulationen bietet.

Fazit:
Ein äußerst spannender Thriller mit sehr hohem Gruselfaktor, definitiv nicht für schwache Nerven.

Kaum aus der Hand zu legen

In einem IC fährt die 19-jährige Mia. Was sie nicht weiß ist, dass sie diese Zugfahrt nicht überleben wird. Während der Reise steigen vier Personen in das Abteil und bringen sie auf grausame Art um, die selbst hartgesottene Ermittler nicht kaltlässt.

Es ist lange her, dass ich ein Buch von Veit Etzold gelesen habe. Trotzdem hat es nicht lange gedauert, wieder zu seinem Schreibstil zu finden.

Das Buch beginnt fast direkt mit der Zugfahrt. Was Mia angetan wurde, wird vom Autor sehr anschaulich beschrieben und erzeugte bei mir eine etwas schockierte Reaktion. Nachdem in diesem Abteil ein Zeichen an die Wand gemalt wurde, wird schnell die Abteilung von Clara Vidalis hinzugezogen, die sich auch sofort auf den Weg zum Tatort machen. Als ein Video von den Tätern auftaucht, scheint der Fall zunächst recht einfach.

In der Zwischenzeit schreibt ein Junge namens Noah übers Internet mit jemanden, der sich selber Gott nennt. Die Beweggründe seines Gegenübers sind zunächst unklar, aber man merkt relativ schnell, was er von Noah möchte und warum gerade von ihm.

Die Geschichte ist sehr direkt und auch die Taten werden brutal beschrieben. Also leichte Kost ist es definitiv nicht. Gerade die Täterfiguren sind sehr interessant beschrieben. Nicht, dass man ihre Taten gutheißen kann, aber sie sind sehr eindringliche Charaktere.

Das Team um Clara funktioniert sehr gut zusammen und sie finden auch sehr unkonventionelle Lösungen, um den Täter zu ergreifen.

Das Ende kam für mich überraschend und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Eklig und brutal

»Blutgott« ist Teil einer Reihe, kann aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher gelesen werden.

Zum Inhalt:
Noch nicht strafmündige Kinder begehen grausame Verbrechen. Clara Vidalis und ihr Team stellen fest, dass diese von einem Mann gelenkt werden, der sich selbst »Blutgott« nennt und immer perversere Morde von seinen Anhängern fordert – schließlich könnte ihnen ja nichts passieren. Die Polizei versucht, den Mann im Hintergrund mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, doch funktioniert diese List?

Mein Eindruck:
Spiegel-Bestseller – schon klar. Aber was hohe Verkaufszahlen hat, ist noch lange nicht gut. Dieser Thriller ist es auf gar keinen Fall. Weder sprachlich noch inhaltlich auf besonders hohem Niveau (wenn man einmal von den ausführlich geschilderten Brutalitäten absieht), gestaltet sich der Text sogar stellenweise richtig langweilig. Zeitweise überlegt man sich, ob die Schar von Ermittlern überhaupt ihr Handwerk versteht, so oft, wie sie sich gegenseitig erklären müssen, wovon sie reden (zum Beispiel muss Claras Chef fragen, was das Dark Web ist). Dann denkt Clara an ihre Tochter als »die kleine Victoria«, so dass man sich fragt: Gibt es die auch in groß? Dafür heißt ihr Mann nur »MacDeath« – nein, was für ein amüsantes Wortspiel.

Seiten werden gefüllt, in denen Etzold seine Charaktere von echten Serienmördern erzählen lässt (so bekommt man eine Verlagsvorgabe auch voll) und auch hier strotzen die Gespräche von »war das nicht der, der« und »da ging es doch um«. Die inhaltlichen Löcher einmal ganz außen vor – einer der jugendlichen Täter ist zuerst verschreckt und wird durch den Blutgott erpresst, mutiert dann aber innerhalb von Tagen zu einem mordlustigen, unempathischen Wesen? Stellenweise bekommt man den Eindruck, der Thriller soll durch Presseschelte und Überlegungen zum Umgang mit Tätern (Täterschutz vor Opferschutz, Geiseldrama Gladbeck, andere Länder haben andere Strafmaße und Altersgrenzen) legitimiert werden, doch das wirkt nur wie ein Feigenblatt und nicht wie echte Kritik.

Richtig schaurig schlussendlich das Versagen der so intelligenten, großartigen und allwissenden Vertreter von Recht und Gesetz in der Einschätzung der beteiligten Personen, welches in einem vorhersehbaren Ende mündet.

Mein Fazit:
Verstümmelungen und Morde als Selbstzweck, ansonsten nur heiße Luft und dilettantisches Handeln.

Wann ist ein Kind noch ein Kind?

