Cover von: Blutige Gnade
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Blutige Gnade

Der vierte Mara Billinsky Thriller
Buch
Taschenbuch, 420 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404179587

ISBN-13: 

9783404179589

Auflage: 

1 (31.01.2020)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404179587

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Einbruch ohne Diebstahl. Eine Mordserie ohne Spuren. Ein toter Journalist, der kurz davor war, eine brisante Story zu enthüllen. Mara Billinsky sieht sich mit mehreren mysteriösen Verbrechen konfrontiert. Zugleich wird sie von einem Schatten aus der Vergangenheit verfolgt, der ihr ebenfalls Rätsel aufgibt - bis sie begreift, dass alle Ereignisse in Verbindung stehen. Als sie erkennt, wer im Hintergrund die Fäden zieht, ist es fast zu spät: Ab jetzt kämpft Mara nicht mehr nur um ihr eigenes Leben ...

Kriminetz-Rezensionen

Ein packender Thriller

Der Journalist Peter Johannsen ist einer ganz großen Sache auf der Spur, doch das kostet ihn das Leben. Dann wird Ellen Degener, die Frau eines Geschäftsmannes, in ihrer Villa ermordet. So bekommen es Mara Billinsky und ihr Kollege Jan Rosen gleich mit mehreren Fällen zu tun. Spuren deuten darauf hin, dass die Russen-Mafia ihre Finger im Spiel hat. Mit denen hat Mara noch eine Rechnung offen. Dann taucht auch noch Maras frühere Liebe wieder auf und bringt ihre Gefühle durcheinander. Es dauert eine Weile bis Mara erkennt, dass ihre Fälle in Verbindung stehen.

Dies ist der vierte Band um die Kommissarin Mara Billinsky, welche aufgrund ihres ungewöhnlichen Erscheinungsbildes „die Krähe“ genannt wird. Der Schreibstil ist ungemein packend. Das Tempo ist hoch und der Fall wieder einmal sehr spannend.

Die Charaktere sind sehr gut und authentisch ausgearbeitet. Im Vordergrund steht natürlich Mara. Dieses Mal werden ihre Gefühle etwas durcheinandergebracht, als ihr alter Freund Adrian Krucksdorf, genannt Krux, vor ihrer Türe steht. Auch ihr Vater versucht wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen und ihr Schützling Rafael verschwindet spurlos. Dazu bereiten ihr die Fälle Kopfzerbrechen, denn irgendwie ist alles nicht schlüssig. Auch wenn Mara als Person recht spröde ist, so finde ich sie dennoch sympathisch. Sie hat sich in der Abteilung und bei ihrem Chef Respekt erworben, nachdem man es ihr anfangs so schwer gemacht hat. Jan Rosen zieht sich immer mehr zurück. Er braucht eine Aufmunterung und es ist schön, dass die ausgerechnet von dem alten Grummler Klimmt kommt. Mara und Jan sind ein tolles Team, die sich mit ihren Fähigkeiten gut ergänzen.

Auch bei diesem Fall stellt man wieder einmal fest, wie skrupellos die Gier nach Geld macht, so dass Menschenleben nichts gelten. Die Zustände in der Fleischfabrik sind erschreckend, aber die Fälle der letzten Zeit zeigen, dass es durchaus real ist.

Ein sehr spannender und fesselnder Thriller. Ich freue mich schon auf den nächsten „Billinsky“.

Mitreißend aktuell

Zum Inhalt:
Ein zu Tode gefolterter Investigativ-Journalist und eine erwürgte Industriellen-Gattin, dazu seltsame Vorgänge rund um ein von Osteuropäern geführtes Bordell und dubiose Machenschaften in einer Fleischfabrik – das bedeutet viel Arbeit für das Team Mara „die Krähe“ Billinsky und Jan Rosen. Trotzdem finden beide noch die Zeit, sich mit ihrer fernen (Mara) und nahen (Rosen) Vergangenheit zu beschäftigen – der eine sucht die Frau seines Herzens, die andere trifft plötzlich auf einen Verflossenen. Alles Zufall oder Puzzleteile eines Ganzen?

