Image of Die Henry Frei-Thriller: Böses Kind: Der erste Fall für Kommissar Henry Frei
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Böses Kind

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei. Thriller
Buch
Taschenbuch, 324 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3745035291

ISBN-13: 

9783745035292

Auflage: 

11 (26.10.2017)

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 229.688
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3745035291

Beschreibung von Bücher.de: 

JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN.

Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.

Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.

Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.

"Für mich einer der besten Thriller von Martin Krist." Kerstin Wiegard, Literaturchaos

"Der Meister der vielen Ebenen ist zurück und bereitet mit Berlins dunklen Seiten schlaflose Nächte." Denise Börner, Tapsis Buchblog

"Martin Krist ist der wirklich böse Bube unter den deutschen Krimi-Schreibern." Claudia Keikus, Berliner Kurier

Kriminetz-Rezensionen

Rasant und packend - Der 1. Fall für Henry Frei

Mit diesem Thriller beginnt eine neue Serie um Kriminalhauptkommissar Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers in Berlin.

Auftakt bildet ein sog. INTERMEZZO, das sich durchs ganze Buch zieht. Hier erfährt der Leser von einer gefesselten Frau/Mädchen, die gefangen gehalten und auch geschlagen wird.

Aktuell hat die Berliner Polizei den Mord an Sina Weinstein auf dem Tisch. Sie wurde in einem Hotel stranguliert aufgefunden. Ihr Ehemann ist der bekannte, konservative Fernsehprediger.

In einem weiteren Strang lernt man Suse Pirnatt kennen. Ihre 14-jährige Tochter Jacqueline ist zusammen mit Hund Tapsi verschwunden. Es wird vermutet, dass sie zusammen mit ihrem Freund durchgebrannt ist, weil auch ihr Rucksack fehlt. Bei Suse leben noch ihr Sohn Dennis und das Baby Theo, der Vater der Kinder hat sich von ihr getrennt. Leider bezahlt er keinen Unterhalt, so dass Suse einen ungeliebten Job annehmen muss, um die Familie zu ernähren. Von ihrer Situation ist sie restlos überfordert und zu allem Unglück wird sie auch noch gestalkt.

Nun wird ein gefolterter, gekreuzigter Hund entdeckt, Tags darauf eine ebensolche männliche Leiche. Alles deutet auf einen Ritualmord hin und man hofft, dass Jacqueline noch lebend gefunden wird.

Rasant, unglaublich spannend und packend hat der Autor diesen 1. Fall seines neuen Ermittlers geschildert. Ich habe mit dem Lesen begonnen und konnte nicht mehr aufhören. Die Handlung ist sehr komplex, aber erfreulicherweise laufen die Fäden irgendwann zusammen. Die beiden Kommissare und ihr Privatleben werden sehr genau beschrieben. Ich sah den überkorrekten und peniblen Henry und die völlig übermüdete Louisa förmlich vor mir. Auch die überforderte Suse wurde authentisch und bildlich beschrieben.

Mich hat der Autor jedenfalls am Haken, ich bin beim nächsten Fall wieder dabei!

Solide jedoch viel zu viele Klischees

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei und seiner Kollegin Luisa Albers führt sie in ein schmuddeliges, heruntergekommenes Zimmer in einem Hotel. Pikant, es ist die Frau eines allseits bekannten Fernsehpredigers und somit ist dieser als erstes tatverdächtig.

Gleichzeitig bahnt sich ein ganz anderer Fall für die Kommissare an. In einer Plattenbausiedlung in einem der vielen sozialen Brennpunkte kämpft eine alleinerziehende Mutter fast buchstäblich ums Überleben. Nach der Trennung von ihrem Ehemann ist sie allein zuständig für den Unterhalt ihrer drei Kinder im Alter von 14, 6 und einem Jahr. Und eines Nachts verschwindet plötzlich die 14-jährige Tochter Jacqueline. Tage später werden Frei und Albers zum Fundort einer fürchterlich entstellten Leiche gerufen. Neben dieser liegt der Rucksack der Verschwundenen. Befindet sich Jacqueline in großer Gefahr?

