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Böser, böser Wolf
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ISBN-10:
ISBN-13:
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Beschreibung:
Hast du Angst vorm bösen Wolf?
Ein Serienmörder inszeniert grausame Morde nach Grimms Märchen – und eine entführte Autorin muss sie schreiben, um zu überleben.
Detective Lyla Rondell setzt sich auf die Spur des Täters. Doch je weiter sie ermittelt, desto mehr wird ihr bewusst, dass sie selbst nur eine Figur in einer Geschichte ist.
Erfolgsautorin Alexandra Benedict ist zurück mit einem ausgeklügelten Thriller, in dem der böse Wolf auf jeder Seite lauert.
Die gefeierte Krimiautorin Katie erwacht in einem abgeschlossenen Dachzimmer – entführt von einem maskierten Mann, der sich »der Wolf« nennt. Seine Forderung: Sie soll moderne Märchen schreiben, in denen reale Menschen auf grausame Weise sterben. Was Katie schreibt, setzt der Wolf in die Tat um. Und wenn sie sich weigert, wird sie selbst zur nächsten Figur in seinem tödlichen Spiel.
Während Katie verzweifelt versucht, Hinweise für die Polizei in ihre Geschichten einzubauen, beginnt Detective Inspector Lyla Rondell mit den Ermittlungen. Die Morde sind bizarr inszeniert: Eine junge Frau stirbt als »Cinderella«, ein Geschwisterpaar wird wie »Hänsel und Gretel« im Wald gefunden.
Bald erkennt Lyla, dass die Fälle mit dem Verschwinden ihrer besten Freundin Allison vor fünfundzwanzig Jahren zusammenhängen – und dass sie selbst Teil eines größeren Plans ist.





















märchenhafter Thriller
Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Die erhabene rote Schrift, die Rosenranken und der Mantel von Rotkäpchen sind wirklich gelungen und geben dem Cover einen eindrucksvollen Anblick. Und ein böser Wolf wird uns ja im Text auch immer begleiten. Ich war überrascht über die Geschichte. Es ist eine interessante Handlung, wobei “märchenhaft” es wirklich trifft. Die Wendungen, die die Geschichte zum Ende hin nimmt, waren nicht vorhersehbar. Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet, aber es ist eben märchenhaft und da ist alles möglich. Die Protagonisten sind sehr interessant und vielschichtig. Man muss zwischendurch gut achtgeben, dass man den Faden behält. Es ist alles eben ganz anders als man denkt. Aber die Spannung begleitet uns vom Anfang bis zum Ende. Die Handlungen sind sehr detailreich beschrieben und man kann sich alles gut vorstellen. Die Geschichte ist abwechslungsreich und vielschichtig. Allerdings kommt einem erstmal alles sehr real und authentisch vor, doch dann wird man mit seltsamen Aspekten konfrontiert. Und schon muss man seine Vorstellungen wieder ändern. Mir ist die Protagonistin Lyla sehr sympathisch und ich leide mit ihr, als ihre so einige Dinge klarwerden. Die ganzen Hinweise auf Märchen finde ich sehr gut und die Umsetzung durch die entführte Schriftstellerin Katie fand ich schon außergewöhnlich. Es ist wirklich ein etwas anderer Thriller, der aber fesselt und den Leser mitfiebern lässt.
Ich hatte jedenfalls märchenhafte Lesestunden und kann das Buch mit einem guten Gefühl weiterempfehlen. Es ist eben mal was ganz anderes.
Lässt mich ratlos zurück
Ein Serienmörder, der sich selbst als ,,Wolf“ inszeniert, entführt die gefeierte Krimiautorin Katie in eine Art Turmverlies. Dort soll sie moderne Märchen schreiben, in denen Menschen auf grausame Art und Weise schreiben, Nur so kann sie ihren eigenen Tod verhindern oder zumindest hinausschieben. Was passiert, wenn sie sich weigert, erlebt sie hautnah bei ihrer Kerkernachbarin mit. Also schreibt Katie, und der Wolf setzt ihre Geschichten in die Tat um. Katie versucht verzweifelt, Hinweise für die Polizei in die Geschichten einzubauen. Mit den Ermittlungen wird Detective Inspector Lyla Rondell betraut. Bald muss diese erkennen, dass die Fälle mit dem Verschwinden ihrer besten Freundin Allison vor fünfundzwanzig Jahren zusammenhängen – und dass sie selbst Teil des Plans ist.
Das klingt alles nach einer guten und originellen Idee: moderne Morde nach Art der Gebrüder Grimm. Leider wird die Handlung zunehmend verworren und unübersichtlich. Anstelle eines Thrillers wurde es zunehmende Fantasy. Ich fühlte mich überhaupt nicht mehr unterhalten und habe nur aus Pflichtgefühl zu Ende gelesen. Was will die Autorin uns sagen? Das ganze Buch lässt mich ziemlich ratlos zurück. Punkten kann da immerhin noch das schöne Cover.
