Cover von: Das Chalet
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Das Chalet

Mit dem Schnee kommt der Tod, Thriller
Buch
Broschiert, 416 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3423263067

ISBN-13: 

9783423263061

Erscheinungsdatum: 

22.12.2021

Preis: 

16,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423263067

Beschreibung von Bücher.de: 

»Klaustrophobisch, nervenzerfetzend, tödlich.« USA Today

Ein Luxus-Chalet in den französischen Alpen mitten im tiefsten Winter. Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Social-Media-Start-ups haben sich hier eingemietet, um über das Übernahmeangebot eines großen Unternehmens zu diskutieren. Die Stimmung ist angespannt. Alle hier haben etwas zu verlieren. Und manche viel zu gewinnen.

Dann beginnt das Grauen: Ein Mitglied der Gruppe nach dem anderen wird ermordet oder verschwindet. Nach einem Lawinenabgang ist das Chalet von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keinen Handyempfang. Der Killer muss einer der Gäste sein …

Kriminetz-Rezensionen

Rasante Abfahrt

Zum Inhalt:
Die Leitungsebene eines hippen Start-ups trifft sich, um über ein Übernahmeangebot zu debattieren. Zwei Fronten bilden sich aus und eine Person, die zwischen diesen beiden Fronten steht, ist das Zünglein an der Waage. Diese scheint sich zu neigen, als das erste Mitglied des Teams verschwindet und mutmaßlich tödlich verunglückt. Doch bei dem einen bleibt es nicht.

Mein Eindruck:
Zum größten Teil aus zwei Sichtweisen beschreibt Ruth Ware die Situation am Berg, die sich wie die Umgebung entwickelt. Zuerst nur scheinbar entspannt und schon mit einem gefährlichen Unterton, später lawinenartig. Diese Anspannung bringt sie auch dadurch zum Ausdruck, dass die Kapitel im Laufe des Buches immer kürzer werden. Die Einführung ihrer Figuren startet sie mit einem geschickten Schachzug: Sie stellt die durchaus interessanten (und in Agenturen absolut üblichen) Steckbriefe an den Anfang ihres Buches, – so gelingt ihren Leser/innen die Charaktere trotz deren Menge auseinanderzuhalten. Beide Hauptpersonen gestatten nur einen rudimentären Einblick und auch wenn man relativ schnell eine Ahnung zum Täter bekommt, ist der Weg zum Motiv das Ziel. Wares Showdown ist großartig und der Epilog gelungen.

Mein Fazit:
Vom Start bis ins Ziel ein Genuss.

Albtraum im Schnee

Mein erster Thriller von Ruth Ware und um es direkt zu sagen: nicht mein letzter.

Ein Start-up mietet sich im Winter in einem Chalet in den französischen Alpen ein. Unterschwellige Spannungen, Geheimnisse und eine anstehende firmenpolitische Entscheidung bringen die mörderischen Ereignisse ins Rollen.

Ein Mitglied der Gruppe verschwindet, eine Lawine verschüttet das Chalet. Dann geschieht der erste Mord. Ruth Ware gelingt es mit ihrer Erzählweise und den wechselnden Perspektiven langsam, aber stetig Spannungen aufzubauen. Besonders diese Perspektivwechsel zwischen Erin, der Gastgeberin und Liz, einer Mitarbeiterin des Start-Ups, haben mich beeindruckt.

Ab der Mitte des Buches nimmt die Handlung an Fahrt auf und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, das in einem furiosen Showdown endet.

Fazit: Guter, fesselnder und atmosphärischer Thriller mit 5 Sternen.

Beste Unterhaltung!

Danny und Erin warten in dem französischen Luxus-Chalet auf die nächste Gruppe von Gästen: ein britisches Start-up, das dort die Neuausrichtung der Firma diskutieren und gleichzeitig entspannen will. Doch schon bei der Ankunft wird deutlich, dass es große Spannungen gibt und die Gruppe in zwei Lager zerfällt, die sich zwischen den beiden Gründern und Mehrheitseigentümern Topher und Eva aufspalten. Nur Liz scheint irgendwie nirgendwo dazuzugehören, es ist auch nicht klar, weshalb die ehemalige Mitarbeiterin überhaupt zu dem Trip mitgekommen ist. Die ohnehin angespannte Stimmung wird herausgefordert, als erst Eva von einem Ski-Ausflug nicht zurückkommt und dann eine Lawine das Chalet von der Außenwelt abschließt. Doch statt zusammenzuhalten und sich gemeinsam der Situation zu stellen, ereignen sich mysteriöse Todesfälle, die nur eins bedeuten können: Unter den Anwesenden ist ein Mörder.

Wie gewohnt erzählt Ruth Ware auch ihren neuesten Thriller routiniert und erfüllt mit diesem genau die Erwartungen, die ich hatte: Die Story beginnt harmlos und entwickelt sich dann langsam zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel, bei dem man keiner Figur trauen kann, denn alle haben ihre kleinen und großen Geheimnisse. Der Kreis der Verdächtigen ist überschaubar, aber es ist nicht nur die Frage, wer da ein perfides Spiel treibt, die einem das Buch nicht mehr weglegen lässt, sondern noch viel mehr jene nach dem Warum.

Die Abgeschiedenheit des Chalets hoch in den Alpen bietet die perfekte Kulisse für den Thriller, die junge, hippe Gruppe des Start-Ups erfüllt zunächst auch alle Klischees, die die Sympathien herausfordern. Es scheint, als sei das im Raum stehende Übernahmeangebot das Moment, das sie auseinanderdividiert, bald jedoch wird deutlich, dass noch viel mehr dahintersteckt und dass das Beziehungsgeflecht komplexer ist als vermutet. Als Mordmotiv würden zig Millionen aus dem Deal ja allemal ausreichen, aber das wäre hier bei weitem zu kurz gedacht.

