Amazon Preis: 11,99 €
Bücher.de Preis: 11,99 €

Blutiger Meerblick

Der zwölfte Fall für Joost Kramer. Ostfrieslandkrimi
Buch
Taschenbuch , 200 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

396586453X

ISBN-13: 

9783965864535

Auflage: 

1 (28.09.2021)

Preis: 

11,99 EUR

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 396586453X
Beschreibung von Marcel Gröger

Magnus Dorner liegt erschlagen in seinem Norderneyer Ferienhaus. Neben der Leiche die mutmaßliche Tatwaffe: ein blutbesudelter Deko-Leuchtturm. Der Traum vom Haus am Meer, in das er sich irgendwann ganz zurückziehen wollte, endet für den Emder Unternehmensberater mit seinem Tod.

Gibt es einen Zusammenhang mit der aktuellen Einbruchsserie auf Norderney, und Magnus Dorner war nur ein Zufallsopfer? Warum hatte ein bekannter ostfriesischer Bootsbauer einen Mordsgroll auf den Unternehmensberater? Und was hat die Ehefrau des Opfers zu verbergen? An offenen Fragen und Verdächtigen mangelt es Kommissar Joost Kramer nicht. Vor allem aber macht ihm Sorgen, dass sich auch seine Freundin Ricarda gerade auf der Insel befindet und plötzlich näher an dem Mordfall dran ist, als dem Kommissar lieb ist …

Kriminetz-Rezensionen

Mord statt Urlaub

Kommissar Joost Kramer und seine Freundin Ricarda schmieden gerade Pläne für einen Kurzurlaub auf der schönen Insel Norderney, wo gerade die norddeutsche Meisterschaft im Kitesurfen stattfindet, als das Handy von Joost klingelt. Ein Unternehmensberater wurde in seinem Haus ermordet aufgefunden und die Task Force Ostfriesland, zu der neben ihm auch sein Kollege Robert gehört, muss den Mord aufklären.

Dieser 12. Fall ist für das Team nicht einfach zu lösen. Zwar war der Unternehmensberater kein angenehmer Zeitgenosse und auch seine Ehefrau hat so diverse Geheimnisse, doch eine schnelle Aufklärung ist nicht in Sicht. Verdächtige Zeitgenossen sind vorhanden, dennoch passt alles nicht wirklich zusammen. Angegebene Alibis zur Tatzeit erweisen sich als wasserdicht und die Beobachtung einer Nachbarin, die eine dunkle, robbenähnliche Gestalt am Haus gesehen hat, hilft bei den Ermittlungen nicht weiter.

Erst als der Inselpolizist Gerrit eine Reihe von Einbrüchen in Ferienimmobilien, die er aufklären muss, nebenbei erwähnt, kommt Joost Kramer eine Idee für seine weiteren Recherchen.

Dörte Jensen erzählt in kurzen Kapiteln eine spannende Geschichte. Ihr Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Die handelnden Personen sind sehr gut beschrieben und charakterisiert. Menschenkenntnis und auch eine Prise Humor bereichern den Krimi.

Natürlich spielt auch in diesem Krimi Ricarda keine unwichtige Rolle. Ohne das es Joost Kramer erfährt, reist sie ebenfalls nach Norderney, um ihrer Freundin Henrike Sattler, die sich auf der Insel eine Wohnung gekauft hat, zu helfen. Die Schauspielerin kann infolge von Dreharbeiten in Bayern bestellte Möbel nicht selbst entgegennehmen. Wie gefährlich dieser Freundschaftsdienst noch für Ricarda werden wird, ahnt niemand.

Kommissar Kramer gerät am Ende an seine physischen und psychischen Grenzen, als Ricarda in Lebensgefahr schwebt. Dörte Jensen gelingt es, die Spannung bis zu einem hochdramatischen Finale konstant zu halten und den Leser mit einer schlüssigen Lösung zu überzeugen.

Fazit:
Der Krimi ist gut strukturiert aufgebaut und hat viele Handlungsansätze, die nicht geradlinig zur Lösung führen. Ein phantasievoll ausgedachter Krimi, der überzeugend gelöst wurde. Mich hat »Blutiger Meerblick« gefesselt und mir eine wirklich spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich eine 5 Sterne sowie eine klare und eindeutige Leseempfehlung.

