Cover von: Bluthaus
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Bluthaus

Der zweite Fall für Frida Paulsen. Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3431041116

ISBN-13: 

9783431041118

Auflage: 

1 (28.09.2018)

Preis: 

20,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 10.866
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3431041116

Beschreibung von Bücher.de: 

Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand diese in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet - den Täter hat man nie gefunden ...

Kriminetz-Rezensionen

Sehr spannender Roman mit Schwächen

1997 wird eine Familie ermordet, nur die Tochter kann entkommen. Was ist aus ihr geworden?

Bjarne Haverkorn ist noch nicht lange zurück bei der Mordkommission, als er zu einer Leiche gerufen wird. Eine junge Frau hatte die Tote noch lebend gefunden, konnte sie aber nicht mehr retten. Die Tote, Catrin Conradi, wurde eindeutig ermordet, und wie sich herausstellt, hat sie früher für das BKA gearbeitet, liegt hier das Motiv? Auch Haverkorns Privatleben ist derzeit nicht einfach, seine Frau ist noch in der Klinik, als er eine überraschende Nachricht erhält, die sein Leben auf den Kopf stellt.

Frida Paulsen hat sich auf den Hof ihrer Eltern zurückgezogen, sie braucht Abstand und Ruhe, um sich klarzuwerden, wie ihr Leben weitergehen soll. Da erhält sie einen Anruf ihrer (Schul)Freundin Jo. Jo hat eine Leiche gefunden und nun Angst, dass man sie verdächtigen könnte. Und dann ist Jo auf einmal verschwunden.

Wer „Totenweg“ kennt, kennt die Protagonisten bereits und freut sich, sie hier wiederzutreffen und zu erfahren, wie es ihnen seit den damaligen Geschehnissen ergangen ist. Wer den Vorgängerband noch nicht gelesen hat, kann dem Roman dennoch problemlos folgen. Die Autorin hat es gut verstanden, die Ereignisse ausreichend zu integrieren, ohne zu spoilern.

Der Roman ist sehr spannend, zumindest die beiden ersten Drittel konnten mich fesseln und machten den Roman für mich zum Pageturner, vor allem auch, weil man als Leser wunderbar miträtseln kann. Wo ist die Tochter der ermordeten Familie abgeblieben? Warum wurde Catrin Conradi gerade jetzt ermordet? Warum ist Jo verschwunden? Erzählt wird flüssig und bildreich, die Emotionen und Gedanken der Charaktere kommen gut zum Ausdruck. Die Ereignisse im Jahr 1997 werden in Rückblenden nach und nach erzählt, das beantwortet manche Frage, schafft aber auch immer wieder neue.

Mit dem letzten Drittel kam bei mir leider die Ernüchterung. Ich kann es einfach immer weniger leiden, wenn künstlich Spannung erzeugt wird, weil ein Protagonist in Gefahr gerät. Romy Fölck hat meiner Meinung nach hier mit Drama übertrieben, zumal auch in Haverkorns Privatleben die Dramatik so überhandnimmt, dass er sich kaum auf den Fall konzentrieren kann. Für mich litt darunter die Spannung, anstatt sie zu erhöhen.

Die Auflösung ist okay, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sie eher durch Ermittlungsarbeit denn durch Zufälle gelingt, mir scheint auch nicht alles ganz logisch zusammenzupassen.

Dennoch, der Roman hat mich über weite Strecken gut unterhalten, ich bin emotional involviert gewesen und möchte auf jeden Fall wissen, wie es mit Bjarne und Frida weitergehen wird. Knapp 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung gibt es daher von mir.

Ein spannendes Wiedersehen mit Haverkorn und Paulsen, aber schwächer als Band 1

Fall zwei für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn führt die beiden an einen der nördlichste Zipfel Deutschlands. Wo die Möwen kreischen und die Dänen grüßen, scheint der Schlüssel zu Haverkorns aktuellem Fall zu liegen. In der Elbmarsch, nicht weit von Fridas Elternhaus, wird eine Frau erstochen aufgefunden. Die Polizei tappt im Dunkeln, bis sie auf den Beruf der Toten stoßen ...

Wie schon bisher verknüpft Romy Fölck Ereignisse aus der Vergangenheit mit der Gegenwart und wechselt die Abschnitte unregelmäßig. Das gibt der Geschichte immer wieder neuen Zündstoff und wirft mehr Fragen auf, als beantwortet werden.

