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Dies Irae - Tag des Zorns
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Neun Jahre nach dem ungeklärten Mord an ihrer Tochter zieht Dolly in das alte Haus ihres Großvaters im abgelegenen Waldviertel, um Frieden zu finden.
Doch nachts leuchtet das Baumhaus ihrer Kindheit und ein Mädchen erscheint – blass, still und verstörend ähnlich ihrer getöteten Tochter. Dolly entdeckt das Grab des Kindes Melanie Schweiger und ahnt einen Zusammenhang.
Während das Dorf schweigt, wächst in ihr der Zorn. Getrieben von Schmerz und der Hoffnung auf Gerechtigkeit, stellt sie sich der Vergangenheit – und einem Mörder, der mitten unter ihnen lebt.





















Dies Irae
Ein mehr als hervorragender mystischer Krimi, der mir schon unter die Haut ging. Dollys Tochter wurde vor neun Jahren ermordet, damals, im Haus von Dollys Großvater im Waldviertel. Nun kehrt sie in das Haus zurück und entdeckt ein Grab, in dem auch ein kleines Mädchen liegt, ebenfalls ermordet. Und dieses Mädchen erscheint ihr öfter des nachts. Sie nimmt Kontakt mit der Schwester des Mädchens auf und die beiden beschließen, den Mörder zu finden. Ein Spießrutenlaufen in dem Dorf beginnt und die Bewohner halten die beidenn jungen Frauen als verrückt. Kann es der Pfarrer gewesen sein, der gerne kleine Mädchen sah oder der alte Simon? Und was ist mit übellaunigen Bauern, in dessen Stadel die tote Schwester gefunden wurde? Dann erscheInt immer wieder bei Dolly ein Herr mit Panamahut, Monokel und Spazierstock und giBt sich sehr geheimnisvoll und den kein Mensch kennt. Einzig allein Oliver, im Gemeinderat aktiv, nimmt sich Dolly an und will sie beschützen. Aber dann wird gemunkelt, das in einem Heim in Tschechien gleich an der Grenze Mädchen verschwinden? Nur die alte Resi Tant, ein Unikum, läßt sich nicht aus der Ruhe bringen. Der Autor schreibt derart spannend und unheimlich zugleich, dass, was Dolly sieht und erlebt, könnte eigentlich auch der Realität entspringen und müßte überhaupt nicht mystisch sein. Diese eigenwilligen Menschen, sehr gut dargestellt und charakterisiert, machen aus dem Buch etwas ganz besonderes, ganz so kann man sich Leute vorstellen, die weit ab wohnen und das Dorf selten verlassen. Jedes Kapitel hat eine lateinische Überschrift, darunter steht der deutsche Text. Ich bin zuerst etwas vorsichtig an den Krimi herangegangen, aber nach den ersten Seiten war ich von dem Inhalt, dem Schreibstil und der ganzen Art mehr als fasziniert. Das Ende kommt geballt mit voller Wucht und hat eine total andere Auflösung, als erwartet. Dann sitzt man da, denkt nach und kann es nicht fassen. Hochinteressant, spannend, unheimlich, voller Geheimnisse, besser und raffinierter kann kein Krimi sein. Das Cover hat dunkle und düstere Wolken und men sieht das Unheil schon heranziehen.