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Im Dunkel
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Beschreibung:
Eine demente Seniorin verschwindet spurlos aus einem Heim. Kurz darauf wird eine verstörte junge Frau gefunden, die nackt und verletzt an einer Landstraße liegt. Als dann noch zwei Mädchen nach den Ferien nicht mehr in der Schule auftauchen, wird Rita Voss mit den Ermittlungen beauftragt.
Die Kriminalhauptkommissarin stürzt sich in die Spurensuche, dankbar für die Ablenkung von ihrem angespannten Privatleben.
Durch Zufall trifft Rita auf die junge Mira Loosen, die behauptet, vergangene und zukünftige Schrecken in ihren Träumen sehen zu können. In ihrer Kindheit konnte sie auf diese Weise schon einmal dabei helfen, die Täter eines brutalen Überfalls zu fassen.
Stück für Stück setzt Rita Voss mit ihren Kollegen und Miras Hilfe ein Puzzle zusammen, dessen Abscheulichkeiten weit in die Vergangenheit reichen.
Der Fall ist hochkomplex und dringt schließlich bis in Ritas Privatleben vor, denn ihre Tochter könnte die Nächste sein, die verschwindet …





















Spannend, aber nicht ganz überzeugend
Im Dunkel“ von Petra Hammesfahr war für mich eine Geschichte, die ganz anders war als die Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe – und davon waren schon einige dabei.
Mit Rita Voss, der Kommissarin im Mittelpunkt der Geschichte, bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ihr Verhalten war mir teilweise sehr unsympathisch, besonders weil sie ihre Position bei der Polizei nutzt, um private Interessen durchzusetzen. Auch ihr Umgang mit ihrem Exmann war für mich mehr als fragwürdig. Ihre persönliche Vorgeschichte wird zum Glück nur kurz angerissen, und auch das Verhältnis zu ihren Eltern wirkt eher kühl und funktional. Gerade die Beziehung zu ihrer Mutter, die als alleinerziehende Kriminalbeamtin zwar ihre minderjährige Enkelin betreut, darüber hinaus aber kaum Nähe zu Rita zu haben scheint, fand ich ziemlich distanziert.
Überhaupt gibt es in diesem Krimi eine große Anzahl an Figuren. Unter anderem geht es um Thea, Ritas Tochter, die nach langer Zeit erstmals wieder Kontakt zu ihrem Vater aufnimmt.
Und dann sind da noch die verschleppten Mädchen Juliette, Malu und Hannah. Hannah gelingt mit viel Glück die Flucht aus ihrem Martyrium. Was hier beschrieben wird, ist teilweise wirklich schwer zu ertragen. Gewalt gegen Frauen wird in vielen grausamen Facetten dargestellt, und einige Szenen haben mir beim Lesen tatsächlich die Haare zu Berge stehen lassen. „Im Dunkel“ ist definitiv keine Gute-Nacht-Geschichte.
Besonders ungewöhnlich wird die Handlung durch Mira. Sie behauptet, vergangene und sogar zukünftige Ereignisse in ihren Träumen sehen zu können. Dadurch bekommt die Geschichte fast schon etwas Mystisches und geheimnisvoll Unheimliches. Auch wenn ich diesen Ansatz interessant fand, war mir die Auflösung zu unkonventionell und teilweise nicht wirklich glaubwürdig. Dass sich so vieles allein durch diese Träume klären lässt, konnte ich mir einfach nur schwer vorstellen – gerade bei einem Krimi, bei dem ich eigentlich mehr klassische Polizeiarbeit erwartet hätte.
Neben dem aktuellen Fall wird während der Ermittlungen auch noch ein alter Fall aufgegriffen und gelöst. Dadurch bekommt die Geschichte noch eine weitere Ebene.
Insgesamt war „Im Dunkel“ durchaus spannend, aber für mich auch etwas verwirrend und an manchen Stellen unglaubwürdig. Ich habe den Krimi gerne gelesen, doch so richtig begeistern konnte er mich leider nicht. Von Petra Hammesfahr kenne ich Geschichten, die mich deutlich mehr gepackt und vom Hocker gerissen haben