Ich liebe Thriller und Krimis, mein Lieblingsgenre sozusagen. Da ich schon sehr viele gelesen habe, bin ich irgendwie geneigt, jedes neue Buch sehr kritisch zu betrachten. Handelt es sich dann auch noch um eine neue Serie, bin ich ganz besonders gespannt auf den/die Protagonisten. Ich habe so einige „kennengelernt“, um sie miteinander vergleichen zu können. In der Regel sind es Workaholics mit dem einen oder anderen psychischen Problem, kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen und sind in der Regel auch nicht bindungsfähig und gerade deshalb meint der eine oder andere Autor, dass gerade sein Protagonist mit den oben erwähnten charakterlichen Zügen ganz genial in der Aufklärung besonders scheußlicher Verbrechen sei.

Auch Martin Krists neue Serie um den Kommissar Frei bedient sich einschlägiger Klischees. Es wird bis zum Umfallen gearbeitet, in der Regel um die 12 Stunden täglich, und wie könnte es anders sein, unterliegt zu mindestens Frei einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung. Seine Kollegin kommt da schon besser weg, sie ist nur vollkommen übermüdet resultierend aus langen Diensten und kurzem Schlaf wegen ihres Babys. Einen winzigen Unterschied gibt es jedoch bei Frei, er führt ein (noch) intaktes Familienleben.

Ansonsten sind die Kapitel recht kurz gehalten und man fliegt förmlich durch die Seiten, es gibt etliche wirklich gut gesetzte Spannungsbögen und eine sehr ausgefeilte Story, die mich oft verwirrte und mich in die falsche Richtung trieb.

Wirklich anstrengend fand ich, dass der Autor einfach zu viel Wert auf die Erwähnung der vielen Zwänge seines Protagonisten legte. Die ständigen Angaben der Uhrzeit zum Beispiel. Im Handlungstrang Frei/Albers gibt es gefühlt keine Seite, in der nicht mindestens einmal die aktuelle Uhrzeit genannt wird, oder fast noch schlimmer, Gegenstände akribisch sortiert werden. Das war wirklich enervierend.

Fazit: Sieht man über den in Krimis häufig skizzierten von Klischees nur so strotzenden Protagonisten einmal ab, gelingt dem Autor ein spannender Krimi. Aufgrund der stereotypen Charakterzeichnungen werde ich die Serie nicht weiter verfolgen.

Sehr spannend

Als die 14-jährige Jacqueline von ihrer Mutter Susanne als vermisst gemeldet wird, nimmt bei der Polizei niemand die Mutter wirklich ernst. Als man dann eine grausam zugerichtete Leiche findet und Jacquelines Rucksack daneben, sorgt sich die Polizei dann doch um die mit ihrem Hund verschwundene Jacqueline. Die Zeit rennt … Und was hat die verschwundene Jacqueline damit zu tun?

Dies ist der erste Fall für Kommissar Henry Frei. Ich habe bereits einige Bücher des Autors gelesen und bin auch dieses Mal wieder begeistert, denn der Fall ist komplex und sehr spannend.

Suse ist alleinerziehend und mit ihren drei Kindern meist überfordert. Die Wohnung der Familie liegt in einer Gegend, die ziemlich heruntergekommen ist. Sie ist berufstätig und ausgelaugt. Deshalb hat sie auch nicht bemerkt, dass ihre Tochter nicht nach Hause gekommen ist. Ich konnte ihre Sorgen gut nachvollziehen.

Hauptkommissar Henri Frei und seine Kollegin Louisa Albers hatten schon mit dem Fall der ermordeten Frau eines Fernsehpredigers zu tun und nun kommt noch diese Geschichte dazu. Wir lernen die Ermittler mit ihren privaten Problemen gut kennen, denn während Luisa wegen ihres Babys unter Schlafmangel leidet, ist auch Henri durch seinen Sohn mit Asperger-Syndrom stark gefordert.
Schön fand ich es auch, dass Reporter Hardy Sackowitz, den ich aus anderen Krist-Büchern kenne, wieder dabei ist.