Die zwischenzeitliche Ratlosigkeit unserer Helden ist direkt greifbar. Beiden engagieren sich aus unterschiedlichen Gründen auch privat wieder sehr stark in den Ermittlungen. Diese Gefühle und Beweggründe sickern förmlich zwischen den Zeilen hervor und erfassen den Leser eindringlich.

Fast alle liebgewonnenen Charaktere aus Band 1, “Totenweg”, bekommen auch hier wieder ihren Auftritt. Man kann beide Bände völlig unabhängig voneinander lesen, also auch in “falscher” Reihenfolge, was ein großer Pluspunkt ist. Die Privatleben von Frida und Bjarne gehen natürlich weiter, bekommen aber eigene Episoden und Überraschungsmomente.

Mit diesen kann der Krimi vielleicht etwas weniger punkten als erwartet, was die reine “Story” angeht, fand ich “Totenweg” besser. Der aktuelle Band ist nicht viel schlechter, aber das eine oder andere Detail, die eine oder andere Erklärung gegen Ende ist - für mich - nicht ganz stimmig. Dennoch kann sich jeder, der Lokalkrimis aus Deutschland schätzt, hier auf gute Unterhaltung und eine solide Portion Spannung freuen - und sich auch an die geplante Fortsetzung wagen.

Schuld oder Unschuld ?

✿ Meine Meinung ✿
Nach langem Warten folgt nun endlich der zweite Band aus der Elbmarsch-Krimi-Reihe mit Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Autorin Romy Fölck. Nach "Totenweg" und dem dramatischen Ende muss sich Frida erst einmal erholen und verbringt ihre Zeit nun auf dem Apfelhof ihrer Eltern. Doch wie es so sein muss, wird sie in einen Fall hineingezogen, der ihr alles abverlangen wird. Die aktuellen Mord-Ermittlungen bauen auf einer grässlichen Tat auf, die bereits 1997 geschehen ist und niemals vollständig aufgeklärt wurde. Frida hat so einen engen Bezug zur Hauptperson in diesem neuen Fall, das sie immer tiefer in die gefährliche Falle hineintappt. Sie lässt sich von Schuld oder Unschuld so in den Bann ziehen, dass sie vergisst, sich auf ihr eigenes Gespür zu verlassen. Bjarne Haverkorn ermittelt zwar auch, doch ihm scheint in diesem Band eine ganz andere Sache wichtiger zu erscheinen, so dass er ziemlich hin und her gerissen ist zwischen der Arbeit und seinem Privatleben, welches durch eine Mitteilung völlig auf den Kopf gestellt wird. Was mir nicht so gefallen hat, war, dass diesmal die Polizeiarbeit etwas zu sehr in den Hintergrund gedrängt wurde. Hier wurde einiges dem Kommissar Zufall überlassen und das unbedingt noch ein Highlight sein musste nach dem Motto "Polizistin bringt sich selbst in Gefahr, wer kann sie retten?", kam mir auch etwas erzwungen vor. Ich glaube, der Plot wäre auch ohne diese künstliche Spannung zu lösen gewesen. Manchmal ist weniger mehr, vor allem da dieser Krimi ansonsten nicht so brutal ist, sondern gut zu lesen, kurzweilig und solide. Was mir gefallen hat, war die Botschaft, mit der sich jeder eigentlich einmal beschäftigen sollte und zwar der Organspende. Dies habe ich als positiven Nebeneffekt gesehen und als Denkanstoß für die Leser dieses Buches. Und wenn es nur wenige tun, dann hat sich die Erwähnung auf alle Fälle gelohnt um darauf aufmerksam zu machen.

✿ Fazit ✿
Keine Frage, ein guter Krimi, und wie gesagt, die kleine Kritik ist nur meine persönliche Meinung und muss nicht so eng gesehen werden. Trotz allem würde ich mich freuen, weiterhin von Frida und Bjarne zu lesen.

Eine Steigerung gegenüber dem ersten Band!

Nach dem ersten Band hat sich Frida Paulsen auf den elterlichen Hof zurückgezogen, um sich zu erholen und gleichzeitig, um sich über ihre Zukunft Gedanken zu machen. Die Frage ist, soll sie in den Polizeidienst zurückkehren oder soll sie eventuell den Apfelhof übernehmen und ein Café eröffnen?