Die Handlung wird im Wechsel aus zwei Perspektiven erzählt, die zunächst verwundern. Zum einen von Erin, die als Mitarbeiterin des Chalets Außenseiterin der Gruppe ist und diese mit einem gewissen Abstand betrachten und analysieren kann und der man aufgrund ihrer zuvorkommenden und hilfsbereiten Art auch gerne glaubt. Bis ihre Figur Fragen aufwirft, viele Fragen, große Fragen. Nicht minder sieht dies bei der zweiten Ich-Erzählerin Liz aus, deren Anwesenheit ebenfalls verwundert und die ein natürlicher Störkörper zu sein scheint. Sie passt in keiner Weise zu den anderen, aber hätte sie wirklich ein Motiv, ihnen was Böses zu wollen?

Die Autorin hat ihren Stil gefunden, der mir immer wieder gefällt und mich bestens unterhält. Wenn man mehrere ihrer Romane gelesen hat, weiß man, worauf man sich einlässt und was einem erwartet, auch »Das Chalet« ist diesbezüglich keine Überraschung, was ich allerdings keineswegs negativ sehen würde.

Versunken im Schnee

Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Media-Start-Up-Unternehmens haben sich in einem Chalet in den französischen Alpen eingemietet. Die Diskussion über das Übernahmeangebot eines erfolgreichen Unternehmens steht im Vordergrund. Mit auf dem Programm: Skifahren. Die Stimmung unter den Gästen ist angespannt. Manche haben viel zu verlieren, aber manche auch viel zu gewinnen. Nach einem Lawinenabgang beginnt das Grauen. Ein Mitglied nach dem anderen verschwindet oder wird ermordet aufgefunden. Eins ist klar: Der Mörder muss einer der Gäste sein.

Zu Beginn ist die Story etwas langatmig und zäh. Die Story wird über die ganze Länge des Buchs abwechselnd aus der Sicht von Liz (Miteignerin des Start-ups) und Erin (Hausmutter des Chalets) in der Ich-Perspektive erzählt. Man spürt die Gedanken und Gefühle dieser beiden Hauptprotagonisten und kann sich auch recht gut in sie hineinversetzen.

Es dauert ein wenig, bis die ganze Handlung an Fahrt aufnimmt. Aber dann wird es herzzerreißend spannend und nervenaufreibend. Es wird relativ schnell aufgelöst, wer hier hinter den Morden steckt, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Eher im Gegenteil, dann nimmt die Spannung nochmal an Fahrt auf. Man kommt kaum zu Atem. Nur kurz bekommt man als Leser eine kleine Pause zum Verschnaufen, bis es dann rasant weitergeht.

Mit den verschneiten Alpen und dem Chalet, abgeschnitten von der Außenwelt wurde ein tolles Setting geschaffen. Allerdings war es irgendwie nichts Neues. Es hat mich so an Arno Strobels »Offline« erinnert.

Mein Fazit:
Temporeich, herzzerreißend spannend und nervenaufreibend. Ein tolles Buch für kalte Wintertage, aber leider nicht unbedingt was Neues. Trotzdem eine klare Leseempfehlung. 4 von 5 Sternen.

Stille Wasser sind tief

Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Diese beginnt allerdings sehr langatmig. Mit dem Gerede über die Snoop-Website und den Begriffen über Computer und EDV konnte ich so gar nichts anfangen. Da wäre für die ältere Generation sicher eine Seite mit Erklärungen hilfreich gewesen.

Die Story wird aus zwei Erzählperspektiven erzählt: Erin, der Gastgeberin des Chalets, und Liz, einer ehemaligen Angestellten von Snoop. Die Mitarbeiter des Social-Media-Unternehmens haben sich in einem Chalet in den französischen Alpen eingemietet. Hier wollen sie über ein Übernahme-Angebot diskutieren.

Dann beginnt das Grauen. Einer nach dem anderen verschwindet oder wird ermordet. Nach einem Lawinenabgang sind sie von der Außenwelt abgeschnitten, ohne Handyempfang, ohne Strom und der Mörder ist ganz in der Nähe.

Ich brauchte lange, um in die Geschichte reinzukommen. Von den Protagonisten war mir keiner wirklich sympathisch. Alleine Erin zeigte menschliche Züge. Bei den anderen überwog das Streben nach Macht, Gier und Aufmerksamkeit. Nachdem ich mich über 100 Seiten durchgequält hatte, nahm die Handlung endlich an Fahrt auf. Ich war froh, dass ich durchgehalten habe, es wurde noch richtig spannend. Obwohl mir einiges unlogisch erschien, tat das der Spannung keinen Abbruch.

Das Chalet

Der Schreibstil war flüssig und angenehm, so kam ich gut ins Buch rein, auch wenn ich zuerst etwas Schwierigkeiten mit den vielen Namen hatte, was sich aber schnell gelegt hat.

Es wird immer abwechselnd aus der Sicht von Liz und Erin erzählt, was anfangs für mich komisch war, aber im Laufe der Geschichte dann Sinn ergab.

Bei den Charakteren ist alles vorhanden, von der süße Kleinen über den Supernerd bis zum unsympathischen Ich-bin-der-beste-aller-Typen.

Die Spannung war von Beginn an vorhanden und ließ kaum nach.

Ich hatte sehr schnell einen Verdacht, wer der Killer sein könnte, und auch wenn die Autorin immer versucht hat, eine andere Spur zu legen, konnte sie mich nicht auf die falsche Fährte führen, was nicht so schlimm war, denn auf das Motiv bin ich nicht ganz gekommen. Am Ende wird alles aufgelöst und lässt keine Frage mehr offen. Alles in allem ein guter Thriller.