Cover von: Dominotod
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Dominotod

Der zweite Fall für Nathalie Svensson. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3548288928

ISBN-13: 

9783548288925

Erscheinungsdatum: 

01.12.2017

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 57.548
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548288928

Beschreibung von Bücher.de: 

»Jonas Moström schreibt mit einer nie nachlassenden Intensität, die den Leser durch die Nacht treibt.« Arne Dahl In den tiefen Wäldern Nordschwedens wird der Arzt Thomas Hoffman tot aufgefunden. Alles weist darauf hin, dass er mehrere Tage gefangengehalten und gequält wurde. Einer der Kollegen des Toten ist spurlos verschwunden, nur sein Namensschild und ein Dominostein sind zurückgeblieben. Er scheint in die Hände desselben Mörders geraten zu sein. Psychiaterin Nathalie Svensson, Spezialistin für die härtesten Fälle, wird nach Sundsvall gerufen. Ausgerechnet ihre eigene Schwester war die letzte, die das Entführungsopfer lebend gesehen hat. Ist sie in den Fall verwickelt? »Es geht auch fast ohne Blut ... und ist trotzdem wahnsinnig spannend.« Oliver Steuck, WDR 2 Lesen »Gut geschrieben und spannend mit einem außergewöhnlichen Fall. Absolut lesenswert.« Ölandsbladet

Kriminetz-Rezensionen

Ein fast typischer Schwedenkrimi mit gesellschaftspolitischer Note.

Nur einen Tag nach dem tödlichen Sturz ihres Vaters ist die psychiatrische Oberärztin Nathalie Svennson, Mitglied der Einheit für operative Fallanalyse (OFA), zu einem Einsatz im Norden unterwegs. In der Stadt Sundsvall ist der Oberarzt Thomas Hoffmann mitten im Nachtdienst verschwunden. Drei Tage später wird er auf der Insel Alnön ganz in der Nähe tot aufgefunden. Kriminalhauptkommissar Johan Axberg ist bei der Aufklärung des Falles, laut seinem Vorgesetzten, auf die Hilfe der OFA angewiesen. Ein zweiter Umstand macht ihm ebenfalls sehr zu schaffen: Sein bester Freund Erik Jensen ist ebenfalls verschwunden. Erik ist als Arzt im selben Krankenhaus wie Hoffmann tätig. Wenn beide demselben Täter in die Hand gefallen sind, haben alle Ermittler nur noch drei Tage Zeit, Erik zu finden, denn Hoffmann wurde vor seinem Tod drei Tage gefangen gehalten.

Dominotod ist der der zweite Band über die OFA und Nathalie Svennson. Den ersten Band habe ich leider nicht gelesen und das ist schon ein erster Knackpunkt. Der Autor nimmt durch seine Protagonistin immer wieder Bezug auf die vorherigen Ermittlungen, ohne ins Detail zu gehen. Da bleiben viele Fragen offen und ich hatte lange Zeit das Gefühl, irgendetwas Wichtiges verpasst zu haben. Für eine Psychiaterin kommt sie mir auf der einen Seite auch etwas zu leichtsinnig und leichtgläubig vor, auf der anderen Seite überschreitet sie auch ständig ihre Befugnisse. Das ist manchmal nicht ganz glaubwürdig. Der Autor stattet sie zudem noch mit einer üppigen Figur aus, obwohl sie nur ein halbes Kilo über ihrem Normalgewicht liegt. Für mich etwas zu viel Figurwahn.

Die ganz zu Beginn gestellten Kurzinfos über alle Beteiligte haben mir jedoch sehr gefallen. Dadurch fällt nicht nur das Rezensieren leichter. Ansonsten ist es ein typischer „Schweden-Krimi“, in dem sehr viel Wert auch auf die persönlichen Belange fast sämtlicher Beteiligten gelegt wird. Bemerkenswert ist hier die für mich empfunden hohe Anzahl an Scheidungen. Ich finde der Autor hält trotzdem eine sehr gute Bilanz zur Spannung im eigentlichen Kriminalfall und der Darstellung der Lebensweise der Akteure.

Das wirklich Interessante und auch schon Außergewöhnliche ist die Motivation des Täter. Er rächt sich auf seine Weise am System und einer gewissen Sparpolitik, die auch in Deutschland an der Tagesordnung ist. Das ist sehr bedenlich. Hier greift der Autor einen wirklich neuralgischen Punkt an.

Fazit: Ein solider Krimi mit den typisch skandinavischen Eigenschaften, der sich leicht und schnell lesen lässt.

Solider Skandinavienkrimi

Nathalie Svensson wird mit ihrer Einheit für operative Fallanalyse, bei der sei seit kurzem Mitglied ist, zu einem Fall nach Nordschweden gerufen. Dort trifft sie auf Kriminalhauptkommissar Johan Axberg, der vor Ort den Fall eines tot aufgefundenen Arztes bearbeitet. Für beide geht es um mehr als nur um die Aufklärung eines Kriminalfalls, denn Johans bester Freund scheint in der Hand des Mörders zu sein und Nathalies Schwester, mit der sie länger keinen Kontakt hatte, ist in das Geschehen involviert.

Beide Ermittler ließ der Autor bereits eigene Fälle lösen, hier agieren sie nun gemeinsam – und das Ende lässt hoffen, dass dies nicht der letzte gemeinsame Fall gewesen sein wird. Darüber freue ich mich, denn ich finde, beide sind gelungene Charaktere, wobei mir Johan etwas besser gefällt als Nathalie, die mir ein zu ich-bezogen scheint. Und die, in meinen Augen, ein paar grobe Fehler macht, da sie auf Grund ihrer eigenen Betroffenheit nicht immer objektiv handelt – etwas, was ich als Leser zwar verstehen kann, was mich aber dennoch stört. Beiden Ermittlern gönnt der Autor auch ein authentisch wirkendes Privatleben.

Das einführende Personenregister ist zwar in meinen Augen nicht notwendig, um den Überblick über die handelnden Personen zu behalten, gefällt mir aber gut, da es weitergehende Informationen liefert.

Die kurzen Kapitel verführen dazu, immer weiter zu lesen, Perspektivewechsel sorgen für eine gewisse Spannung, actionreich ist die Geschichte jedoch nicht. Sie zieht vielmehr ihre Spannung aus dem Mitraten, immer wieder eingeschobene Rückblenden unterstützen die Überlegungen. Der Autor spart auch nicht an Gesellschaftskritik, vor allem das Gesundheitssystem betreffend.

Der Fall ist in meinen Augen interessant, auch weil es mehrere Tatverdächtige gibt, die alle ein Motiv haben. Die Auflösung ist schlüssig und zufriedenstellend.

Man muss den ersten Band um Nathalie Svensson nicht gelesen haben, da jedoch hin und wieder darauf Bezug genommen wird, bin ich neugierig geworden und möchte diesen unbedingt noch lesen.

Mich hat dieser Skandinavien-Krimi sehr schnell gepackt, insgesamt gut gefallen und Lust auf weitere Romane des Autors gemacht. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung an Krimi-Fans.

Ein klassischer Schwedenkrimi der gut unterhält

Jonas Moström hat hier einen durchdachten, klassischen Schwedenkrimi geschrieben. Auch wenn es mit der Hauptfigur Nathalie Svensson schon einen Band gibt, lässt sich das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Auch die Andeutungen, die es über ihre Vergangenheit gibt, sind gut eingeflochten und nerven nicht.

Beim aktuellen Fall soll Nathalie als Psychiaterin ein Team aus Kriminalisten (vor Ort und hinzugerufen) sowie deren Computerspezialisten unterstützen. Gemeinsam sollen sie ein Täterprofil erstellen. Dies gestaltet sich schwierig. Zwei Ärzte sind verschwunden, einer tot und bis auf den Arbeitsort und zwei gefundene Dominosteine scheint sie nichts verbunden zu haben.

Nach und nach graben die Ermittler im Privatleben der Verdächtigen und Nathalie wird immer stärker selbst betroffen, da auch ihre Schwester in die Sache verstrickt zu sein scheint. Auch der Kommissar vor Ort ist involviert, da eng mit einem der Opfer befreundet.

Es entbrennt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sich für den Leser aber nicht so gehetzt anfühlt wie in anderen Krimis, weil einfach vieles nebenbei passiert, kleine Hinweise auftauchen und vieles mehr. Man selbst kann immer mitraten. Zudem gibt es Rückblenden, die zu Beginn wenig Sinn ergeben, sich aber am Ende einfügen. Wer hellhörig ist, kann schon im ersten Drittel des Buches den Täter vermuten, dennoch ist die Auflösung clever gestaltet und der gesamte Krimi unterhält gut.

Spannend, verwirrend und doch schlüssig

Jonas Moström, ein schwedischer Arzt und Schriftsteller, bringt uns mit DOMINOTOD zu einem Verbrechen, bei dem im Hals der ersten Leiche ein Dominostein steckt.

Die Reichskriminalprofilergruppe (Einheit der operativen Fallanalyse, OFA) um die psychiatrische Oberärztin Nathalie Svensson (45), Ingemar Granstam (61), Leiter der OFA, und den 22-jährigen flapsigen Kriminaltechniker Tim Walter, der lieber mit Tabellen und Verhörprotokollen umgeht, als mit Menschen, eilen der Polizei vor Ort bei diesem kniffligen Fall zur Hilfe.

Johan Axberg (40), Leiter der verdeckten Ermittlungen in Sundsvall findet sich mit der Hilfe von "oben" ab und arbeitet eng mit Nathalie Svensson zusammen.

Der Fall wird immer verworrener, der beste Freund Axbergs ist verschwunden und Nathalies Schwester scheint in den Fall involviert.

Jonas Moström leitet uns professionell durch diesen Kriminalfall, nur schade, dass man wohl besser auch den ersten Fall um Nathalie gelesen haben sollte, um die persönlichen Schwierigkeiten zu verstehen. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass das alles noch aufgelöst wird, aber es ist wohl eine Aufforderung, das erste Buch auch noch zu kaufen. Bedauerlich.

Der Schreibstil Moströms zieht mich in den Bann und ich bin immer gespannter, wie es weitergeht. Eigentlich ist die Lösung logisch und ich hätte vorher drauf kommen können, genauso, wie es bei einem guten Krimi sein soll.

Das Buch ist zu empfehlen, besonders für die, die den ersten Fall bereits gelesen haben.