Schon der Prolog lässt ahnen, was im weiteren Verlauf passieren wird und ich bin immer wieder sehr erstaunt zu lesen, wie leicht Kinder im Netz offenbar zu beeinflussen sind. Dabei geht es mir nicht um Kinder die von Pädophilen im Netz »abgefischt« werden – deren Lügen zu durchschauen ist für ein Kind natürlich zu schwer. Aber das, was in Blutgott so passiert, dürfte hoffentlich die Ausnahme sein.

Insel der Glückseligkeit
Aber grundsätzlich scheint Veit Etzold sich aber mit diesem Thema sehr umfangreich beschäftigt zu haben und glänzt mit sehr umfangreichem Wissen. Ich scheine dagegen wirklich auf einer Insel der ahnungslosen Glückseligkeit zu leben. Im Gegensatz zum Geschehen, das hier geschildert wird, klingt die Sprache des Autors allerdings sehr geschmeidig und flüssig.

Sprache und Geschehen
Selbst die brutalen Taten, die allesamt sehr detailreich geschildert werden, hören sich beinahe irgendwie nett an. Meine Kinder würden es vermutlich »nice« nennen und ich finde, hier passen Sprache und Geschehen so überhaupt nicht zusammen. Es war blutig, eklig und sehr detailreich und trotzdem klang eben alles irgendwie sehr »nice« und den Taten wenig angemessen. Wobei ich nun auch nicht wüsste, wie man es besser machen sollte.

Team-Modus
Abseits der Morde geht es eher ruhig und sehr professionell zu. Da wird gefachsimpelt, Taten werden verglichen und, wie es in langjährigen Teams üblich ist, wird auch viel gefrotzelt. Ich konnte für mich leider keinen emotionalen Zugang zu Clara Vidalis und ihrem Team bekommen. Vielleicht liegt das daran, dass ich die Vorgängerbände nicht kenne – ich konnte mit keinem wirklich mitfühlen oder mich in seine Situation versetzen und fand das Team eher fade.

Etwas Spannungsarm
Insgesamt fand ich Blutgott über weite Teile nicht wirklich spannend, aber zum Ende hin nahm die ganze Geschichte dann doch nochmal Fahrt auf. Für mich rettete das dann allerdings auch nicht mehr allzu viel – wenn es bei 410 Seiten Geschichte erst nach Seite 255 etwas spannender wird, dann ist es nicht mein Buch. Vielleicht liegt das daran, dass sich das Ende anhört, als gäbe es noch einen weiteren Teil, aber auch dann passt der Spannungsbogen für mich nicht.

Mein Fazit
Blutgott von Veit Etzold wirkt auf mich wie eine bloße Aneinanderreihung extrem ekliger Bluttaten – aber mir fehlt die verbindende spannende Grundgeschichte dahinter. So wirkt das Ganze auf mich eher wie ein Splatterfilm in Buchform und das ist nicht meins.

Killer-Kids

Ein paar Jugendliche bringen in einem ICE eine junge Frau um. Ein anderer tötet einen Jungen und lässt ihn in einer Telefonzelle liegen. Wieder andere schließen sich zusammen und killen auf offener Straße mehrere Fußgänger. Alle Morde passieren in unterschiedlichen Städten und doch haben sie alle etwas gemeinsam: Sie wurden von Jugendlichen, eigentlich Kindern begangen, die noch keine 14 und von daher nicht strafmündig sind. Die Polizei erkennt, dass dahinter jemand steht, der sie im Internet aufhetzt, jemand, der sich Blutgott nennt.

Achtung, könnte Spoiler enthalten!

Okay, was war das? Ich möchte mich gar nicht so sehr darüber echauffieren, wenn genüsslich irgendwelche Kinder auf brutalste Art morden. Dass gerade pubertierende Jungs und Mädchen grausam sein können, ist wohl bekannt. Aber der Rest! Was für eine Ansammlung völlig blödsinniger Aktionen. Es heißt »ein Clara Vidalis Thriller«. Die Frau agierte die meiste Zeit dümmlich in der Gegend herumstehend, als Stichwortgeber oder Bewunderer ihres Mannes (oh, zu dem komme ich gleich) und ansonsten als jemand, der ein schlechtes Bauchgefühl hat. Manchmal dachte ich mir, dass sie doch einfach mal einen Arzt aufsuchen sollte, so viel Bauchgrummeln ist schon krankhaft. Auch nur Ansätze intelligenter Ermittlungsmethoden sind ihr scheinbar fremd, dafür kann sie sich mehrmals denken, dass man ja keine Kinder bekommen kann, wenn man nicht verheiratet ist (Ach. War mir so gar nicht bewusst, dass das eine Voraussetzung fürs Kindermachen ist – ich dachte, es reicht, wenn sich ein Mann und eine Frau ganz doll liebhaben oder das Bienchen-Blümchen-Prinzip wäre ausreichend, aber was weiß ich schon?).

