Cover von: Dope
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Dope

Roman
Buch
Broschiert, 288 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3426304457

ISBN-13: 

9783426304457

Erscheinungsdatum: 

04.05.2015

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 156.138
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426304457

Beschreibung von Bücher.de: 

New York City, 1950. Josephine (»Joe«) hat es nie leicht gehabt. Ihr Leben war schon verpfuscht, bevor es richtig begann. Eigentlich müsste sie längst tot in irgendeinem Hinterhof liegen, von einer Kugel oder dem Heroin dahingerafft. Doch sie hat noch mal die Kurve gekriegt und scheint plötzlich das Glück auf ihrer Seite zu haben: Ein wohlhabendes Paar bietet Joe 1000 Dollar; sie soll dessen verschwundene Tochter wiederfinden, die offenbar in die Unterwelt des Big Apple abgedriftet ist. Leicht verdientes Geld, denkt Joe. Aber so leicht ist es nun auch wieder nicht: Freund ist von Feind kaum zu unterscheiden, und nicht jede Falle erkennt man gleich ...

Kriminetz-Rezensionen

Big Apple und H

Fragezeichen stellen sich bereits beim Titel. „Dope“ hat Sara Gran (Titel im Original und in der deutschen Übersetzung identisch) ihren Roman genannt, der in den 50er Jahren in New York City spielt. Die Protagonistin Joe ist ein Ex-Junkie, die sich mit Betrügereien gerade so durchschlägt. „Dope“ beschäftigt sich eigentlich mit der New Yorker Subkultur der Heroinsüchtigen vor über 60 Jahren. Dope ist aber polyvalent und ist ein umfassender Begriff für alle Substanzen, die nicht legal erworben und konsumiert werden dürfen. Natürlich ist beinahe jeder Junkie ein Polytoxikomane und nimmt, was auch immer gerade verfügbar ist, seien es nun Gras, Pillen oder sonst etwas. Aber der Fokus der Geschichte liegt eben beinahe ausschließlich auf Heroin und somit ist der Titel unpassend.

Fokussierung ist überhaupt ein gutes Stichwort. Stilistisch wie inhaltlich fehlt „Dope“ die notwendige Fokussierung und Konzentration, die für einen großen Wurf notwendig wären. Das hängt sicherlich auch mit Unsicherheiten in der Form zusammen. Was ist „Dope“? Ein Krimi? Ein Gesellschaftsroman? Ein anspruchsvoller Roman über Subkulturen à la Borroughs? „Dope“ versucht allem ein bisschen gerecht zu werden und muss an diesem Anspruch zwangsläufig scheitern.

Die eigentliche Story kennen wir aus dem Dunstkreis der großen amerikanischen Kriminalschriftsteller wie Hammett, Chandler und Macdonald. Die inzwischen seit zwei Jahren cleane Joe wird von reichen Leuten beauftragt ein Mädchen zu suchen, das in die Heroin- und Prostitutionskreise von NYC abgerutscht ist. Aber natürlich ist nichts so wie es scheint. Und Joe gerät schließlich unter Mordverdacht, als der Zuhälter des Mädchens erschossen wird. Und welche mysteriöse Rolle spielt Joes Schwester, die kurz vor dem Durchbruch im Filmbusiness steht? Leider gewinnt der Plot nie richtig an Spannung und die Volten sind ziemlich vorhersehbar.

Fazit: Sara Gran und „Dope“ besitzen das Potenzial auf den ganz großen Wurf, der mit „Dope“ allerdings nicht gelungen ist. Dennoch empfehlenswert für Leser, die es gerne hardboiled mögen und denen „Drogengeschichten“ gefallen.