Mein Eindruck:
Leo Born zieht die Sehne seines Spannungsbogens zu Beginn an und besitzt genügend Muckis, diese die ganze Zeit nicht loszulassen. In gewohnt brillanter Weise lässt er seine Charaktere durch die Frankfurter Szenerie stolpern, schießen und aufeinander prallen. Die Protagonistin Mara darf im vierten Band der Serie Humor zeigen, ihr Sidekick Rosen ungeahnte Stärke. Diese Weiterentwicklung seiner Charaktere macht Spaß, auch weil sie folgerichtig erscheint und dadurch nicht aufgesetzt wirkt. Hier will der Autor nicht einfach einmal andere Wege gehen, hier schafft er seinen Personen Raum – und das gilt nicht nur für Mara und Rosen, sondern ebenfalls für wiederkehrende Nebenfiguren, die den Dranbleibern unter den Lesenden ans Herz gewachsen sind.

Der Kriminalfall ist aktuell und brisant, das Lesen erfordert nicht nur bei den Folterszenen einen leidensfähigen Magen-Darm-Trakt. Bis zum Schluss bleibt genügend im Unklaren und selbst geübte Krimi-Leser werden an der einen oder anderen Stelle überrascht.

Gut gefällt, dass der Krimi ohne Kenntnis der Vorgänger lesbar ist (auch wenn man mit Vorkenntnissen wahrscheinlich einen Hauch mehr Spaß am Gelesenen hat). Privatgedöns der Ermittler ist vorhanden, wird jedoch so gut in die Story integriert, dass es absolut nicht stört, sondern ganz im Gegenteil auf eine Fortführung im nächsten Fall für die Krähe hoffen lässt.

Mein Fazit:
Ich liebe es!

Spannender vierter Teil

Ein Journalist, der kurz davor stand, eine Big Story zu enthüllen wird ermordet aufgefunden und ein Einbruch ohne Diebstahl, aber mit einer Leiche. Die neuen Fälle für die „Krähe“ Mara Billinsky erscheinen zunächst sehr mysteriös und die Ermittlungen gestalten sich mehr als schwierig. Zusätzlich muss Mara sich mit einem Teil ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, bei dem sie nicht sicher ist, ob sie das überhaupt möchte und warum es gerade jetzt passiert. Als ihr bewusst wird, was tatsächlich gespielt wird, ist nicht nur Maras Leben in Gefahr …

»Blutige Gnade« ist der vierte Teil um die „Krähe“ Mara Billinsky aus der Feder von Leo Born.

Mara Billinsky, Ermittlerin bei der Polizei Frankfurt, fällt auf und eckt an. Ihr Kleidungsstil ist mehr als ungewöhnlich für eine Polizistin und auch mit ihrer Persönlichkeit ist es nicht immer einfach auszukommen. Aber sie hat das Herz am richtigen Fleck, auch wenn sie es gerne mal in einen Panzerschrank verschließt, und sie verbeißt sich in ihre Fälle bis sie sie gelöst hat.

Ich persönlich mag solche leicht unangepassten Protagonisten gerne und es macht wirklich Spaß Mara durch die Geschichte zu folgen. Aber sie ist ja nicht der einzige Charakter, der in der Reihe etwas Besonderes ist, denn auch ihr Partner Jan Rosen, der „Spatz“, sticht hervor. Er scheint das genaue Gegenteil von Mara zu sein, er hadert oft mit sich selbst und kämpft mit seinen Ängsten, aber wenn es darauf ankommt, ist er zur Stelle und steht seinen Mann. Die Entwicklung, die Jan Rosen in der Reihe nimmt, gefällt mir sehr, sie passt, sie ist gut nachvollziehbar und macht ihn für den Leser greifbar.

Die Fälle, mit denen Mara sich auseinandersetzten muss, haben es schon in sich, auch einige Szenen sind schwer zu ertragen, wenn – wie bei mir – das Kopfkino seinen Film fährt und die Vorstellung, dass es sowas wirklich geben kann oder auch gibt, macht es noch ein wenig schwerer. Aber all dies unterstützt die doch immer recht düstere Stimmung und Atmosphäre, die der Autor für Frankfurt und Umgebung schafft und die ich wirklich gut eingefangen finde.

Der Thriller ist wirklich spannend erzählt, während der ganzen Zeit ist immer eine gewisse Grundspannung zu spüren, die durch einzelne spannende Szenen noch unterstrichen und erhöht wurde. Man spürt die wachsende Bedrohung, die scheinbar immer näher kommt. Diese treibt einen auch gekonnt durch die Geschichte. Bis zum Ende hin stieg dieses Gefühl weiter an und gipfelte für mich in einem gekonnt erzählten und spannenden Finale.

Mein Fazit:
Ein spannender vierter Teil der Reihe, der mir ausgesprochen gut gefallen hat. Mit ungewöhnlichen Hauptcharakteren und einer spannenden Story konnte mich der Autor wirklich überzeugen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe.

Ein Wolf im Schafspelz geht um

»Der Mensch ist das einzige Tier, das so lange freundlich zu seinen Opfern sein kann, bis es sie frisst.« (Samuel Butler der Jüngere)

Ein Einbruch, bei dem nichts gestohlen wird, es jedoch eine Tote gibt. Der Journalist Peter Johannsen, der brutal gefoltert und ermordet wird. Doch hinter welcher Story war er dran, dass ihn jemand so brutal getötet hat? Die extravagante Frankfurter Kommissarin Mara Billinsky bekommt wieder ordentlich was zu tun. Außerdem fällt ihr auf, dass sie in letzter Zeit von jemand beschattet wird. Ist es womöglich Blochin, den sie damals nicht zufassen bekam, oder einer seiner Hintermänner? Doch der Schatten stellt sich als jemand aus Maras Vergangenheit heraus, bei dem sie nicht weiß, was sie von ihm halten soll. Als dann noch Rafael Makiadi, Maras junger Freund, dem sie geholfen hat, spurlos verschwindet, macht sie sich ernsthaft Sorgen. Doch es wird ihr genauso klar, dass alle Fälle eine Verbindung haben und nicht nur sie in großer Gefahr schwebt. Schafft es Mara, rechtzeitig die Hintermänner zu schnappen, um die ganze Wahrheit herauszufinden?

Meine Meinung:
Wieder eine typische Krähe ziert das Cover des vierten Mara Billinsky-Thrillers aus Frankfurt. Voll erfreut habe ich mich auf den neuen Band von Leo Born gestürzt, da ich einfach von dieser Reihe überzeugt bin. Sein Schreibstil ist bildhaft, flüssig, locker und unkompliziert, sodass ich einmal begonnen das Buch nicht mehr weglegen konnte. Besonders, da es hier wieder um sehr verzwickte Ermittlungen ging, die alle ineinander zusammenlaufen, wie es bei dieser Reihe nahezu typisch ist. Doch diesmal lerne ich dazu Mara noch ein wenig besser kennen, da jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht. Des Weiteren treffe ich wieder auf Rafael, den jungen Straftäter, dem Mara und Sozialarbeiter Hanno geholfen haben. Dass die Vorfälle in der Fleischfabrik, wo er arbeitet, noch Probleme für ihn geben werden, war mir schnell klar. Dass es jedoch so gefährlich wird, hat mich schon etwas geschockt. Die Foltermethoden, die an dem toten Journalisten angewendet wurden, fand ich wirklich krass und erschreckend. Dass es nicht bei dem einen Toten bleibt, war mir recht schnell klar. Im Übrigen hatte ich sofort kein gutes Bauchgefühl für den, der im Hintergrund die Fäden zieht. Denn mir war schnell klar, dass dieser etwas im Schilde führt. Gut gefallen hat mir diesmal wieder die Kooperation mit Jan Rosen. Selbst wenn die beiden so unterschiedlich sind, hat sich der schüchterne, bunte Spatz, wie er von seinen Kollegen genannt wird, wirklich positiv entwickelt. Überhaupt gefällt mir das kollegiale Verhalten des Frankfurter Teams bei Weitem besser als zu Beginn der Reihe. Denn ihr Vorgesetzter Klimmt, der inzwischen zumindest von Mara Arbeit überzeugt ist, hat sich ebenfalls positiv verändert. Seine cholerische, schroffe Art, die ihn so unsympathisch machte, kommt nun eher selten zum Ausbruch. Jedoch ebenso hat Mara sich verändert, sie scheint langsam ein wenig weicher zu werden, zumindest gegen ihren Vater. Und zusätzlich hat ihr letzter Fall Spuren bei ihr hinterlassen, körperlich und psychisch. Sie wirkt lange nicht mehr so abgebrüht und unnahbar, im Gegenteil manchmal blitzt sogar bei dieser toughen Ermittlerin die Angst durch, was ihr nicht immer gefällt. Doch für mich wirkt sie dadurch ein wenig menschlicher und nicht mehr so als Superheldin wie am Anfang und ich habe sie und Jan Rosen inzwischen in mein Herz geschlossen. Wie schon in den letzten Büchern hat Leo Born hier wieder viele Ermittlungen, Impulse und Wendungen in diesen Thriller gepackt, damit er spannend bleibt und als Zusatz diesmal noch ein wenig Gefühl. Mich jedenfalls konnte er wieder voll überzeugen, denn Mara ist für mich eine der besten deutschen Ermittlerinnen. Deshalb von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen. Weiter so Leo Born, ich möchte noch mehr von Mara Billinsky lesen.