Der Grimm-Ripper
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da bereits das tolle Cover mit der erhabenen blutroten Schrift und den Dornenranken an den Seiten ein echter Hingucker war, und auch die Leseprobe spannende Unterhaltung versprach.
Bis zur Handlungsmitte konnte die Autorin dieses Versprechen auch erfüllen.
Dann jedoch wurde der Plot zunehmend abstruser und verwirrender. Der Märchenthriller wandelte sich zur unheimlich, übersinnlichen Fantasy-Story.
Durch unglaubwürdige Wendungen, Zeitsprünge und Perspektiven war immer schwerer ersichtlich, was real und was sich nur im Kopf abspielt.
Zähne, Zahnfee und Pilzfrau waren einfach nur skurrile Handlungsstränge, die mit dem erwarteten Thriller nichts zu tun hatten.
Sehr schade, da hier viel Potenzial, aus dieser genialen Idee verschenkt wurde.
So blieb es für mich bei einem teilweise zwar spannenden, aber das Genre verfehltem Werk, das deutlich hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Kurze Kapitel und angenehm lesbarer Schreibstil reichten nicht, um über Mittelmaß hinauszukommen, deshalb nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.
Trauma-Verarbeitung und kreativer Krimi besonderer Art
Auf mehreren Erzählsträngen geht es um bizarr inszenierte Morde in der Gegenwart, geschrieben von der unfreiwillig eingesperrten Autorin Katie T. Hexen nach Motiven aus bekannten Grusel-Märchen der Gebrüder Grimm. Ihre modernen Fassungen dienen dem Serienmörder, dem Grimm-Ripper, als grobe Vorlage für seine tatsächlich durchgeführten Morde in immer schnellerer Abfolge. Thematisiert werden bei dieser Geiselnahme ihre Schutzmechanismus zur psychischen Bewältigung ihrer Todesangst und totalen Abhängigkeit. Mit seiner Wolf-Maske steht der Mörder für das dunkle Element in jedem Menschen.
Zwischen Realität, Magie und Fiktion sorgt auf weiteren Erzählebenen Detective Inspector Lyla Rondell für Aufklärung. Sie versucht gleichzeitig, ihr Trauma im Zusammenhang mit dem Verschwinden ihrer besten Freundin Allison vor 25 Jahren zu bewältigen. Als erfolgreiche Queer-Heldinnen avancieren diese beiden fiktiven Protagonisten schließlich.
Der Thriller wechselt unregelmäßig in den Fantasy-Bereich, auch gekoppelt an die kindliche Feengeschichte mit der Zahnfee Schreckensbeer rund um den ausgefallenen Milchzahn, der einen mit Bedacht gewählten Wunsch erfüllt. Mit einer Kreatur wie Colt Pixie verarbeitet die Autorin auch eine Figur aus der englischen Folklore in Südengland und Südwestengland. Die mysteriöse Pilz- und Kräuterfrau Mellicent Farling spricht ebenfalls in Rätseln und sorgt dabei gleichzeitig für kreative, hintergründige Twists.
Diese kreative Mischung aus Krimi und Autofiktion, inspiriert von gängigen Märchen, liest sich spannend.
Anders als erwartet
Zum Inhalt:
Die gefeierte Kriminalautorin Katie erwacht in einem abgeschlossenen Dachzimmer – entführt von einem maskierten Mann, der sich »der Wolf« nennt. Seine Forderung: Sie soll moderne Märchen schreiben, in denen Aschenputtel und Rotkäppchen sterben. Was Katie verfasst, setzt der Wolf in die Tat um. Weigert sie sich, wird sie selbst das Opfer seines tödlichen Spiels. Während Katie verzweifelt versucht, Hinweise für die Polizei in ihre Geschichten einzubauen, beginnt Detective Inspector Lyla Rondell mit den Ermittlungen. Auf diesen Fall hat sie seit fünfundzwanzig Jahren gewartet. Damals verschwand ihre beste Freundin spurlos, zurück blieb nur ein angebissener vergifteter Apfel. Die neuen Morde tragen dieselbe Handschrift: Eine junge Frau wird mit einem goldenen Schuh ermordet, ein Geschwisterpaar mit Lebkuchenkrümeln im Wald gefunden. Doch das ist nicht alles: Schon bald erkennt Lyla, dass sie selbst Teil eines viel größeren Plans ist.
Meine Meinung:
Ins Buch kam ich gut und es war auch gleich spannend und düster. Die Kapitel hatten eine gute Länge so kam ich gut voran. Die Charaktere waren sympathisch und die Märchen-Morde nach meinem Geschmack. Da freute ich mich auf die Ermittlungen.
