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Crime & Money

Krimimagazin
Buch

Mit Beiträgen von: 

Taschenbuch, 240 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426304252

ISBN-13: 

9783426304259

Erscheinungsdatum: 

01.02.2016

Preis: 

12,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 485.623
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426304252

Beschreibung von Bücher.de: 

Band 2 des aufschlussreichen, unterhaltsamen Magazins im Buchform rund um den Kriminalroman der Gegenwart, herausgegeben von Deutschlands führenden Krimi-Kritikern: Geld regiert die Welt - und damit das Verbrechen. Doch es muss nicht immer das kapitalste aller Verbrechen sein: Mord ist bekanntlich in der Realität ein eher seltenes Verbrechen, Geld - insbesondere der schmerzhafte Mangel daran - jedoch eine zentrale Triebkraft des Wirtschaftens. Geld ist immer ein Motiv, allgegenwärtig, schier allmächtig. Kriminalliteratur erkundet nicht nur, wie man zu Geld kommt oder es verliert. Sie erforscht auch die Grauzonen dazwischen, in denen es um Armut und Reichtum, Macht und Ohnmacht, strukturelle Gewalt und informelle Ökonomie, organisiertes Verbrechen und legales organisiertes Verbrechen geht.

Mit Beiträgen Thomas Adcock, D.B. Blettenberg, Carlo Bonini/Giancarlo de Cataldo, Martin Burkhardt, Alan Carter, Sam Hawken, Dominique Manotti, Petros Markaris, Mike Nicol und Charlie Stella.

Kriminetz-Rezensionen

Crime & Money

Der Band Crime & Money versammelt elf Essays. Es ist der zweite Band des Krimimagazins, herausgegeben von Tobias Gohlis und Thomas Wörtche. Mit Beiträgen von: Thomas Adcock, D. B. Blettenberg, Carlo Bonini / Gianrico de Cataldo, Martin Burckhardt, Alan Carter, Sam Hawken, Dominique Manotti, Petros Markaris, Mike Nicol und Charlie Stella.

Sam Hawken schildert in „Der Ein-Dollar-Cheeseburger“ die aussichtslose Lage von Migranten in den USA und wer davon profitiert. Der Billig-Burger steht am Ende einer Kette von Ausbeutung: An den Migranten verdienen eine Menge Leute – der Einzige, an dem nichts hängen bleibt, ist der Migrant. Sam Hawken setzt sich in seinen Romanen mit der Grenze zwischen Mexiko und den USA auseinander. Stoff für Drogen- und Menschenhandel.

Carlo Bonini ist italienischer Journalist und veröffentlichte zahlreiche Bücher über das organisierte Verbrechen in Italien. Gemeinsam mit Gianrico de Cataldo ist auf Deutsch der Roman „Suburra. Schwarzes Herz von Rom“ erschienen. Zur vorliegenden Anthologie steuerten die beiden den Essay „Das Goldene Kalb – „Suburra“ und „Mafia Capitale““ bei. Zitat: „Damit die Korruption so allgegenwärtig sein kann, dass sie den Markt beeinflusst, müssen Verwaltungsvorgänge systematisch durch ein Trugbild von Rechtmäßigkeit ersetzt und die systematische Verletzung ihrer Regeln verborgen bleiben.“

„Faule Kredite“ heißt der erste Band der Krisentetralogie des Schriftstellers Petros Markaris, der zum vorliegenden Band den Essay beigesteuert hat: „Griechenland, die Griechenlandkrise und meine Krisentetralogie“. Er erzählt von Menschen, die sich keinen Strom mehr leisten können, die ihr Leben lang Geld zurückgelegt haben und nun vor dem Nichts stehen. In seinem Roman „Zurück auf Anfang“ schildert er die Situation der einfachen Leute. Petros Markaris schreibt auf Griechisch, Deutsch und Türkisch und lebt heute in Athen.

D. B. Blettenberg bringt den Widerspruch zwischen Erheiterung über das Zusammenkrachen der „windschiefen Seilbahn“ bei Alexis Sorbas und die Reaktion auf Vergleichbares im realen griechischen Alltag auf den Punkt. „Germoney. Über germanische Kriegsgewinnler und levantinische Europäer“ ist sein Essay betitelt, in dem er historische Hintergründe beleuchtet.

Dies sind Beispiele aus einer insgesamt interessanten und klugen Lektüre, die Hintergründe liefert und den Blick schärft. Der erste Band der Reihe heißt übrigens „Crime & Sex.“ Beide sind erschienen bei Droemer.