Richtig gut!

Der Journalist Peter Johannsen hatte eine „Big Story“ recherchiert, wird jedoch entführt, brutal gefoltert und umgebracht. Ellen, die Ehefrau des Unternehmers Kai Degener, wird nachts in ihrer Villa erwürgt. Rafael (junger Schützling von Kommissarin Mara Billinsky) arbeitet als Praktikant in einer Fleischfabrik, in der es zum Himmel stinkt und die Arbeiter ohne ersichtlichen Grund von einem Trupp mit Baseballschlägern angegriffen werden. Nach Andeutungen seines Arbeitskollegen Darius ist seine Neugier geweckt, doch er bringt sich in höchste Gefahr. Pawel Kadzior irrt mittellos durch Frankfurt und wird von Mara hinter der Villa von Degener aufgegriffen. Fragmente von Johannsens „Big Story“ führen zu einem von einer russischen Bande betriebenen Massageclub im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Viel Stoff, der im ersten Viertel des Krimis präsentiert wird, aber auch schon Ahnungen zulässt. Mara Billinski, ihr Kollege Ja Rosen und der knorrige Chef Rainer Klimmt müssen Stück für Stück durch jedes Indiz, jede Festnahme und jedes Verhör, bis sich langsam Zusammenhänge herstellen. Und dabei ist ihr „Klientel“ nicht zimperlich, so dass sich reihenweise actionartige Schießereien und Verfolgungsjagden ergeben, bis schließlich das ganze Ausmaß der „Big Story“ enthüllt ist und die Verantwortlichen gefasst sind.

Die Action ist nicht das alleinige Element, das für Spannung sorgt. Auch der gut aufgebaute Plot zieht den Leser von Szene zu Szene mit, gibt ihm öfters sogar einen ahnungsvollen Vorsprung vor den Kommissaren und lässt ihn mitzittern. Eine Krimihandlung, in der man richtig drin wäre, gäbe es nicht den ärgerlichen dauernden Szenenwechsel zwischen Kapiteln, die mal 3, mal 6 oder gar nur 2 Seiten lang sind. Und das meist mit – oft bedeutungslosen – Cliffhangern. Hätte man die knapp 450 Seiten in – sagen wir – 30 Kapitel (statt 79) sortiert, wären Lesefluss und -lust höher gewesen. Sprachlich dagegen ist der Krimi richtig gut – ob Stimmungen, Gefühlslagen, Ortsbeschreibungen oder Szenen – all dies lässt der Autor mit präzisen und eindrücklichen Sätzen lebendig werden. Besonders gilt dies für die Figur von Mara Billinsky, diese wütende, entschlossene, expressive, empfindsame, einsame, sehnsuchtsvolle (Ex-Punk-)Frau und Kommissarin. Ich glaube, davon will ich mehr lesen!