Mein Dank geht an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Statt Urlaub gibts Ermittlungen

Magnus Dorner kommt zu unpassender Zeit zurück in sein Ferienhaus auf Norderney und kurz darauf ist er tot; erschlagen von einem Einbrecher. Die dreiundachtzigjährige Nachbarin Gesine Dreyer hatte die Polizei informiert, da sie jemanden um das Nachbarhaus herumschleichen sah. Die alte Dame hatte schon öfter angebliche Verbrechen gemeldet und wird daher von der örtlichen Polizei nicht ganz ernst genommen.

Aber auch Joost Kramer von der Task Force Ostfriesland kann mit ihrer Aussage nicht viel anfangen. Eigentlich wollte er anlässlich der Meisterschaft im Kitesurfen mit seiner Freundin Ricarda ein paar Tage Urlaub auf der Insel machen, doch nun ist sein Einsatz gefragt. Die Ehefrau des Toten scheint Geheimnisse zu haben und ein Bootsbauer hatte auch allen Grund, den Toten zu hassen. Aber da gibt es ja auch noch die Einbruchserie auf Norderney. Es werden aufwendige Ermittlungen für Kramer und seinen Kollegen Robert Fengler.

Ich habe schon einige der Krimis aus dieser Reihe gelesen und auch der zwölfte Band hat mich wieder gut unterhalten. Dörte Jensen schreibt anschaulich und spannend.

Die Charaktere sind und gut und lebendig dargestellt. Die Kite-Wettbewerbe ziehen viele Menschen nach Norderney und somit ist alles ausgebucht. Da der Urlaub wegen des Falls in Wasser fällt, muss sich Joost das Zimmer statt mit Ricarda mit seinem schnarchenden Kollegen Robert teilen. Kramer ist ein fähiger Ermittler. Doch seine Freundin Ricarda Albers bereitet ihm des Öfteren Sorgen, denn sie ist impulsiv und gerät dadurch schnell in Gefahr.

Als die Schauspielerin Henrike Sattler ihre Freundin Ricarda bittet, auf Norderney etwas für sie zu regeln, sagt Ricarda zu. Prompt gerät sie wieder in eine undurchschaubare Situation und Joost muss eingreifen. Dabei haben er und Robert doch schon mit dem Fall genug zu tun. Robert bracht eine ganze Menge Schokolinsen, die ihm beim Denken helfen. Inselpolizist Gerrit Schepker ist mit der Einbruchserie beschäftigt und ein Gespräch mit ihm bringt Joost auf eine Spur.

Die unterschiedlichen Ermittlungsansätze sind schlüssig, doch es dauert eine Weile, bis sich die Lösung abzeichnet. Ich habe diese Ermittlungen sehr gerne begleitet.

Es war wieder ein spannender Ostfrieslandkrimi, der mir sehr gut gefallen hat.

Spannung auf ganzer Linie !!

Der Klappentext hat mich auf jeden Fall direkt total neugierig gemacht. Für alle, die hier erst in die Reihe einsteigen, ist noch wichtig, dass die Geschichten alle unabhängig voneinander gelesen werden können. Wenn ihr aber gerne eine Charakterentwicklung mitverfolgt, dann empfehle ich sie in der Reihenfolge zu lesen, in der sie erschienen sind. Die Autorin spricht hier einige Themen an, wobei die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Aber auch Habgier, Raub, Kitesurfing und Mord werden euch hier begegnen. Ich finde es spannend, aber auch erschreckend zu sehen, wie weit manch ein Mensch geht, nur finanziell besser darzustehen oder auch, weil er anderen Leuten den Erfolg und das damit einhergehende Vermögen nicht gönnt.
Die Handlung in „Blutiger Meerblick“ wird dem Leser aus Sicht verschiedener wichtiger Charaktere geschildert, dabei hat sich Dörte Jensen für die Perspektive in der dritten Person entschieden. So bekommt man als Leser einen sehr umfassenden Einblick in die Geschehnisse, was ich sehr gelungen finde. Es fiel mir so überhaupt nicht schwer, mich in die Ereignisse hineinzuversetzen. Gut gefallen hat mir auch, dass man sich gleich mitten im Geschehen befindet. Der Schreibstil der Autorin ist einen recht direkt und doch bildlich, so dass ich mir viele Situationen sehr gut vor Augen halten konnte. Durch einige unerwartete Wendungen konnte ich auch wunderbar mitfiebern.