Dann der großartige Profiler, best buddy von Ressler und Douglas (ja, Namedropping funktioniert hier super). Über 400 Seiten habe ich darauf gewartet, dass er endlich mal seinen Job erledigt. Ein einziges Mal profiled. Aber hallo, warum sollte er? Stattdessen referiert er endlos über die Gefahr von Thrombose oder hakt das »Handbuch der Serienkiller« ab. Check. Von allen Polizisten gefiel mir der schießwütige SEK-ler noch am besten, und das sagt bei meiner Pazifismus-Grundhaltung einiges aus.

Aber wir sind leider noch nicht fertig. Dass von der Polizei ein minderjähriges Mädchen in Gefahr bracht wird – geschenkt. Aber dass man ihr einen hollywoodreifen Film dreht und der Oberguru nicht misstrauisch wird, obwohl er sonst allwissend ist, ist noch nicht mal das Hohlste. Das ist der Schluss, der – so denke ich – alle meine Top-5 der hohlsten Enden aller Zeiten toppt. Ein ganzes Kommando SEK-ler ÜBERSEHEN einen Nebenraum, den es zu durchsuchen gibt? Selten so gelacht. Oder dass Notärzte nicht erkennen, wenn jemand halbtot oder eben nicht ist … Schätze mal, das jahre-/jahrzehntelange Medizinstudium ist wohl für die Katz.

Ähnlich ist es mit dem Buch. Für die Katz. Verschwendete Lebenszeit.

Das war nichts

Als in ganz Deutschland plötzlich außergewöhnlich grausame Morde durch Minderjährige verübt werden, schrillen beim LKA in Berlin die Alarmglocken. Die Täter sind schnell gefasst, können aber für ihre Taten nach dem Gesetz nicht bestraft werden. Clara Vidalis und ihr Team stoßen im Dark Web auf einen Mann, der sich selbst zum Blutgott erhoben hat. Er fordert Jugendliche zu Gruppenmorden, sogenannten „Slash-Mobs“ auf. Die Ermittlereinheit versucht mit allen Mitteln dem Geschehen ein Ende zu machen.

Der Thriller teilt sich in 3. Bücher auf, die jeweils in ca. 20 Kapitel, in idealer Leselänge, gegliedert sind. Zu Beginn eines jeden Buches steht in kursiver Schrift ein Liedtext, passend zum nachfolgenden Inhalt. Am Ende einiger Kapitel ist das Symbol abgedruckt, welches das Cover des Buches ziert und bei den einzelnen Tatorten relevant ist. Eigennamen, Gedanken, Liedtexte, fremdsprachliche Phrasen sind kursiv hervorgehoben. Die Nachrichten des „Blutgottes“ im Dark Web sind in besonderer Schrift deutlich gemacht.

Zuerst einmal möchte ich betonen, dass es sich hier um das schlechteste Buch des Autors handelt, welches ich gelesen habe. An mehreren Stellen habe ich mich sogar geärgert, das Werk ist zwar schnell gelesen und ist zweifellos spannend geschrieben, kommt aber an die Qualität der Vorgängerbände der Reihe und an die anderen Werke des Autors nicht heran. Ich bin enttäuscht. Die brutalen Szenen und die detailliert beschriebenen Grausamkeiten sind es nicht, denn wer Etzold liest, muss hartgesotten sein. Doch manchmal handelt es sich hier um übertrieben geschilderte und ekelhafte Details, nur um alles bisher Dagewesene noch zu toppen. Ein wirklich spannender Thriller besteht nicht nur aus einer Aneinanderreihung und Schilderung der perversesten unappetitlichen Untaten.

Eine Ermittlungsarbeit findet eigentlich überhaupt nicht statt. Wenn das Team sich unterhält, dann gibt es nur langwierige Diskussionen über IT-Themen und bekannte Serienmörder, über Snuff- und Splatterfilme. Für mich zu viel Spezialausdrücke zur Internetkriminalität und anderes nicht hilfreiches Gefasel, z.B. unterhalten sich die Ermittler eine ganze Buchseite lang über die verschiedenen Modelle einer ganz bestimmten Motorkettensägenmarke und alle Serienmörder im In- und Ausland kenne ich nun auch.

