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Deine größte Angst
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Die Weihnachtszeit ist alles andere als besinnlich in Konstanz: Die Besucher des Weihnachtsmarkts erwartet ein grauenvoller Anschlag. Ein Amokfahrer fährt in die Menge und lässt viele Tote zurück - und acht Überlebende.
Eigentlich wollte Falk Hagedorn sich von den Ermittlungen fernhalten. Doch der Trauma-Therapeut und ehemalige LKA-Fallermittler soll den Überlebenden helfen, das grausame Attentat zu verarbeiten. Aber er gelangt bei der Arbeit mit der Selbsthilfegruppe an seine Grenzen, denn ihn holt seine eigene Vergangenheit ein. Auch bei den Teilnehmern tun sich ungeahnte Abgründe auf. Und der Täter ist ihm näher, als Hagedorn denkt …
beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!





















Mutig, wer seine Angst zugibt
"Hast du Angst, machst du Angst, fürchtest du sie, vergrößerst du sie, fliehst du vor ihr, jagt sie dich." (Manfred Hinrich)
Der diesjährige Weihnachtsmarkt in Konstanz lädt wieder Menschen aus allen Regionen ein. Niemand ahnt, was am 1. Dezember sich dort zutragen wird. Ein Amokfahrer rast in die Menschenmasse des Marktes, reißt 17 Menschen in den Tod und verletzt viele. Der Zufall führt Falk Hagedorn in diesem Augenblick an den Tatort. Er selbst kann einem Jungen nur noch Trost spenden, bevor dieser verstirbt. Eigentlich wollte Falk sich nicht in die Ermittlungen einmischen, doch dann bittet der Bürgermeister ihn, als Traumatherapeut für eine Gruppe von 8 Überlebenden zur Seite zu stehen. Allerdings gerät selbst Hagedorn bei den Gesprächen an seine Grenzen und wird von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt. Während Marius Bannert die Ermittlungen vorantreibt, vermutet niemand, dass der eigentliche Täter näher ist, als sie ahnen. Zudem hat er seine weitere Tat schon längst geplant.
Meine Meinung:
Die Thriller von Matthias Bürgel sind schon immer etwas Besonderes für mich. Da sie von einem Autor geschrieben sind, der selbst Kriminalhauptkommissar ist und sehr genau weiß, wie die Polizei arbeitet. Dies merkt man auch bei seinen ausführlichen Ermittlungen und dem guten Zusammenhalt des Kripo-Teams, bei dem der Humor nicht fehlen darf. Dieses Buch ist der vierte Band um den Traumatherapeuten und Fallanalytiker Falk Hagedorn, der seit seinem Dienstunfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Zudem hat Falk nach weiteren schweren Schicksalsschlägen in der Familie immer wieder mit sich zu kämpfen. Da fließt dann durchaus auch mal etwas zu viel Alkohol. Bannert und Hagedorn sind beste Freunde, was selbst diesmal wieder sehr gut zum Ausdruck kommt. Hagedorn finde ich nach wie vor faszinierend, weil er im Rollstuhl sitzt und dennoch sein Leben so gut es geht ohne Hilfe bewältigt. Natürlich hat der Autor hier eigene Freiheiten eingebaut, die man so in der Realität nicht umsetzen kann. Zum Beispiel das Logans Hagedorns Stammkneipe, die nicht barrierefrei ist und somit selbst ein E-Rolli nicht befahren kann. Auch sonst ist mir Hagedorn mitunter zu agil dafür, dass er im Rollstuhl sitzt. Besonders bei den Einsätzen ist das der Fall, aber dies sehe ich der Fantasie des Autors geschuldet. Bei der brutalen Amokfahrt am Anfang sind bei mir automatisch Erinnerungen an das Attentat 2016 in Berlin hochgekommen. Als dort ein Amokfahrer wirklich in einen Weihnachtsmarkt fährt und viele Menschen tötet und schwer verletzt. Man sieht also die Realität solcher Irrfahrten und Ängste ist durchaus berechtigt. Doch in unserem Fall geht es um