Cover von: Bülent Rambichler und die fliegende Sau
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Bülent Rambichler und die fliegende Sau

Ein Provinzkrimi
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3442716764

ISBN-13: 

9783442716760

Erscheinungsdatum: 

14.05.2018

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 198.602
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442716764

Beschreibung von Bücher.de: 

»Allmächt, des is doch die Gelbwurscht-Pflunzn!« Ja, da liegt sie nun, die Gelbwurst-Pflunzn, eigentlich Kerstin und Fleischereifachverkäuferin. Mausetot und nackert. Und einer soll’s aufklären: Bülent Rambichler, Kriminaler aus Nürnberg, Sohn eines türkischen Vaters und einer Strunzheimer Mutter, der wenig Lust darauf hat, seine neue Kommandozentrale im elterlichen Gartenschuppen einzurichten. Aber da muss er jetzt durch, der »Büli« - meint auch seine Kollegin Astrid, eine Veganerin im Land der Rostbratwürstel. Gemeinsam fördern sie so einiges zu Tage: Manipulation beim Presssack-Wettbewerb, amouröse Umtriebe des Pfarrers - viele haben Dreck am Stecken, doch wer hat die Gelbwurst-Pflunzn auf dem Gewissen?

Kriminetz-Rezensionen

Hinterwald

Zum Inhalt:
Der Tod der Verkäuferin Kerstin führt Kommissar Bülent Rambichler heim zu seinen Wurzeln in die fränkische Provinz. Gemeinsam mit Kollegin Astrid versucht er, den Fall schnellstmöglich zu klären, um nicht nur dem Kleinstadtmief, sondern auch seinen Eltern zu entkommen, die ihn väterlicherseits für die politische Karriere und mütterlicherseits für die Fortsetzung eines Familienstammbaums ausnutzen möchten. Denn Bülent ist zwar kein schlechter Ermittler, legt jedoch viel Wert auf eine schicke Erscheinung. Und der ist das Dorfleben sehr abträglich.

Mein Eindruck:
Die Idee, einen mehrfachen Clash der Kulturen in einem Krimi zu packen, ist in dieser Art tatsächlich einmal etwas Neues. Nicht nur trifft Stadt auf Land, sondern auch Türkei auf Deutschland, vegane Ernährung auf fleischfressend und Kultur auf Banausen. Aber insbesondere der letzte Punkt wird dermaßen auf Kosten der Landbevölkerung ausgewalzt, dass es schon peinlich ist. Natürlich muss ein Heimatkrimi überspitzen, aber die ganzen Körperflüssigkeiten und -dämpfe, die sich in Luft und Land ergießen, gehen einem halbwegs zivilisiertem Leser dann doch gehörig auf den Zeiger. Zusätzlich wird gesoffen, gegrabscht, geprügelt und mit Zoten um sich geworfen, dass nur so die Schwarte des entlaufenen Schweins kracht, welches sich irgendwann in Erkans Garten einfindet. Das ist vor allen Dingen deshalb schade, weil sich die Autorin wirklich um die Mundart und das Gefühl eines Miteinanders verdient macht und eine wirklich gute Auflösung für das Durcheinander bietet, den der Todesfall ins Dorf bringt. Ihre Figuren wären liebenswert, wenn sie nicht eine Schippe zu viel Verschrobenheit in sie hineingepackt hätte. Denn letztendlich ist es ein Furz zuviel bzw. bringt eine Inkontinenz das Fass zum Überlaufen – noch so ein Bild, das man im Kopf hat und nicht mehr hinaus bekommt. Und von diesen Bildern gibt es viele … zu viele ...

Mein Fazit:
Guter Beginn, leider aber zu derb in der Ausführung.