Dieser Band kann sehr gut als Einzelband gelesen werden, Vorkenntnisse sind nicht nötig und auf vorangegangene Fälle geht der Autor zur Genüge ein, um vorhandene Lücken zu füllen. Mich hätte der Hintergrund, die Gedanken und Gefühle der minderjährigen Täter mehr interessiert, eine psychologische Ausführung hätte ich mir gewünscht. Die Information, dass ein 13-jähriger, der auf grausamste Art einen Menschen tötet, einfach ungeschoren davonkommt, möchte ich einmal unkommentiert stehen lassen. Um nicht zu spoilern, will ich auch nicht näher darauf eingehen, welchen Film die Ermittler mit einer Jugendlichen drehen, um an den Blutgott heranzukommen, sowas ist zum Glück hier sicher nicht erlaubt. Noch dazu die Professionalität, wie der Film gemacht wurde, hier wurde dem Täter und auch dem Leser reichlich Naivität unterstellt. Die Protagonistin fiel nur dadurch auf, wie sie voller Bewunderung an ihren Mann „McDeath“ denkt.

Das Symbol auf dem Cover, welches für mich einen Eyecatcher darstellte, taucht noch einmal an zwei Stellen im Buch auf und verschwindet dann ohne erklärt zu werden, schade. Nachdem ich auf Seite 402 angekommen war und alles auf ein doch noch fulminantes Ende hindeutete, musste ich als Überschrift auf dem nächsten Abschnitt „Epilog“ lesen. AUS. Die restlichen Seiten bis Seite 464! Sind gefüllt mit einer Leseprobe für ein weiteres Buch des Autors. Das ist für mich eine Mogelpackung. Ich bin absolut enttäuscht, nein Herr Etzold – das war wohl nichts. Von mir keine Leseempfehlung und einen enttäuschten Stern.

Hochspannend aber äusserst brutal

Band 7 der Clara-Vidalis-Reihe ist erneut hochspannend, äußerst brutal und fast schon abartig grausam. Genau das, was ich mag!

Am Anfang nimmt das Buch schon die rasante Handlung mit einem schockierenden Mord an einer jungen Frau an. Obwohl der Buchtitel »Blutgott« schon bald klar ist und ebenso, dass Jugendliche die brutalen Mörder sind, tut das der Spannung keinen Abbruch und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Das Ermittlerteam um Clara ist mir schon lange ans Herz gewachsen und ich genieße die Dialoge und die psychologischen Erklärungen. Genial finde ich, dass ich immer wieder erstaunlich Wissenswertes quasi nebenbei erfahre, sei es nur über die Namensgebung der Firma Audi oder auch, dass Mandeloperationen die wohl gefährlichsten Routine-Operationen sind.

Doch auch die große Portion Persönliches, sowohl über Clara und McDeath als auch beispielsweise die Namensentstehung von Matte und Latte, finde ich erstklassig. Und obwohl der Thriller von perversen Tötungsbeschreibungen fast nicht mehr zu toppen ist, schlafe ich Nachts wunderbar und träume schon jetzt von der hoffentlich bald erscheinenden weiteren Folge dieser unschlagbaren Serie.

Blutig und spannend

Was dann geschieht, sorgt selbst bei hartgesottenen Ermittlern wie Kommissarin Clara Vidalis vom LKA Berlin für Grauen. Es bleibt nicht be9i dem einen Fall. Überall in Deutschland begehen Horden von Minderjährigen äußerst brutale Morde. Clara ist überzeugt, dass das kein Zufall ist und dass die Jugendlichen auf eigene Faust gehandelt haben. Dann führt eine Spur ins Darknet, wo ein Mann, der sich „Blutgott“ nennt, seine Anhänger zu dem schändlichen Treiben anstiftet.
Dieses Buch ist der siebte Band um die Ermittlerin Clara Vidalis, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.
Wer schon einmal ein Buch von Veit Etzold gelesen hat, weiß was ihn erwartet. Es wird zwar spannend, aber auch grausam und sehr blutig. Wer solche detaillierten Szenen nicht mag, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen.
Der Thriller ist sehr spannend und temporeich. Es ist erschreckend, wie rücksichtslos diese Jugendlichen, die noch nicht strafmündig sind, vorgehen. Das wird zwar hier etwas reißerisch dargestellt, aber andererseits habe ich in letzter Zeit einige reale Fälle in den Medien gesehen, wo Kinder erschreckend brutal gehandelt haben. Es bestürzt mich, dass diese Geschichte halt nicht so fiktiv ist, wie man glauben möchte.
Clara Vidalis bekommt es immer wieder mit solch grausamen Mordserien zu tun. Sie ist eine sympathische Ermittlerin, die engagiert und fähig ist. Sie ergänzt sich gut mit Dr. Martin Friedrich, genannt MacDeath, der als Fallanalytiker sich gut in die Täter hineinversetzen kann. Auch wenn er eigentlich ganz sympathisch wirkt, so sind seine Gedankengänge schon sehr abartig. Das Treiben des Blutgottes ist perfide und schrecklich, dennoch hätte ich gerne etwas über seinen Hintergrund erfahren.
Ein fesselnder Thriller, doch der Schluss ist etwas unbefriedigend, da die Geschichte mit einem Cliffhanger endet.