Das Buch wird in 3 Teile aufgeteilt, was ansich nicht schlecht ist, aber hier wird es ab Buch 2 dann doch etwas zu Fantasy lastig für mich und hat nichts mehr mit einem klassischen Thriller zu tun. Ich mag es schon in Filmen nicht, wenn dann auf einmal irgendwas mit Parallelwelten kommt geschweige denn dann in Büchern. Da war ich dann doch etwas raus und hat für mich nicht gepasst. Ich hab es zwar zu Ende gelesen und auch verstanden, aber es war dann doch nicht meine Welt. Mir wäre es lieber gewesen wenn man beim klassischen Thriller geblieben wäre und nicht abgedriftet wie es hier der Fall war. Auch wenn nicht alles nach meinem Geschmack war, wurde ich gut unterhalten aber mehr auch nicht. Aber es gibt bestimmt andere Leser die mit der Story begeistert werden.
Das perfekte Kuddelmuddel
Zum Inhalt:
Eine Schriftstellerin wird entführt und soll Märchen mit mörderischem Ausgang schreiben, welche ihr Entführer in die Tat umsetzen will, - eine Weigerung würde zu ihrem Tod führen. Sie beugt sich er Gewalt, versucht aber der Polizei Hinweise einzustreuen, um den Mörder zu fassen.
Mein Eindruck:
Manchmal fragt man sich als Leser, was eigentlich im Kopf des Autors vorgegangen ist. Hier denkt man nicht nur einmal darüber nach, denn Alexandra Benedict hat ein perfektes Verwirrspiel für ihre Leser geschaffen. Suggeriert der Klappentext ein "Buch im Buch", ist "Böser, böser Wolf" viel mehr und viel komplizierter angelegt. Dabei halten sich die Teile, in denen Benedict ihre Leser verwirrt auf unnachahmliche Weise mit denen die Waage, in denen sie eine Aufklärung anbietet. Doch immer, wenn man denkt, man hat ihre Vorgehensweise entlarvt, verschwindet sie spurlos hinter der nächsten Ecke... oder dem nächsten Baum... und lacht wie eine Märchenfigur über das dumme Gesicht.
Mein Fazit:
Wirklich intelligente Unterhaltung
Spannender Auftakt und unerwartete Wendung
Ich liebe die Weihnachtskrimis der Autorin und so habe ich im Grunde blind , den neuen Krimi in die Hand genommen. Der Auftakt hat mir sehr gut gefallen und die Idee für die Ereignisse fand interessant. Die Krimiautorin Katie wird entführt und soll sich Mordszenarien ausdenken, die der Täter in die Tat umsetzen will. Thema : Grimms Märchen. Dies ist der eine Handlungsstrang , den ich als sehr emotional empfunden habe. Besonders der Gewissenskonflikt der Autorin wurde sehr gut dargestellt.
Auf der Gegenseite steht DI Leyla. Leylas Freundin Allison ist vor vielen Jahren unter ungeklärten Umständen spurlos verschwunden. Dieses Trauma begleitet Leylas bis heute. Nun glaubt sie nach dem ersten Mord des Grimm - Rippers, Parallelen zu Allisons Fall zu erkennen und ihre Ermittlung wird immer mehr zur Besessenheit. Mir hat der Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen gut gefallen, da er in meinen Augen die Spannung erhöht hat.
Dann kippt die Handlung in meinen Augen . Das hat mich zusehend ratlos gemacht und verwirrt. Leyla beginnt an ihrer eigenen Realität zu zweifeln. Existiert sie wirklich oder ist auch sie das Phantasieprodukt der Autorin ? Vieles spricht dafür, aber ebenso dagegen. Die Morde sind auf jeden Fall real und Leyla ist fest entschlossen, den Täter aufzuspüren. Am Ende mischen sich Realität und Phantasie untrennbar . Der Fall wird dennoch gelöst, wenn auch etwas märchenhaft.
Die Autorin stellt mit dem 2. Teil des Krimis die fast schon philosophisch anmutende Frage, ob wir nicht alle Phantasiefiguren sein könnten . Und könnten wir dann unsere eigene Geschichte beeinflussen und sie so zur Realität werden lassen ? Dieses Gedankenspiel fand ich durchaus interessant und es bietet Stoff zum Nachdenken. Mein Problem ist aber, dass ich so gar nicht mit dieser Entwicklung gerechnet habe und somit meine Erwartungen an den Krimi nur teilweise erfüllt wurden. Dementsprechend ist mein Fazit zweigespalten. Den Auftakt fand ich fesselnd, aber der 2. Teil konnte mich nicht für sich einnehmen.