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Campermord in Bensersiel

Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln. Band 6
Buch
Taschenbuch, 220 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3955739228

ISBN-13: 

9783955739225

Auflage: 

1 (28.01.2019)

Preis: 

11,99 EUR

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 96.026
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3955739228
Beschreibung von Rena Larf

Tödliche Schatten liegen über dem ostfriesischen Küstenort Bensersiel. Im Yachthafen schwimmt die Leiche des ermordeten Saisonkellners Gernot Kaldenbach, der auf dem nahe gelegenen Campingplatz wohnte. Fast zeitgleich verschwindet die verführerisch attraktive Saisoncamperin Anna, viel deutet auf eine Entführung hin. Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Kripo Wittmund stoßen auf ein Geflecht aus Eifersucht, Leidenschaft und Gier. Der Campingplatz offenbart sich als ein Ort der Geheimnisse, und mehrere der Bewohner geraten unter Verdacht. Hat Annas Mann Manuel womöglich ein Verhältnis seiner Frau mit dem selbstbewussten Kellner nicht ertragen? Doch es gibt auch Spuren, die auf ganz andere Zusammenhänge schließen lassen. Je mehr die Ermittler über das Mordopfer erfahren, desto zwielichtiger erscheint der Mann. Hat er das organisierte Verbrechen an die ostfriesische Küste gebracht? Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen, als plötzlich eine unerwartete Nachricht eintrifft …

In der „Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln“ - Reihe sind erschienen:
1. Hafenmord in Carolinensiel
2. Serienmord in Neuharlingersiel
3. Bauernmord in Bensersiel
4. Wattmord in Carolinensiel
5. Sektenmord in Neuharlingersiel
6. NEU: Campermord in Bensersiel

Alle Ostfrieslandkrimis von Rolf Uliczka können unabhängig voneinander gelesen werden. "Campermord in Bensersiel" ist ebenfalls als eBook erhältlich.

Kriminetz-Rezensionen

Mord und Entführung zum Saisonauftakt

„Campermord in Bensersiel“ von Rolf Uliczka aus dem Klarant-Verlag ist der 6. Fall für die beiden Kommissare Nina Jürgens und Bert Linnig der Kripo Wittmund.

Rolf Uliczka erzählt eine vielschichtige und äußerst spannende Geschichte, die fesselt und den Leser schnell in ihren Bann zieht. Sein angenehmer und flotter Erzählstil ist wunderbar zu lesen. Auch der Humor kommt, trotz dramatischer Geschehnisse, nicht zu kurz.

Endlich ist es Frühling geworden und die neue Saison auf dem Campingplatz Bensersiel beginnt. Die ersten Saisoncamper sind schon eingetroffen und freuen sich über das Wiedersehen. Man kennt sich und freut sich schon auf viele schöne Tage an der Nordsee. Plötzlich verändert sich alles – im Hafenbecken wird ein toter junger Mann gefunden und die attraktive Saisoncamperin Anna ist spurlos verschwunden. In beiden Fällen werden Nina und Bert aktiv und versuchen zunächst herauszufinden, ob ein Zusammenhang besteht oder es nur Zufall ist.

Dieser Ostfrieslandkrimi von Rolf Uliczka ist raffiniert und geschickt aufgebaut, denn es gibt zwei verschiedene Handlungsstränge. Der Leser erlebt Annas Entführung aus ihrer Sicht und erfährt nur so viel, wie Anna selbst über ihre missliche Lage in Erfahrung bringt.

Zum anderen ermitteln die Polizisten akribisch und genau. Sie erfahren viel aus dem privaten Umfeld der beiden Personen, die den meisten keine Unbekannten sind. Es ist ein vielschichtiges Geflecht von flüchtigen Beziehungen, Geheimnissen und kriminellen Handlungen, was sie ordnen und entwirren müssen. Dabei zeichnet der Autor interessante Charaktere und Personen mit ungewöhnlichen Lebensgeschichten, die die Handlung bereichern und es den Ermittlern nicht einfach machen.

Für mich ist Anna eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Buches. Die detailgetreue und lebhafte Personenschilderung ist gelungen. Man merkt, dass der Autor sich intensiv mit Psychologie beschäftigt hat. Zunächst erscheint sie etwas oberflächlich, doch ihre Erlebnisse während der Entführung und ihr Überlebenswille zeichnen das Bild einer ganz anderen Frau, die in ihrem Leben tief verletzt und erniedrigt wurde. Wie sie damit umgeht und neue Kraft aus ihrem Unglück schöpft, hat mich sehr beeindruckt.

Der Tote aus dem Hafenbecken ist kein unbeschriebenes Blatt und bald wird offenbar, dass das organisierte Verbrechen auch das beschauliche Ostfriesland im Blick hat. Die Ermittlungen bringen immer neue Aspekte ans Licht und LKA und Europol sind auch nicht so kooperativ, wie es sich die örtliche Polizei wünscht. Dennoch gelingt es Nina, Bert und ihrem Team alles lückenlos aufzuklären und die Sicherheit für die Camper wieder herzustellen. Dabei haben Nina und Bert auch privat neue Freunde gewonnen. Jetzt kann es endlich ein schöner Sommer in Bensersiel werden.

Fazit:
Ein gut ausgedachte Geschichte, die in sich schlüssig gelöst wurde. Mich hat dieser Ostfrieslandkrimi gefesselt und mir eine wirklich spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich eine klare und eindeutige Leseempfehlung.

