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Bruderherz

Kriminalroman

Seiten: 

165

Verlag: 

Erscheinungsdatum: 

05.01.2020

Preis: 

3,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 53.533
Amazon Bestellnummer (ASIN): B083HJGYPM
Beschreibung von Silke Nowak

Die beschauliche Gemeinde Schwandorf wird von einem verstörenden Mord erschüttert: Eine männliche Leiche wird am Straßenrand gefunden. Der Tote wurde mit einer sichelähnlichen Waffe entmannt. Grüße von Kronos, lautet die Nachricht, die den Ermittlern zu denken gibt: Wenn der erste Schnee fällt, kehre ich zurück. Die Tatwaffe findet sich unweit des Tatorts – auf dem Grab einer jungen Frau, die Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben kam. Josefine Miller, genannt Joy, zog vor Kurzem von Berlin aufs Land. Auf dem Anwesen der Alten Mühle führt sie das Leben einer Mutter und Hausfrau: Sie arbeitet in Teilzeit bei der Polizei, kümmert sich um Kind und Haushalt. Doch Colin Westheim, ein Kommissar mit legendärem Ruf, bezieht sie trotzdem in die Ermittlungen der Sonderkommission Kronos ein.

Zu den Verdächtigen gehören die beiden Söhne des Mordopfers. Es handelt sich um zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Julius ist Staranwalt in New York, Manuel hat das Down-Syndrom und lebt in einer betreuten Wohnstätte bei Schwandorf. Die Ermittlungen laufen erstaunlich gut. Der Täter wird nach wenigen Tagen gefasst. Doch ein ungutes Gefühl begleitet Joy bis zum Schluss.

Ein Dorf, das schweigt.

Ein Einsatzleiter, der ein dunkles Geheimnis verbirgt.

Zwei unterschiedliche Brüder, verbunden durch die Liebe zur Mutter. Und durch die Rache am Vater?

Kriminetz-Rezensionen

Good Cop, Bad Cop

Josefine „Joy“ Miller ist mit ihrem Mann Bela, Sohn Milan und Hund Pirat aufs Land gezogen, baut da ein Mühlen-Anwesen um und arbeitet Teilzeit bei der Polizei. Ihre Vergangenheit folgt ihr, wie ein leiser Schatten, doch davon soll niemand etwas wissen. Kommissar Colin Westheim ist Joys Vorgesetzter und bringt sie hart an ihre Grenzen – und das nicht nur, indem er sie bei der Sonderkommission „Kronos“ einsetzt. Der Fall ist spektakulär, doch das Dorf schweigt geschlossen. Sehr schnell ist der Täter überführt, doch in Joy bleiben Zweifel …

Mit Joy und Collin hat Silke Nowak ein typisch gegensätzliches Ermittlerduo geschaffen, dennoch langweilt es in keiner Weise. Die persönlichen Geschichten der beiden werden nur ganz langsam offengelegt und bis zum Schluss bleiben Dinge ungesagt und geheimnisvoll – perfekt für den Start einer neuen Krimireihe! Dass beide versuchen, gewisse Geheimnisse für sich zu behalten, merkt der Leser schnell und genau dies weckt die Neugier. Die Story ist rund und in sich geschlossen, die losen Fäden lassen den Leser neugierig zurück, aber nicht in der Luft hängen. So mag ich das!

Außer den beiden Ermittlern zeichnet die Autorin auch die weiteren Figuren im Buch mit klaren Strichen. Sie benötigt nur wenige Worte, um im Leser Bilder dazu zu erschaffen. Man hat sie alle ganz deutlich vor Augen, als würde man sie kennen, wären es Nachbarn, lebte man im selben Ort. Es werden ein paar Klischees bedient, doch dies in einer sehr stimmigen, passenden Weise. Doch auch sehr gelungene Wendungen und Verwicklungen sind zu finden und diese lassen mich ahnen, dass in den weiteren Bänden noch ein paar typische Nowak-Überraschungen lauern! Joy und Colin bieten so viel Potenzial, aber auch einige der „Randfiguren“ verdienen es, ausgebaut zu werden. Es wollen noch viele Geheimnisse entdeckt und enträtselt werden. Gerade bei Colin bin ich sehr gespannt und ich denke, in Bezug auf Henry wird er noch eine wichtige Rolle spielen.

Es ist erfrischend, dass dieser Krimi davon lebt, dass die Lösung so deutlich vor einem liegt, Joy sich aber genau damit nicht zufriedengibt. Auch der Zusammenhalt der Dörfler, die eigentlich gar keinen Grund dazu hätten, ist ebenso erstaunlich, wie aus dem Leben gegriffen. Mir gefällt sehr, dass Nowak nicht auf der gerade so strapazierten Erotik-Welle reitet und sowohl Sex- als auch Blutszenen nicht allzu ausführlich ausgebreitet und dargestellt werden. Da kann und soll das Kopfkino arbeiten und das klappt hier vorzüglich. Ganz klar, Kind und Hund machen dieses Buch besonders für Frauen sehr emotional ergreifend! Fiese Falle, aber gelungen!

