Cover von: Blutland
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Bücher.de Preis: 15,00 €

Blutland

Der dritte Fall für Juncker und Kristiansen
Buch
Broschiert, 560 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3764507314

ISBN-13: 

9783764507312

Auflage: 

1 (09.05.2022)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3764507314

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein neuer Tatort in Kopenhagen: Der dritte Fall für das dänische Ermittlerduo Juncker und Kristiansen.

Martin Junckersen ist gerade zur Kopenhagener Polizei zurückgekehrt, da entbrennt in der dänischen Hauptstadt ein Kampf zwischen Neonazis und Rechtsradikalen auf der einen Seite und autonomen Gruppen und Einwandererbanden auf der anderen. Dabei wird ein Neonazi erstochen, und Junckers frühere Partnerin Signe Kristiansen übernimmt die Untersuchung des Mordes.

Kurz darauf wird die Leiche einer Frau in einem Naturschutzgebiet gefunden: erdrosselt und sexuell missbraucht. Martin ermittelt in diesem Fall, und zum ersten Mal seit langer Zeit arbeitet er wieder mit Signe zusammen. Denn die beiden vermuten, dass die Taten von demselben Mann verübt wurden – einem eiskalten Killer, der es vermag, auch die erfahrensten Polizisten auf die falsche Fährte zu locken.

Alle Fälle von Kim Faber und Janni Pedersen:
1. Winterland
2. Todland
3. Blutland

Kriminetz-Rezensionen

Ein spannender und facettenreicher Thriller mit einer hohen Sogwirkung!

»Blutland« ist ein Thriller und der dritte Fall für die dänischen Ermittler Juncker und Kristiansen, der am 9. Mai 2022 im Blanvalet Verlag erschienen ist. Das Autorenduo Kim Faber und Janni Pedersen hat mich auf 560 Seiten durchgehend gefesselt und ich hatte wirklich von der ersten bis zur letzten Seite exzellente Unterhaltung. Neben einer spannenden Unterhaltung haben die Autoren mich dazu angeregt, über wichtige Themen nachzudenken, die in dieser Geschichte geschickt eingearbeitet wurden.

In diesem Thriller passiert einiges, weshalb er sehr abwechslungsreich, jedoch nicht zu überladen ist. Ich hatte über jede vorkommende Handlung und Situation einen guten Überblick, der Geschichte konnte ich problemlos folgen. Obwohl ich die beiden Vorgängerbände nicht kenne, hatte ich hier nicht das Gefühl, im Unklaren zu sein. Mit den neuen Situationen der beiden Ermittler Martin Juncker und Signe Kristiansen bin ich gut zurechtgekommen. Sie haben mich bei ihren verzwickten und nervenaufreibenden Ermittlungen teilhaben lassen, die schaurige Abgründe an die Oberfläche gebracht haben.

Während Junker und Kristiansen einem überraschenden und von mir bis zur Auflösung unbekannten Serienmörder langsam auf die Spur kommen, müssen sie sich gleichzeitig noch um ihre privaten Angelegenheiten kümmern, die alles andere als erfreulich sind.

Beide Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und beinhalten unheimlich viel Tiefgang. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen konnte ich wunderbar nachvollziehen, auch gaben mir beide Figuren eine Menge Gründe, mit ihnen mitzufiebern. Trotz der großen Doppelbelastung müssen Sie hinter die Motive eines Mörders gelangen, der anscheinend schon einige Jahre zuvor ein grausam zugerichtetes und skurril drapiertes Opfer hinterlassen hat. Da Juncker diesen Mord damals nicht aufklären konnte, ist er fest davon überzeugt, dass die Morde seines aktuellen Falls mit der grausam ermordeten Frau vor einigen Jahren zusammenhängen.

Währenddessen ermittelt Kristiansen in dem Fall eines erstochenen Neonazis. Da die Schwester des Täters das Mordopfer Nummer eins in Junckers Fall ist, glaubt die dänische Polizei nicht an einen Zufall. Doch weitere Mordopfer werden aufgefunden und schnell wird allen klar, dass hier ein Täter am Werk ist, der die Polizei geschickt an der Nase herumführt.

Nicht nur die Polizei, sondern auch ich wurde mehrfach auf falsche Fährten geführt, regelmäßig wurde ich mit neuen und unerwarteten Wendungen überrascht.

Kristiansen, die große Konflikte mit ihrem Kollegen, dem Polizeikommissar Troels Mikkelsen hat, sorgt in dieser Geschichte für weiteren Aufruhr, dessen Zusammenhänge am Ende ein schlüssiges Finale ergeben. Mit ihm verbindet sie ein äußerst belastendes Verhältnis und die Zusammenarbeit gestaltet sich als extrem schwierig. Ihre Anspannung und Angst wurden authentisch und nachvollziehbar geschildert, die ich absolut nachvollziehen konnte. Ein Fehler, den sie in der Vergangenheit begangen hat, beginnt anfangs harmlos und artet zu einem schlimmen Erlebnis aus. Dies hat unter anderem für eine beklemmende Atmosphäre gesorgt, welche für den hohen Spannungsbogen verantwortlich ist. Die Polizeikommissarin war mir sehr sympathisch und ich kam mit ihrer Art sehr gut zurecht. Ihre Art zu ermitteln fand ich spannend, wie sie bei ihren Befragungen der Opfer Zugang zu ihnen findet, hat sie noch authentischer rüberbringen lassen.

Auch Junker ist ein sympathischer Protagonist und in einigen Situationen kam er etwas verschlossen rüber, da er oft in Gedanken versunken war. Noch dazu kam seine bevorstehende Scheidung, die ihn belastet hat. Durch seine Situation und Gedanken konnte ich dieses Verhalten jedoch sehr gut verstehen und nachvollziehen. Sein Verhältnis zu Kristiansen und umgekehrt ist distanziert, denn beide haben neben ihrer Arbeit ein schweres Päckchen zu tragen, welches sie mit sich rumtragen und für sich behalten. Als Team funktionieren die beiden Ermittler sehr gut und ich konnte trotz Geheimnissen beiderseits deutlich merken, dass sich jeder immer und jederzeit auf den anderen verlassen kann.

Dieser Thriller enthält trotz seiner 560 Seiten keine Längen, zu keiner Zeit fand ich die Handlung langweilig. Der detaillierte, bildliche, authentische, flüssige und gut lesbare Schreibstil der Autoren hat mir sehr gut gefallen. Auch ist die Handlung meiner Meinung nach gut durchdacht, strukturiert und abwechslungsreich aufgebaut, sodass ich mich beim Weglegen des Buches immer schwergetan habe. Der dänische Thriller hat mir spannungstechnisch sowie erzählerisch außerordentlich gut gefallen. Das hier Geschilderte besitzt einen guten Tempoanstieg, sodass eine super Dynamik entsteht. Kapitel in einer angenehm kurzen Länge, Unterteilungen in Tage und mit Bedacht eingesetzte Cliffhanger sorgen für einen schnellen Lesefluss. Natürlich haben mich auch die facettenreiche Darstellung der Figuren, die Beziehungsverhältnisse und die überraschenden Wendungen zum Weiterlesen animiert.

Das Ende ist super gelungen, denn die deutlich angespannte Atmosphäre und die kompletten Ereignisse und dessen Verknüpfungen fand ich auf jeden Fall spannend gestaltet und schlüssig durchdacht, sodass mich »Blutland« mit einer hohen Sogwirkung überzeugen konnte.