Cover von: Cold Case - Das gezeichnete Opfer
Amazon Preis: 16,00 €
Bücher.de Preis: EUR 14.90

Cold Case - Das gezeichnete Opfer

Der zweite Fall für Tess Hjalmarsson. Thriller
Buch
Broschiert, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

378572697X

ISBN-13: 

9783785726976

Auflage: 

1 (29.01.2020)

Preis: 

14,90 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 378572697X

Beschreibung von Bücher.de: 

Nebel liegt über dem Süden Schwedens, als in Malmö eine der umstrittendsten Künstlerinnen des Landes ermordet aufgefunden wird. Zuvor war ihre Kunst mutwillig zerstört. Mit merkwürdigem Lehm, der eine gruselige Verbindung zu einem ungelösten Mordfall, einem COLD CASE, herstellt.

Vor 15 Jahren war ein Mann auf brutale Weise ermordet worden. Am Opfer fand man damals das gleiche Material. Tess Hjalmarsson stürzt sich in die Ermittlungen …

Kriminetz-Rezensionen

Ein überzeugender Krimi

Obwohl sie die erfolgreichste Abteilung der Polizei in Südschweden sind, soll das Cold Case Team um Tess Hjalmarsson aufgelöst werden. Die Bandenkriminalität in Malmö nimmt überhand und die Kollegen kommen mit der Arbeit nicht mehr hinterher. 

Als das größte Werk einer Künstlerin zerstört und sie tot aufgefunden wird, kann eine Verbindung zu dem ungelösten Altfall um den Studenten Max hergestellt werden. 15 Jahre zuvor war er nachts auf dem Weg nach Hause brutal durch unzählige Messerstiche ermordet worden. An seiner Leiche entdeckte man eine ungewöhnliche Sorte Lehm, deren Herkunft bislang ungeklärt blieb, jetzt aber auch bei der Frauenleiche identifiziert werden konnte. Tinas geschrumpftes Team beginnt mit den Nachforschungen, auch wenn sich nach mehr als einem Jahrzehnt viele Zeugen nur noch bruchstückhaft erinnern können. Auch wenn die Umstände widrig sind, es bleiben Tina nur drei Wochen, um den Fall zu lösen und ihre Abteilung zu retten.

Im letzten Jahr hat mich Tina Frennstedt mit dem Auftakt zu ihrer Cold-Case-Reihe, »Das verschwundene Mädchen«, bereits überzeugen können, dabei ist aktuell die Konkurrenz unter den skandinavischen Krimiautor:innen groß wie nie. Als Kriminalreporterin ist sie mit der Polizeiarbeit vertraut und kennt auch die Abgründe der menschlichen Seele wie auch die Tragödien, die hinter so mancher Tat stecken.

»Das gezeichnete Opfer«, der zweite Fall der Reihe, besticht nicht nur durch akribische und beharrliche Polizeiarbeit, sondern auch dadurch, dass es bei den Ermittlungen grobe Fehler gab, die womöglich eine Aufklärung verhindert haben, und die Schuldigen nach wie vor im Dienst sind.

Die Drohung der Auflösung ihres Teams und das enge Zeitfenster für die Tätersuche setzen von Beginn an ein hohes Tempo für die Handlung. Von dem Team sind nur noch Tina, die gerade beschlossen hat,  auch ohne Partner das Wagnis einer Schwangerschaft einzugehen, und Marie, die nach der Trennung von einem erfolglosen Date zum nächsten hastet, übriggeblieben. Doch die beiden Frauen haben mehr als genug Erfahrung und auch schon genug gesehen, um sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Das Privatleben der Figuren wird nicht ausgeblendet, aber so wohl dosiert, dass der Kriminalfall stets im Zentrum steht, selbiges gilt für die Chefin, die kurze Momente der Schwäche zeigt und dadurch ebenfalls an Profil gewinnt. 

Die Autorin erspart uns gängige Klischees, derer sich viele nur allzu gerne bedienen und zeichnet authentische Charaktere, die auch ihre schwachen Seiten haben, ohne gleich in Depression und Alkoholismus verfallen zu müssen.

Der Fall ist vertrackt, aber nach und nach fügen sich die Puzzleteilchen zu einem Bild und bringen Licht ins Dunkel. Ein überzeugender Krimi, der handwerklich solide gemacht ist und gut unterhält.

Künsterleichen

Der COLD CASE um den vor 15 Jahren ermordeten Pianisten Max Lund wird neu aufgerollt, als an einem nebligen Morgen in Südschweden die wohl provokanteste Künstlerin Schwedens tot an einem Leuchtturm aufgefunden wird. An ihrer Leiche wurde genau wie damals bei Max eine besondere Sorte Lehm gefunden. Tess Hjalmarsson muss unter Hochdruck ermitteln. Sie muss die Verbindungen finden und einen weiteren Mord verhindern …

Außerdem hat sie zusätzlichen Druck von oben. Ihr wurde ein Zeitlimit gesetzt, denn die Cold-Case-Abteilung soll aufgelöst werden.

Bei »Cold Case – Das gezeichnete Opfer« handelt es sich um den zweiten Band mit der Ermittlerin Tess Hjalmarsson. Er lässt sich aber auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Den Beginn des Buches fand ich sehr schleppend. Hier war fast nur privates Rumgeplänkel um Tess, bis endlich mal der eigentliche Fall nach ungefähr 100 / 120 Seiten anfing. An dieser Stelle und auch an einigen anderen Stellen war mir das zu viel Privates. Es hat vom eigentlichen Fall abgelenkt und die Ermittlungsarbeit kam etwas zu kurz.

Wie bereits auch in dem Vorgängerband war die Autorin bei den Namen der Protagonisten nicht wirklich einfallsreich. Bei den Nachnamen Lund, Lundberg und Lindberg kommt man schnell mal ins Rudern, um nicht durcheinanderzukommen. Man konzentriert sich dann mehr darauf, nicht durcheinanderzukommen als auf den Fall.

Ansonsten aber ließ es sich sehr gut lesen. Der Schreibstil war flüssig und angenehm. Die unterschiedlichen Perspektivwechsel haben für Abwechslung und Spannung gesorgt. Auch die Sache mit der seltenen Lehmsorte war mal was anderes.

Mein Fazit:
Ein ruhiger Schwedenkrimi ohne Action, der 3,5 von 5 Sternen verdient hat.

Spannenden und wendungsreicher Krimi

Unterhalb des Leuchtturms von Stenshuvud, der plötzlich wieder leuchtet, entdeckt der Fischer Olle Hansson die Leiche einer der umstrittensten Künstlerinnen Schwedens: Mischa Lindberg, die ihr letztes Bild, das bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, mit ihrem Menstruationsblut gemalt hat. Ihr Kunstwerk ist zerstört und neben der Leiche findet die Polizei eine Lehmsorte, die sie nicht zuordnen kann. Genau dieser Lehm wurde an einer männlichen Leiche gefunden. Ein Cold Case von vor 15 Jahren.

Polizeikommissarin Tess Hjalmarsson und ihre Kollegin Marie Erling ermitteln unter Hochdruck. Sie müssen beide Verbrechen aufklären, um einen weiteren Mord zu verhindern.

Für mich ist dies das erste Buch, das ich von der Autorin Tina Frennstedt lese. Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kenne, bin ich ohne Mühe in den neuen Fall eingestiegen. Mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Sie bringt Vieles ohne großes Umschreiben schnell auf den Punkt. Neben den Ermittlungen zu dem aktuellen Fall bringt sie die Nachforschungen zum Cold Case und die privaten Einblicke der Ermittler sehr gut zusammen. Für mich war das Lesen zu keinem Zeitpunkt langatmig, weil immer etwas geschieht, sei es auch noch so unspektakulär.

Ihre Figuren sind sehr gut ausgearbeitet, wirken menschlich und nahbar. Vor allem Tess Hjalmarsson, die mit ihren privaten Problemen ihr Pakerl zu tragen hat, gefällt mir sehr gut. Genau so wie ihre vollkommen gegensätzliche Kollegin Maria Erling. Beide ergänzen sich super, bilden ein perfektes Team und tun alles, um die beiden Fälle zu lösen.

Die Geschichte wird immer wieder aus einer anderen Perspektive erzählt. Hier haben mir die Rückblicke zu Max und die Perspektive der »Ehefrau« sehr gut gefallen. Mir war schon sehr schnell klar, wer der Täter ist, der hier gesucht wird. Aber wer sich hinter dem »Ehemann« verbirgt, darauf wäre ich nicht gekommen. Auch warum Max gestorben ist, hat mich einfach nur erschüttert.