Überraschend erhält sie einen Anruf ihrer früheren Internatsfreundin und jetzigen Inhaberin eines Detektivbüros in Hamburg, Jo Arendt. Frida solle ihr Papiere etc. zur Polizei bringen, sie sei Zeugin und müsse sich ausweisen.

Jo kam auf einem einsamen Gehöft einer Frau zu Hilfe, die mit einem Messer attackiert wurde, konnte aber leider deren Leben nicht mehr retten. Bei ihrer Zeugenbefragung bei der Polizei ergeben sich ein paar Unklarheiten. Jo flüchtet, entwendet ihre Harley vom Polizeihof und taucht unter.

Frida und Jo haben sich zwar Jahre nicht gesehen, sind sich aber durch ihre gemeinsame Vergangenheit sofort wieder sehr nah und vertraut. Eigentlich hat Frida das Gefühl, dass Jo ihr noch etwas sagen wollte, aber es bleibt unausgesprochen. Frida glaubt an die Unschuld ihrer Freundin und ermittelt zusammen mit Johannas Assistentin.

Der Ermittler Bjarne Haverkorn weiß nicht, was er von der Sache halten soll, denn die Getötete war früher selbst Polizistin und ist frühzeitig aus dem Polizeidienst ausgeschieden. Hier entstehen viele Fragen, vor allem auch dadurch, dass ihre Akte heute noch unter Verschluss ist. Und auch in Bjarnes Privatleben geht es turbulent zu, denn seine Ehefrau befindet sich in einer Klinik und die Scheidung ist schon greifbar und er erfährt, dass er eine bereits 40-jährige Tochter hat und diese dringend eine Organspende benötigt.

Wie im ersten Band gibt es auch hier einen weiteren Strang aus der Vergangenheit und hier erfährt der Leser durch Rückblicke einiges über Vorkommnisse in dem sog. Bluthaus in Holnis an der Ostsee.

Die Stränge führen logischerweise am Ende zusammen und der Fall kann schlüssig aufgeklärt werden.

Für mich hat sich die Autorin eindeutig gesteigert. Den ersten Band fand ich einen soliden Regionalkrimi, dieser hingegen ist absolut fesselnd von Anfang bis zum Ende. Sie lässt sowohl Frida als auch ihre Leser immer wieder grübeln und verzweifelt nach der Wahrheit suchen. In Frida und Bjarne hat die Autorin sympathische Ermittler geschaffen, denen ich gerne folge. Alle Figuren wurden sehr gut charakterisiert, handelten menschlich, realistisch und daher authentisch. Die Atmosphäre und die bildhafte Beschreibung der Schauplätze ließen mich teilweise gruseln, mitfiebern und eintauchen in die Story. Den Irrwegen der Autorin bin ich des Öfteren auf den Leim gegangen und am Ende lag ich nur teilweise richtig, denn das ganze Ausmaß des Falles konnte man nicht im Entferntesten erahnen. Manches blieb zum Schluss offen, deshalb hoffe ich auf einen weiteren Band.

Von mir gibt es für diesen 2. Band eine absolute Leseempfehlung!

Spannend und düster

Frida Paulsen hat den letzten Fall noch nicht verwunden und will sich auf den elterlichen Hof in der Elbmarsch erholen. Doch ein Hilferuf ihrer Freundin Johanna Arndt, genannt Jo, beendet diese Erholungsphase. Sie hatte bei einem Gewitter Unterschlupf gesucht und eine durch Messerstiche schwer verletzte Frau gefunden. Doch die Frau starb. Da Jo dann abgehauen ist, gilt sie als Tatverdächtige. Bjarne Haverkorn ist für den Fall zuständig und so ermitteln Bjarne und Frida wieder in der gleichen Sache. Fridas Suche führt zu dem Bluthaus auf der Halbinsel Holnis, in dem vor vielen Jahren eine Familie grausam ermordet wurde. Der Fall blieb ungeklärt.

Wie schon der Vorgängerband »Totenweg« lässt sich auch dieser Krimi wieder sehr flüssig lesen und die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt. Auch dieses Mal ist die Atmosphäre wieder ziemlich düster.

Die Charaktere sind sehr gut und authentisch dargestellt. Nachdem ich im letzten Band eine Weile gebraucht hatte, bis ich mit Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen warm wurde, sind sie mir nun sympathisch und ich habe sie gerne bei ihren Ermittlungen begleitet.