Zwischen den Handlungssträngen erfahren wir auch immer wieder von den Qualen einer eingesperrten Frau.

Die Spannung ist von Anfang an da und der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss sehr hoch. Wieder einmal werden wir durch die verschiedenen Zeitstränge verwirrt. So kommt es, dass die Wendungen für totale Verwirrung sorgen, aber am Ende klärt es sich schlüssig.

Ein superspannender, aber brutaler Thriller.

Starker Auftakt einer neuen Thriller-Reihe

Suse wurde von ihrem Mann verlassen und sie lebt mit ihren beiden Kindern in einer kleinen Wohnung in Berlin. Sie stößt dabei sowohl finanziell als auch erziehungstechnisch sehr häufig an ihre Grenzen. So ist sie zwar zunächst verärgert, als sie feststellt, dass ihre 14-jährige Tochter Jacqueline die Nacht über nicht nach Hause gekommen ist, macht sich aber noch keine große Sorgen. Dies ändert sich aber mit ihrem weiteren Fernbleiben und als ein Freund von ihr brutal ermordet aufgefunden wird und Jacquelines Rucksack am Tatort gefunden wird, macht sich bei Suse Panik breit. Kriminalkommissar Henry Frei macht sich auf die Suche nach Jacqueline und dem Täter. Wird er rechtzeitig eingreifen können? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt ...

Martin Krist konnte mich schon im Vorfeld mit zwei seiner Bücher begeistern, so dass ich mit großen Erwartungen in seine neue Thriller-Reihe gestartet bin. In "Böses Kind" führt der Autor konsequent seinen temporeichen und lebendigen Schreibstil fort. Er arbeitet dabei mit kurzen Kapiteln und zwei Handlungssträngen, die sich streckenweise mehr zufällig überschneiden. Dies sorgt aus meiner Sicht für ein zusätzliches Tempo und konnte mich an die spannende Geschichte fesseln. Der Spannungsbogen wird mit der vermissten Jacqueline und dem Auffinden der Leiche geschickt aufgebaut und im Verlauf des Buches immer auf einem sehr hohen Niveau gehalten, um dann in einem für mich überraschenden und kreativen Finale zu enden. Die Protagonisten werden interessant und ausführlich charakterisiert und die clever konzipierte Geschichte führte mich durchaus in die ein oder andere Sackgasse. Der Einstieg in die Welt des Ermittlers Henry Frei hat definitiv Lust auf mehr gemacht und es bleibt zu hoffen, dass es einige Fällen für den sympathischen Ermittler geben wird.

Mir hat "Böses Kind" von Martin Krist einige spannende und fesselnde Stunden beschert, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte.

Mörderisches Berlin

Dies war mein erster Thriller von Martin Krist und da ich schon viel Gutes über seine Bücher gehört bzw. gelesen hatte, war ich recht gespannt, wie es mir gefallen wird.

Ohne großes bla bla bla landet man gleich mitten in der Geschichte und vor allem in dem recht chaotischen Leben von Suse. Sie ist alleinerziehende Mutter von 3 Kindern mit einem Halbtagsjob als Verkäuferin in einer Drogerie, lebt in einer kleinen Wohnung im Plattenbau in Berlin-Spandau und ihre Welt wird noch mehr auf den Kopf gestellt, als sie merkt, dass ihre 14-jährige Tochter Jacqueline verschwunden ist. Diese morgendliche Hektik von Suse und die plärrenden und jammernden Kinder auf den ersten Seiten haben mich regelrecht nervös gemacht.