Mein Dank geht an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Anna kommt aus Uelzen und Gernot tot aus dem Hafenbecken in Bensersiel

Eines Morgens schwimmt im Yachthafen vom ostfriesischen Küstenort Bensersiel eine Leiche. Gernot Kaldenbach, der beliebte und bekannte Kellner, der auf dem nahe gelegenen Campingplatz wohnte, ist ermordet worden.

Zeitgleich meldet der Uelzener Manuel Reiter seine Frau Anna als vermisst. Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens finden Spuren, die auf eine Entführung hindeuten. Bei ihren Ermittlungen unter den Campern auf dem Platz erfahren sie von Ehebruch, Stalking und Geldgier. Irgendwie scheint hier fast jeder verdächtig. Oder hat Annas Mann von dem Verhältnis erfahren, das Anna mit dem Toten hatte und war blind vor Eifersucht? Könnte das ein Motiv sein? Oder steckt mehr hinter der Entführung und dem Mord?

„Campermord in Bensersiel“ von Rolf Uliczka ist mittlerweile das 6. Buch des Ermittlerpaares Bert Linnig und Nina Jürgens. Beide Kommissare sind seit einiger Zeit ein Paar, ihre Beziehung rückt aber bei diesem Fall in den Hintergrund.

Gut gelungen ist wieder mal, dass der Leser sofort mitten in der Geschichte drin ist. Auf wenigen Seiten lernt man zu Beginn alle wichtigen Personen kennen: die Camper, die Anna aus Uelzen und Gernot. Leider ist Gernot dann auch recht schnell tot. Aber für das weitere Verständnis der Geschehnisse ist es notwendig, Gernot besser zu kennen.

Annas Geschichte ist nicht einfach, dennoch gibt sie nie auf und kämpft für ihr Leben. Gerade am Ende setzt sie eisern ihre Vorsätze in die Tat um und macht reinen Tisch. Anna lernt der Leser gut kennen durch einen 2. Erzählstrang. Die Hauptperspektive ist die Ermittlungsarbeit der Polizei. Wie sie nach und nach die Spuren und Ermittlungskenntnisse ordnet und auswertet, bis der Mord aufgeklärt ist. Beide Erzählstränge sind spannend und unterhaltsam, die wenigen Seiten fliegen nur so dahin. Der Autor beschränkt sich auf die wichtigen Dinge und schweift nicht mit irgendwelchen unwichtigen Detailbeschreibungen ab.

„Campermord in Bensersiel“ von Rolf Uliczka ist ein lesenswerter Ostfrieslandkrimi.

Gefährliches Campen an der Nordsee

Im Yachthafen von Bensersiel schwimmt die Leiche des Saisonkellners Gernot Kaldenbach. Währenddessen verschwindet eine Camperin vom nahegelegenen Campingplatz. Wurde sie entführt? Hängen die beiden Geschehnisse zusammen? Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Kripo Wittmund ermitteln in viele Richtungen.

Wieder einmal lässt der Autor Rolf Uliczka an der Nordsee Verbrechen geschehen, die dann sehr sorgfältig und dabei einfühlsam aufgelöst werden. Die Protagonisten werden sehr warmherzig, aber auch humorvoll gezeichnet, so dass man gerne weiterliest. Die Geschehnisse sind sehr spannend geschildert und gut miteinander verquickt, so dass man als Leser gerne miträtselt und mitfiebert, welche Lösung es denn geben kann. Der private Hintergrund der Ermittler wird eher kurz gehalten, der Fokus ist diesmal vor allem auf die Opfer gerichtet.

Obwohl Teil einer Reihe, ist diese Geschichte auch gut allein zu lesen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Sehr gut bringt der Autor den regionalen Anteil der Geschichte zur Geltung, man merkt ihm seine Liebe zu seiner Wahlheimat an. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe vier von fünf Sternen.

Camping und Verbrechen

Auf dem Campingplatz Bensersiel hat die Saison angefangen und schon tauchen die Saisonrentner auf. Der Kellner Gernot Kaldenbach ist hier auch untergekommen, aber er kann nicht lange die Campingatmosphäre genießen, denn schon bald schwimmt er als Leiche im Yachthafen. Dann verschwindet auch noch die attraktive Anna, die nichts anbrennen ließ. Keine einfache Ermittlung für die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Polizei Wittmund, denn im Fall Anna deutet alles auf eine Entführung hin. Hängen die beiden Fälle zusammen?

Für mich war dies der vierte Band um das Ermittlerteam aus Wittmund, obwohl es bereits der sechste ist.

Der Schreibstil ist gewohnt gut zu lesen und sehr locker. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Die ostfriesische Atmosphäre ist sehr schön dargestellt und es kommt gleich Urlaubsfeeling auf. Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl auf einem Campingplatz ist schön beschrieben, trotzdem wäre das nichts für mich, da ist mir zu viel Nähe und zu viel Beobachtung.

Bert und Nina sind sympathische und sehr fähige Ermittler. Sie gehen auf die Menschen ein und finden so einiges heraus, was die Menschen lieber unter der Decke gehalten hätten. Dabei geht es teilweise um wirklich heftige Probleme. Kellner Kaldenbach aber war wirklich ein schlimmer Finger und es ist kein Wunder, dass es ein solches Ende mit ihm genommen hat.

Es gibt einige Verdächtige und es ist gar nicht so leicht herauszufinden, wer denn nun der Mörder ist. Immer wieder gibt es Wendungen, die wieder Zweifel säen. Doch am Ende ist der Täter jemand, den wohl niemand auf dem Schirm hatte.

Es ist von Anfang an spannend und da der Leser im Ungewissen bleibt, hält sich die Spannung auch bis zum Ende. Wieder einmal wurde das idyllische Ostfriesland vom Verbrechen heimgesucht. Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen.