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Dirty Cops

Der sechste Band der Sean Duffy-Reihe. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 370 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3518468421

ISBN-13: 

9783518468425

Auflage: 

1 (12.02.2018)

Preis: 

14,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3518468421

Beschreibung von Bücher.de: 

Belfast 1988: Ein Mann wird mit einem Pfeil im Rücken tot aufgefunden. Es waren wohl kaum Indianer, und auch Robin Hood dürfte als Täter nicht in Frage kommen. Und da das Opfer eh nur ein Drogendealer war, könnte man sein kurioses Dahinscheiden ruhigen Gewissens zu den Akten legen. Doch Inspector Sean Duffy tut sich schwer damit, Morde zu den Akten zu legen - auch wenn seine Vorgesetzten ihn dazu drängen und der Haussegen bei der jungen Familie Duffy gerade reichlich schief hängt. Und noch jemand möchte Duffy zum Aufgeben zwingen: Eines Nachts findet er sich im Wald wieder, wo drei bewaffnete, maskierte Gestalten ihn dazu zwingen, sein eigenes Grab auszuheben ...

Ein neuer Fall für Sean Duffy, den katholischen Bullen im Belfast der düsteren 80er Jahre. Gejagt von unbekannten Kräften, bedroht von internen Ermittlungen, unter Druck gesetzt von der Mutter seines Kindes, versucht er, einen der wahnwitzigsten Mordfälle seiner Laufbahn aufzuklären, ohne dabei sein eigenes Leben zu verlieren.

Kriminetz-Rezensionen

Nordirland vor dem Ende des Kalten Kriegs

Eins sei vorneweg gesagt: Die McKinty-Reihe um den katholischen Polizisten Sean Duffy in Nordirland hat sich in seinem neuesten im Suhrkamp Verlag erschienenen Buch „Dirty Cops“ wieder stark verbessert, nachdem mit „Rain Dogs“ ein starker Abschwung zu verzeichnen gewesen war. Adrian McKintys Kriminalroman „Dirty Cops“ spielt im Nordirland Ende der 80er Jahre. Das Land wurde damals immer noch von bürgerkriegsähnlichen Zuständen zerrissen. Die IRA bekämpfte die britische Besatzungsmacht und protestantische Paramilitärs. In diesem prekären Setting bewegt sich McKintys Hauptfigur Inspector Duffy immer noch, wobei auch dieses Mal der Kalte Krieg in Form von Bulgarien und Heroinschmuggel über die Balkanroute eine Rolle spielt.

Zum Inhalt: Belfast 1988: Ein Mann wird mit einem Pfeil im Rücken tot aufgefunden. Es waren wohl kaum Indianer – und auch Robin Hood dürfte als Täter nicht infrage kommen. Und da das Opfer eh nur ein Drogendealer war, könnte man sein kurioses Dahinscheiden ruhigen Gewissens zu den Akten legen. Doch Inspector Sean Duffy tut sich schwer damit, Morde zu den Akten zu legen – auch wenn seine Vorgesetzten ihn dazu drängen und der Haussegen bei der jungen Familie Duffy gerade reichlich schief hängt. Und noch jemand möchte Duffy zum Aufgeben zwingen: Eines Nachts findet er sich im Wald wieder, wo drei bewaffnete, maskierte Gestalten ihn dazu zwingen, sein eigenes Grab auszuheben …

Noir-Romane sind noch immer in und „Dirty Cops“ ist sicherlich im weiteren Sinne diesem Genre zuzurechnen. Was McKintys Roman aber gegenüber den meisten anderen Werken dieser Machart auszeichnet, ist ein tiefgründiger, rabenschwarzer Humor, der in diesem Band wieder voll vorhanden ist. Diese Art von Humor bietet das perfekte Korrelat zur soziopolitischen Situation im Belfast Ende der 80er Jahre, die nämlich katastrophal war. So war es möglich, die düsteren Zustände erträglicher zu machen. Hierzu passt auch das suchtaffine Verhalten von Inspector Duffy, das allerdings nachgelassen hat, seitdem er Vater ist und der Amtsarzt ihm eine Entwöhnung von jeglichen Drogen nahelegt. Aber er spricht nicht nur reichlich dem Alkohol zu, sondern gönnt sich auch recht häufig den einen oder anderen Joint, bis der Amtsarzt droht, ihn Dienstuntauglich zu schreiben. Der hohe Spannungsbogen des Kriminalfalls, die ungewöhnlichen Charaktere und das Besondere des Settings machen „Dirty Cops“ zu einer sehr unterhaltsamen Lektüre.