keinen islamistischen Terroristen, sondern um einen Täter, der eine schwierige Vergangenheit hat. In einem Handlungsstrang bekommen wir deshalb immer wieder Einblicke in dessen Jugend und seine Seelenwelt. Irgendwie scheint alles so unfassbar zu sein, dass er einem schon leidtun kann, doch es niemals eine solche Tat rechtfertigt. Trotzdem man manches erahnbar ist, bleibt die Spannung recht hoch und durch die kurzen Kapitel kann ich das Buch nicht mehr weglegen. Gut gefallen haben mir außerdem die einzelnen Opfergespräche, die zwar kurz sind, jedoch dennoch sehr verständlich auf mich wirken. Verändert hat sich außerdem Kommissar Bannert, der hier deutlich besser auf mich wirkt wie im ersten Band. Dort wirkte er auf mich doch noch eher ruhig und zurückhaltend. Dass man nebenbei noch Einblicke in das Privatleben der Ermittler erhält, finde ich gut und macht die Charaktere außerdem nahbarer. Ich jedenfalls konnte mich gut in alle Opfer und ihre Ängste hineinversetzen. Als kleine Hilfe zwecks der vielen Charaktere wäre sicherlich ein Namensregister zu Beginn von Vorteil gewesen. Für mich war es wieder ein gelungener Thriller. Ich freue mich auf Neues vom Autor und gebe eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Der Teufel ist näher als du denkst.
Ein Amokfahrer rast über den Konstanzer Weihnachtsmarkt und hinterlässt eine Spur der Verwüstung, Tote und Verletzte.
Falk Hagedorn, Trauma-Therapeut und ehemalige LKA-Fallermittler, übernimmt die Betreuung einer Selbsthilfegruppe, an der acht Opfer teilnehmen.
Während die Polizei in alle Richtungen ermittelt, um den Serienkiller zu ermitteln und weitere Anschläge zu verhindern, versucht Hagedorn den Teilnehmern seiner Gruppe dabei zu helfen, das Attentat zu verarbeiten.
Allerdings gestaltet sich das anders als geplant.
Ich habe schon viele Thriller gelesen, aber selten war einer so intensiv wie dieser hier. Wer könnte sich besser in die Psyche der Charakter einfühlen, als ein echter Ermittler!? Beängstigend, verstörend, sehr real und brutal führt er durchs Buch. Nichts für schwache Nerven!
Seine Charaktere sind interessant und gehen teils auch etwas in die Tiefe, wobei der Hauptaugenmerk auf Hagedorn und dem Täter liegt.
Der vierte und wohl letzte Teil der "Fallanalytiker Falk Hagedorn"-Reihe war zwar für mich der erste Band, aber das tat dem Leseerlebnis keinen Abbruch. Auf jeden Fall werde ich mir die ersten drei auch noch besorgen.
Wer spannende, authentische Thriller mit Gänsehauteffekt mag, der ist hier genau richtig!
Das Attentat.
Der Autor und Kriminalhauptkommissar bringt es genau auf den Punkt! Schonungslos offen reißt er seine Leser mitten ins Geschehen, in den Abgrund der menschlicher Psyche und lässt sie kaum Luft holen.
Jede Menge emotionaler Momente, verstörend, erschreckend und manchmal auch freundschaftlich, reihen sich hier aneinander. Beim Lesen hat man das Gefühl daneben zu sitzen und alles hautnah mitzuerleben, was sehr spannend ist, aber auch angsteinflößend.
Die Figuren haben alle ihre individuellen Charaktere, was sie so authentisch macht. Hagedorn ist mir neben seinen Kollegen sehr sympathisch. Gerade auch wegen seiner Aktionen, Handlungsweise und Aussagen.
Der Täter, dessen Privatleben man in einigen Kapitel verfolgen kann, wurde sehr gut beschrieben und gibt ihm ein reales Gesicht. Er wird glaubhaft dargestellt und ist eine Zeitlang gut versteckt, bis er sich zu erkennen gibt.
Das war mein erstes Buch aus dieser Thriller-Reihe, das aber sofort mein Interesse an den ersten drei Teilen geweckt hat! Von mir gibt es glatte 5 Sterne!