Fazit:
Mit ihrem neusten Werk „Blutiger Meerblick“ konnte mich die Autorin sofort fesseln. Ich wurde hier wunderbar unterhalten und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Ein gelungener Folgeband, der so einiges offenlegt

In der Reihe um Joost Kramer von Dörte Jensen, geht es mit „Blutiger Meerblick“ in die zwölfte Runde und das geht mit einem sehr kniffligen Fall einher.
Eine Einbruchserie und ein Mordopfer.
Unfall oder ein kaltblütig geplanter Mord?
Klar, dass ich ihn unbedingt lesen musste.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend und fesselnd, so das ich ohne Probleme in die Story hineingekommen bin.
Auch wenn es der zwölfte Band ist, so ist Vorwissen nicht unbedingt nötig.
Da zum einen die Fälle abgeschlossen sind und zum anderen dem Privatleben der Ermittler, nicht allzu viel Raum gegeben wird.
Die Autorin lässt uns hier an den unterschiedlichsten Sichtweisen teilhaben, was es nicht ganz so eindimensional macht.
Überwiegend begleiten wir jedoch Joost Kramer und Ricarda.
Beide mag ich schon seit Beginn der Reihe unglaublich gern. Weil sie Menschlichkeit und Herz zeigen, sich aber darüber hinaus auch zu Impulsivität hinreißen lassen.
Was mir besonders bei Ricarda immer wieder ein schmunzeln entlockt.
Sie ist einfach eine Frohnatur und ein echter Wirbelwind, was sie sehr intuitiv, impulsiv und spontan handeln lässt.
Joost ist dagegen der ruhende Pol, der durch seine besonnene und ruhige Art alles immer etwas erdet.
Aber in diesem Band gehen auch die Pferde mit ihm durch und er steht furchtbare Ängste aus, was unheimlich gut zu spüren ist.
Auch die anderen Charaktere haben mir wirklich gut gefallen, sie waren authentisch und greifbar.
Sie haben Ecken und Kanten, was sie absolut sympathisch macht.

Der Fall beginnt sehr brisant und nervenaufreibend.
Der Mord hat es definitiv in sich ,auch wenn man schnell merkt, wie der Hase läuft.
Relativ früh hatte ich die leise Vermutung, dass es sehr vorhersehbar werden könnte.
Was sich zu meiner Freude, als Irrtum herausgestellt hat.
Bei der Einbruchserie hätte ich mir noch mehr Details gewünscht, weil es für meine Begriffe, eher nur eine Randhandlung war. Was ich doch als relativ schade empfand.
Weil es doch eine relativ wichtige Bedeutung für den Fall hat.
Man kann die Ermittlungen wieder sehr schön begleiten, was zu der ein oder Assoziation führt.
Besonders die Zusammenhänge, die dabei gezogen wurden, gestalteten sich als sehr interessant und facettenreich.
Dörte Jensen gelingt es mit sehr viel Einfühlungsvermögen auf die Hintergründe einzugehen, die sehr viel Unverstandenheit und auch Egoismus in sich bergen.
Manchmal ist Reden wichtiger, als schweigen.
Sie platziert sehr gekonnt einige Wendungen, die ich nicht unbedingt erwartet hatte.
Was dem Fall gleich viel mehr Aufschwung verliehen hat.
Kurzum: Ihr gelingt hier wieder ein sehr vielschichtiger und beklemmender Kriminalroman, der nicht nur mit der Atmosphäre Ostfrieslands punktet, sondern mich auch wirklich gut unterhalten hat.
Ich freu mich bereits auf den nächsten Band.

Fazit:
Mit „Blutiger Meerblick“ gelingt Dörte Jensen ein sehr atmosphärischer, vielschichtiger und beklemmender Kriminalroman, der so einige Wendungen beinhaltet, die man nicht unbedingt erwarten würde.
Ostfriesischer Humor, gut platzierte Wendungen und besonders die zwischenmenschlichen Aspekte sorgen für mehr Aufschwung.
Ein zwölfter Band, der mich perfekt unterhalten hat und wieder einiges zwischen den Zeilen mitgibt.
Ich freu mich sehr auf den nächsten Band

4 von 5 Sternen