Wie Frida hatte auch Bjarne eine Auszeit nötig, aber inzwischen ist er wieder im Dienst. Doch auch weiterhin quälen ihn private Probleme. Der Fall wird daher mit zwei unterschiedlichen Ansätzen bearbeitet, denn dass Frida die Sache auf sich beruhen lässt, ist für sie unmöglich. Aber am Ende ergänzen sich Bjarne und Frida perfekt. Doch was hat die Hinrichtung von 1997 mit dem aktuellen Mordfall zu tun?

Die Rückblenden in die Vergangenheit sorgen dafür, dass so nach und nach Zusammenhänge erkennbar sind und doch bleibt man im Unklaren darüber, wer der Mörder ist. Es gibt auch immer wieder falsche Spuren, so dass die Spannung erhalten bleibt. Am Ende wird es dann noch gefährlich für die Ermittler.

Ich kann den spannenden Krimi mit interessanten Charakteren und einer düsteren Atmosphäre nur empfehlen.

Das Bluthaus: Gefährlich und spannend, Fridas zweiter Fall

Romy Fölck ist in ihrem zweiten Band um die Ermittler Frida und Bjarne eine äußerst spannende und absolut lesenswerte Fortsetzung gelungen.

Die kurzen und prägnanten Kapitel der spannende, mitreißende Schreibstil und die bekannten Protagonisten lassen den Leser sofort wieder teilhaben an der neusten Geschichte um die beiden Ermittler. Ein Mord in der Vergangenheit, der bis in die Gegenwart ungeklärt ist und der weite Kreise zieht, macht Frida besonders zu schaffen, denn eine alte Freundin von ihr scheint irgendwie darin verwickelt zu sein ... Vieles scheint undenkbar, unmöglich oder doch nicht? Frida und Bjarne geraten in Not und Gefahr und das alte Bluthaus spielt eine wichtige Rolle.

Gelungen, spannend, mehr davon !! Unbedingt lesen!

Das Haus an der Ostsee

Frida Paulsen verbringt auf dem Apfelhof ihrer Eltern eine Auszeit. Sie fühlt sich für eine Rückkehr in den Polizeidienst noch nicht richtig bereit. Da kommt Jo, eine Freundin aus der gemeinsamen Internatszeit zu Besuch und bittet um Hilfe. Da aber Frida keinen Zugang zu Ermittlungsakten hat, gibt Jo nichts weiter preis, als dass sie als Privatdetektivin an einem Fall arbeitet.

Kurz darauf wird Jo Zeugin eines Mordes, verwickelt sich allerdings in Widersprüche und gerät selbst unter Verdacht. Als sie dann noch spurlos verschwindet, ist Frida alarmiert.

Zusammen mit Kollege Haverkorn macht sich Frida auf die Suche, verfolgt dabei auch immer ihren eigenen Weg, was geht, da Haverkorn durch eine private Herausforderung nicht ganz bei der Ermittlung ist.

Voller Spannung habe ich den zweiten Krimi der Autorin Romy Fölck erwartet. Nahtlos geht die Handlung weiter und ich war sofort wieder in Fridas Welt angekommen. Ich mag es gern, wenn in Krimis auch weit zurückliegende Ereignisse Einfluss auf die Handlung haben, wie es hier meisterhaft ausgeführt wird.

Die Personen sind mir aus dem ersten Band alle noch präsent, aber auch neue Leser werden keine Schwierigkeiten haben, sich in die Handlung und die Charaktere einzufinden. Die Autorin beschwört eine düstere Atmosphäre herauf, die in einem einsamen reetgedeckten Haus an der See ihren Höhepunkt findet. Frida agiert wieder mehr als Einzelkämpferin, die nicht offiziell in die Ermittlungen eingebunden ist und dadurch auch wieder spektakuläre Aktionen durchführen kann. Das macht diesen Band auch wieder sehr spannend.

Haverkorn war durch eine private Nebenhandlung dieses Mal in anderer Form präsent. Er bekommt dadurch ein sehr menschliches Profil und gibt Frida damit Freiraum für ihre nicht ganz polizeikonformen Ermittlungen. Der zweite Band hat meine Erwartungen an die Autorin erfüllt und ich warte mit Spannung auf die weitere Entwicklung von Frida Paulsen. Das Potenzial hat die Figur allemal.