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Deine Zeit wird kommen
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Schweden, 1993. In einem abgelegenen Waldstück treibt eine junge Frau tot im Fluss. Ihr Kopf ist rasiert, sie ist ausgezehrt, Hämatome an Armen und Beinen weisen darauf hin, dass sie gefangen gehalten wurde. Doch auf ihre Identität gibt es keinerlei Hinweise.
Kommissar Björling und seine Kollegin Johanna stehen vor der nahezu aussichtslosen Aufgabe, in dem schier endlosen Waldgebiet dem Mörder auf die Spur zu kommen.
Dann verschwindet Björlings Tochter Malin während eines Campingausflugs spurlos. Sie ist alles, was Björling seit dem Tod seiner Frau am Leben hält, und sie ist im selben Alter wie die Tote im Fluss …
Björling wird klar, dass das Verschwinden seiner Tochter und der Mord miteinander zusammenhängen. Doch Tag um Tag vergeht ohne eine Spur von Malin. Ein qualvoller Wettstreit mit der Zeit beginnt, der Björling weit in die Vergangenheit führt und ihn um den Verstand zu bringen droht.
Ein düsterer Pageturner in bester skandinavischer Tradition – atmosphärisch, beklemmend und von eisiger Spannung.






















Die Dämonen der Ermittler
Dies war das erste Buch des Autoren, das ich gelesen habe. Schon das Cover spielt die düstere Atmosphäre wieder, die in der gesamten Geschichte vorherrscht. Detaillierte Beschreibungen, zum Teil sehr ekelig nehmen den Leser mit ins Jahr 1993 in ein kleines Dorf in Schweden. Das Buch wird aus zwei verschiedenen Perspektiven geschildert, auf der einen Seite die Ermittler, auf der Anderen die Gefangene, mit der ich förmlich mitgelitten habe.
Kommissar Björling, nach dem Tod seiner Frau noch gefangen in seiner Trauer, wird zur Leiche einer jungen Frau gerufen. Sie ist kahl geschoren und halb verhungert. Er bekommt Verstärkung von Johanna aus Stockholm, die früher einmal in dem Dorf gewohnt hat. Auch sie kämpft mit den Dämonen aus der Vergangenheit. Als dann auch noch Bjölinds 17 jährige Tochter Malin verschwindet, bricht der Kommissar zusammen.
Die Hälfte des Buches nimmt das persönliche Schicksal der Ermittler ein und lässt die Jagd nach dem Mörder etwas in den Hintergrund treten. Die Figusren sind authentisch und realistisch, der Spannungsbogen gleichbleibend hoch. Allerdings hätte ich gerne etwas mehr über das Motiv des Täters erfahren.
Ein nicht so blutiger Thriller mit Tiefgang, den ich gerne empfehlen kann.
Düster, emotional, fesselnd
Normalerweise bin ich vorsichtig, wenn Bücher Preise gewonnen haben. All zu oft wurden meine Erwartungen enttäuscht. Da ich aber skandinavische Krimis liebe, habe ich einen Versuch gestartet und wurde zu meiner großen Freude positiv überrascht.
Im schwedischen Nirgendwo wird eine junge Frau tot aufgefunden . Der leitende Kommissar ist Björling von der Polizei vor Ort. Er ist noch voller Trauer über den Verlust seiner Ehefrau und erzieht nun seine Teenager -Tochter Malin allein. Ihm zur Seite gestellt wurde die Kollegin Johanna. Sie kämpft mit Geistern aus der Vergangenheit. Als Björlinds Tochter spurlos verschwindet, bricht seine Welt zusammen. Die Zeit seit Malins Verschwinden wächst an . Die Hoffnung, sie lebend zu finden, schwindet.
Das Buch weicht in meinen Augen vom herkömmlichen Muster eines Krimis ab. Ja, ein grausamer Mord musss aufgeklärt werden, aber die Atmosphäre ist von Björlinds Verlust und Johannas Traumata geprägt. Ich bin kein Freund von Nabelschauen der ermittelnden Beamten. Hier passt es perfekt . Für mich steht Björlind für all diejenigen, denen ein geliebter Mensch plötzlich entrissen wird und die lernen müssen, damit zu leben , was hier zum Fall passt. Parallel dazu wird die Ermittlung voran getrieben. Dies folgt dem erwarteten Vorgehen bei einem Krimi und liest sich packend und unterhaltsam.
Als Malin verschwindet , kann ihr Vater nicht mehr weiter machen. Johanna will nicht aufgeben, wird aber nach Stockholm zurück beordert. Der Fall wird zum Cold Case. Dann ergibt sich ein neuer Ermittlungsansatz. Wenn sie schon nicht Malin retten konnten, soll wenigstens der Täter gefasst werden. Es kommt zu einem unerwarteten Showdown.
Mich hat die Handlung wirklich gepackt . Da war die Phase hektischer Ermittlungen, gefolgt vom abschnitt voller Trauer und Verlust und dann tritt erneut der Krimi-Aspekt in den Vordergrund. Auch sprachlich fand ich das Buch gelungen gerade bei den ruhigen Abschnitten sehr eindringlich, aber nie pathetisch. Für mich eine ungewöhnliche, aber sehr gelungene Krimierfahrung.
So ruhig, so grausam
Kommissar Björling und seine Kollegin Johanna haben es mit einem grausamen Fall zu tun. Sie finden die Leiche einer jungen Frau, doch es gibt nur wenige Spuren und die Suche nach dem Täter ist äußerst schwierig. Dann verschwindet plötzlich die Tochter von Björling spurlos. Sie ist im gleichen Alter wie die Tote. Es könnte einen Zusammenhang der Taten geben. Björling stößt an seine psychischen und physischen Grenzen auf der langen Suche nach seiner Tochter. Er verliert fast seinen Verstand, denn es kann sie einfach nicht finden. Und die Zeit verinnt....
Es herrscht eine unterschwellige Spannung, die nicht greifbar ist. Man hat ein beklemmendes Gefühl, gerade weil die Geschichte so ruhig aber dennoch grausam erzählt wird. Die Hoffnung schwindet dahin, es ist teils düster und man weiss wirklich nicht, ob es ein gutes Ende nehmen wird. Ein besonderes Buch.