Am meisten gefiel mir, dass bei diesem Buch das Ende nicht einfach plötzlich daherkommt und das Buch endet. Hier gibt es ein „Danach“, sodass man quasi emotional ausrollen kann und dann doch wieder angefixt wird. Sehr gelungen! Ich jedenfalls kann Band 2 kaum erwarten. Ganz klar: Fünf Sterne!

Spannend!

Worum geht's?
Die beschauliche Gemeinde Schwandorf wird von einem verstörenden Mord erschüttert: Eine männliche Leiche wird am Straßenrand gefunden. Der Tote wurde mit einer sichelähnlichen Waffe entmannt. Grüße von Kronos, lautet die Nachricht, die den Ermittlern zu denken gibt: Wenn der erste Schnee fällt, kehre ich zurück. Die Tatwaffe findet sich unweit des Tatorts – auf dem Grab einer jungen Frau, die Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben kam.

Josefine Miller, genannt Joy, zog vor Kurzem von Berlin aufs Land. Auf dem Anwesen der Alten Mühle führt sie das Leben einer Mutter und Hausfrau: Sie arbeitet in Teilzeit bei der Polizei, kümmert sich um Kind und Haushalt. Doch Colin Westheim, ein Kommissar mit legendärem Ruf, bezieht sie trotzdem in die Ermittlungen der Sonderkommission Kronos ein.

Zu den Verdächtigen gehören die beiden Söhne des Mordopfers. Es handelt sich um zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Julius ist Staranwalt in New York, Manuel hat das Down-Syndrom und lebt in einer betreuten Wohnstätte bei Schwandorf. Die Ermittlungen laufen erstaunlich gut. Der Täter wird nach wenigen Tagen gefasst. Doch ein ungutes Gefühl begleitet Joy bis zum Schluss.

Ein Dorf, das schweigt. Ein Einsatzleiter, der ein dunkles Geheimnis verbirgt. Zwei unterschiedliche Brüder, verbunden durch die Liebe zur Mutter. Und durch die Rache am Vater?

Meine Meinung
Der erste Band rund um das Ermittlerteam Colin und Joy.

Muss gestehen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Fand es durchgehend sehr spannend.

Der Schreibstil ist flüssig, so dass es sich super hat lesen lassen.

Die beiden Ermittler sind eigentlich grundverschieden, harmonieren aber gut zusammen. Ich würde aber nicht sagen Bad Cop vs. Good Cop. Sicher ist Colin ein wenig „robust“, was aber sicher seiner Vergangenheit geschuldet ist.

Finde die Story sehr gut ausgearbeitet und fand es toll, so nebenbei noch mal die griechische Mythologie aufzufrischen. Was ich auch sehr positiv empfand, waren die kurzen, prägnanten Kapitel, einmal aus der Sicht von Colin und einmal aus Joy’s Sicht und immer mit einem Zitat versehen.

Fazit
Ein rundum spannender, toll geschriebener Kriminalroman der definitiv Lust auf den nächsten Band macht.

Starker Auftakt

Eine blutrünstige Tat hält die kleine Gemeinde Schwandorf in Atem. Auf einem Feld wird die entmannte Leiche eines Einwohners der Gemeinde gefunden. Ein Verweis auf die griechische Mythologie sorgt bei den Ermittlern für Verwirrung und ruft die Psychoanalytikerin Joy auf den Plan, die die Ermittlungen mit ihren Profiler-Kenntnissen unterstützen soll. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Mörder, wobei ihnen die Zeit im Nacken sitzt, denn niemand weiß, ob der Täter nicht wieder zuschlagen wird …

Die Autorin Silke Nowak konnte mich schon mit ihren Thrillern begeistern, so dass ich mit hohen Erwartungen in ihr neues Werk gestartet bin. Schnell war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde, da mich die Autorin mit ihrem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil schon nach wenigen Seiten wieder in ihren Bann gezogen hatte. Den besonderen Charme erhält »Bruderherz« durch die interessante Erzählform, die Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten geschildert, was dem Ganzen zusätzliches Tempo und Tiefgang verleiht. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der Leiche direkt zu Beginn des Buches klassisch aufgebaut und über die kurzweiligen Ermittlungsarbeiten und den persönlichen Entwicklungen der Protagonisten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die clever konzipierte Geschichte ist nicht leicht zu durchschauen und konnte bei mir im Finale mit einer überraschenden Auflösung glänzen.

Insgesamt ist »Bruderherz« ein für mich sehr gut gelungener Thriller, der mit seinen nicht immer bequemen Protagonisten besticht und Lust macht, den weiteren Entwicklungen zu folgen. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band und empfehle das Buch sehr gerne weiter. Die Bewertung fällt mit fünf von fünf Sternen auch dementsprechend positiv aus.