Cover von: Böswald

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Böswald

Der erste Fall für Kriminalhauptkommissarin Liz Hauser. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 337 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3746643171

ISBN-13: 

9783746643175

Auflage: 

1 (12.08.2026)

Preis: 

14,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.527.238
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3746643171

Beschreibung: 

Der Wald vergibt nicht, der Wald rächt sich.

Nach fünfundzwanzig Jahren kehrt Kriminalhauptkommissarin Liz Hauser in ihre Heimat, den Südschwarzwald, zurück. Ihr erster großer Einsatz führt sie ins Dorf Bregau: Der Förster des Gemeindewaldes wurde ermordet.

Zwischen schattigen Tannen und schwelenden Konflikten stößt Liz auf eine zerrüttete Dorfgemeinschaft. Umweltschützer kämpfen für einen Naturwald, Alteingesessene für ihre Tradition. Ist der Ermordete zwischen die Fronten geraten – oder verbirgt sich hinter dem Verbrechen ein noch dunkleres Motiv?

Der Auftakt der neuen fesselnden Krimi-Reihe aus dem Schwarzwald.

Kriminetz-Rezensionen

Ein Toter im Wald

Kriminalhauptkommissarin Liz Hauser ist nach fünfundzwanzig Jahren in ihre Heimat im Südschwarzwald zurückgekehrt. Es ist ihr erster großer Einsatz, als im Wald beim kleinen Ort Bregau ein Toter gefunden wurde. Es handelt sich um den Revierförster Paul Fritsch, der vor dem großen Harvester liegt. Schnell stellt sich heraus, dass es kein Unfall war. Mit ihrem Kollegen Andreas Brummer befragt sie die Bewohner des Ortes. Zunächst scheint es, als wäre Fritsch allseits beliebt gewesen, doch schon bald stellen die Kommissare fest, dass es im Dorf Konflikte zwischen Umweltschützern und den alteingesessenen Bauern und Jägern gibt. Der Förster stand zwischen diesen Interessengruppen. Außerdem hatte er verschiedene Techtelmechtel, was seiner Frau bestimmt nicht gefallen haben dürfte.

Es ist ein eher ruhiger Krimi, der aber dennoch spannend ist.

Die Charaktere sind gut dargestellt. Liz muss einen Verlust verarbeiten und das kann sie am besten bei ihrem Pferd Lucy. Mit ihrem Kollegen Andreas ergänzt sie sich gut, obwohl oder gerade, weil er so anders ist als sie. Die Dorfbewohner sind nicht besonders erfreut über die Ermittlungen. Jeder hat seine eigenen Interessen. Die alte Anna Waldvogel hat etwas gesehen, aber sie scheint auch etwas verwirrt. Warum aber wird sie dann angegriffen?

Die Vorsitzende der Bürgerinitiative Bannwald Kirsten Schubert möchte ein Naturwaldprojekt durchsetzen, was die Waldbesitzer auf die Palme bringt, denn sie sehen ihre Einnahmen gefährdet. Auch für Leo Bauer ist es wichtig, dass sein Harvester immer läuft. Im Schwanen von Karin Zumhauser gibt es zu dem Thema kontroverse und lautstarke Diskussionen.

Mit dem Holzrücker Stephan Wasmer unterhält sich Liz besonders gerne und erfährt von ihm auch einiges über den Toten. Der hat zu dem Thema Bannwald seine eigene Meinung, was seinem Chef wohl nicht gefallen hat.

Liz und Andreas müssen sich also mächtig ins Zeug legen, denn es gibt eine ganze Reihe von Verdächtigen, aber keine belastbaren Hinweise.

Ein spannender Krimi, der mir gut gefallen hat.

Ökologie und Ökonomie, können sie unter einen Hut gebracht werden?

Schauplatz ist der fiktive Ort Bregau im Südschwarzwald
Der Revierförster Paul Fritsch wird von dem Eigentümer eines Harvesters, Leo Bauer, im Wald tot aufgefunden. Bald kristallisiert sich heraus, daß es kein Unfall war. Fritsch hatte die Stelle erst seit einem Jahr, wohnte am Ort in einem Apartment, seine Ehefrau und der Sohn wohnen in einer Villa in Freiburg. Die kürzlich erst in ihren Heimatort zurückgekehrte Kriminalhauptkommissarin Liz Hauser und ihr Kollege Andres Brummer übernehmen die Ermittlungen. Sie können hier an etlichen Stellen ansetzen. Die Einwohner, die sich über das Thema Wald und den Umgang damit in zwei Lager gespalten haben, zum einen die Initiative zum Schutz des Bannwaldes und zum anderen die Bauern, denen der Wald ihr Einkommen sichert. Außerdem wird sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld des Opfers nachgeforscht werden müssen, denn er galt als Charmeur, was auch einige Fragen aufwirft. Erfreulicherweise gibt es eine Zeugin für den Vorfall im Wald. Anna Waldvogel, eine alte Frau, die im Moment entweder altersbedingt stürzt oder es besteht durchaus der Verdacht, daß sie überfallen wird und es deshalb zum Sturz kommt.

Dieser erste Band einer neuen Reihe liest sich flüssig, authentisch – auch durch die Dialekteinschübe – und spannend. Die Polizeiarbeit wird realistisch beschrieben und als Leser ist man mittendrin und kann seine eigenen Ermittlungen anstellen. Es werden ausführlich beide Seiten der Medaille aufgezeigt, wobei das Thema Wald über allem steht, aber auch die persönliche Meinung von Fritsch selbst dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Private Details von Liz und Andreas, die nebenbei eingestreut werden, lockern die Geschichte auf und machen sie menschlicher. Ebenfalls facettenreich ausgearbeitet sind die anderen Figuren.

Ich hatte unterhaltsame Lesestunden mit diesem soliden Regio-Krimi. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich bin bei Band 2 auf jeden Fall dabei!