Dann treten die Kommissare Frei und seine Kollegin Albers auf den Plan und brachten auch noch ihre Marotten bzw.ihre Pedanterie mit. Bei Henry Frei muss alles seine Ordnung haben, alles an seinem angestammten Platz sein, nichts darf verschoben oder leicht schräg liegen, von den Fusseln auf seiner Kleidung oder Falten im Jacket ganz zu schweigen. Seine Kollegin Albers hingegen scheint nur von Karotten zu leben und durch ihr kleines Baby zu wenig zu Schlaf zu bekommen, sie gähnt in einer Tour und hält kurze Nickerchen. Diese Zwänge hätte man vielleicht nach ein- oder zweimaliger Erwähnung etwas in den Hintergrund treten lassen können, statt sie dem Leser fast auf jeder Seite unter die Nase zu reiben.

Gut gefallen haben mir hingegen die verschiedenen Hinweise, die mich in eine völlig falsche Richtung gelenkt haben, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Hier hatte ich mal die Person in Verdacht, dann jene, dann hatte sich das wieder logisch aufgeklärt und ich hatte wen anderes im Visier, aber am Ende, da kam alles ganz anders, als gedacht. Hier konnte mich das Buch dann wieder überzeugen und für sich gewinnen.

Fazit
Der Handlung ist einfach zu folgen, die meisten Charaktere blieben mir persönlich etwas blass, unterkühlt und unsympathisch. Leider konnte mich dieser erste Band einer neuen Serie nicht vollends überzeugen.

Rohe Gewalt wirkt zerstörend

"Vieles Gewaltige lebt und nichts ist gewaltiger als der Mensch." (Sophokles)

Suse Pirnatt, die nach der Trennung ihres Mannes mit ihren drei Kindern alleine dasteht, ist hoffnungslos überlastet. Zudem bekommt sie von ihrem Mann Ludger keinen Unterhalt, weil dieser Insolvenz anmelden musste. Nun sitzt sie hier in dieser kleinen Wohnung, in einer nicht gerade guten Gegend Berlins. Eines Morgens bemerkt sie das ihre 14-jährige Tochter Jaqueline am Abend nicht nach Hause gekommen ist, zudem fehlt auch ihr Hund Tapsi. Als sie am nächsten Tag noch immer nicht auftaucht, ruft sie bei der Polizei an und meldet sie als vermisst.

Zur gleichen Zeit bearbeiten Hauptkommissar Henry Frei und seine Kollegen den Tod von Sina Weinstein, die man stranguliert in einem Hotel fand. Da werden sie vom Kollegen zu einem neuen Tatort gerufen. In dem sanierungsbedürftigen Büchereisaal, wo man am Vortag den toten Hund mit zerschlagenen Kopf entdeckt hat, wurde eine Leiche gefunden. Wie schon bei dem Hund wurde ihm ebenfalls der Kopf zur Unkenntlichkeit eingeschlagen und man findet den Rucksack von Jaqueline. Haben die Verbrechen etwas mit dem Verschwinden von Suses Tochter zu tun? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem ihnen ein ehemaliger Kollege behilflich sein könnt

Meine Meinung:
Für mich war es mein erstes Buch von Martin Krist, ich wurde durch die Kurzinfo auf diesen Thriller aufmerksam. Das ansprechende Cover konnte mich sofort überzeugen. Der gute Schreibstil des Autors machte es mir auch nicht schwer, das Buch schnell zu Ende zu lesen. Voll Sorgen um die vermisste Tochter, bangt man selbst als Leser und ebenfalls Mutter mit Suse mit. Anhand zweier Handlungsstränge wird man durch das Buch und das Geschehen geführt. Inhaltlich ist die Geschichte sehr fesselnd und gut aufgebaut, auch die Protagonisten sind recht realistisch dargestellt. Doch mit der Zeit fand ich die überpenible Art von Henry Frei etwas anstrengend. Auch die häufigen Uhrzeitangaben, störten mich ein wenig, doch am meisten ärgerte ich mich das nichtssagende Ende des Buches. Ich mag keine Bücher, wo der Leser schon fast notgedrungen gezwungen wird, den nächsten Band zu lesen, damit er weiß, wie es weiter geht. Sehr schade, das fand ich unnötig, man hätte das durchaus anders lösen können. Auch fehlt mir bis zum Ende der Bezug zum Titel, ich hoffe, dass er im nächsten Teil aufgeklärt wird. Trotzdem konnte mich der Autor durch den Inhalt und seine fesselnde Schreibweise überzeugen. Darum gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen und freue mich jetzt auf die nächste Folge.