Spannend ist die Geschichte auch aus dem Grund, weil das Team nur wenige Tage hat, um den Cold Case zu lösen. Ansonsten soll es aus Kostengründen aufgelöst werden. Klar habe ich da mitgefiebert, dass das nicht passiert.

Mir hat dieser für mich erste Fall für Polizeikommissarin Tess Hjalmarsson und ihre Kollegin Marie Erling sehr gut gefallen. Erstmal freue ich mich auf Band 1, den ich noch lesen werde und dann auf den 3. Fall, der bestimmt bald kommt.

Für den spannenden und wendungsreichen Krimi vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen.

Vergangenheit und Gegenwart

Die Abteilung Cold Case soll im Kommissariat geschlossen werden. Tess Hjalmarsson und ihre Kollegen sollen auf andere Abteilungen verteilt werden, nur ein kleines Team bleibt noch erhalten. Es gibt da noch einen Fall, der allen viel Rätsel aufgegeben hat – der Mord an dem Pianisten Max Lund – und den Tess gerne abschließen möchte. 

Ein weiterer Mord bringt den Fall wieder in den Focus: Der Mord an der angesagtesten Künstlerin der Gegend. Es gibt ein Indiz, das beide Fälle verbindet, weißer Lehm, der bei beiden Fällen gefunden wird. 

Tess’ Chefin, Sandra, sind die Hände gebunden, da es in Malmö viele Fälle im organisierten Verbrechen gibt, die für die Polizei absoluten Vorrang haben. Doch Tess und ihre Kollegin lassen sich davon nicht abhalten, im Umfeld des ermordeten Max die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Neueste Techniken ermöglichen es, alte DNA-Spuren auszuwerten, aber es ist nicht einfach,  das Labor zu überzeugen, ihre Proben zu untersuchen, da die Prioritäten bei anderen Fällen liegen. Außerdem hat die Abteilung Cold Case nur 21 Tage Zeit, um Ergebnisse zu liefern. Die Ermittlerinnen tappen lange im Dunkeln und dann geschieht noch ein Mord und langsam dämmert es unserem Cold-Case-Team.

Dieser neue Cold-Case-Krimi von Tina Frenstedt ist ein sehr spannender Krimi, der sehr spannend die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. 

Die Ermittlerinnen Tess und Marie werden sehr ausführlich beschrieben und nicht nur während ihres Dienstes, sondern auch ihr privates Umfeld wird sehr interessant beschrieben. Ob es Tess ist, die in einer Kinderwunsch-Praxis schwanger werden möchte, obwohl sie momentan keine Partnerin hat und sich deshalb darauf einstellt, das Kind allein zu erziehen, doch es kommt natürlich anders als gedacht. Aber auch Marie, die geschieden ist und ihre Kinder nur alle zwei Wochen sieht und ihr das immer wieder einen emotionalen Knacks verpasst. Aber als Team sind die beiden unschlagbar. 

Dann ist da noch Lundberg, der an der Aufklärung des Mordes an Max mitgearbeitet hat und seitdem etwas mit sich herumschleppt, das ihn belastet. Max und seine Clique werden ebenfalls sehr gut beschrieben und irgendwann wird klar, dass irgendeiner aus diesem Kreis an dem Mord an Max und an dem neuen Mord beteiligt ist. Doch das bleibt lange im Dunkeln.

Sehr spannend sind eingeschobene Informationen, die eine Ehefrau gibt, und es wird immer deutlicher, dass ihr Mann irgendetwas mit den Verbrechen zu tun hat, doch wer das ist,  bleibt lange verborgen. Da helfen auch nicht die Rückblenden in die Zeit vor dem Mord an Max, aber natürlich sind auch hier Hinweise verborgen, aber sehr gut versteckt. 

Der Spannungsbogen in diesem Krimi ist ganz hervorragend ausgesteuert bis zum Ende dieses Buches. Da hilft auch kein Miträtseln der Leser, das Motiv und der Täter bleiben bis zum Schluss im Dunkeln. Sehr schön finde ich das Bild der Rattenplage auf dem Polizeirevier und in der Stadt Malmö. Irgendwann hat sich beides erledigt.

In meinen Augen ist das Buch sehr spannend geschrieben und die Hauptpersonen bieten sehr viel Gelegenheit, sich mit ihnen zu identifizieren. Das und die Spannung bis zur letzten Seite ist etwas, was ich von einem ausgezeichneten Krimi erwarte, und dieser Cold-Case- Roman ist einer davon.