Cover von: Dänische Gier
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Dänische Gier

Gitte Madsen ermittelt zum dritten Mal
Buch
Taschenbuch, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3548062830

ISBN-13: 

9783548062839

Erscheinungsdatum: 

29.03.2021

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548062830

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Urlaubskrimi mit Softeis und Lakritz.

Nach einem Richtfest radelt die Bestatterin Gitte Madsen beschwipst nach Hause, mit den Gedanken immer noch bei dem Richtspruch, der leider ganz schön schiefgegangen ist. Ein schlechtes Omen, sagen die einen, doch Gitte hält nichts von Aberglauben - bis sie über eine Leiche stolpert und im Graben landet. Gitte erkennt den Toten sofort: Es ist der Polier August Borg. An seinem Hals sind Würgemale.

Als ihr Bestattungsinstitut mit der Beerdigung beauftragt wird, fühlt sich Gitte berufen und stellt sehr zum Unmut von Kommissar Ole Ansgaard ihre eigenen Nachforschungen an. Je tiefer Gitte in der Vergangenheit gräbt, desto größer wird die Gefahr für sie …

Kriminetz-Rezensionen

Richtfest mit Todesfolge

Bestatterin Gitte Madsen fühlt sich wohl in ihrer neuen Heimat Marielyst. Sie ist angekommen, hat Freunde und Bekannte gefunden. So nimmt sie auch an einem Richtfest teil. Eine feucht-fröhliche Angelegenheit, auch wenn der Richtspruch des Poliers daneben ging. Ein schlechtes Omen, wie die Besucher munkeln.

Das bewahrheitet sich leider. Als Gitte – schon ein wenig beschwipst – nach Hause radelt, stürzt sie über einen Körper: Es ist der Polier August Borg.

Wer Gitte kennt, weiß, dass sie das Schnüffeln nicht lassen kann. Vor allem, da die Familie Borg das Bestattungsinstitut beauftragt hat. Auch Kommissar Ole Ansgaard weiß, dass er Gitte nicht aufhalten kann, und er weiß auch, dass sie schon öfters im Gespräch mit Beteiligten und Zeugen mehr erfahren hat als er. Allerdings wagt sie sich manchmal ein wenig zu weit vor und bringt sich in Gefahr. Auch dieses Mal scheint sie dem Täter zu nahe zu kommen.

Das gemütliche Dänemark und das noch gemütlichere Marielyst ist wieder einmal Schauplatz eines Verbrechens und Gitte Madsen, die eigentlich nach Dänemark übersiedelt ist, um ihren verschollenen Vater zu suchen, ist wieder dabei. Frida Gronover hat mit ihr eine interessante Figur geschaffen. Neugierig und furchtlos, klug und sympathisch, schafft ihre offene Wesensart sofort Vertrauen.

Die kleinen Reibereien zwischen Ole und Gitte – man spürt, dass es knistert – tragen mit zum Unterhaltungswert des Krimis bei. Mir gefallen die liebevoll gezeichneten Figuren. Das passt bis in die Nebenrollen, die auch mal für einen Lacher sorgen. Außerdem sorgt Frida Gronover mit ihrem Setting für Fernweh. Man spürt, wie gut sie den kleinen Ort Marielyst auf Falster kennt und ihre Beschreibungen machen augenblicklich Lust, sich am Strand bei einem süßen Eis den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Auch wenn Gitte nun ein weiteres Geheimnis gelöst hat, hoffe ich sehr, dass es im hyggeligen Marielyst noch mehr Aufregung gibt und damit auch weitere Nachfolgebände.

Gitte kann es nicht lassen

Inhalt:
Bestatterin Gitte Madson ist mitten in der Nacht mit ihrem Fahrrad auf dem nach Hause Weg von einem Richtfest. Plötzlich stößt sie auf ein Hindernis und stürzt. Der Schrecken ist groß, als sie eine Leiche entdeckt. Dazu kennt sie den Mann noch. Es ist der Polier August Borg, der für den verunglückten Richtspruch auf dem Fest verantwortlich war. Doch ein schlechtes Omen? Gitte wäre nicht Gitte, wenn ihre Neugierde nicht geweckt wäre. Sie beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Sehr zum Leidwesen von Kommissar Ole Ansgaard. Dieser ermahnt sie, vorsichtig zu sein. Zu Recht, wie sich herausstellt ….

Leseeindruck:
»Dänische Gier« ist der 3. Fall für Bestatterin Gitte Madson. Auch ohne die Vorgänger zu kennen, ist er gut lesbar. Wichtiges wird noch einmal erwähnt. Der Krimi vereint Spannung mit Urlaubsfeeling und hat liebenswerte Figuren, zu denen man auch einiges an Privatem erfährt. Gitte, die Hauptprotagonistin, hat ein Markenzeichen: über Leichen stolpern. Für sie die Aufforderung, eigene Recherchen anzustellen. Dabei kommt ihr sehr gelegen, dass sie in einem Bestattungsinstitut arbeitet. Hier laufen alle Fäden zusammen und es ist geradezu ein Umschlagplatz zum Austausch aller Neuigkeiten. Der Beginn für Gitte, sich in neue Abenteuer zu stürzen. Was aber auch sehr schnell gefährlich wird. Über Gitte musste ich öfter schmunzeln. Denn sie geht wortwörtlich über Leichen. Das Ende ist vielleicht nicht ganz überraschend, weil im Laufe der Geschichte einige mögliche Täter präsentiert werden und ich eine leise Vorahnung hatte. Allerdings habe ich den Grund erst am Ende erfahren. Noch ein Wort zum Schreibstil. Dieser ist flüssig und authentisch. Denn alle Figuren, ob nun Bekannte oder Fremde, reden sich mit Du an. So wie es in Dänemark üblich ist.

Fazit:
»Dänische Gier« ist ein locker, leichter Kriminalroman. Er bietet einen spannenden Fall, der eingebettet in einer dänischen Urlaubsregion spielt. Die Figuren sind gut beschrieben, so dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte. Durch das Du in der wörtlichen Rede wirkt die Geschichte authentisch. Ich hatte unterhaltende und kurzweilige Lesestunden, weshalb ich den Krimi gerne weiterempfehle.