Cover von: China Girl
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China Girl

Neal Careys zweiter Fall
Buch
Taschenbuch, 440 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3518465813

ISBN-13: 

9783518465813

Auflage: 

1 (06.04.2015)

Preis: 

8,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 146.050
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3518465813

Beschreibung von Bücher.de: 

Robert Pendleton ist ein Chemiegenie; was er entwickelt, bedeutet nicht nur Fortschritt, es bedeutet vor allem Reichtum und Macht. Als er plötzlich verschwindet, sind alle in Aufruhr: die CIA, die chinesische Regierung und die »Bank«, die sehr viel Geld in Pendletons Forschung investiert hat. Neal Carey soll ihn wiederfinden - ein Routinejob, wie er glaubt, bis er auf die schöne und geheimnisvolle Li Lan trifft. Im dunklen Herzen Chinas soll Neal die Antwort auf alle Fragen finden - oder den Tod.

Kriminetz-Rezensionen

Schema F: China Girl - Neal Careys 2. Fall

Don Winslows in diesem Organ von mir mit Lob bedachter Serienstart um den privaten Ermittler Neal „London Undercover“ war vielversprechend. Umso größer war die Spannung, ob der Nachfolgeband „China Girl“ das Niveau der Vorlage halten kann.

Neal Carey wird von der Privatbank reaktiviert, um einen wichtigen US-Wissenschaftler zu finden und ihn zur Rückkehr zu seinem Konzern zu bewegen. Das Problem dabei: Pendleton hat sich Hals über Kopf in die chinesische Schönheit Li verliebt und denkt nicht daran, wieder ins Labor zurückzukehren. Da aber Pendleton einen Superdünger entwickelt, der nationale Sicherheitsinteressen berührt und ökonomisch sowie globalpolitisch von höchster Bedeutung ist, ist auch die CIA hinter ihm her. Carey nimmt die Spur des ungleichen Paars auf. Die Jagd führt ihn von San Franciscos Chinatown ins Herz des Reichs der Mitte. Dort verfällt er selber den Reizen der Schönen Li und gerät zwischen alle Fronten. CIA und chinesischer Geheimdienst bedrohen Neals Leben. Wird es ihm gelingen, aus dieser Konstellation mit heiler Haut herauszukommen und wird er seinen Auftrag erfüllen können?

Während bei „London Undercover“ es wenig störte, dass das Buch über 20 Jahre alt ist, haftet dem wenig später erschienenen „China Girl“ durchaus der Hauch des Antiquierten an. Es finden sich einfach zu viele Dinge darin, die den heutigen Leser nicht mehr interessieren und die inzwischen belanglos sind. Mögen die Schilderungen von San Franciscos Chinatown auch heute noch weitgehend zutreffend sein, so treffen Winslows Beschreibungen von China heute überhaupt nicht mehr zu. Zu groß waren die radikalen Umbrüche in der Volksrepublik China in den letzten Jahren. Aber das ist nicht das Hauptmanko. Vielmehr verfährt Winslow bei der Fortsetzung nach Schema F. Er bedient sich derselben Zutaten wie bei dem Vorgängerband und ist nicht in der Lage, die Vorlage kreativ zu innovieren. So durchläuft der Protagonist Carey erneut keinerlei Entwicklung und ist eine eher statische Figur. Zudem werden zu viele Klischees über Chinas Landschaften, Land und Leute bemüht, die Winslow allzu offensichtlich aus Reiseführern und Fernsehdokumentationen entlehnt hat. Es bleibt zu hoffen, dass der dritte Band um Neal Carey wieder besser ausfällt.