Neuer sympathischer Kommissar

Suse, Mutter von drei Kindern, ist total überfordert seit ihr Mann sie verlassen hat und sie alleine für sich und die Kinder sorgen muss. Als dann auch noch die älteste Tochter Jacqueline verschwindet und die Polizei ihr nicht glaubt, dass was passiert sein muss, ist sie kurz vorm Durchdrehen. Doch dann wird Jacquelines Rucksack neben einer Leiche gefunden und Kommissar Henry Frei übernimmt die Ermittlungen. Und das soll nicht die letzte Leiche in diesem rasanten Fall bleiben, der überraschende Wendungen nimmt.

Ein spannender Thriller mit neuen Ermittlern, die ein tolles sympathisches Team bilden. Henry Frei, ein Pedant und Ordnungsfanatiker wie er im Buche steht und seine Kollegin Albers, eine junge Mutter mit chronischem Schlafmangel. Es macht Spaß, diesen beiden durch einen Fall zu folgen, der nie langweilig wird und einen immer wieder auf neue Fährten lockt. Das Ende hat mich dann überrascht und lässt einen neugierig auf die Fortsetzung zurück.

Gerne mehr davon.

Durchschnittlich

Zum Inhalt:
Erst wird ein Hundekadaver gefunden, dann ein toter Jugendlicher. Die Spuren führen zu Suse, einer alleinerziehenden Mutter, die mit ihrer Situation völlig überfordert scheint. Zu allem Überfluss ist ihre Tochter Jacqueline verschwunden. Freiwillig? Neben der Leiche finden sich Gegenstände, die dem Mädchen zugeordnet werden können und Kriminalkommissar Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers müssen all ihr Können aufbringen und ihre Kontakte nutzen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Mein Eindruck:
Einiges in dem Buch ist Krist wirklich sehr gelungen. Der dubiose Beginn seines Buches, der eine überraschende Auflösung birgt, und die Aufklärung des Täters sind wirklich meisterhaft. Leider fehlt dem Buch aber sonst eine tiefergehende Behandlung der Charaktere. Einfach nur die unterschiedlichsten Probleme aufzählen, die einem der Nachwuchs so bescheren kann, ist der Krimispannung nicht besonders zuträglich und nervt irgendwann nur noch kolossal. Die Einführung eines Charakters, der wahrscheinlich – wie die Rahmenhandlung – für weitere Bände um Kommissar Frei wichtig ist bzw. wird, benötigt ebenfalls viel Platz und 320 Seiten sind dann nicht genug für eine ausführliche Krimihandlung mit mehreren Verdächtigen und mehr als holzschnittartige Charakterzeichnungen der handelnden Personen. Aber was Krist aus diesem gegebenen Material dann noch erschafft, nötigt einiges an Bewunderung ab – auch wenn er an der Lage selber Schuld hat.

Und so erfreut man sich an einem schönen Schreibstil, einem bei allen unnötigen Längen doch noch interessanten Plot mit einer sehr guten Auflösung und einem Cliffhanger, der wunderbar auf ein nächstes Buch überleitet. In diesem wird hoffentlich der Nachwuchs ruhiger oder leichtgängiger und dadurch, dass alle wichtigen Charaktere eingeführt sind, ergibt sich dann hoffentlich schneller eine Krimispannung.

Mein Fazit:
Handwerklich gelungen, leider mit vielen unnötigen Längen durch viele unnötige Extra-Probleme. Babys schreien schon einmal, Pubertät ist schwierig und Asperger ist auch nicht mehr das Neueste.